Umschulung zum/ zur Assistent/in Hotelmanagement

Halten Sie den Betrieb am Laufen!

Halten Sie den Betrieb am Laufen!

Assistent/innen im Bereich Hotelmanagement unterstützen die Geschäftsführung von touristischen und gastronomischen Einrichtungen. Neben Hotels und Restaurants zählen hierzu beispielsweise auch Kreuzfahrtschiffe, Ferienclubs oder Freizeitparks. Möglichkeiten zur Beschäftigung finden sich regional, national und international in touristisch erschlossenen Regionen.

Zu den Aufgabengebieten zählen Buchhaltung, Controlling, Personal, Marketing und Verkauf. Konkret verantworten Assistent/innen des Hotelmanagements damit beispielsweise die Erstellung von Dienstplänen, die Überwachung des Warenvorrats sowie die Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen in Abstimmung mit den Kunden. Neben den organisatorischen Fähigkeiten erfordert der Beruf auch kaufmännische Kompetenzen. So müssen unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit zum Beispiel Zimmerpreise festgelegt oder die Kosten für einen Event ermittelt werden. Das allgemeine Ziel der Tätigkeit besteht also im reibungslosen Betrieb eines Hotels und verwandter Einrichtungen.

 

Zukunftsaussichten

Der Tourismus stellt weltweit einen beträchtlichen Wirtschaftsfaktor dar. Nach Zahlen des Bundesministeriums für Wirtschaft wächst die Branche seit Jahren kontinuierlich und wird auch perspektivisch weiter an Bedeutung gewinnen. Die Beschäftigungschancen sind damit außerordentlich gut. Zudem werden Absolvent/innen mit der Ausbildung breit aufgestellt. Sie können das erworbene Wissen nicht nur in der Hotellerie, sondern in nahezu allen Bereichen des Tourismus anwenden. Denkbare Szenarien sind zum Beispiel die Arbeit in einer Reise- oder Veranstaltungsagentur oder bei einem Dienstleister für Touristik im Bereich Gesundheit, Kultur und Sport.

Möglichkeiten ergeben sich überall dort, wo für Urlauber und Gäste Freizeitangebote gemanagt werden müssen. Darüber hinaus können Assistent/innen für Hotelmanagement aufgrund der sprachlichen Kompetenzen nicht nur regional tätig werden, sondern sich auch außerhalb Deutschlands engagieren. Mit zunehmender Praxiserfahrung bietet der Beruf weitere Aufstiegschancen.

Aus der Assistenz heraus können bei einer angeschlossenen Ausbildung später auch leitende Positionen eingenommen werden, zum Beispiel als Hotelmanager/in. Die Ausbildung kann gleichfalls genutzt werden, um Zusatzqualifikationen wie die Fachhochschulreife oder einen Ausbildereignungsschein zu erwerben. Inwieweit dies vorgesehen ist, hängt von der gewählten Ausbildungsstätte ab.

 

Inhalte und Dauer der Umschulung

Die Ausbildung zum/ zur staatlich geprüften Assistent/in für Hotelmanagement wird jeweils von den Ländern geregelt und umfasst in Vollzeit einen Zeitraum von circa zwei bis drei Jahren. Bei der Auswahl ist darauf zu achten, wo der generelle Schwerpunkt der Inhalte liegt: Manche Anbieter adressieren in erster Linie das Hotel- und Gaststättengewerbe, andere rücken den Tourismus mehr in den Mittelpunkt. Ein erster Indikator für den Schwerpunkt eines Angebots ist bereits der Name der Ausbildung, der alternativ auch „Assistent/in für Hotel- und Tourismusmanagement“ heißen kann.

Die Lehrinhalte decken ein breites Spektrum an Themengebieten ab und sind entweder direkt auf den Bereich der Hotellerie zugeschnitten oder betreffen etwas allgemeiner das gesamte Tourismusgewerbe. Ein Schwerpunkt ist der Erwerb sprachlicher Kompetenzen in mindestens drei Fremdsprachen. Englisch wird dabei in jedem Fall angeboten, dazu kommen unter anderem Französisch, Spanisch oder Italienisch. Ein zweiter Fokus der Ausbildung liegt in der Organisation verschiedener Bereiche eines Hotels. Dazu zählen beispielsweise die Rezeption, das Housekeeping, das Lebensmittelmanagement oder das Veranstaltungswesen. Die Teilnehmer/innen werden befähigt, koordinierende Prozesse effektiv und wirtschaftlich zu gestalten. Die hierfür notwendigen kaufmännischen Fähigkeiten werden durch Kurse wie Betriebswirtschaft oder Rechnungswesen vermittelt. Weitere Inhalte betreffen die Bereiche Marketing, Wirtschaft und Politik, Recht, Sozialkunde, Sport und Gesundheit.

Während der Ausbildung sind, je nach Anbieter, ein bis drei Praktika zu absolvieren. Ein längeres von ungefähr zehn Monaten findet im letzten Ausbildungsjahr statt. Davor sind ein oder zwei kürzere Praktika abzuleisten. Je nach Anbieter variiert der Gesamtumfang und liegt bei circa zehn bis zwölf Monaten. Anfangs soll damit gesichert werden, dass die Teilnehmer/innen sich für den Beruf tatsächlich interessieren und eignen. Später werden die erworbenen theoretischen Kenntnisse in der Praxis angewandt. Manche Ausbilder erwarten zudem, dass das Praktikum im Ausland stattfindet. Wie die Regelungen hier im Einzelnen sind, sollte im Vorfeld also genau geprüft werden.

 

Zielgruppe der Umschulung

Grundlegend richtet sich die Ausbildung an jüngere Menschen, die in der Tourismusbranche tätig werden möchten. Ein bereits absolviertes Praktikum in diesem Bereich ist hilfreich, jedoch kein Muss. Die konkreten Zugangsvoraussetzungen werden von den Anbietern individuell festgelegt. Überwiegend wird ein Abschluss mittlerer Reife mit einem Notenschnitt von mindestens 3,3 oder 3,5 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik erwartet. Bei einer vorliegenden Oberstufenreife des Gymnasiums werden zunächst keine Forderungen an einen bestimmten Notenschnitt gesetzt. Vielfach sind Englischkenntnisse von mindestens sechs Jahren vorzuweisen. Zudem gibt es wenige Anbieter, die eine allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife erwarten. Mitunter wird auch eine sechsmonatige Probezeit angesetzt.

Die Ausbildung kann zur Umschulung genutzt werden, wenn die genannten Voraussetzungen erfüllt sind. Entscheidende Kriterien sind entsprechend ausreichende Englischkenntnisse, ein grundlegendes kaufmännisches Verständnis sowie Organisationsgeschick. Zudem sind für den Beruf kommunikative Fähigkeiten und interkulturelle Kompetenzen unabdingbar. Besonders geeignet sind Menschen, die bereits über Erfahrungen in der Arbeit in einem touristischen Umfeld verfügen. Personen mit Managementkompetenz aus einer tourismusfernen Branche können ihren Fokus zudem neu ausrichten.

 

Fördermaßnahmen

Es besteht die Möglichkeit der Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz BAföG.

 

Alternative Umschulungen im Fernstudium

Alternativ kann per Fernstudium eine Ausbildung in einem anderen, tourismusnahen Bereich absolviert werden. Dies betrifft beispielsweise: Hotelbetriebswirt/in, Tourismusfachwirt/in, Betriebswirt/in mit Schwerpunkt Tourismus, Tourismusmanagement, Hotelmanagement, Gesundheitsberater/in, Kosmetiker/in und Englisch für internationalen Tourismus.