Umschulung zum/ zur Hundetrainer/in bzw. Hundeführer/in

Unerlässlich: ein gut erzogener Hund. © Jana Behr – Fotolia.com

Für viele Menschen, die beruflich in einer Sackgasse stecken, kann eine Umschulung zum Hundetrainer beziehungsweise zur Hundetrainerin eine neue Alternative aufweisen. Insbesondere für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen zur Suche nach einem neuen Beruf gezwungen sind, kann die Umschulung zum Hundetrainer oder zum Hundeführer eine sehr interessante Perspektive darstellen.
Dieser Artikel stellt vor, worin die Aufgabe der Hundetrainer und Hundeführer besteht und wie Sie eine Umschulung in diesem Bereich durchführen können.

 

Das Berufsbild der Hundetrainer und Hundeführer

Bei Hundetrainern und Hundeführern handelt es sich um zwei unterschiedliche Berufe, die allerdings einige Gemeinsamkeiten aufweisen. Hundetrainer sorgen in erster Linie für die Ausbildung der Hunde. Sie bieten beispielsweise Seminare für Hundehalter an, bei denen sie zusammen mit diesen in die Erziehung der Hunde eingreifen. Die klassische Gehorsamserziehung ist beispielsweise ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der Hundetrainer. Darüber hinaus ist der Hundesport eine wichtige Aufgabe der Hundetrainer. Sie arbeiten häufig selbstständig oder sind in Tierarztpraxen, Tierheimen, Hundesport- oder Hundezuchtvereinen angestellt. Hundeführer hingegen sind weniger für die Erziehung der Hunde verantwortlich, sondern müssen dafür sorgen, dass die Hunde bestimmte Aufgaben erfüllen. Die genaue Bezeichnung für diesen Beruf ist eigentlich Diensthundeführer, da auch jede Privatperson, die mit ihrem Hund auf einem öffentlichen Weg geht, laut Gesetz als Hundeführer gilt. Diensthundeführer werden häufig bei der Polizei oder beim Militär beschäftigt. Auch private Sicherheitsdienste oder Rettungsdienste beschäftigen Hundeführer. In der Regel dienen die Hunde als Spürhunde, Wachhunde oder Rettungshunde.

 

Die Ausbildung zum Hundetrainer oder Hundeführer

Für keinen dieser Berufe gibt es eine gesetzlich geregelte Ausbildung und auch die Bezeichnung ist nicht geschützt. So kann sich theoretisch jede Person als Hundetrainer oder Hundeführer bezeichnen und in diesem Bereich selbstständig machen. Dennoch ist eine Ausbildung sinnvoll. Es gibt verschiedene Kurse, die jedoch in ihren Inhalten und auch in ihrer jeweiligen Dauer sehr unterschiedlich sind. Aufgrund der ungeregelten Ausbildung beschloss die Bundestierärztekammer vor einigen Jahren, eine bundesweite Prüfungsordnung zu verabschieden. Zwar müssen nicht alle Kurse zum Hundetrainer mit einer Prüfung nach diesen Kriterien abschließen, doch erhöht sich die Anerkennung deutlich, wenn der Kurs mit einer Prüfung nach der Prüfungsordnung der Bundestierärztekammer beendet wird. Ein sehr angesehener Kurs für die Ausbildung zum Hundetrainer ist auch die Ausbildung „Hundeerzieher und Verhaltensberater IHK/BHV“ der Industrie- und Handelskammer Potsdam. Dennoch handelt es sich hierbei nicht um eine staatlich anerkannte Ausbildung. Für den Beruf des Hundeführers ist in der Regel eine Ausbildung im Bereich des jeweiligen Arbeitgebers notwendig. Hundeführer bei der Polizei müssen beispielsweise eine Ausbildung bei der Polizei absolvieren. Auch Hundeführer bei privaten Sicherheitsdiensten oder beim Militär müssen sich zunächst die Qualifikationen für diese Berufsgruppen aneignen und können daraufhin als Hundeführer arbeiten.

 

Für wen ist die Arbeit als Hundetrainer oder Hundeführer geeignet?

Die Umschulung zum Hundetrainer eignet sich für alle Menschen, die gerne mit Tieren arbeiten. Insbesondere wenn die Umschulung aufgrund psychischer Probleme notwendig wird, kann die Umschulung zum Hundetrainer eine gute Alternative sein, da die Arbeit an der Frischen Luft und der Umgang mit Tieren als besonders entspannend empfunden wird und sich beispielsweise bei einer Depression positiv auswirken kann. Auch wer beispielsweise aufgrund von Rückenproblemen oder Rheuma zu einer Umschulung gezwungen ist, kann als Hundetrainer arbeiten, da sich die ständige Bewegung ohne eine allzu große Belastung sehr vorteilhaft auf den Krankheitsverlauf auswirken kann.

 

Die Möglichkeiten für die Finanzierung

Da der Beruf des Hundetrainers kein anerkannter Ausbildungsberuf ist, ist es sehr schwer, eine Förderung für eine Umschulung zu erhalten, da hier in der Regel als Voraussetzung gilt, dass ein anerkannter Berufsabschluss erworben wird. Allerdings ist es möglich, eine Weiterbildung in diesem Bereich zu beantragen, wenn Ihr bisheriges Berufsfeld bereits einen gewissen Zusammenhang zu diesem Bereich aufweist. Allerdings müssen viele Menschen, die in diesem Bereich arbeiten wollen, selbst für die Kosten der Umschulung aufkommen.

 

Möglichkeiten für die Ausbildung per Fernstudium

Es gibt darüber hinaus verschiedene Möglichkeiten, um sich in diesem Bereich per Fernstudium weiterzubilden. Da die Bezeichnung Hundetrainer nicht geschützt ist, können Sie auch durch ein Fernstudium mit ähnlichem Themenbereich die Grundlage für eine derartige Tätigkeit legen. Mögliche Kurse sind beispielsweise Tierheilpraktiker, Tierpsychologie oder Tierhomöopathie. In diesen Bereichen ergibt sich auch die Möglichkeit, eine entsprechende Praxis mit der Tätigkeit als Hundetrainer zu verbinden.