Sorgen Sie für Ordnung!
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Das Berufsbild

Wer eine Tätigkeit im Öffentlichen Dienst anstrebt, hat viele Möglichkeiten, um seinen Berufswunsch in die Realität umzusetzen. Zahlreiche Ämter kommen als potenzielle Arbeitgeber infrage – zum Beispiel das Ordnungsamt. In Deutschland wird mit diesem Begriff ein bestimmter Teil von kommunalen Verwaltungen bezeichnet. Je nach Bundesland und Stadt können die Aufgabenstellungen in einem solchen Amt unterschiedlich ausfallen. So sind beispielsweise zum Teil häufig die Vollzugsdienste der Ordnungsbehörden zugeteilt – also unter anderem diejenigen Personen, die in den Städten für die Verteilung von „Strafzetteln“ bei ordnungswidrigem Parken zuständig sind.

Auch sonstige Tätigkeiten, die für die Herstellung von Sicherheit und Ordnung notwendig sind, gehören in den Tätigkeitsbereich der Ordnungsbehörden, die man in Bayern auch Sicherheitsbehörden nennt. Eine anderer Begriff für ihre Mitarbeiter ist daher auch „Verwaltungspolizei“. Wer für das Ordnungsamt arbeitet, kann allerdings auch eine Verwaltungstätigkeit ausüben und im Innendienst eingesetzt werden.

 

Zukunftsaussichten

Ein zuständiges Ordnungsamt existiert in Deutschland für jede Stadt oder Gemeinde – auch wenn gerade bei kleineren Städten mehrere Gemeinden zu einem Verwaltungsbereich zusammengelegt sind, sodass ein Amt ein größeres Gebiet betreuen kann. Dennoch führt diese Regelung zu einer sehr großen Anzahl an Ordnungsämtern in ganz Deutschland. Je nach Aufgabenteilung zwischen den Ämtern kann der Personalbedarf unterschiedlich ausfallen. Sicher ist jedoch, dass immer Mitarbeiter für das Ordnungsamt benötigt werden. Die Zukunftsaussichten sind daher relativ gut. Der Zugang zu den einzelnen Berufen ist jedoch recht unterschiedlich gestaltet, weshalb man sich immer über genau den Bereich und dessen Perspektiven informieren sollte, den man sich für seine eigene berufliche Zukunft vorstellen kann.

 

Inhalte und Dauer der Umschulung

Durch eine reine Umschulung an eine Stelle im Ordnungsamt zu gelangen, ist nicht immer möglich. Auch hier greift wieder die Aussage von den sehr unterschiedlichen Strukturen, die es von Stadt zu Stadt und von Bundesland zu Bundesland gibt. In den meisten deutschen Bundesländern müssen Mitarbeiter des Ordnungsamtes zwingend eine dreijährige Ausbildung absolvieren. Sie lassen sich in der Kommunalverwaltung zum Verwaltungsfachangestellten ausbilden und erhalten dadurch fundierte Einblicke in alle wesentlichen Bereiche, die auch im Ordnungsamt eine Rolle spielen. Rechtliche Grundlagen, der Aufbau von Verwaltungen und kaufmännische Themen werden im Zuge der Ausbildung behandelt.

Über amtsinterne Bewerbungsverfahren oder durch Bewerbung auf öffentlich ausgeschriebene Stellen kann dann der Traumjob erreicht werden. Anders verläuft die Ausbildung in einigen Städten wie zum Beispiel in Frankfurt oder Düsseldorf. Hier ist es durchaus möglich, direkt beim städtischen Ordnungsamt eine spezielle und verkürzte Ausbildung zu erhalten, die ggf. auch als Umschulung tituliert werden kann. Hier herrschen zum Teil strenge Zugangsvoraussetzungen. Für eine Ausbildung zum Mitarbeiter der Frankfurter Stadtpolizei sind unter anderem die gesundheitliche Eignung sowie ein gutes Abschneiden bei schriftlichen Tests, Sporttests und Vorstellungsgesprächen notwendig. Wer zugelassen wird, absolviert eine rund zehn Monate währende Ausbildung, die zum Beispiel Themen wie staatsbürgerliche Bildung, Gefahrenabwehr, Erste Hilfe, angewandte Psychologie und das Führen von Dienstfahrzeugen beinhaltet.

 

Zielgruppe der Umschulung

Wer die idealen Voraussetzungen für eine Tätigkeit beim Ordnungsamt mitbringt, kann aufgrund der beschriebenen Vielfalt nicht pauschal beantwortet werden. Wer beispielsweise bei der Stadtpolizei anfangen möchte, sollte körperlich in der Lage sein, diese oft anstrengende und herausfordernde Arbeit bewältigen zu können. Damit dies der Fall ist, werden die Bewerber in der Regel einem Sporttest unterzogen, bevor sie aufgenommen werden. Geht es eher darum, eine Verwaltungstätigkeit ausführen zu dürfen, sind andere Qualitäten gefragt. Ein gutes Organisationsvermögen, Freude am Beraten von Bürgern und vieles mehr kann zu den Kompetenzen gehören, die am jeweiligen Arbeitsplatz gefragt sind.

 

Fördermaßnahmen

Ob Fördermaßnahmen in Anspruch genommen werden können, wenn man in den Dienst des Ordnungsamtes eintreten möchte und hierfür noch eine Umschulung oder Ausbildung benötigt, hängt vom Einzelfall ab. Wer eine der dreijährigen Verwaltungsausbildungen anstrebt, erhält während der Ausbildungszeit ohnehin eine Ausbildungsvergütung. Zusätzlich können höchstens dann Fördergelder beantragt werden, wenn die Lebenshaltungskosten nicht aus der Ausbildungsvergütung bestritten werden können.

Es handelt sich dann aber selten um echte Umschulungsförderungen, sondern eher um finanzielle Hilfen anderer Art. Anders kann es bei den kürzeren Ausbildungen aussehen, die beispielsweise weniger als ein Jahr andauern und für die Mitarbeit im Außendienst des Ordnungsamtes qualifizieren. Hier ist unter Umständen eine Förderung möglich. Hier ist es wichtig, sich zunächst intensiv mit den möglichen Betätigungsfeldern oder Ausbildungen zu befassen und sich dann an den persönlichen Ansprechpartner bei der Agentur für Arbeit zu wenden. Gemeinsam kann dann sicherlich ein persönliches Konzept entwickelt werden, um das angestrebte Ausbildungsziel sicher finanziert zu erreichen.
 

 

Anbieter der Umschulung

Die Ausbildungen für eine Tätigkeit beim Ordnungsamt einer bestimmten Stadt bieten in erster Linie die Stadtverwaltungen selbst an. So kann man sich beispielsweise bei der Stadt Frankfurt am Main über Fragen rund um die Arbeit bei der Stadtpolizei informieren.
Wer beispielsweise eine Verwaltungstätigkeit in Dresden anstrebt, wendet sich am besten an das Haupt- und Personalamt der Stadt Dresden.
Andere Städte haben die Tätigkeiten wie zum Beispiel den zentralen Objektschutz bei den Polizeibehörden angesiedelt. Ein Beispiel für einen sehr großen Arbeitgeber, der zugleich Stadt und Bundesland ist, ist Berlin. Hier kann man sich auf speziellen Informationsseiten über die beruflichen Perspektiven bei der Berliner Polizei informieren.

 

Alternative Umschulungen im Fernstudium

Wer bei der Polizei einer Stadt tätig sein möchte, kann dies nicht über ein Fernstudium erlernen – dies dürfte aufgrund des intensiven körperlichen Trainings, das hierfür notwendig ist, klar sein. Wer sich jedoch vor allem für Verwaltungsaufgaben interessiert, kann auch ein Fernstudium anstreben. Dies ist eine sehr angenehme Studienform für alle Menschen, die mehrere Aufgaben gleichzeitig meistern möchten – beispielsweise die Versorgung der eigenen Kinder oder die Pflege naher Angehöriger mit dem Studieren.

Es gibt einige Hochschulen, die einen Bachelor- oder Masterstudiengang im Verwaltungsbereich bereithalten. Dazu gehört beispielsweise die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. Hier ist es möglich, berufsbegleitend im Fernstudium alles zu lernen, was man als Führungskraft in einer öffentlichen Verwaltung wissen muss. Die idealen Kandidaten für ein solches Studium sind Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung, die sich weiterqualifizieren möchten.

Umschulung zu einer Tätigkeit beim Ordnungsamt
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