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Umschulung zum/ zur Personalberater/in

 

Die Suche nach geeignetem Personal gleicht oft der Suche nach einer Nadel im Heuihaufen. © scusi - Fotolia.com

Die Suche nach geeignetem Personal gleicht oft der Suche nach einer Nadel im Heuihaufen.
© scusi – Fotolia.com

Das Personal ist in vielen Betrieben einer der wichtigsten Produktionsfaktoren. Die Arbeiter und Angestellten müssen für ihre Tätigkeit gut ausgebildet sein, um alle Aufgaben erledigen zu können. Außerdem müssen sie eine persönliche Eignung und eine hohe Motivation aufweisen. Schließlich sollten sie auch nicht zu hohe Gehaltsforderungen haben, um die Produktionskosten nicht zu erhöhen. Die Aufgabe, passendes Personal zu finden, das diese Voraussetzungen erfüllt, ist für die Betriebe nicht einfach. Aus diesem Grund werden hier häufig Personalberater eingesetzt. Wenn Sie beruflich in einer Sackgasse stecken oder wenn Sie eine neue Herausforderung suchen, kann eine Umschulung zum Personalberater beziehungsweise zur Personalberaterin eine sinnvolle Alternative sein.

 

Die Tätigkeit als Personalberater

Die vornehmliche Aufgabe eines Personalberaters ist die Gestaltung der Findungsprozesse im Bereich des Betriebspersonals. In der Regel kommen sie dann zum Einsatz, wenn Führungskräfte für das Unternehmen gesucht werden. Doch auch bei der Auswahl von Facharbeitern können sie helfen – insbesondere wenn es sich um einen Bereich handelt, in dem Fachkräftemangel herrscht. Dabei suchen sie nach geeigneten Bewerbern und helfen bei deren Beurteilung. Schließlich beraten sie das Unternehmen auch hinsichtlich der Vergütung der Bewerber.

Weitere Aufgabenbereiche bestehen im Personalmarketing und in der Personalentwicklung. Beide Bereiche sind eng verwandt und sollen dafür sorgen, dass dem Betrieb stets qualifiziertes und motiviertes Personal zur Verfügung steht. Geeignete Maßnahmen dafür sind beispielsweise betriebsinterne Weiterbildungsmaßnahmen und die Einführung leistungsfördernder Unternehmensstrukturen und Vergütungsmodelle. Personalberater sind oftmals fest in der Personalabteilung eines Unternehmens angestellt, vielfach arbeiten sie jedoch auch bei Agenturen oder als selbstständige Berater.
 

 

Die Zukunftsaussichten für Personalberater

Das Schlagwort Fachkräftemangel kursiert bereits seit vielen Jahren in den Medien. Dies bedeutet, dass bereits jetzt viele Betriebe Probleme dabei haben, geeignetes Personal zu finden. Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass sich dieser Trend noch weiter verstärkt. Aus diesem Grund benötigen immer mehr Unternehmen Hilfe bei der Suche nach geeigneten Angestellten. Deshalb kommen auch immer häufiger Personalberater zum Einsatz. Aus diesem Grund sind die Zukunftsaussichten in diesem Berufsfeld als positiv einzuschätzen.

 

Die Möglichkeiten für die Umschulung zum Personalberater

Ein Personalberater muss sich im Bereich der personalwirtschaftlichen Prozesse auskennen und außerdem über gute Kenntnisse im Bereich des Arbeitsrechts verfügen. Als Grundlagen sind auch Kenntnisse der Sozial- und Wirtschaftslehre sowie im Bereich der elektronischen Datenverarbeitung notwendig. Um dieses Wissen zu erwerben, gibt es verschiedene Bildungsangebote. Sie haben beispielsweise die Möglichkeit, an einem ein- oder zweitägigen Seminar teilzunehmen. Dies stellt jedoch keine vollständige Umschulungsmaßnahme dar. Lediglich wenn Sie bereits über grundlegende Kenntnisse in einem ähnlichen Fachgebiet und über eine entsprechende Berufserfahrung verfügen, kann ein derartiges Seminar die Grundlage für die Aufnahme der Tätigkeit als Personalberater darstellen. Ohne diese Vorkenntnisse ist eine längere Ausbildung notwendig. Es gibt verschiedene Bildungseinrichtungen, die eine Ausbildung zum Personalberater anbieten. Dabei können Sie einen Kurs belegen, der alle Inhalte der IHK-Prüfung für dieses Berufsfeld vermittelt. Nach der erfolgreichen Teilnahme an der Umschulung haben Sie dann die Möglichkeit, die IHK-Prüfung abzulegen.

Ein derartiger Kurs vermittelt nicht nur deutlich weitreichendere Kenntnisse, er hat auch einen höheren Stellenwert bei einem möglichen Arbeitgeber. Die Länge dieser Lehrgänge kann je nach Anbieter stark variieren, üblich ist jedoch eine Dauer von einem bis zwei Jahren. Schließlich gibt es auch einige Hochschul-Studiengänge, die für diesen Beruf eine geeignete Qualifikation darstellen. Es werden im Bereich der Wirtschaftswissenschaften sowohl Bachelor- als auch Masterstudiengänge mit einem entsprechenden Schwerpunkt angeboten. Die Studienzeit beträgt dabei in der Regel drei beziehungsweise zwei Jahre.

 

Für wen eignet sich die Weiterbildung zum Personalberater?

Eine wichtige Voraussetzung für die Umschulung in diesem Bereich ist ein großes Interesse an wirtschaftlichen Sachverhalten und betrieblichen Prozessen. Darüber hinaus sind jedoch neben einem mittleren Bildungsabschluss keine speziellen Voraussetzungen notwendig. Lediglich wenn Sie sich für ein Hochschulstudium in diesem Bereich entscheiden, sind weitere Zulassungsvoraussetzungen zu beachten. Berufserfahrung in einem wirtschaftlichen Bereich ist darüber hinaus ein großer Vorteil. Wenn Sie bereits in einem verwandten Berufsfeld tätig waren, kann dies die Umschulung erheblich vereinfachen.

 

Welche Förderungsmaßnahmen gibt es?

Wenn Sie arbeitslos oder in Ihrem bisherigen Beruf von Arbeitslosigkeit bedroht sind, ist es sinnvoll, sich an das Arbeitsamt zu wenden. In vielen Fällen können Sie hier Bildungsgutscheine erhalten, die die Kosten für die Qualifizierung in diesem neuen Berufsfeld erheblich mindern. Auch die Berufsgenossenschaft oder die Rentenversicherung kann die Umschulung finanzieren. Allerdings muss hier stets im Einzelfall geprüft werden, ob eine Förderung möglich ist.

 

Die Anbieter für die Umschulung

Einer der wichtigsten Anbieter für die Ausbildung zum IHK-geprüften Personalberater ist das Forum Berufsbildung in Berlin. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, einen Kurs bei der HSB Akademie aus Leipzig zu belegen. Auch hier wird ein Lehrgang angeboten, der auf die IHK-Prüfung vorbereitet. Das besondere an dieser Weiterbildungsmaßnahme ist, dass es sich dabei um ein Fernstudium handelt. So können Sie unabhängig von Ihrem Wohnsitz an der Umschulung teilnehmen. Die Möglichkeit zur freien Zeiteinteilung ist außerdem ein großer Vorteil, wenn Sie die Weiterbildung berufsbegleitend durchführen wollen. Wenn Sie sich für ein wirtschaftswissenschaftliches Hochschulstudium mit diesem Schwerpunktbereich interessieren, ist die SRH Hochschule Heidelberg ein möglicher Anbieter.

Wenn unter diesen Möglichkeiten kein passender Lehrgang für Sie dabei ist, können Sie auch eines der vielfältigen Angebote für ein Fernstudium mit ähnlichem Themenbereich wählen. Hier können Sie sich beispielsweise im Bereich des Arbeitsrechts weiterbilden oder eine Ausbildung zum staatlich geprüften Betriebswirt mit Schwerpunktbereich Personalwirtschaft absolvieren.