Gibt es Eignungstests vor einer Umschulung?

Menschen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder mit Erfahrungen in der Arbeitswelt nehmen aus den unterschiedlichsten Gründen eine Umschulung auf sich. Teilweise ist die Ausübung des alten Berufs aufgrund von körperlichen Einschränkungen nicht mehr möglich. Oder aber die Arbeitsmarktsituation ist einfach zu schlecht in diesem Bereich.

Manchmal ist es aber auch einfach so, dass derjenige kein Interesse mehr an dem Beruf hat und etwas Neues lernen möchte. Dieser Wunsch ist vollkommen legitim. Damit aber auch der neue Beruf nach der Umschulung dauerhaft motiviert, wird des Öfteren vor der Zusage ein Einstellungstest gemacht.



 

Warum ein Eignungsstest?

Ein Eignungstest vor einer Umschulung soll wie schon angedeutet mehrere Fragen aufdecken, die sich unter anderem der zukünftige Umschüler als auch der Bildungsanbieter beziehungsweise die Arbeitsagentur stellen. Zuerst einmal kann ein solcher Test so aufgebaut sein, dass er für beide Seiten die kurzfristige und dauerhafte Motivation des Umschülers erkennen lässt. Wird dieser wohl auch noch in 10 oder 20 Jahren zufrieden und mit Begeisterung den Beruf ausführen? Natürlich ist dies nur ein vager Blick in die ungewisse Zukunft, aber bei mangelnder Motivation zu Beginn kann in der Regel auch die dauerhafte Motivation wenigstens ausgeschlossen werden.
Es stellt sich auch die Frage, ob der potentielle Umschüler den Aufgaben des Berufes und auch der Ausbildung gewachsen ist. Hat der Umschüler Grundlagen, die erkennen lassen, dass er die Umschulung erfolgreich beenden kann? Das beste Beispiel ist ein mathematik-intensiver Beruf des Informatikers, der von einem Menschen angestrebt wird, der massive Probleme mit der Mathematik hat. Die Eignung ist zweifelsfrei nicht gegeben und kann über den Einstellungstest festgestellt werden.

 

Wie auf den Eignungstest vorbereiten?

Eine pauschale Antwort gibt es auf die Frage nicht. Für jedes Berufsbild muss auch ein anderer Eignungstest gemacht werden. Während die Mathematik beim Informatiker oder beim Kaufmann eine große Rolle spielt, ist für einen Notarfachangestellten der Umgang mit der deutschen Sprache essentiell. Entsprechend muss ein interessierter Umschüler sich spezifisch auf den Test vorbereiten, beispielsweise mit entsprechender Literatur und Aufgabenbücher.
Des Weiteren sollten aber immer auch Allgemeinbildung in den Bereichen Politik, Geschichte und aktuelles Zeitgeschehen ein Teil der Vorbereitung sein.