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Wie motiviere ich mich im fortgeschrittenen Alter für eine Umschulung?

 

Rein rechtlich gibt es keinerlei altersbedingten Gründe für die Ablehnung einer Umschulung. Für Weiterbildungen oder gar neue Umschulungen ist ein Arbeitnehmer nie zu alt. Damit fördert der Gesetzgeber uneingeschränkt den Gebrauch des Erfahrungsschatzes der älteren Arbeitnehmer, die noch vor wenigen Jahren auf dem Arbeitsmarkt ignoriert wurden.

 

Die Umschulung als Chance sehen

Wie auch ein junger Arbeitnehmer muss ein älterer Arbeitnehmer die neue Ausbildung als eine Chance sehen. Es ist keineswegs ein Scheitern, wenn im alten Beruf keine Arbeit mehr gefunden wird oder diese nicht mehr ausgeführt werden kann. Viele Arbeiten sind nicht dafür bestimmt, dass sie ein Leben lang ausgeführt werden. Insbesondere die körperlich anstrengenden Berufe sind für junge und kräftige Menschen gedacht. Auch verschwinden teilweise Berufe aus der Arbeitswelt und die gelernten Fachkräfte sind gezwungen, sich in einen anderen Beruf einzuarbeiten.
Doch gerade die Erfahrungen, die aus anderen Berufen mitgebracht werden, machen ältere Arbeitnehmer wertvoll. Mit Hilfe des gesammelten Wissens und Erfahrungen können sie gerade bei schwierigen Aufgaben hilfreicher sein als ihre jüngeren Kollegen. Die Angst vor neuen Herausforderungen ist bei älteren Menschen oftmals unbegründet, denn sie besitzen nicht selten mehr Potential zur Bewältigung als die jüngere Generation.

 

Die soziale Eingliederung schaffen

Neben der Selbstmotivation und Zielsetzung die der Arbeitnehmer vor der Umschulung für sich im Kopf ausmachen kann, muss er auch eine gute Einbindung in das Sozialgefüge schaffen. Gerade wenn in der Umschulungsmaßnahme fast nur junge Menschen zu finden sind, gilt der ältere Arbeitnehmer schnell als Exot. Hier fällt es verständlicherweise schwer entsprechende soziale Bände zu knüpfen.
Um dennoch Anschluss zu finden, sollte der ältere Umschüler nicht krampfhaft versuchen jung und jugendlich zu wirken. Vielmehr sollte er die Rolle des erfahrenen Menschen einnehmen und nach außen vertreten. Dennoch muss er bemüht sein, den jungen Menschen respektvoll und auf demselben Level zu begegnen, diese nicht von oben herab zu betrachten. Vielen jungen Menschen wird dann schnell klar, dass ein solcher Mitschüler schon in einer Umschulungsmaßnahme ein hilfreicher Kollege ist und kein Exot.

 

Lebenslanges Lernen verinnerlichen

Um das lebenslange Lernen kommt kaum ein Mensch in der zunehmend schneller drehenden Welt mehr herum. Gerade in einem Hochtechnologieland wie Deutschland wachsen die Anforderungen an die Berufsbilder ständig. Ohne elektronische Datenverarbeitung kommen nur noch wenige Berufe aus, entsprechend müssen auch ältere Arbeitnehmer darin geschult sein. Ständig neues Wissen und neue Fertigkeiten zu erlernen hält aber geistig fit und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass im Alter nichts Neues mehr erlernt werden kann. Die Lernwissenschaften beweisen eindeutig, dass in jedem Alter gelernt werden kann, auch wenn die Art und Weise sich mit dem Alter verändert.