Die Teilnehmer einer Umschulungsmaßnahme haben die unterschiedlichsten Hintergründe. Während einige noch sehr jung sind, haben andere bereits reichlich Erfahrungen im Leben sammeln können und bereits eine Familie gegründet.
Ist aus einer im Ende gescheiterten Ehe oder aus einer Beziehung ein Kind entstanden, dann hat dieses auch Anspruch auf Unterhalt. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle trifft dies auf Männer zu. Diese stellen sich vor dem Lehrgang zu einem neuen Beruf berechtigterweise die Frage, ob sie nun auch während der Umschulung Unterhalt zahlen müssen.

 

Einkommen während der Umschulung

Betrachtet wird zunächst der Fall, dass die Umschulung nicht die erste Berufsausbildung ist. In diesem Fall besteht grundsätzlich eine Unterhaltspflicht, die der Umschüler auch während der Maßnahme weiterhin beachten muss. In den wenigsten Fällen erhält dieser während der Maßnahme auch Geld, höchstens während eines begleitenden Praktikums. Der Unterhaltspflichtige ist also auch in dieser Zeit dazu verpflichtet, sich um weitere Erwerbstätigkeiten zu bemühen, mit denen er Geld und damit den Unterhalt verdienen kann. Eine weitere Forderung ist dazu, dass er diese Bemühung mit mindestens 20 ernsthaften Bewerbungen pro Monat nachweisen muss.

 

Grundsicherung und Taschengeld

Bezieht der unterhaltspflichtige Umschüler während der Zeit des Lehrgangs nur die Grundsicherung von der Arbeitsagentur und verdient kein eigenes Geld, dann kann er davon auch keinen Unterhalt zahlen. Die Pflicht sich um weitere Erwerbstätigkeiten zu bemühen bleibt aber.
Auch beim Empfang einer Art von Taschengeld oder anderweitiger Geldmittel, die der Unterhaltspflichtige in dieser Zeit erhält, beispielsweise von einem Ehepartner oder den Eltern, müssen grundsätzlich zur Erfüllung der Unterhaltspflicht genutzt werden. Dies trifft aber auch nur dann zu, wenn das Einkommen des Ehepartner oder der Familie auch für einen angemessenen Lebensstandard insgesamt ausreicht.

 

Umschulung als Erstausbildung

Interessant ist auch der Fall, wenn die momentane Umschulung zugleich auch die Erstausbildung ist. Das trifft beispielsweise bei Personen zu, die vorher Erwerbstätigkeiten nachgegangen sind, bei denen keine Berufsausbildung nötig war. In diesem Fall ist der ansonsten Unterhaltspflichtige für die Zeit der Umschulung von der Unterhaltspflicht befreit. Das bedeutet nicht nur keine Zahlungsverpflichtung für den Zeitraum, sondern auch keine Pflicht zum Nachweis von Bewerbungen für eventuelle zusätzliche Beschäftigungen parallel zur Umschulung.

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