Geistig und körperlich fit bis ins hohe Alter!
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Berufsbild

Altenpflegehelfer/ in ist ein länderspezifisch anerkannter Gesundheitsfachberuf. Der Tätigkeitsbereich erstreckt sich vorwiegend auf Alten- und Pflegeheime, Krankenhäuser, Tagespflegestationen oder ambulanten Hilfsorganisationen von Sozialstationen. Sie unterstützen helfend die Arbeit der Pflegefachkräfte in der Betreuung alter, pflegebedürftiger, behinderter oder kranker Menschen.

Ihr Haupttätigkeitsfeld ist vorwiegend auf geriatrischen bzw. gerontologischen Fachabteilungen von Krankenhäusern und Heimen, auf Seniorenberatungsstellen, Seniorenwohngemeinschaften oder auch auf die Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger konzentriert.

 

Zukunftsaussichten

Auf Grund des demografischen Wandels und der zunehmenden Überalterung der Bevölkerung wird diesem Berufszweig in Zukunft eine wachsende Bedeutung beigemessen.
Obwohl viele betagte Menschen bis ins hohe Alter aktiv sind, wollen doch auch viele in ihrem häuslichen Umfeld verbleiben und benötigen wegen zunehmend nachlassender Familienunterstützung bzw. Überforderung für einzelne häusliche Teilbereiche oder für eine Hauspflege je nach anerkannten Pflegestufenkriterien entsprechende Fürsorge und Unterstützung.

Somit ist für diesen Berufszweig ein enorm wachsender Bedarf zu erwarten und für Umschüler zum Altenpflegehelfer/ in mit vielseitigen Weiterentwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten eine interessante Berufsperspektive aufgezeigt.

 

Inhalte und Dauer der Umschulung

Je nach Bundesland gilt eine hierfür entsprechend andere Berufsbezeichnung. Die Ausbildung erfolgt nach dem dualen System, also zum Einem im Betrieb (Krankenhaus o. ä.) und zum Anderem in den Berufsfachschulen, die Pflegeberufe als Bildungsform integriert haben. Gute Voraussetzungen erbringt der Umschüler mit guten Kenntnissen in Religionslehre und Ethik, Wirtschafts- und Sozialkunde, Musik und Kunst und in der Verrichtung hauswirtschaftlicher Tätigkeiten, da sehr oft häusliche Kenntnisse gefragt sind.

 

 Inhalte der Ausbildung

Neben den Fächern Deutsch/Kommunikation, Politik, Religion, Berufskunde, Rechtskunde und Sozialrecht werden folgende sowohl in Theorie als auch in Praxis folgende Inhalte vermittelt:
Hauswirtschaft, Haushaltsführung, altersbedingte Krankheitsbilder, Pflegestufen, Pflegebedürftigkeiten, Pflegeprozesse, Gerontopsychiatrie, Geriatrie, Behinderten- und Schwerstkrankenpflege, Rehabilitation, Notfallsituationen, Wohnformen im Alter, Nahrungszubereitung, Ernährungslehre-Diäten, Alltagsgestaltung (Musik, Sport, Spiel, Feste u. anderes), moderne Medien (Internet), Begleitung des sozialen, persönlichen Umfeldes, eigenständige Lebensführung, Schaffung sozialer Kontakte, Meisterung von Problemfeldern, Alzheimer und damit verbundene Problematik, Rechte und Pflichten in der Altenbetreuung,Träger, Dienste und Einrichtungen für Altenpflegehilfe, qualitätssichernde Maßnahmen.

Das erworbene Wissen wird mit Praktika in den ausbildenden Pflegestationen gefestigt.

Dauer

Die Dauer der Ausbildung zum Altenpflegehelfer/ in dauert in der Regel ca. 1 Jahr.

 

Zielgruppe der Umschulung

Die Umschüler werden mit einer teils schwerstkörperlichen Tätigkeit konfrontiert und sollten über die entsprechende gesundheitliche Fitness verfügen, obwohl natürlich gewisse Hebe- und Tragetechniken in der Ausbildung vermittelt und damit Berufserkrankungen weitestgehend vermindern werden können. Da die Dauer auf 1 Jahr Vollzeit beschränkt ist, sind natürlich Arbeitslose, Arbeitssuchende oder auch Existenzgründer besonders angesprochen. Mit einer weiterführenden 2-jährigen Ausbildung kann der Abschluss als staatlich geprüfter Altenpfleger/ in erreicht werden.

 

Fördermaßnahmen

Arbeitslose und Arbeitssuchende wenden sich mit ihrem Umschulungsersuchen an die für sie zuständigen örtlichen Agentur- oder Jobcenterstellen. Dort kann nach Rücksprache mit dem persönlichen Betreuer je nach Eignung und Bedarf eine Umschulung unterstützt werden.

Ebenso ist den Frauen und Müttern, die im erlernten Beruf keine Chancen haben, und Menschen ohne jegliche Berufsausbildung der Schritt zum Amt zu empfehlen. Junge Menschen können sich an den Angeboten der Berufsbildenden Schulen orientieren und evtl. mit BAB oder Bafög gefördert werden. Die gesamten Fördermaßnahmen sind hier übersichtlich einsehbar.

 

Anbieter der Umschulung

725 Bildungsangebote bei der Arbeitsagentur bei kursenet , nur einige werden hier gelistet:

1. Bildungsangebot: Berufsausbildung Altenpflegehelfer/-in ,
Bildungsträger: DAA

2. Bildungsangebot: Berufsausbildung, Staatlich anerkannte(r) Altenpflegehelfer(in) ,
Bildungsträger: Caritas Bildungswerk Ahaus

3. Bildungsangebot: Umschulung, Altenpflegehelfer(in)
Bildungsträger: Innova Sozialwerke Altenburg

4. Bildungsangebot: Berufsausbildung, Staatlich geprüfte(r) Altenpflegehelfer(in) ,
Bildungsträger: DRK Fachschule für Altenpflege

5. Bildungsangebot: Berufsausbildung,
Pflegefachhelferin / Pflegefachhelfer (Altenpflege) – staatlich geprüft ,
Bildungsträger: Private Berufsfachschule 92224 Amberg

6. Bildungsangebot: Umschulung, Kranken- und Altenpflegehelfer(in)
Bildungsträger: BBW GmbH Anklam

7. Bildungsangebot: Berufsausbildung,
Staatlich anerkannte(r) Pflegefachhelfer(in) – Altenpflege (Vollzeit) ,
Bildungsträger: Berufsfachschule Altenpflegehilfe Diakonie Ansbach

8. Bildungsangebot: Berufsausbildung,
Bildungsträger: Altenpflegeschule Arnsberg

9. Bildungsangebot: Berufsausbildung, Altenpflegehelfer(in) ,
Bildungsträger: IWK gemeinnützige Weiterbildungs-GmbH

10. Bildungsangebot: Berufsausbildung, Staatlich anerkannte/r Altenpflegerhelfer/in ,
Bildungsträger: Paritätische Berufsfachschule Hausach,  u.v.A.
Natürlich kann eine als Berufsausbildung aufgeführte Form auch als Umschulung genutzt werden. Eine Berufsausbildung schließt mit einem staatlich anerkannten Ziel ab.

 

Alternative zur Umschulung: Fernstudium

Als Fernstudiengänge bei der SGD Darmstadt finden sich für ein Fernstudium dieser Zielrichtung “Fachkraft für häuslich Pflege”, “Gesundheitsberater” und “Phythotherapie”.
Bei der ILS Hamburg sind Fernstudienlehrgänge “Praktische Altenbetreuung”, “Fachkraft für häusliche Pflege” in Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst oder “Praxiswissen der Gesundheitswirtschaft” und weitere ähnlich inhaltlich gelagerte Sachgebiete.

Dieselben Fernstudienangebote werden von der Fernakademie Klett angeboten und können nebenberuflich als Weiterbildung das Fachwissen bereichern.

 

Andere Alternativen, um Altenpflegehelfer/in zu werden

Berufsbegleitende Ausbildung

Eine berufsbegleitende Ausbildung ist nicht nur möglich, sondern für die meisten Ausbildungseinrichtungen sogar erforderlich. Das heißt, dass in den meisten Fällen bei der Anmeldung zur Ausbildung auch ein Ausbildungsplatz vorhanden sein muss. Aber keine Sorge: Die Ausbildungsstätten helfen normalerweise auch bei der Suche nach solchen Plätzen, falls die Bewerber selbst noch keine finden konnten.

Aufgepasst: Nicht jede Ausbildung zum Altenpflegehelfer/in fordert einen Ausbildungsplatz und kümmert sich darum, dass jeder Kandidat einen Platz erhält. In einigen wenigen Fällen muss sich der Bewerber abseits von eventuell anfallenden Praktika komplett selbstständig um eine gleichzeitige Beschäftigung kümmern. Eigentlich sieht die berufsbegleitende Ausbildung aber so aus, dass sich theoretische und praktische Phasen abwechseln und ein oder zwei Jahre dauert. Nähere Informationen und Modalitäten der Ausbildung sind auf einen Blick auf die jeweilige Homepage der Bildungseinrichtung zu erkennen.

 

Quereinstieg

Es handelt sich hierbei um eine Beschäftigung, die landesrechtlich geregelt ist – aus diesem Grund können zwischen den einzelnen Bundesländern Unterschiede bestehen. In Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg ist die Ausbildung gesetzlich geregelt, in den restlichen Bundesländern dagegen nicht. In den Bundesländern, die die Ausbildung gesetzlich regeln, dauert die Ausbildung planmäßig ein Jahr – in den anderen Bundesländern kann sich die Ausbildungsdauer um bis zu einem Jahr verlängern.

Ein Quereinstieg in dieses Berufsfeld ist aber meist sehr einfach möglich – alles, was als Bildungsvoraussetzung für die Ausbildung als Altenpflegehelfer/in gefordert wird, ist ein Hauptschulabschluss. Genauso wie bei einem berufsbegleitenden Weg, dauert die Ausbildung auch hier ein Jahr. Sollte der Bewerber keinen Ausbildungsplatz haben und zusätzlich eine Ausbildung ohne erforderliche gleichzeitige praktische Betätigung absolvieren, kann im Falle von Stellenmangel auch problemlos gleichzeitig das Arbeitslosengehalt weiterbezogen werden. Nach dem erfolgreichen Abschluss der einjährigen oder zweijährigen Ausbildung winkt zusätzlich die Weiterbildungsmöglichkeit zum Altenpfleger/in. Dieser Weg kann unter Umständen auch die Ausbildungszeit zum Altenpfleger/in verkürzen: Statt den üblichen drei Jahren ist diese Ausbildung dann mit Vorbildung zum Altenpflegehelfer/in in zwei Jahren erledigt.

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