Umschulung zum Altentherapeuten/ zur Altentherapeutin

Geistig fit bis ins hohe Alter- helfen Sie Anderen dabei!
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Die Umschulung zum Altentherapeuten oder zur Altentherapeutin kann für viele Menschen, die beruflich in einer Sackgasse stecken, eine neue Chance bieten. Die Umschulung in diesem Bereich zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass die Chancen, eine neue Anstellung in diesem Bereich zu finden, sehr gut stehen.

 

Das Berufsfeld des Altentherapeuten

Die Altentherapeuten sorgen für die Aktivierung und Beschäftigung der alten Menschen und haben außerdem wichtige Aufgaben im Bereich der Beratung der Betroffenen selbst sowie deren Angehörigen. In der Praxis steht häufig die Freizeitgestaltung der Senioren im Mittelpunkt. Die Altentherapeuten entwerfen hier Pläne, die den körperlichen und geistigen Voraussetzungen der alten Menschen entsprechen und setzen diese um. Dabei sollen deren Möglichkeiten ausgenutzt und ihre Fähigkeiten gefördert werden. Eine weitere wichtige Funktion besteht in der Kommunikation und Beratung.

Die Altentherapeuten sprechen mit den Senioren und deren Angehörigen über praktische Themen wie die Lebensführung im Alter und die Pflegeversicherung aber auch über sensible Bereiche wie den Umgang mit dem Tod. Darüber hinaus stellen die Altentherapeuten in vielen Einrichtungen eine wichtige Schnittstelle zwischen der Verwaltung und den Pflegekräften dar. Sie entwerfen zusammen mit den beteiligten Ärzten auch Pflegepläne, um die richtige Versorgung der Senioren sicherzustellen und dennoch so effizient wie möglich zu gestalten.

 

Die Zukunftsaussichten für Altentherapeuten

Die Zukunftsaussichten in den meisten medizinischen Berufen sind sehr gut. Dies gilt auch für Altentherapeuten. Durch die momentane Gesellschaftsstruktur ist davon auszugehen, dass immer mehr Menschen pflegebedürftig werden, was dazu führt, dass viele Arbeitskräfte für diese Aufgabe benötigt werden. Außerdem wird die Einzelfallorientierung in der Altenpflege immer wichtiger und die Altentherapeuten spielen eine wichtige Rolle in der Festlegung der individuellen Pflegemaßnahmen. Die Nachfrage in diesem Berufsfeld ist bereits jetzt hoch und es ist davon auszugehen, dass diese in Zukunft noch weiter ansteigen wird.

 

Die Inhalte der Umschulung

Einen wichtiger Teil der Ausbildung zum Altentherapeuten stellen medizinische Grundlagen wie die Anatomie und die Krankheitslehre dar. Selbstverständlich werden dabei insbesondere die Aspekte der Gerontologie berücksichtigt. Darüber hinaus werden den Teilnehmern an der Umschulung jedoch auch Kenntnisse im Bereich der Psychologie und Soziologie vermittelt und auch die rechtlichen Aspekte dieses Berufs werden behandelt. Darüber hinaus lernen die Teilnehmer jedoch auch viele praktische Bereiche des Berufs kennen. Sie erlernen Möglichkeiten für die Körpertherapie und für die Beschäftigung alter Menschen. Die Ausbildung zum Altentherapeuten nimmt in der Regel 1,5 Jahre in Anspruch.

 

Für welche Berufsgruppen ist dieser Beruf geeignet?

Um sich als Altentherapeut ausbilden zu lassen, ist es in der Regel notwendig, dass Sie bereits über eine Ausbildung in einem pflegerischen Beruf verfügen. Doch auch Psychologen, Erzieher, Sozialarbeiter und Lehramtsabsolventen werden für die Ausbildung zugelassen. Die Regeln sind hier nicht einheitlich vorgegeben, sondern hängen von der jeweiligen Ausbildungseinrichtung ab. Daher ist es immer sinnvoll, sich beim entsprechenden Ausbilder über die genauen Zulassungsvoraussetzungen zu informieren.

 

In welchen Fällen bietet sich eine Umschulung zum Altentherapeuten an?

Dieser Beruf kann aus zwei Gründen eine sinnvolle Option sein. Zum einen ist die Nachfrage in diesem Bereich sehr hoch. Wenn Sie in Ihrem bisherigen Beruf keine guten Zukunftsaussichten mehr haben, kann die Umschulung zum Altentherapeuten neue Möglichkeiten eröffnen. Doch auch wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen Ihren Beruf nicht mehr ausüben können, ist diese Umschulung eine gute Option.

Die körperliche Belastung ist hier wesentlich geringer als in anderen Berufen im Bereich der Altenpflege. Daher kann die Umschulung zum Altentherapeuten ein neues Beschäftigungsfeld bieten, wenn Sie aufgrund gesundheitlicher Probleme Ihren Beruf nicht mehr ausüben können.

 

Die Finanzierungsmöglichkeiten für die Umschulung

Auf welche Weise Sie die Umschulung finanzieren können, hängt davon ab, welche Gründe für diesen Schritt verantwortlich sind. Wenn Sie unter einer Berufskrankheit leiden und deshalb zu einer Umschulung gezwungen sind, ist die Berufsgenossenschaft für die Finanzierung zuständig. Sollten andere gesundheitliche Beschwerden der Grund für die Maßnahme sein, können Sie einen Antrag bei der Rentenversicherung stellen. Wenn hingegen die Umschulung notwendig wird, weil Sie in Ihrem bisherigen Beruf keine Arbeitsstelle erhalten, müssen Sie sich an das Jobcenter wenden.

 

Alternative Berufe durch ein Fernstudium erlernen

Wenn Sie dieser Beruf interessiert, Sie aber lieber ein Fernstudium durchführen wollen, stehen Ihnen ebenfalls viele verwandte Möglichkeiten offen. Sie können beispielsweise eine Ausbildung im Bereich der Altenbetreuung durchführen oder die Tätigkeit des Heilpraktikers oder Ernährungsberaters erlernen. Sie finden im Gesundheitsbereich viele verschiedene Möglichkeiten, die Sie auch im Rahmen eines Fernstudiums erlernen können.

 

Andere Alternativen, um Altentherapeut/in zu werden

Berufsbegleitende Ausbildung

Der Beruf des Altentherapeuten ist ein relativ neuer Zweig, es handelt sich dabei um einen klassischen Weiterbildungsberuf und nicht um einen Ausbildungsberuf – es besteht auch die Möglichkeit, diese Weiterbildung berufsbegleitend zu absolvieren. In vielen Fällen ist der berufsbegleitende Aspekt sogar Teil der Ausbildung selbst. Diese Ausbildung zum Altentherapeuten/in dauert zwischen zehn und 18 Monate (je nach Ausbildungsstätte) und richtet sich vor allem an Absolventen angrenzender Ausbildungen. Die Bezeichnung des Altentherapeuten/in ist allerdings nicht rechtlich geschützt, das heißt auch, dass für Bewerber dieses Fachs teilweise erhebliche Unterschiede in den Modalitäten der Ausbildung bestehen. Manche Ausbildungsstätten orientieren sich beispielsweise an den Lernunterlagen von Altenpfleger/innen – auch unterschiedliche Schwerpunkte werden gesetzt.

Allerdings bestehen zur Zulassung meist Voraussetzungen: Im Regelfall ist eine abgeschlossene Berufsausbildung vorzuweisen, die in diesem oder einem benachbarten Berufsfeld absolviert wurde. Das können soziale, pflegerische oder auch pädagogische Ausbildungen sein, wie zum Beispiel auch Lehrer, Erzieher, Altenpfleger, Sozialpädagogen/in, aber sogar Theologen sein.

 

Studium

Mit Studienrichtungen, die ein soziales, pflegerisches oder pädagogisches Studienziel verfolgen, kann die Basis für die Weiterbildung als Altentherapeut gelegt werden. Doch auch ohne diese Weiterbildungsmaßnahme ist eine Anstellung unter Umständen möglich. Dadurch, dass die Berufsbezeichnung nicht rechtlich geschützt ist, ist eine eigene Ausbildung nicht immer zwingend notwendig. Wer beispielsweise Sozialpädagogik studiert, hat relativ gute Chancen, auch ohne eigene Weiterbildung eine Anstellung als Altentherapeut zu finden. Vor allem Personen, die während der Studienzeit bereits nebenbei in Altersheimen oder auf Pflegestationen erste Erfahrungen sammeln, haben sehr gute Jobaussichten in diesem Bereich.

Allerdings ist das nicht zwingend notwendig, wer gezielt Altentherapeut/in werden möchte, kann auch einfachere Ausbildungswege einschlagen.

 

Quereinstieg

Wer einen schnellen Quereinstieg in dieses Berufsfeld ohne vorhergehende Erfahrung oder theoretische Ausbildung wagen möchte, wird in den meisten Fällen enttäuscht werden- der Quereinstieg ist trotz rechtlich geschützter Berufsbezeichnung nämlich nicht in jedem Fall möglich. Allerdings besteht diese Möglichkeit für Krankenpfleger/innen, Sozialpädagogen/innen, Lehrer/innen und ähnliche Berufe aus dem pädagogischen, sozialen und pflegerischen Umfeld. Sogar eine eigene Ausbildung ist nicht immer notwendig, manche Stellenausschreibungen suchen nach Altentherapeuten/innen, verlangen aber keine eigene Ausbildung, sondern stellen auch Krankenpfleger/innen oder studierte Sozialpädagogen/innen mit Praxiserfahrung ein.

Ohne vorhergehende Berufsausbildung ist der Quereinstieg nur in den seltensten Fällen möglich, zumindest eine langjährige Praxiserfahrung in einem Pflegeberuf ist für viele Ausbildungsstätten der absolute Mindeststandard.