Diabetes ist eine der gefährlichsten Volkskrankheiten.  © Trueffelpix - Fotolia.com
Diabetes ist eine der gefährlichsten Volkskrankheiten.
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Das Berufsbild

Ein Diabetesberater – genauer gesagt ein „Diabetesberater DDG“ kümmert sich darum, dass von Diabetes betroffene Menschen besser mit ihrer Erkrankung umgehen können. Darüber hinaus helfen Sie auch dabei, Diabetes zu verhindern oder die Erkrankungen – sofern bereits vorhanden – in ihrem Ausmaß und ihren Auswirkungen zu begrenzen.

Diabetesberater arbeiten häufig eng mit Apotheken zusammen, werden von Krankenkassen angestellt oder können bei öffentlichen Stellen eine Anstellung finden. Je nach Arbeitgeber erstellen Sie beispielsweise individuelle Ernährungspläne und schulen im Umgang mit den Medikamenten, die Diabetespatienten benötigen.

 

Zukunftsaussichten

Diabetes hat sich in den letzten Jahren leider mehr und mehr zur sogenannten Volkskrankheit entwickelt. Sie betrifft also sehr viele Menschen weltweit. Auch in Deutschland nehmen die Erkrankungszahlen weiter zu. Dies ist zwar keine positive Prognose für die Gesellschaft, lässt aber die Zukunft für Diabetesberaterinnen und Diabetesberater sehr gut aussehen. Der Beruf ist sehr verantwortungsvoll und verspricht daher auch für diejenigen Menschen eine gute persönliche Perspektive, die sich einen sinnvollen Beruf im Sinne der Menschheit wünschen.

 

Inhalte und Dauer der Umschulung

Die Qualifizierung zum Diabetesberater ist auf einen Umfang von 520 Stunden festgelegt, was den theoretischen Teil betrifft. Darüber hinaus muss Zeit für Vorbereitung auf die Prüfungen und für die Durchführung der praktischen Ausbildungsbestandteile kalkuliert werden.

 

Zielgruppe der Umschulung

Es ist möglich, eine Weiterbildung zum Diabetesberater zu absolvieren, wenn man zuvor bereits einen Heileruf erlernt und ausgeübt hat. Wer sich für die Umschulung interessiert, kann sich an die Deutsche Diabetesgesellschaft wenden, da diese den Ausbildungsberuf mitentwickelt und seine Inhalte maßgeblich mitgeprägt hat. Die weitere Fortbildung fällt anschließend vor allem in den Bereich des VDBD (Verband der Diabetesberatungs- und Schulungsberufe in Deutschland). Bewerber können u.a. aus den Bereichen Altenpflege, Krankenpflege oder Kinderkrankenpflege, Podologie, Diätassistenz oder MTA kommen.


 

Fördermaßnahmen

Es gibt kaum eine Möglichkeit, die Förderungschancen für eine Diabetesberater-Umschulung abzusehen. Wer einen solchen Schritt plant, sollte mit der Bundesagentur für Arbeit bzw. mit dem für ihn zuständigen Sachbearbeiter der Arbeitsagentur sprechen. Ausschlaggebend sind vor allem die Gründe, die für den Weiterbildungsgedanken gesorgt haben. So werden beispielsweise Gründe familiärer oder gesundheitlicher Art häufig als wichtige Beweggründe für eine Förderung angesehen.

Selbstverständlich sollten auch die Ausbildungsvoraussetzungen gegeben sein – zum Beispiel eine vorhergehende Ausbildung zum Krankenpfleger oder zum Diätassistenten.

 

Anbieter der Umschulung

Es gibt insgesamt sechs Weiterbildungseinrichtungen, die Interessenten zu Diabetesberatern ausbilden bzw. weiterbilden. Die aktuellen Daten dieser Einrichtungen sind über die Deutsche Diabetes Gesellschaft zu erfragen.

Aktuell kommen für die Ausbildung folgende Weiterbildungsstätten infrage:

 

Alternative Umschulungen im Fernstudium

Ein reines Fernstudium mit dem Abschluss Diabetesberater DDG ist derzeit nicht möglich. Einige der oben genannten Weiterbildungsanbieter ermöglichen ihren Studenten bzw. Schülern allerdings auch multimediale Lernmöglichkeiten. An der Diabetes-Akademie Südostbayern ist z.B. ein ergänzendes Fernstudium mit hohem Anteil an E-Learning-Modulen möglich.


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