Umschulung zum Hypnotiseur/ zur Hypnotiseurin

Hypnose ist ein machtvolles Instrument in der Therapie. © bertys30 - Fotolia.com

Hypnose ist ein machtvolles Instrument in der Therapie.
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Die Hypnose ist eine Methode, bei der die Patienten in einen Trance-Zustand versetzt werden. Dabei kann der Hypnotiseur Einfluss auf das Unterbewusstsein der Probanden nehmen und auf diese Weise positive Effekte erzielen. Während die Hypnose lange Zeit nicht ernst genommen und in den Bereich der Zauberei verwiesen wurde, ist sie bereits seit einigen Jahren eine wissenschaftlich anerkannte Behandlungsmethode. Viele Studien, die bislang zu diesem Thema durchgeführt wurden, beweisen die hohe Effektivität dieser Behandlungsform.

Immer mehr Ärzte und Psychologen wenden die Hypnose bei ihrer Behandlung an. Darüber hinaus gibt es auch Hypnotiseure, die sich ausschließlich auf diese Methode spezialisieren, ohne ein Studium der Medizin oder Psychologie absolviert zu haben. Diese Entwicklung führt dazu, dass immer mehr Menschen selbst den Wunsch entwickeln, Hypnotiseur beziehungsweise Hypnotiseurin zu werden. Wenn Sie ebenfalls von der Wirksamkeit dieser Praxis überzeugt sind und darüber hinaus eine berufliche Veränderung anstreben, kann die Umschulung zur Hypnotiseurin oder zum Hypnotiseur eine interessante Alternative darstellen.

 

Die Aufgaben der Hypnotiseure

Das Wort Hypnose hat eine doppelte Bedeutung. Zum einen wird damit der Zustand einer hypnotischen Trance bezeichnet. Dabei befinden sich die Patienten zwar im wachen Bewusstseinszustand, doch verringert sich das Bewusstsein und der eigene Wille. Die Ansprechbarkeit des Unbewussten wird hingegen stark erhöht. Zum anderen bezeichnet das Wort Hypnose jedoch auch die Einleitung in diese Trance. Aus dieser doppelten Wortbedeutung wird auch der Tätigkeitsbereich der Hypnotiseure deutlich. Zum einen müssen sie Techniken anwenden, um die Probanden in diesen Trance-Zustand zu versetzen. Wenn sie diese Aufgabe vollbracht haben, müssen sie ihre Patienten leiten, um die gewünschten Effekte zu erzielen. Selbstverständlich muss der Hypnotiseur vor der Behandlung im Gespräch mit den Patienten herausfinden, welche Ziele die Hypnose verfolgen soll, um daraufhin die Therapie darauf abzustimmen.

 

Die Zukunftsaussichten für Hypnotiseure

Die Hypnose wurde lange Zeit von der Wissenschaft nicht ernst genommen. Die Hypnotiseure galten als Quacksalber und nur wenige Patienten begriffen diese Methode als sinnvolle Alternative zur klassischen Medizin. Aus diesem Grund hatten es die Hypnotiseure lange Zeit schwer, ein Auskommen zu finden. In den letzten Jahren hat sich das öffentliche Bild der Hypnose hingegen stark gewandelt. Zum einen erfolgte die wissenschaftliche Anerkennung dieser Behandlungsmethode, zum anderen können Sie die Hypnose mittlerweile auch – zumindest teilweise – bei der Krankenkasse abrechnen. Diese Entwicklung führte bereits dazu, dass sich die Situation für Hypnotiseure deutlich verbessert hat. Neuere Studien bestätigen, dass diese Methode in vielen Bereichen eine hohe Wirksamkeit aufweist. Diese Entwicklung sorgt dafür, dass die Akzeptanz der Hypnose stetig ansteigt, was sich auch positiv auf die Zukunftsaussichten der Hypnotiseure auswirkt.

 

Der Ablauf der Hypnose-Ausbildung

Die Hypnose Ausbildung unterliegt keinen allgemeinen Regelungen und kann daher auch je nach Anbieter erhebliche Unterschiede aufweisen. Ein üblicher Lehrgangsinhalt ist die Durchführung einer Beratung vor der Behandlung, bei der die Patienten über die Wirkungsweise der Hypnose aufgeklärt werden und in der ihnen eventuelle Ängste vor dieser Behandlungsweise genommen werden. Einen der wichtigsten Unterrichtsbestandteile stellt sicherlich die Vermittlung verschiedener Formen dar, um den Trance-Zustand einzuleiten. Auch die Möglichkeiten, um diesen Trance-Zustand zu nutzen, werden erläutert.

Sie erfahren beispielsweise, wie Sie durch die Hypnose Schmerzen lindern oder verdrängte Erinnerungen abrufen können. Schließlich lernen Sie, wie Sie die Hypnose sicher beenden und Ihre Patienten wieder orientieren können. Große Unterschiede zwischen den einzelnen Kursen bestehen in der Dauer der Ausbildung. Es gibt Seminare, die damit werben, Ihnen die notwendigen Fähigkeiten an einem einzigen Tag zu vermitteln. Andere Kurse dauern hingegen mehrere Wochen.
 

 



Für wen eignet sich die Umschulung?

Für die Teilnahme an einer Hypnose-Ausbildung sind keine speziellen Vorkenntnisse notwendig. Das bedeutet, dass Sie problemlos an einem entsprechenden Seminar teilnehmen können, wenn Sie sich für diese Tätigkeit interessieren. Jedoch sollten Sie beachten, dass Sie als eigenständiger Hypnotiseur ohne weitere Ausbildung oftmals nur schwer Patienten gewinnen können. Deshalb ist eine Hypnose-Ausbildung in erster Linie dann sinnvoll, wenn Sie bereits in einem Beruf aus dem Gesundheitsbereich tätig sind. Beispielsweise eignet sich diese Weiterbildung sehr gut für Ärzte, Zahnärzte, Psychologen oder Heilpraktiker. Doch ist dies kein Ausschlusskriterium. Auch wenn Sie keinen dieser Berufe erlernt haben, können Sie Kontakt zu den entsprechenden Praxen aufnehmen und gegebenenfalls eine Kooperation vereinbaren.

 

Förderungsmöglichkeiten für die Hypnoseausbildung

Zuschüsse für die Ausbildung zum Hypnotiseur zu erhalten, kann oftmals schwierig sein. Dies liegt unter anderem daran, dass Sie bei diesen Lehrgängen keine allgemein anerkannte Berufsausbildung erwerben können. Wenn Sie sich für diese Tätigkeit interessieren, kann es aber dennoch sinnvoll sein, bei Ihrem Sachbearbeiter nachzufragen. Wenn Sie eine schlüssige Erklärung bieten, weshalb dieser Beruf für Sie geeignet ist und wie diese Ausbildung Sie zuverlässig in die Erwerbstätigkeit führt, kann in Einzelfällen eine Förderung möglich sein.

 

Mögliche Anbieter und weitere Ausbildungsalternativen

Bei der Wahl eines Kurses für die Hypnose-Ausbildung stehen viele verschiedene Möglichkeiten offen. Ein bekannter Anbieter, der regelmäßig viele Menschen ausbildet, ist TherMedius mit mehreren Niederlassungen in Deutschland und auch in der Schweiz. Wenn Sie keinen geeigneten Anbieter in Ihrer Nähe finden, ist es auch möglich, einen verwandten Beruf als Fernstudium zu erlernen. Eine sehr gute Alternative ist hierbei das Fernstudium Heilpraktiker (insbesondere als Heilpraktiker für Psychotherapie). Dieser Beruf lässt sich darüber hinaus auch sehr gut mit der Tätigkeit als Hypnotiseur verbinden, um die selbstständige Tätigkeit auf ein sichereres Fundament zu stellen.

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