Umschulung zum Lebensmittelkontrolleur/ zur Lebensmittelkontrolleurin

Als Lebensmittelkontrolleur/in achten Sie auf die Einhaltung von Hygienestandards.
© contrastwerkstatt – Fotolia.com

Für viele Menschen kann eine Umschulung zum Lebensmittel-kontrolleur oder zur Lebensmittel-kontrolleurin neue berufliche Perspektiven eröffnen. Insbesondere da dieser Beruf in der Regel keine schweren körperlichen Aufgaben beinhaltet, kann er bei einer gesundheitsbedingten Arbeitslosigkeit eine sehr gute Alternative darstellen.

 

Die Aufgaben der Lebensmittelkontrolleure

Die Lebensmittelkontrolleure besuchen verschiedene Betriebe, die in der Nahrungsmittelproduktion tätig sind. Sie überprüfen dabei, ob alle Vorschriften, die in diesem Bereich gelten, eingehalten werden. Dabei müssen sie zum einen die Einhaltung der Hygienevorschriften überwachen und zum anderen auch überprüfen, ob die Inhaltsstoffe der Nahrungsmittel den Anforderungen entsprechen. Die Lebensmittelkontrolleure sind im öffentlichen Dienst angestellt, da es die Aufgabe staatlicher Stellen ist, die Vorgaben im Bereich der Lebensmittelproduktion zu überprüfen.

 

Die Inhalte der Umschulung

Ein wichtiger Teil der Ausbildung zum Lebensmittelkontrolleur besteht in der Rechtslehre. Dabei werden allgemeine juristische Grundlagen vermittelt sowie die speziellen Gesetze, die für die Lebensmittelproduktion von Bedeutung sind. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Ausbildung umfasst die theoretischen Grundlagen der Hygiene und der Ernährungslehre. Dabei werden insbesondere Aspekte der Parasitologie und der Mikrobiologie vermittelt. Die Ausbildung zum Lebensmittelkontrolleur umfasst zwei Jahre.
 


Die Zukunftsaussichten des Berufsfeldes

Lebensmittelkontrolleure werden immer benötigt. Das bedeutet, dass eine konstante Nachfrage in diesem Bereich besteht. Zwar ist hier das Angebot an freien Stellen nicht so hoch wie in manchen anderen Berufszweigen, doch sollte es einem qualifizierten Bewerber möglich sein, eine Anstellung zu finden. Auch für die Zukunft ist zu erwarten, dass sich dieses Bild nicht verändert. Die große Zahl an Lebensmittelskandalen, die immer wieder ins öffentliche Bewusstsein rücken, lässt sogar darauf schließen, dass ein noch engeres Kontrollsystem notwendig wird, was auch mehr Lebensmittelkontrolleure benötigen würde. Daher ist davon auszugehen, dass die Umschulung in diesem Bereich gute Perspektiven für die Zukunft mit sich bringen wird.

 

Für welche Berufsgruppen ist die Umschulung geeignet?

Um Lebensmittelkontrolleur zu werden, gelten strenge Zugangsvoraussetzungen. Diese werden von den einzelnen Bundesländern bestimmt und sind daher nicht ganz einheitlich. In der Regel ist jedoch eine bestandene Meisterprüfung in einem Beruf des Lebensmittelhandwerks notwendig. Beispielsweise können Bäckermeister oder Fleischermeister die Umschulung absolvieren. Darüber hinaus werden auch Betriebswirte im Bereich der Gastronomie und Lebensmitteltechniker für den Lehrgang zugelassen. Da wie bereits erwähnt die Zugangsvoraussetzungen in diesem Bereich nicht einheitlich sind, ist es empfehlenswert, sich bei der entsprechenden Landesbehörde über die genauen Details zu erkundigen.

 

Gründe für die Umschulung zum Lebensmittelkontrolleur

Für viele Menschen ist die Umschulung zum Lebensmittelkontrolleur dann eine gute Alternative, wenn der bisherige Beruf aufgrund von körperlichen Beschwerden nicht mehr ausgeübt werden kann. In den Handwerksberufen der Lebensmittelindustrie ist oftmals schwere körperliche Arbeit erforderlich. Sollten Sie dazu nicht mehr in der Lage sein, kann eine Umschulung zum Lebensmittelkontrolleur sinnvoll sein, da hier die körperliche Belastung gering ist.

 

Möglichkeiten für die Finanzierung

Wenn Sie sich zum Lebensmittelkontrolleur umschulen lassen wollen, ist es wichtig, eine geeignete Finanzierung für diese Maßnahme zu erhalten. Wenn Sie aufgrund einer Krankheit zur Umschulung gezwungen sind, kann die Berufsgenossenschaft (bei Berufskrankheiten) oder die Rentenversicherung (bei anderen Beschwerden) die Umschulung finanzieren. Wenn Sie aufgrund der schlechten Arbeitsmarktsituation in Ihrem bisherigen Beruf die Umschulung durchführen wollen, ist hingegen das Arbeitsamt für Sie zuständig.

 

Anbieter für die Ausbildung zum Lebensmittelkontrolleur

Die Ausbildung zum Lebensmittelkontrolleur wird von den Bundesländern vorgenommen. Daher haben viele Länder ihre eigenen Ausbildungszentren. Hervorzuheben ist jedoch die Akademie für öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf, da dort viele Bundesländer im Nordwesten der Republik die Ausbildung zusammengefasst haben. Daher ist diese Schule für einen erheblichen Teil der Umschüler die richtige Anlaufstelle.

 

Alternative Berufe in einem Fernstudium erlernen

Die Zugangsvoraussetzungen für die Umschulung zum Lebensmittelkontrolleur sind sehr streng. Wenn Sie dieser Beruf interessiert, Sie jedoch noch nicht über die notwendigen Vorkenntnisse verfügen, könnte ein Fernstudium in einem ähnlichen Bereich eine Alternative für Sie sein. Eine sehr gute Möglichkeit kann beispielsweise der Bachelor-Studiengang für Lebensmitteltechnologie sein, der von der Hochschule Anhalt angeboten wird. Die Inhalte sind hier in vielen Bereichen ähnlich. Auch wenn Sie kein Hochschulstudium anstreben, finden Sie einige Lehrgänge mit ähnlichen Themenbereichen. Beispielsweise bieten viele Fernschulen eine Ausbildung zum Ernährungsberater an.