Umschulung zur Pflegefachkraft

Der Pflegesektor ist ein Bereich mit hohem Personalbedarf.

Der Pflegesektor ist ein Bereich mit hohem Personalbedarf.

Wer Freude am Umgang mit Menschen hat und Interesse an den Bereichen Sozial- und Gesundheitswesen, der sollte sich den Beruf der Pflegefachkraft genauer ansehen. Ursprünglich wurden Pflegefachkräfte Krankenschwester bzw. Krankenpfleger genannt, die heute offizielle Bezeichnung dieses Berufszweigs ist Gesundheits- und Krankenpfleger/in und staatlich geschützt. Hauptaufgabe ist die Betreuung pflegebedürftiger Menschen in stationären Einrichtungen sowie ambulant. Es werden Beobachtungen über den Gesundheitsverlauf gemacht, um wichtige Erkenntnisse sofort an den zuständigen Arzt weiterzuleiten. Sie sind befähigt medizinische Behandlung unter ärztlicher Anweisung durchzuführen, sowie Patienten auf therapeutische und operative Maßnahmen vorzubereiten.

Je nachdem, auf welchem Gebiet gearbeitet wird, wird im OP assistiert oder bei anderen diagnostischen Verfahren wie Röntgen, CT oder MRT. Daneben gehört die Grundpflege, welche Aufgaben wie Hilfe bei der Nahrungsaufnahme, Wechseln von Verbänden, Versorgen von Wunden oder Körperpflege beinhalten, genauso dazu, wie verwaltungstechnische Aufgaben in Form von Dokumentation und Dienstplanerstellung.

 

Pflege – ein sicherer Beruf

Die Pflege ist ein sicherer Berufszweig. Die Lebenserwartung der Bevölkerung steigt stetig, erfordert aber immer mehr medizinische Versorgung und somit Pflegekräfte, welche assistierend unterstützen. Allen Budgetbegrenzungen im Gesundheitswesen zum Trotz steigt der Bedarf an Gesundheits- und Krankenpflegern/innen stetig an.

Auch der demografische Wandel, die ungleiche Verteilung der Altersstruktur in der Bevölkerung welcher zu beobachten ist, erfordert auf lange Sicht gut ausgebildetes und zahlreiches Pflegepersonal, da die medizinische Betreuung im Alter immer häufiger wird. Schon jetzt fehlen laut der Bundesagentur für Arbeit über 10 000 examinierte Pflegekräfte.

 

Inhalte und Länge der Umschulung/Ausbildung

Für den Weg zur Pflegefachkraft gibt es zwei Möglichkeiten. Der Erste ist eine nach dem dualen Prinzip aufgebaute Ausbildung, welche 3 Jahre dauert. Dabei werden praktische Fähigkeiten in einem „Betrieb“, zum Beispiel in einem Krankenhaus vermittelt und nebenher theoretische Kenntnisse in der Berufsschule erlernt werden.

Die zweite Möglichkeit ist der Weg einer schulischen Ausbildung, die Dauer beträgt in der Regel 2 Jahre. In Unterrichtsstunden wir die komplette Theorie vermittelt und in gewissem Umfang praktische Übungen durchgeführt. Anschließend muss ein mehrmonatiges Praktikum absolviert werden, das Abschlusszeugnis wird nach dem Bestehen einer Abschlussprüfung verliehen. Während die duale Ausbildung vergütet wird, ist die schulische Ausbildung kostenpflichtig.

 

Bin ich zur Pflegefachkraft geeignet?

Der Beruf als Pflegefachkraft erfordert ein hohes Maß an körperlicher und psychischer Belastungsfähigkeit. Schichtarbeit und menschliche Schicksale der Patienten können der eigenen Verfassung arg zusetzen. Um die Ausbildung/Umschulung beginnen zu können, wird mindestens der Abschluss der mittleren Reife benötigt. Ein hohes menschliches Einfühlungsvermögen sowie eine große Empathie sind genauso erforderlich, wie die Fähigkeit eine gewisse Distanz zu den Patienten zu wahren, um nicht unmenschlich zu wirken aber sich auch nicht von den Schicksalen der zu Pflegenden belasten zu lassen.

 

Förderungsmöglichkeiten

Da die schulische Ausbildung kostenpflichtig ist und die Ausbildungsvergütung in manchen Fällen nicht ausreicht, sollte bei Härtefällen das Jobcenter der Agentur für Arbeit die erste Anlaufstelle sein, um Förderungsmaßnahmen wie Wohngeld oder einen Bildungsgutschein zu erhalten. Auch die Rentenversicherung oder spezielle Ausbildungskredite können helfen den finanziellen Engpass zu überbrücken.

 

Wer bietet die Umschulung an?

Neben den normalen Ausbildungsstätten wie Krankenhäuser, welche die Umschulung auf dualer Ebene ermöglichen, gibt es eine Vielzahl von Schulen, welche die theoretische Ausbildung mit anschließendem Praktikum ermöglichen.

 

Akademische Alternativen im Fernstudium

Da besonders der Beruf der Pflegefachkraft praktische Erfahrung und den Umgang mit Menschen fordert, ist dieser Beruf nicht über ein rein theoretisches Fernstudium zu erlernen. Wer trotzdem in diesem Bereich arbeiten möchte, aber ein berufsbegleitendes Studium absolvieren möchte, der hat die Möglichkeit zum Beispiel Gesundheitsmanagement an der SRH FernHochschule Riedlingen zu studieren.

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