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Umschulung zum Podologen/ zur Podologin (med. Fußpflege)

 

In der Podologie stehen die Füße im Mittelpunkt. © Fotowerk – Fotolia.com

Der Beruf des Podologen/ der Podologin ist eine interessante Tätigkeit in einem nichtärztlichen Heilberuf. Podologen behandeln Menschen, die Erkrankungen an den Füßen aufweisen. Insbesondere Diabetiker zählen zu den Patienten der Podologen. Aufgrund der guten Berufsaussichten in diesem Bereich ist für viele Menschen, die in ihrem bisherigen Beruf keine Zukunft mehr sehen, die Umschulung zum Podologen eine sehr gute Möglichkeit, um einen erfolgreichen beruflichen Neuanfang durchzuführen.

 

Die Aufgaben in der medizinischen Fußpflege

Um das Berufsfeld der Podologen zu beschreiben, ist es zunächst sinnvoll, dieses von der nichtmedizinischen Fußpflege abzugrenzen. Bei der nichtmedizinischen Fußpflege, die auch als Pediküre bezeichnet wird, wird lediglich das optische Erscheinungsbild der Füße verbessert sowie das Wohlbefinden gesteigert. Die Anbringung von Nagellack oder die Massage der Füße fällt in diesen Bereich. Hier werden stets gesunde Füße behandelt. Die medizinische Fußpflege hingegen behandelt und erkennt Krankheiten am Fuß. Während die Bezeichnung Fußpfleger beziehungsweise Fußpflegerin nicht geschützt ist, ist für die Bezeichnung medizinischer Fußpfleger oder Podologe eine staatlich geregelte Prüfung notwendig. Drei verschiedene Bereiche bestimmen die Tätigkeit der Podologen: Behandlung, Vorbeugung und Aufklärung. Podologen behandeln die Füße manuell, medikamentös oder mithilfe von Apparaten, die sie in vielen Fällen auch selbst herstellen. Außerdem müssen sie Krankheitssymptome an den Füßen erkennen und gegebenenfalls die Patienten an einen Facharzt weiterleiten. Viele Podologen arbeiten auf selbstständiger Basis in einer eigenen Praxis. Die Vergütung erfolgt häufig auf privater Basis. Patienten mit Diabetes können die Leistungen jedoch auch mit der Krankenkasse abrechnen. Manchmal sind die medizinischen Fußpfleger auch in einer Arztpraxis oder in einem Krankenhaus fest angestellt, um den Patienten weiterführende Dienstleistungen anbieten zu können.

 

Die Zukunftsaussichten für Podologen

Zu den Patienten der Podologen zählen in erster Linie ältere Menschen und Diabetiker. Aufgrund der demografischen Entwicklung und den ungesunden Ernährungsgewohnheiten in der modernen Gesellschaft steigt die Anzahl dieser Personen stetig. Dies wirkt sich auch auf die Zukunftsperspektiven der Podologen aus. Bereits jetzt ist in diesem Bereich ein starkes Wachstum zu verzeichnen und es ist davon auszugehen, dass dieses auch in absehbarer Zukunft anhalten wird. Daher stehen die Chancen, nach einer erfolgreichen Umschulung zum Podologen eine Anstellung zu finden oder auf selbstständiger Basis den Lebensunterhalt verdienen zu können, recht gut.

 

Der Ablauf der Umschulung

Wenn Sie eine Umschulung zum Podologen anstreben, können Sie diese bei einer der staatlich anerkannten Schulen durchführen. Dabei müssen Sie darauf achten, dass der Kurs Sie zum medizinischen Fußpfleger ausbildet und auf die Kassenzulassung vorbereitet. Vielfach werden auch einfache Kurse zur Fußpflege angeboten, die allerdings nur die ästhetische Fußpflege umfassen. Die Dauer der meisten Kurse beträgt zwei Jahre, allerdings kann es hierbei auch zu Abweichungen kommen. Wenn Sie bereits über eine Ausbildung im medizinischen Bereich verfügen, können Sie unter Umständen auch eine kürzere Ausbildung absolvieren. Neben diesen Vollzeit-Lehrgängen für die Umschulung zum medizinischen Fußpfleger können Sie auch einen berufsbegleitenden Teilzeit-Lehrgang absolvieren, allerdings ist in diesem Fall die Ausbildungszeit entsprechend länger.

 

Für wen eignet sich eine Umschulung zum Podologen

Die Umschulung zum Podologen kann insbesondere für Menschen interessant sein, die bereits einen Beruf im medizinischen Bereich erlernt haben. Da viele Berufe in diesem Bereich körperlich sehr anstrengend sind, kann eine Krankheit oder ein Unfall dafür sorgen, dass die Betroffenen diese Tätigkeit nicht weiter ausüben können. Kranken- oder Altenpfleger, die diese anstrengenden Berufe nicht weiterhin ausüben können, finden beispielsweise in der medizinischen Fußpflege ein interessantes Berufsfeld, das keine große körperliche Belastung darstellt, in dem sie aber dennoch auf ihre bisherigen Berufserfahrungen aufbauen können. Selbstverständlich steht diese Umschulung jedoch auch Menschen offen, die bislang noch nicht in einem medizinischen Beruf gearbeitet haben.

 

Die Förderung der Umschulung zum Podologen

Wie bei allen Umschulungen hängen auch die Förderungsmöglichkeiten für die Ausbildung zum Podologen von der persönlichen Situation der betreffenden Person ab. Wenn Sie aufgrund einer anerkannten Berufskrankheit oder durch einen Arbeitsunfall einen neuen Beruf suchen müssen, wäre die Berufsgenossenschaft zuständig. In anderen Fällen können Sie einen Antrag bei der Rentenversicherung oder bei der Arbeitsagentur stellen.

 

Alternative Ausbildungen per Fernstudium durchführen

Wenn Sie das Berufsfeld des Podologen interessiert, Sie jedoch nicht die Möglichkeit dazu haben, einen vollständig neuen Beruf zu erlernen, können Sie sich auch durch ein Fernstudium weiterbilden. Hier finden Sie viele Möglichkeiten im Bereich der Gesundheit und des Wohlbefindens, die in einem gewissen Zusammenhang zur Podologie stehen. Fernstudiengänge als Wellnessberater oder als Ernährungsberater wären beispielsweise eine interessante Alternative. Auch können Sie auf diesem Wege eine Ausbildung zum Heilpraktiker oder zum Homöopathen durchführen.