Fitnessstudios sind eines der Wirkorte von Sport- und Fitnesskaufleuten. © Peter Atkins - Fotolia.com
Fitnessstudios sind eines der Wirkorte von Sport- und Fitnesskaufleuten.
© Peter Atkins – Fotolia.com

Berufsbild

Sport- und Fitnesskaufleute sorgen für einen reibungslosen Ablauf in Sportbetrieben und ähnlichen Einrichtungen. Sie planen und organisieren Sportveranstaltungen und Trainingsprogramme. Dabei kümmern sie sich um Einladungen und Marketing ebenso wie um ein ausgewogenes und gesundes Programm. Sie kalkulieren die Veranstaltung im Vorfeld und berechnen die geplanten Einnahmen. Falls erforderlich nehmen sie Kontakt zu Sponsoren auf und werben für Ihre Projekte. Außerdem versuchen sie, Menschen zu Sport und Fitness zu animieren. Dazu halten sie sich selbst fit und achten darauf, dass die angebotenenn Programme auf dem aktuellen Stand der Sportforschung sind. Gibt es neue sportliche Alternativen, prüfen sie sie und integrieren sie bei Bedarf in ihr aktuelles Programm. Außerdem beraten sie ihre Kunden bei ihrem Sportprogramm vor Ort und im Alltag und informieren auch über gesunde Ernährung. Während des Trainings betreuen sie ihre Kunden und achten auf die richtige Anwendung der Geräte.


Sport- und Fitnesskaufleute stellen sicher, dass genügend Sportgeräte in einwandfreiem Zustand zur Verfügung stehen und achten auf die Einhaltung aller Hygienevorschriften.
Desweiteren haben sie betriebswirtschaftliche Aufgaben und kümmern sich um das Rechnungswesen, Controlling und Personal. So sind die für die Personalplanung verantwortlich und erstellen Tages-, Wochen- und Jahresarbeitspläne.
Die Einsatzorte können überall dort sein, wo Fitness und Sport betrieben werden, z. B. in Sportverbänden, bei Wellness- und Fitnesssbetrieben sowie in Sport- und Badeämtern. Weitere Einsatzmöglichkeiten bieten Sportschulen oder der Sportfachhandel. Sie können sich auch mit einem eigenen Fitnessstudio selbstständig machen.

 

Zukunftsaussichten

Das Bewusststein der Bevölkerung wandelt sich und immer mehr Menschen möchten auf sich und ihren Körper achten. Mit dem höheren Gesundheitsbewusstsein steigt der Bedarf an gut ausgebildetem Fachpersonal, das kompetent und freundlich die Betreuung der Kunden übernimmt. Sport- und Fitnesskaufleute sind sehr gut ausgebildet und kennen sich mit gesunder Bewegung und richtigem Training aus. Da sie ihr Fachwissen immer auf den neuesten Stand halten, ist durch sie geeignetes Training garantiert.

 

Zielgruppe

Die meisten Sport- und Fitnesskaufleute haben einen mittleren Bildungsabschluss. Gesetzlich ist jedoch kein Schulabschluss vorgeschrieben. Den Ausbildungsstätten und -schulen bleibt vorbehalten, eigene Kriterien festzulegen.
Für Sport- und Fitnesskaufleute ist Interesse an kaufmännischen Tätigkeiten und Sport als Grundlage des Berufs unabdingbar. Da sie viel mit Kunden arbeiten, ist eine ausgeprägte Kommunikation, Freundlichkeit und Serviceorientierung ebenfalls wichtig. Desweiteren erfordert der Beruf Planungsgeschick und die Fähigkeit zur Teamarbeit. Wichtige Schulfächer sind Mathematik, Deutsch und Wirtschaft. Betriebswissenschaftliche Grundlagen sind ebenfalls Teil der Ausbildung.

 

Inhalt und Länge der Ausbildung

Die Weiterbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann dauert drei Jahre. Es kann individuell eine kürzere Ausbildungszeit vereinbart werden. Desweiteren kann die Ausbildung in Teilzeit erfolgen. Die Weiterbildung kann dual in einer Berufsschule und einer Ausbildungsstätte oder rein schulisch erfolgen.
In der Berufsschule wird u. a. erlernt, Sport- und Fitnessangebote zu erarbeiten und in der richtigen Form zu präsentieren und wie Veranstaltungen geplant, durchgeführt und abgerechnet werden. Desweiteren wird gelehrt, wie individuelle Trainingspläne erstellt werden und was dabei zu beachten ist. Themenschwerpunkte sind anatomische, physiologische und ernährungsbezogene Aspekte des Trainings. Desweiteren werden betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse vermittelt und Kommunikationstechniken trainiert.
 

 

Kosten und Förderung

Die duale Ausbildung wird in der Regel vergütet. Für den schulischen Teil fallen dabei keine Extrakosten an. Für die rein schulische Ausbildung hingegen kann ein Lehrgangsentgelt anfallen. Staatliche Berufsfachschulen erheben meist keine Ausbildungsgebühren, an privaten Ausbildungsschulen werden hingegen oft Entgelte fällig. Außerdem können stets Lernmittel-, Fahrt- und Prüfungskosten entstehen.
Sind die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt, kann die Bundesagentur für Arbeit
Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) gewähren. Bei einer rein schulischen Ausbildung kann finanzielle Hilfe über BAföG bezogen werden.

 

Anbieter

Eine Weiterbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann wird bundesweit von vielen Einrichtungen und Berufsschulen angeboten. Zu nennen sind beispielsweise die DAA oder die Industrie- und Handelskammer. Des Weiteren bieten viele Sport- und Fitnessstudios selbst Ausbildungsplätze an.

 

Alternative als Fernstudium

Im Fachbereich Sport gibt es zahlreiche Angebote, in denen alternativ zu einer Ausbildung ein Studium oder Fernstudium aufgenommen werden kann. Im Fernstudiengang Fitness and Health Management werden Trainingspraxis und Managementkompetenzen im Zusammenhang mit einer betriebswirtschaftlichen Ausrichtung vermittelt. Ähnliche Inhalte bieten die Bachelor-Studiengänge Sportmanagement und Business Administration mit Vertiefung Sportmanagement, die ebenfalls als Fernstudium möglich sind. Alternativ kann auch ein Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Sport- und Eventmanagement oder Fitnessökonomie bzw. Fitnesstraining als Fernstudium in Frage kommen.


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