Umschulung zum Fahrradmonteur/ zur Fahrradmonteurin

Profitieren Sie vom derzeitigen Fahrradboom! © ikonoklast_hh - Fotolia.com

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Das Berufsbild

Die intensive Beschäftigung mit Fahrrädern ist für viele Menschen ein lieb gewonnenes Hobby. Sie verbringen viele freie Stunden damit, ihr Rad zu pflegen und damit unterwegs zu sein. Wer die Begeisterung für das Zweirad zum Beruf machen möchte, kann dies ebenfalls tun – beispielsweise durch eine Umschulung oder Ausbildung zum Fahrradmonteur. Die Absolventen eines solchen Ausbildungsganges haben sich beispielsweise für eine Tätigkeit in einem Fahrradgeschäft qualifiziert, wo sie für die Kundenberatung und für die Reparatur und Wartung von Fahrrädern mit unterschiedlicher Bauweise zuständig sind.

In herstellenden Betrieben sind sie aber auch für die Herstellung von Zweirädern zuständig und tragen oftmals auch zur Konzeption neuer Modelle bei. Fahrradmonteure können aber nicht nur als Angestellte tätig sein. Viele von ihnen machen sich auch mit einer eigenen Werkstatt oder mit einem Fahrradladen selbstständig und bauen sich einen festen Kundenstamm auf, den sie erfolgreich beraten und mit Fahrrädern versorgen.

 

Zukunftsaussichten

Fahrräder sind beliebte Fortbewegungsmittel, die heute nicht dazu eingesetzt werden, um komfortabel von Ort zu Ort zu gelangen. Viele Menschen sind auch wahre Fahrradliebhaber und legen viel Wert darauf, immer das neueste Modell mit einer möglichst hochwertigen Ausstattung zu fahren. Darüber hinaus boomen technisch sehr stark entwickelte Fahrradmodelle, zum Beispiel die sogenannten E-Bikes. Gerade für den sich stark entwickelnden Seniorenmarkt ergeben sich hier wachsende Potenziale. Die skizzierten Entwicklungen sorgen für viel Dynamik im Fahrradmarkt und damit auch für gute Chancen für Fahrradexperten. Selbstverständlich ist die Karriere aber auch bei Fahrradmonteuren kein „Selbstläufer“. Wie in anderen Berufszweigen auch, sollte man Geschäftstüchtigkeit, Talent und Engagement miteinander verbinden, um als Fahrradmonteur erfolgreich zu sein. Ist dies der Fall, kann man sowohl mit einem eigenen kleinen Unternehmen als auch in einer Führungsposition bei einem großen Fahrradhersteller durchsetzen.

 

Inhalte und Dauer der Umschulung

Um Fahrradmonteur zu werden, muss man in der Regel eine zweijährige Ausbildung absolvieren. Der Ausbildungsberuf ist nach dem Berufsbildungsgesetz und nach der Handwerksordnung definiert und geregelt sowie staatlich anerkannt. Im Rahmen der Ausbildung wird das Montieren von Fahrradteilen ebenso gelehrt wie das Reparieren unterschiedlicher Schäden am Fahrrad. Darüber hinaus ist es wichtig, den Umgang mit Kunden zu erlernen, um beispielsweise im Verkauf erfolgreich zu sein.

Die Beratung von Kunden wird nicht nur in Bezug auf die Fahrräder selbst gelehrt – es geht auch darum, die passenden Produkte aus dem Bereich Fahrradzubehör zu empfehlen, vom Fahrradschloss über den passenden Reifen bis hin zum Pflegemittel für das Rad. Die Ausbildung kann entweder in einem Industriebetrieb oder im Fahrradhandel absolviert werden. Umschulungen zum Fahrradmonteur dauern selbstverständlich nicht ganz so lange wie die vollständige Berufsausbildung. Wer einen Hauptschulabschluss oder einen höheren Abschluss vorweisen kann, kann sich je nach Anbieter oft innerhalb von sechzehn Monaten zum Fahrradmonteur umschulen lassen.

 

Zielgruppe der Umschulung

Besonders geeignet für eine Umschulung oder Ausbildung zum Fahrradmonteur sind Personen, die einen großen technischen Sachverstand mitbringen und gleichzeitig Wert auf handwerkliche Tätigkeiten legen. Auch der Spaß am Umgang mit Kunden ist ein wichtiger Faktor, der zum späteren Berufserfolg beitragen kann. Eine abgeschlossene schulische Ausbildung ist in der Regel erforderlich, allerdings reicht es häufig aus, dass ein Hauptschulabschluss vorliegt.

 

Fördermaßnahmen

Je nachdem, in welchem Bundesland bzw. in welcher Stadt man zu Hause ist, können die Fördermaßnahmen unterschiedlich ausfallen. So kann beispielsweise der sogenannte Bildungsgutschein zum Einsatz kommen, wenn die Umschulung genehmigt wird. Gefördert werden in der Regel nur diejenigen Personen, welche von einer Arbeitslosigkeit bedroht sind oder die sich bereits als arbeitssuchend gemeldet haben. Auch aufgrund einer gesundheitlichen Einschränkung, die die Ausübung des bisherigen Berufs unmöglich macht, kann die Förderung genehmigt werden. Voraussetzung ist dann natürlich, dass der Berufsalltag des Fahrradmonteurs für den Arbeitssuchenden zumutbar ist und damit eine echte Chance auf eine erfolgreiche Berufstätigkeit darstellt.
 

 

Anbieter der Umschulung

Die Umschulung zum Fahrradmonteur wird unter anderem von zahlreichen Berufsbildungswerken und vom TÜV angeboten. Kontakte dorthin vermitteln unter anderem die zuständigen Agenturen für Arbeit. Beispiele für Umschulungsanbieter sind beispielsweise die TÜV Rheinland Group oder die Bildungswerk in Kreuzberg GmbH mit Sitz in Berlin.

 

Alternative Umschulungen im Fernstudium

Die Ausbildung zum Fahrradmonteur hat einen hohen Anteil an praktischen Lehreinheiten. Dies ist auch der Grund dafür, dass die Ausbildung nicht durch ein Fernstudium oder durch einen Fernkurs absolviert werden kann. Es gibt allerdings Kurse, welche zur Weiterbildung für Fahrradfreunde geeignet sind. Dazu gehört zum Beispiel der Fernkurs in Fahrradtechnik, der vom Verbund Service und Fahrrad e.V. (VSF) angeboten wird. Die Akademie bietet auch weitere Kurse an, beispielsweise den Lehrgang „Praxis für den Fahrrad-Einzelhandel“ oder die Weiterbildung im Bereich Betriebswirtschaft im Fahrrad-Einzelhandel.