Sorgen Sie für glänzende Aussichten! © trendobjects - Fotolia.com
Sorgen Sie für glänzende Aussichten!
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Berufsbild

Fahrzeuglackierer/-innen beschichten die Metallflächen von Fahrzeugen, Aufbauten und Spezialeinrichtungen mit Lacken und/oder Beschriftungen. In erster Linie dient das Fahrzeuglackieren dem Korrosionsschutz, d. h. die Fahrzeuge sollen durch die Lackierungen vor Witterungseinflüssen, UV-Strahlung, Salzen und kleinen Steinschlägen geschützt werden. Denn besonders an Schrammen kann sich schnell Rost bilden. Die Tätigkeit der Fahrzeuglackierer/-innen soll dies verhindern.

Vor der eigentlichen Lackierung demontieren sie beschädigte Bestandteile, beulen Dellen aus und gleichen Unebenheiten aus, damit das Fahrzeug anschließend mit Hilfe von Spritzpistolen lackiert werden kann. Bei Automobilherstellern erfolgt das Lackieren auf einer automatisierten Lackierstraße. Hier kommt den Fahrzeuglackierer/-innen die Aufgabe zu, die Lackiermaschinen zu bedienen und zu überwachen. Neben dem Korrosionsschutz ist eine weitere Funktion des Fahrzeuglackierens die designorientierte Individualität, z. B. in Form eines Firmenlogos oder aus Gründen stilisierten Geschmacks.

 

Zukunftsaussichten

Nie zuvor gab es auf den Straßen eine buntere Mischung aus verschiedenen Fahrzeugbeschichtungsdesigns wie in der heutigen Zeit. Und auch in Zukunft wird die Nachfrage an Fahrzeuglackierung nicht zurückgehen. Das Lackieren von Fahrzeugen ist zudem auch notwendig bei Beschädigungen des Metalls. Das Führen eines Kraftfahrzeuges ist längst nicht mehr nur ein Statussymbol, sondern ist seit langer Zeit schon zur Normalität geworden. Aus diesem Grunde werden Fahrzeuglackierwerkstätten permanent eine große Nachfrage mitbekommen, weswegen das Berufsfeld hinsichtlich der Zukunftsaussichten in einem positiven Licht steht.

Inhalte und Länge der Umschulung

Im Rahmen des dualen Ausbildungssystems wird in der Umschulung zwischen praktischen und theoretischen Lerninhalten unterschieden.
Im praktischen Teil der Umschulung lernen angehende Fahrzeuglackierer/-innen zunächst, wie Untergründe geprüft, bewertet und beurteilt werden, wie Oberflächen beschichtet, behandelt, gestaltet und instand gesetzt werden, wie Aufgaben übernommen, geplant, vorbereitet und organisiert werden und welche Werkzeuge und Arbeitsmittel für welche Aufgaben eingesetzt werden. Anschließend lernen sie, wie Beschichtungsstoffe gemischt und verarbeitet werden, wie nicht zu bearbeitende Flächen abzudecken sind, wie Beschriftungen und Designs hergestellt werden und wie Lackschäden zu beseitigen sind. Ferner lernen sie, wie Messungen durchgeführt und dokumentiert werden.
Die Lernfelder im theoretischen Teil in der Berufsschule bestehen aus den folgenden Punkten:

  • Bearbeitung von metallischen Untergründen
  • Bearbeitung von nichtmetallischen Untergründen
  • Herstellung von Oberflächen und Objekten
  • Gestaltung von Oberflächen
  • Ausführung von Erstbeschichtungen
  • Durchführung von Instandsetzungsmaßnahmen
  • Anwendung von Lackierverfahren
  • Lackieren von Designs und Logos
  • Aufbereitung von Oberflächen

Die Umschulungsdauer beträgt 3 Jahre und kann bei besonderen Gründen (z. B. wegen der Ausübung eines ähnlichen Berufes) verkürzt werden.

 

Zielgruppe der Umschulung

Als schulische Zugangsvoraussetzung ist in der Regel ein guter Hauptschulabschluss bzw. die mittlere Reife erforderlich. Sehr wichtig ist eine ausgeprägte Kreativität, denn bei der Erstellung von Designs sind häufig nur grobe Vorgaben gegeben und das resultierende Endergebnis entsteht aus der Kreativität des Fahrzeuglackierers bzw. der Fahrzeuglackiererin. Weiterhin sind ein gutes technisches Verständnis, handwerkliches Geschick, eine gute Auge-Hand-Koordination und eine hohe Beobachtungsgenauigkeit wichtig. Vorteilhaft ist zudem ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen. Die angehenden Umschüler/-innen sollten eine Affinität zur bildenden Kunst besitzen.

 

Förderungen

In der Regel wird vom Umschulungsbetrieb eine Ausbildungsvergütung gezahlt. Durchschnittlich liegt diese zwischen 450 € und 700 €.
Eine darüber hinaus gehende finanzielle Unterstützung kann beim Amt in Form von Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) beantragt werden. Die Umschüler/-innen dürfen jedoch nicht bei den Eltern oder beim Ehepartner bzw. bei der Ehepartnerin wohnen und nicht in einer eheähnlichen Gemeinschaft leben.

 

Anbieter der Umschulung

Bei der Umschulung zum Fahrzeuglackierer bzw. zur Fahrzeuglackiererin handelt es sich um ein duales Ausbildungssystem. Somit bieten Werkstätten für Fahrzeuglackierung diese an. Zudem ist der Besuch der Berufsschule zum Erlernen von theoretischen Bildungsinhalten zu besuchen.

 

Verwandte Bereiche der Umschulung als Fernstudium

Alternativ kann ein Fernlehrgang zur Fahrzeugtechnik bei der ILS in Anspruch genommen werden.

Umschulung zum Fahrzeuglackierer / zur Fahrzeuglackiererin
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