Umschulung zum/zur KFZ-Lackierer/in

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Die richtige Schutzkleidung ist beim Lackieren essentiell.

Eine Umschulung kann in vielen Situationen neue Chancen eröffnen. Wenn beispielsweise in Ihrem bisherigen Beruf die Situation auf dem Arbeitsmarkt sehr schlecht ist, können Sie durch diese Bildungsmaßnahme eine Tätigkeit erlernen, bei denen die Chancen auf eine Anstellung besser sind. Auch wenn Sie aufgrund gesundheitlicher Beschwerden Ihren bisherigen Aufgaben nicht mehr nachkommen können, bietet eine Umschulung neue Perspektiven.

Eine interessante Option stellt es dabei dar, sich zur KFZ-Lackiererin beziehungsweise zum KFZ-Lackierer ausbilden zu lassen. Dieser Artikel stellt vor, welche Aufgaben Sie in diesem Beruf erwarten, wie die Chancen auf eine Anstellung stehen und wie die Umschulungsmaßnahme abläuft.

 

Das Berufsbild der KFZ-Lackierer

Die wichtigste Tätigkeit der Fahrzeuglackierer besteht darin, die Karosserie von Autos und anderen Fahrzeugen zu lackieren. Um dieser Aufgabe nachzukommen, sind mehrere Schritte erforderlich. Zunächst ist es notwendig, den Untergrund genau zu prüfen und zu bewerten, um geeignete Lacke und Techniken zu wählen. Eine sorgfältige Vorbereitung der entsprechenden Oberfläche ist für ein ansprechendes Ergebnis ebenfalls von großer Bedeutung. Die Bereiche, die Sie nicht lackieren möchten, müssen Sie außerdem sorgfältig schützen, um zu verhindern, dass sich die Lacke hier absetzen. Schließlich müssen Sie die Lacke oder andere Farben fachgerecht anbringen.

Neben dieser wesentlichen Tätigkeit, die den Beruf auszeichnet, müssen Sie jedoch noch zahlreiche weitere Aufgaben erfüllen. In vielen Fällen ist es erforderlich, dass Sie als Lackierer auch das Design für das Fahrzeug bestimmen oder eine besondere Effektlackierung anbringen. Außerdem müssen Sie die Maschinen, mit denen Sie arbeiten, sachgerecht warten. Schließlich sind oftmals Demontage- und Montagearbeiten erforderlich, um ein bestimmtes Bauteil des Fahrzeugs lackieren zu können. KFZ-Lackierer führen darüber hinaus häufig Verglasungsarbeiten durch.

 

Die Zukunftsaussichten für KFZ-Lackierer

Im Moment sind die Chancen auf eine Anstellung für KFZ-Lackierer ausgesprochen gut. In dieser Branche herrscht momentan ein Fachkräftemangel, sodass geeignetes Personal sehr gesucht ist. Wenn Sie eine Umschulung absolvieren möchten, weil in Ihrem bisherigen Beruf die Zukunftsperspektiven schlecht sind, ist die Ausbildung zum Fahrzeuglackierer daher eine sinnvolle Alternative. Da in diesem Bereich die Nachfrage relativ konstant ist, ist davon auszugehen, dass die beruflichen Möglichkeiten für KFZ-Lackierer auch in Zukunft sehr positiv sind.

 

Inhalte und Länge der Umschulung zum KFZ-Lackierer

Die offizielle Bezeichnung für die KFZ-Lackierer lautet Fahrzeuglackierer. Dies ist ein anerkannter Ausbildungsberuf. Obwohl der Schwerpunkt hierbei eindeutig darin liegt, Kraftfahrzeuge zu lackieren, lernen Sie im Rahmen der Umschulung auch andere Fahrzeuge, wie beispielsweise Züge oder Schiffe zu lackieren. Wenn Sie die Bildungsmaßnahme im dualen System durchführen, müssen Sie mit einer Ausbildungszeit von drei Jahren rechnen. Doch gibt es auch einige schulische Anbieter, die spezielle Kurse für eine Umschulung anbieten. Da in diesen Fällen eine Erstausbildung vorausgesetzt wird, ist es möglich, den Zeitraum für die Maßnahme auf zwei Jahre zu reduzieren.

Im Rahmen der Umschulung lernen Sie in erster Linie, wie Sie die entsprechenden Oberflächen beschichten und behandeln können, um stets ein hochwertiges Ergebnis zu erzielen. Des Weiteren erlernen Sie alle Vorbereitungsmaßnahmen, die für diese Tätigkeit erforderlich sind. Beispielsweise lernen Sie, den Untergrund zu prüfen und vorzubereiten und andere Fahrzeugteile, die Sie nicht behandeln wollen, zu schützen. Schließlich erfahren Sie, wie Sie elektronische, hydraulische und pneumatische Bauteile messen und prüfen. Dies ist für die Wartung der verwendeten Maschinen erforderlich.

Die Ausbildung zum KFZ-Lackierer umfasst darüber hinaus gestalterische Elemente. Sie lernen dabei, ein ansprechendes Design für die Fahrzeuge zu gestalten und besondere Effekte einzusetzen. Außerdem wird Ihnen im Rahmen der Umschulung die Durchführung von Montage- und Demontagearbeiten vermittelt und Sie erfahren, wie Sie ein Auto sachgerecht verglasen.

 

Für wen eignet sich die Umschulung zum KFZ-Lackierer?

Die Umschulung zum KFZ-Lackierer bietet sich in erster Linie für Menschen an, die auf der Suche nach einem sicheren Arbeitsplatz sind. Spezielle Vorkenntnisse aus Ihrer bisherigen Tätigkeit sind dabei nicht erforderlich. Im Rahmen der Umschulungsmaßnahme erlernen Sie alle Fähigkeiten, die für diesen Beruf erforderlich sind.

Wenn Sie die Umschulung aus gesundheitlichen Gründen anstreben, ist diese Tätigkeit jedoch nicht immer geeignet. Zwar ist die körperliche Belastung in diesem Beruf nicht allzu hoch, doch können Menschen mit Vorerkrankungen dennoch Probleme bei der Ausübung bekommen. Daher ist es in diesen Fällen stets sinnvoll, zunächst mit einem Arzt über diesen Berufswunsch zu sprechen. Um mit der Umschulung zu beginnen, ist lediglich ein Hauptschulabschluss erforderlich, sodass diese Möglichkeit fast allen Interessenten offensteht.



 

Die Förderungsmöglichkeiten für die Umschulung

Wenn Sie sich zum KFZ-Lackierer umschulen lassen möchten, profitieren Sie davon, dass die Förderungsmöglichkeiten in diesem Bereich recht gut sind. Wenn Sie beschäftigungslos oder unmittelbar durch die Arbeitslosigkeit bedroht sind, ist in vielen Fällen eine Förderung durch das Jobcenter möglich. Da in dieser Branche Fachkräftemangel herrscht, sind die Chancen für eine Bewilligung ausgesprochen gut.

Auch wenn Sie aufgrund einer Berufserkrankung oder eines Arbeitsunfalls zu einer Umschulung gezwungen sind, können Sie eine Finanzierung erhalten. In diesen Fällen ist die Berufsgenossenschaft für die Förderung zuständig. Voraussetzung hierfür ist jedoch stets, dass der zuständige Arzt zu der Auffassung kommt, dass Ihre Beeinträchtigung Sie nicht an der Ausübung der neuen Tätigkeit hindert.

 

Die Anbieter für die Umschulung zum KFZ-Lackierer

Wie bereits angesprochen, handelt es sich beim Beruf des Fahrzeuglackierers um einen anerkannten Ausbildungsberuf. Aus diesem Grund gibt es zahlreiche Unternehmen, bei denen Sie eine Ausbildung in diesem Bereich durchführen können. Hierfür kommen beispielsweise viele kleinere Autowerkstätten infrage, die Lackschäden durch Unfälle reparieren. Darüber hinaus können Sie sich bei den großen Fahrzeugproduzenten bewerben, die Autos und Lkws herstellen. In diesen Fällen handelt es sich um eine duale Ausbildung, bei der Sie die praktische Tätigkeit in einem Betrieb erlernen und darüber hinaus für die Vermittlung der theoretischen Aspekte eine Berufsschule besuchen.

Es ist jedoch auch möglich, eine schulische Umschulungsmaßnahme zu absolvieren. Hierbei vermittelt Ihnen die Bildungseinrichtung sowohl praktische als auch theoretische Fähigkeiten. Einer der bekanntesten Anbieter für die Umschulung zum Fahrzeuglackierer ist der TÜV NORD.

 

Ähnliche Berufe im Rahmen eines Fernstudiums erlernen

Eine Umschulung zum KFZ-Lackierer durchzuführen, ist nicht immer einfach. Insbesondere, wenn Sie keine Förderung erhalten, kann dies Probleme mit sich bringen. Doch gibt es auch ähnliche Berufe, die Sie im Rahmen eines Fernstudiums erlernen können. Da Sie die Weiterbildung in diesem Fall berufsbegleitend durchführen können, ist die Finanzierung erheblich einfacher. Wenn Sie sich für Autos interessieren, kann beispielsweise der Fernkurs zum staatlich geprüften Techniker in der Fachrichtung Fahrzeugtechnik, den das ILS anbietet, für Sie interessant sein.