Sorgen Sie für schöne Böden!
Sorgen Sie für schöne Böden!

Der Beruf des Parkettlegers zählt zum Bereich Bodenhandwerk. Hierzu gehören darüber hinaus auch die Berufe Bodenleger und Raumausstatter, die jedoch jeweils etwas andere Schwerpunkte setzen. Parkettleger arbeiten fast ausschließlich mit Holz. Sie verlegen, restaurieren, reparieren und pflegen die Parkettböden in Wohnungen, Praxisräumen, Sporthallen oder anderen Einrichtungen.

Doch auch das Handwerk der Parkettleger hat sich im Laufe der Jahrzehnte verändert, sodass inzwischen auch das Verlegen von Laminat, Designböden, Teppich, Kork oder anderen Belägen zu ihren Aufgaben gehört. Wer über handwerkliches Geschick verfügt und gern körperlich anstrengende Arbeiten mit hoher Präzision verrichtet, wird in diesem Beruf Freude und Erfolg finden. Eine Umschulung zum Parkettleger ist bei entsprechender beruflich relevanter Vorkenntnis binnen zwei Jahren möglich.

 

Arbeitsaufgaben und Perspektiven als Parkettleger

In erster Linie werden Sie dafür zuständig sein, die gewünschten Bodenbeläge beim Kunden zu verlegen. Doch auch die Kundenberatung und die gewissenhafte Vorbereitung der Arbeiten zählen zu Ihren wichtigsten Aufgaben. Das heißt, sie besichtigen bei Bedarf die Räume, beraten den Kunden bei der Auswahl des Holzes, bereiten die Böden vor, bestellen und verlegen das Parkett bzw. Laminat, versiegeln den Boden und pflegen Ihn auf Wunsch der Kunden in gewissen Abständen bzw. beraten sie bei der Wahl der richtigen Pflegeprodukte.

Nach Abschluss der Qualifizierung ist es ratsam, zunächst einige Jahre Praxiserfahrung zu sammeln. Zudem gibt es zahlreiche weitere Qualifizierungen, die Sie in diesem Bereich erwerben können. Beispielsweise können Sie Ihre Tätigkeit auf spezielle Böden (Sporthallen, Bühnen o.Ä.) ausrichten oder mit Hilfe betriebswirtschaftlicher Qualifikationen eine Selbstständigkeit anstreben.

 

Inhalte und Dauer einer Qualifizierung zum Parkettleger

Grundsätzlich kann der Beruf des Parkettlegers binnen drei Jahren erlernt werden. Er zählt zu den Ausbildungsgängen, die gesetzlich geregelt im dualen System stattfinden. Das heißt, Sie sind während der gesamten Ausbildungsdauer in einem Betrieb angestellt und absolvieren dort in einem festen Rhythmus ihre praktischen Einsätze. Zwischen diesen Praxisphasen besuchen Sie eine berufsbildende Schule und erwerben alle notwendigen theoretischen Kenntnisse. Eine rein schulische Ausbildung ist damit in diesem Beruf nicht vorgesehen.

Im Falle einer Umschulung wird die Dauer der Ausbildung jedoch um sechs bis zwölf Monate verkürzt. Eine Umschulung können Sie jedoch nur dann absolvieren, wenn Sie bereits über einen ähnlichen Beruf verfügen und Ihre bisher absolvierten Ausbildungsmodule in entsprechendem Umfang anerkannt werden. Ist dies nicht der Fall, handelt es sich um eine zweite Ausbildung. Für Sie gelten die gleichen Rechte und Pflichten wie für alle anderen Auszubildenden und die Dauer Ihrer Ausbildung beträgt ebenfalls drei Jahre.

In Ihrer beruflichen Weiterbildung lernen Sie die gesamte Auftragsabwicklung kennen. Dazu zählen die Organisation und Kommunikation, das Vorbereiten eines Arbeitsauftrages, die Bestellung, Bearbeitung und Zuschnitt, die Bearbeitung des Untergrundes, das Sichern und Einrichten des Arbeitsplatzes und der Umgang mit allen notwendigen Hilfsmitteln. Hinzu kommen der spezifische Umgang mit dem Bodenbelag, das kreative Gestalten, das Reparieren und das Bearbeiten der Parkettoberflächen. Ihre praktischen Schwerpunkte hängen letztlich jedoch auch von Ihrem Ausbildungsbetrieb ab.

 

Für wen ist dieser Beruf geeignet?

Natürlich sollten Sie über handwerkliches Interesse und Geschick verfügen. Frühere Erfahrungen im Handwerks- oder Baugewerbe sind in jedem Fall hilfreich, um die gesamten Abläufe auf einer Baustelle erfassen zu können. Für eine Umschulung ist es hilfreich, einen Beruf aus dem verarbeitenden Handwerk erlernt zu haben. Im besten Fall haben Sie bereits mit Bodenbelägen gearbeitet und beherrschen die Grundlagen des Bodenhandwerks.

Da Sie darüber hinaus auch dafür zuständig sein werden, Bodenflächen zu vermessen und den Materialbedarf exakt zu berechnen, benötigen sie zudem ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, die Fähigkeit zum abstrahierenden Denken und sehr gute mathematische Kenntnisse. Hilfreich ist es auch, im Vorfeld Allergien auf chemische Stoffe ausschließen zu können. Da die Böden meist verklebt und anschließend auch versiegelt werden, ist der Umgang mit Chemikalien selbstverständlich und sollte für Sie nicht zum Problem werden.

Ein mittlerer Bildungsabschluss ist für die Qualifizierung zum Parkettleger ausreichend. Laut dem Bundesinstitut für Berufsbildung verfügten 2013 sogar fast 70 Prozent der neuen Auszubildenden nur über einen Hauptschulabschluss. Da Ihnen jedoch nach Abschluss der Ausbildung verschiedene weitere Wege offen stehen, ist eine höhere Qualifikation durchaus wünschenswert. Mit einem guten Berufsabschluss und einigen Jahren praktischer Erfahrung ist sogar ein Studium im Bereich Bau und Handwerk möglich. Auch eine Weiterbildung zum Parkettlegemeister ist realistisch.

 

Welche finanziellen Fördermöglichkeiten gibt es?

Da Sie sich in einer Anstellung beim Ausbildungsbetrieb befinden, erhalten Sie eine monatliche Ausbildungsvergütung. Diese liegt jedoch nur zwischen etwa 400 und 600 Euro. Unterstützend können Sie Bundesausbildungsbeihilfe beantragen. Eine Förderung durch das Jobcenter oder die Bundesagentur für Arbeit ist in diesem Fall nicht vorgesehen. Handelt es sich jedoch um einen sozialen Härtefall, kann bei Ihrer Umschulung auch das Jobcenter bzw. die Arbeitsagentur Leistungen gewähren. Auch über die ZVPF Servicegesellschaft mbH können Sie Ausbildungsbetriebe suchen und finden zudem viele weitere Informationen zu Umschulung, Ausbildung und Alltag in diesem Beruf.

 

Wer bietet die Umschulungen an und gibt es alternative Fernstudiengänge?

Ein Fernstudium in diesem Bereich gibt es nicht. Ausbildungsbetriebe erfragen Sie am besten regional. Fußbodenleger oder Raumausstatter sind die dafür richtigen Ansprechpartner. Alternativ können Sie über das Verzeichnis der berufsbildenden Schulen des Zentralverbandes Parkett und Fußbodentechnik eine regionale Schule recherchieren und dort Auskünfte zu potentiellen Ausbildungsbetrieben erhalten.

Eine Möglichkeit für Berufstätige besteht auch darin, berufsbegleitend eine Weiterbildung zum Staatlich Geprüften Holztechniker zu absolvieren. Einen solchen Lehrgang bietet die Deutsche Angestellten Akademie an. Die Präsenzphasen können dabei an mehreren Standorten absolviert werden. Nach dreieinhalb Jahren absolvieren Sie schließlich eine staatliche Technikerprüfung und sind damit ideal auf Führungsaufgaben oder eine selbstständige Tätigkeit vorbereitet.


Sag was dazu.