Stehen Sie auf Leitungen? Dann ist diese Umschulung vielleicht etwas für Sie.
Stehen Sie auf Leitungen? Dann ist diese Umschulung vielleicht etwas für Sie.

Wer bei der Arbeit gerne anpackt und sich am liebsten an der frischen Luft aufhält und Neues schafft, orientiert sich sicherlich gerne in die handwerkliche Richtung. So könnte für ihn oder sie beispielsweise eine Umschulung zum Rohrleitungsbauer / zur Rohrleitungsbauerin infrage kommen.

Nach einer solchen Umschulung wissen die Fachleute alles über die Funktionsweise von Leitungssystemen, die für das Befördern von Flüssigkeiten oder Gasen genutzt werden. Sie können diese aufbauen und warten sowie bei Störungen eine Reparatur in die Wege leiten oder selbst durchführen. Durch ihre einwandfreie Arbeit können beispielsweise Öl, Fernwärme oder Wasser in ein Gebäude befördert werden. Zu den Arbeitgebern für Rohrleitungsbauer oder Rohrleitungsbauerinnen zählen vor allem Tiefbauunternehmen. Darüber hinaus arbeiten die Handwerker häufig in den (oft städtischen) Betrieben der Wasserversorgung und der Energieversorgung.

Dort schweißen, kleben und schrauben sie die Rohre miteinander und montieren – wo nötig – auch Absperrschieber und andere Elemente. Weiter spannende Informationen zum Berufsbild finden Interessierte hier einem Internetauftritt, der von der Bauwirtschaft Baden-Württemberg e.V. zur Verfügung gestellt wird.

 

Zukunftsaussichten als Rohrleitungsbauer/ Rohrleitungsbauerin

Wer sich in seinem Handwerksberuf zu Hause fühlt und seine Arbeit versiert erledigt, muss sich um seine Zukunft als Rohrleitungsbauer oder Rohrleitungsbauerin keine großen Sorgen machen. Viele Bauunternehmen sind tagtäglich damit beschäftigt, Wohnhäuser und Geschäftsgebäude mit Rohrleitungen zu versehen und die Rohre instandzuhalten. Doch an dieser Stelle muss die Karriere selbstverständlich nicht enden.

Wer möchte, kann nach der Umschulung weitere Zukunftsperspektiven für sich erschließen. Dazu gehört beispielsweise eine Fortbildung zum Werkpolier, zum geprüften Polier oder zum Vorarbeiter. Auch ein Studium kann an die Ausbildung beziehungsweise Umschulung angeschlossen werden.

 

Inhalte und Länge der Umschulung zum Rohrleitungsbauer / zur Rohrleitungsbauerin

Die Ausbildung zum Rohrleitungsbauer / zur Rohrleitungsbauerin dauert im Normalfall drei Jahre. Es ist für viele Umschüler kein Problem, diese zu absolvieren. Wer besonders gute Noten hat und vielleicht sogar ein Abiturzeugnis vorzuweisen hat, kann auch über eine Verkürzung nachdenken, beziehungsweise sich diesbezüglich beraten lassen. Gute Ansprechpartner sind hier nicht nur die ausbildenden Betriebe, sondern auch die regional zuständigen Handwerksammern.

Da es sich um eine duale Ausbildung handelt, müssen die Umschüler nicht nur im Betrieb mitarbeiten, sondern lernen auch in der Berufsschule. Dort sind Mathematik, Physik und Werken die wichtigsten Fächer, denn während der späteren Berufstätigkeit gibt es allerlei zu kalkulieren und zu konzipieren – von der Flächenberechnung bis zur Einstellung und dem Ablesen der Messgeräte.

 

Für wen ist die Umschulung zum Rohrleitungsbauer / zur Rohrleitungsbauerin geeignet?

Bei der Ausbildung oder Umschulung im Bereich des Rohrleitungsbaus müssen die Auszubildenden sich in vielfältiger Art und Weise beweisen. Vor allem kommt es darauf an, dass die baldigen Rohrleitungsbauer handwerklich geschickt arbeiten. Jeder Handgriff muss sitzen, damit die Rohre später auch wirklich jeder Belastung standhalten.

Die Arbeit muss selbstverständlich sorgfältig und verantwortungsbewusst durchgeführt werden. So ist es beispielsweise wichtig, dass sich die Rohrleitungsbauer genau an die Pläne ihrer Vorarbeiter und der Architekten halten.

 

 

Förderung und Finanzierung der Umschulung zum Rohrleitungsbauer / zur Rohrleitungsbauerin

Während ihrer Handwerksausbildung oder -umschulung erhalten die künftigen Rohrleitungsbauer ein monatliches Gehalt beziehungsweise eine Ausbildungsvergütung. Wie hoch diese ausfällt, hängt vom Arbeitgeber und gegebenenfalls auch von den aktuell gültigen Tarifverträgen ab. In den meisten Fällen verdienen die Azubis zwischen 600 und 1.400 Euro pro Monat. Dies ermöglicht den meisten Lehrlingen das Finanzieren des eigenen Lebensunterhalts.

Falls eine Umschulung aufgrund eines Härtefalls notwendig wird oder falls der Umschüler für seine Angehörigen sorgen muss, kann dies ein höheres monatliches Budget erfordern. Je nachdem, wie der individuelle Fall gelagert ist, kommen unterschiedliche Zusatzförderungen infrage. Wohngeld oder Hartz IV, aber auch Bildungsgutscheine und anderen Fördervarianten können zu den Lösungsansätzen gehören, die die Umschulung möglich machen. Wer nach einer alternativen Lösung sucht, kann sich auch bei den Privatkundenbanken nach einem Ausbildungskredit oder nach einer anderen Kreditvariante erkundigen.

 

Wer bietet die Umschulung zum Rohrleitungsbauer / zur Rohrleitungsbauerin an?

Eine Umschulung zum Rohrleitungsbauer oder zur Rohrleitungsbauerin wird von Handwerksbetrieben angeboten. Welche dies im Einzelfall sind, wissen die Handwerkskammern vor Ort. Über den Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) lassen sich die Kontaktdaten für den eigenen Handwerkskammerbereich schnell ermitteln. So wird beispielsweise eine komplette Liste der Handwerkskammern hier zur Verfügung gestellt.

 

Fernstudium als Alternative: Was bietet sich an?

Einige Fernuniversitäten und reguläre Universitäten mit Fernstudienangeboten ermöglichen auch angehenden Bauexperten ein Fernstudium. Selbstverständlich lässt sich eine Ausbildung, bei der ein Lehrling dem Meister auf die Finger schauen und lernen kann, nicht durch einen Fernkurs oder ein Studium aus der Ferne ersetzen. Dennoch kann ein Fernstudium im Bereich Bau eine Alternative darstellen.

Wer also lieber die akademische Laufbahn einschlägt, kann sich bei den Hochschulen über die aktuellen Studienangebote informieren. Einer der Anbieter ist die TU Dresden, die ein breit gefächertes Fernstudienangebot bereithält. Das Fernstudium ist oft sehr flexibel gestaltbar und kann beispielsweise auch parallel zur Erziehung und Betreuung der eigenen Kinder absolviert werden.


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