Die erste Anlaufstelle für eine Umschulung sollte die Arbeitsagentur sein.
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Es gibt zahlreiche Lebenssituationen, in denen Menschen eine Umschulung anstreben. Häufig sind gesundheitliche Probleme im bisherigen Beruf dafür verantwortlich, dass die bisherige Arbeit nicht weiter ausgeübt werden kann. Außerdem ist es auch möglich, dass die Nachfrage in der entsprechenden Berufsgruppe durch die wirtschaftliche und technische Entwicklung stark zurückgegangen ist.

Bei vielen Menschen spielen auch persönliche Gründe eine wichtige Rolle. Wenn sich nach einiger Zeit herausstellt, dass die entsprechende Person sich in ihrem Beruf nicht wohlfühlt oder nicht zur Ausübung der entsprechenden Arbeit geeignet ist, kann dies ebenfalls eine Umschulung notwendig machen. Solche Maßnahmen sind jedoch recht teuer und in vielen Fällen ist es während der Ausbildungszeit nicht möglich, einer anderen Arbeit nachzugehen, sodass die betreffende Person ihren Lebensunterhalt in diesem Zeitraum nicht selbst bestreiten kann.

Doch gibt es staatliche Förderungsmaßnahmen, die sowohl die Gebühren für die Ausbildung als auch die Kosten für den Lebensunterhalt übernehmen können. Dieser Ratgeber stellt vor, in welchen Fällen eine Förderung möglich ist und welche Schritte Sie dafür einleiten müssen…

 

Wann werden die Kosten für die Umschulung vom Arbeitsamt übernommen?

Grundsätzlich stellt die Umschulung für das Arbeitsamt eine spezielle Form der Weiterbildung dar. Für die Förderungsmaßnahmen gelten daher weitgehend die gleichen Regelungen wie für die Förderung der Weiterbildung durch das Arbeitsamt. Lediglich hinsichtlich der Bewilligung der Förderung gibt es einige Unterschiede gegenüber einer gewöhnlichen Weiterbildungsmaßnahme.

Bei den Regelungen zur Förderung der Umschulung handelt es sich um eine sogenannte “Kannbestimmung”. Dies bedeutet, dass das Arbeitsamt die Maßnahmen fördern kann, nach der Gesetzeslage allerdings nicht dazu verpflichtet ist. Da kein allgemeiner Anspruch auf eine Förderung besteht, hängt die Entscheidung im Einzelfall stets vom entsprechenden Sachbearbeiter ab.

Dennoch gibt es einige Bedingungen, die in jedem Fall erfüllt sein müssen, wenn eine Förderung erfolgen soll.

Zunächst ist es notwendig, dass der Antragsteller mindestens 18 Jahre alt ist und dass bereits eine Berufsausbildung stattgefunden hat – da es ja sonst keine Umschulung, sondern eine Erstausbildung wäre. Allerdings ist es nicht notwendig, dass diese Berufsausbildung abgeschlossen wurde. Auch wenn der Antragsteller diese abgebrochen hat oder nicht erfolgreich abschließen konnte, ist eine Förderung möglich.

Eine der wichtigsten Voraussetzung dafür, dass die Arbeitsagentur die Förderung der Umschulung übernimmt, besteht darin, dass die Möglichkeit für die Anstellung im erlernten Beruf nicht mehr möglich ist. Bei diesem Punkt werden zum einen gesundheitliche Beeinträchtigungen, auch psychischer Natur,  als Begründung akzeptiert.

Sollte beispielsweise eine Berufskrankheit bestehen, die es unmöglich macht, den bisherigen Beruf weiterhin auszuüben, wird die Umschulungsmaßnahme sehr häufig bewilligt. Zum anderen kann auch die aktuelle Arbeitsmarktsituation als Begründung angenommen werden. Wenn die Zukunftsaussichten im betreffenden Berufsfeld sehr schlecht sind, kann dies ebenfalls zur Bewilligung der Förderung führen. Entscheidend ist dabei immer, dass bereits die Situation der Arbeitslosigkeit besteht oder dass diese in absehbarer Zeit droht.

Eine weitere Bedingung besteht darin, dass in dem Beruf, der durch die Umschulungsmaßnahme erlernt werden soll, die Berufsaussichten gut sind, um so die drohende Arbeitslosigkeit tatsächlich abzuwenden. Wenn Sie einen neuen Beruf erlernen wollen, sollten Sie daher stets einen Beruf auswählen, in dem eine hohe Nachfrage herrscht.

 

Welche Leistungen werden durch das Arbeitsamt übernommen?

Die Förderungsmöglichkeiten für die Umschulung, die vom Arbeitsamt vergeben werden, sind recht umfangreich. Auf diese Weise können die Personen, die eine Umschulung durchführen, während der Ausbildungszeit alle anfallenden Kosten bestreiten. Im folgenden Abschnitt werden die einzelnen Leistungen vorgestellt.

 

Lehrgangskosten:

Für die Umschulung gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen gibt es die betriebliche Umschulung, die sehr ähnlich abläuft wie eine gewöhnliche Berufsausbildung. Dabei fallen keine Lehrgangsgebühren an und außerdem erhält der Umschüler auch eine Ausbildungsvergütung. Bei einer reinen schulischen Umschulung hingegen fallen fast immer Lehrgangskosten an und es erfolgt keine Vergütung. Wenn die Teilnahme an der Umschulungsmaßnahme genehmigt wird, übernimmt das Arbeitsamt in Form eines Bildungsgutscheins die gesamten Kosten für die Umschulung.

 

Fahrtkosten:

Die Teilnehmer haben Anrecht auf eine Erstattung der Fahrtkosten. Sollte es möglich sein, die Umschulung in der Nähe des bisherigen Wohnorts durchzuführen, erhält der Teilnehmer die Kosten für die tägliche Anfahrt zur Bildungseinrichtung erstattet. Sollte es notwendig sein, den Wohnort zu wechseln, übernimmt das Arbeitsamt einmalig die Kosten für die Anfahrt zur Bildungsstätte und bei der Beendigung die Kosten für die Heimfahrt. Darüber hinaus finanziert es einmal pro Monat die Fahrt zum bisherigen Wohnort.

 

Kosten für eine auswärtige Unterkunft:

Sollte die Ausbildung in einer so großen Entfernung vom Wohnort stattfinden, dass es nicht zumutbar ist, zu pendeln, kann auch eine auswärtige Unterbringung finanziert werden. Der Teilnehmer kann maximal 340 Euro pro Monat für die Mietkosten erhalten. Auch die Verpflegung wird bei einer auswärtigen Unterbringung gefördert. Die Teilnehmer erhalten in diesem Fall monatlich bis zu 136 Euro.

 

Kinderbetreuungskosten:

Wenn sich der Teilnehmer an der Umschulungsmaßnahme um seine Kinder kümmern muss, bleibt nur wenig Zeit für den Lehrgang. Aus diesem Grund bietet das Arbeitsamt auch einen Zuschuss für die Kinderbetreuung an, um Betreuungsmaßnahmen zu ermöglichen und um auf diese Weise eine regelmäßige Teilnahme am Lehrgang sicherzustellen. Das Arbeitsamt bezahlt aus diesem Zweck pro Kind 130 Euro monatlich – unabhängig von den tatsächlich entstehenden Kosten.

 

Lebensunterhalt:

Eines der größten Probleme bei einer Weiterbildungsmaßnahme besteht in den Kosten für den Lebensunterhalt. Zwar gibt es auch Umschulungslehrgänge, die in Abendkursen stattfinden und die somit eine weitere Erwerbstätigkeit ermöglichen, in vielen Fällen müssen die Teilnehmer jedoch ganztägig an der Ausbildung teilnehmen. Es kommt hinzu, dass viele von ihnen bereits arbeitslos sind, sodass kein regelmäßiges Einkommen anfällt. Das Arbeitsamt kommt daher auch für den normalen Lebensunterhalt auf. Während der Umschulungsmaßnahme erhalten die Teilnehmer weiterhin das Arbeitslosengeld ausbezahlt, um die normalen Lebenshaltungskosten zu tragen. Da das Arbeitslosengeld nur zeitlich befristet ausbezahlt wird, wurden jedoch einige Sonderregelungen für den Fall der Umschulung eingeführt.

Während der Umschulung wird nur die Hälfte der tatsächlichen Zeit vom Bezugszeitraum für das Arbeitslosengeld abgezogen. Wenn sich dieser bereits seinem Ende zuneigen sollte, bleibt außerdem immer ein Restanspruch von 30 Tagen bestehen. So haben die Teilnehmer nach der Beendigung der Maßnahme immer noch einen Monat zur Verfügung, um eine Arbeit im neuen Beruf zu suchen. Sollte zu Beginn der Weiterbildung jedoch der Anspruch bereits unter 30 Tagen liegen, bleibt nur noch der am Anfang der Umschulung bestehende Restanspruch, der jedoch während dieser Zeit nicht weiter vermindert wird.

 

Haben Sie schon einmal...

 

Die Beantragung der Förderung

Der erste Schritt für die Beantragung der Umschulungsförderung ist immer der Gang zu einem Sachbearbeiter am örtlichen Arbeitsamt. Eine persönliche Beratung ist nicht nur sinnvoll, um alle Möglichkeiten abzuwägen, sie ist auch vorgeschrieben, wenn Sie eine Förderung durch die Arbeitsagentur beantragen wollen. Hierbei ist es immer sinnvoll, bereits vor dem Gespräch gründlich zu überlegen, welche Gründe Sie für die Umschulung vorbringen können. Da es hierfür keine eindeutigen Regelungen gibt, hat der Sachbearbeiter immer einen gewissen Entscheidungsfreiraum.

Wenn Sie bereits von Anfang an die Notwendigkeit der Umschulung deutlich machen können, kann dies in vielen Fällen hilfreich sein, um den Betreuer zur Bewilligung der Förderung zu bewegen. Nach diesem Gespräch ist es notwendig, einen formellen Antrag für die Förderung der Umschulung zu stellen. Bei dieser Aufgabe ist Ihnen der Betreuer der Arbeitsagentur gerne behilflich und dieser informiert Sie auch über alle Anforderungen, die Sie dabei berücksichtigen müssen.

 

Hilfreiche Tipps für die erfolgreiche Beantragung der Förderung

Die Genehmigung der Förderungsmaßnahmen für die Umschulung ist in vielen Fällen sehr schwer. Sie haben keinen Rechtsanspruch auf die Bewilligung der Bildungsgutscheine und es gibt keine einheitlichen Regelungen, wann diese genehmigt werden. Doch gibt es einige hilfreiche Tipps, die dazu beitragen können, die Förderung zu erhalten:

  • Es ist sehr sinnvoll, sorgfältig auszuwählen, welcher Beruf durch die Umschulungsmaßnahme erlernt werden soll. Bei der Bewertung Ihres Antrags ist es sehr wichtig, dass eine hohe Nachfrage in diesem Berufsfeld besteht. Anträge für eine Umschulung zum Krankenpfleger haben beispielsweise sehr gute Chancen auf eine Förderung, da hier die Nachfrage sehr hoch ist und aller Voraussicht nach auch hoch bleiben wird. Wenn Sie einen Beruf erlernen wollen, bei dem die Nachfrage nur gering ist, bestehen nur minimale Aussichten für eine Förderung.
  • Wenn Sie über eine Berufsausbildung in einem Beruf verfügen, in dem die Aussichten auf eine Anstellung gut sind, wird der Antrag in der Regel abgelehnt. In einem solchen Fall müssen Sie ausführlich begründen, weshalb diese allgemeine Situation auf ihren speziellen Fall nicht zutrifft. Wenn Sie beispielsweise nach der Ausbildung in einem anderen Beruf gearbeitet haben oder längere Zeit überhaupt nicht berufstätig waren, kann dies dazu führen, dass Sie trotz guter Arbeitsmarktsituation keine Chancen auf eine Anstellung haben. Sollten Sie dem Betreuer diese Situation glaubhaft darstellen können, besteht ebenfalls die Möglichkeit zur Förderung.
  • Vor der Antragsstellung sollten Sie sich ausführlich mit dem neuen Berufsfeld beschäftigen. Ein Praktikum kann beispielsweise sehr hilfreich sein, um praktische Erfahrungen zu sammeln und ist für einige Lehrgänge sogar auch vorgeschrieben. Außerdem können Sie eine Ausbildungsstätte besuchen und mit den Lehrkräften und den Schülern sprechen. So können Sie nicht nur selbst besser einschätzen, ob Ihnen der neue Beruf liegt. Fast immer erhalten auch die Betreuer einen besseren Eindruck, wenn sie merken, dass der Antragsteller genau weiß, was auf ihn zukommen wird.
  • Sollte Ihr Antrag abgelehnt werden, sollten Sie den Mut nicht verlieren. Zum einen ist es möglich, sich nochmals für eine Förderung zu bewerben. Wenn Sie beispielsweise Ihre Begründung überarbeiten oder ein anderes Berufsziel wählen, kann dies zur Genehmigung der Unterstützung führen. Außerdem gibt es noch andere Stellen, an denen Sie eine Förderung beantragen können. Wenn Sie beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund eines Unfalls die Umschulung durchführen müssen, können Sie auch einen Antrag bei der Rentenversicherung beziehungsweise bei der Unfallversicherung stellen.


27 Kommentar zu “Umschulung durch das Arbeitsamt/ Arbeitsagentur”

  1. Hallo , habe eine Frage mein Eheman kann aus gesundlichen Gründen seine Beruf nicht nehr ausüben .
    Durch die Arbeitsargentur bekommt er jetzt die Möglichkeit durch einen Bildungungsschein jetzt eine Umschulung von drei Monaten als Sichheitsbeauftragter zu machen.
    Die Schule beginnt am 31.10.2016 -08.02.2017
    das Arbeitslosengeld ist am 25.08.2016 zu letzt bezahlt worden ihm steht laut Argentur kein cent zu zum Lebensunterhalt, selbst Kinderbeteuungskosten gibt es nicht da es nur sein Stiefkind ist.
    Harz IV gibt es nicht da ich 24,80 zu viel verdiene.
    Meine Frage, gibt es keine” Sonderregelung” für die Zeit der Umschlung?. lg marion Aus Bottrop

  2. Man unterscheidet bei der beruflichen Bildung zwischen Ausbildung, Fortbildung und Umschulung. Ausbildung und Umschulung dauern in der Regel länger und enden mit einem Berufsabschluss. Die genannte Maßnahme endet nicht mit einem Berufsabschluss sondern lediglich mit einem Befähigungsnachweis (z.B. nach §34a) für Tätigkeiten im Wach- und Sicherheitsgewerbe, stellt also keinen Berufsabschluss dar. Solche Maßnahmen können von Arbeitsagenturen auch für Personen gefördert werden, die keine Leistungen beziehen, aber arbeitsuchend gemeldet sind. Es gibt dann aber nur die Weiterbildungskosten (Lehrgangsgebühren, Fahrtkosten etc.) und kein Arbeitslosengeld. Wer Anspruch auf Arbeitslosengeld hat, bekommt dies für die Maßnahme natürlich gezahlt.

  3. Ich bin ein 31jähriger gelernter Einzelhandelskaufmann habe keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 mehr. Arbeite derzeit als Produktionshelfer da ich kein Hartz 4 bekomme und keinen Job im Einzelhandel momentan finde. Mich treibt aber schon länger der Gedanke eine Umschulung in den Sozialen Bereich genauer gesagt in der Heilerziehungspflege zu machen. Da dies eine Komplett schulische Ausbildung ist frage ich mich macht es überhaupt Sinn beim Arbeitsamt vorstellig zu werden. Da ich auf keinste Weise mir die Umschulung aus eigener Tasche leisten kann sowie meinen Lebensunterhalt.

    1. Lieber Christian Dickes, meines Erachtens wäre es einen Versuch wert, nach den Möglichkeiten einer Finanzierung der Ausbildung zum Heilerziehungspfleger mit einem Bildungsgutschein zu fragen. Dahinter müssten natürlich realistische Berufsaussichten in einer Tätigkeit als Heilerziehungspfleger vs. Ihrer erlernten Tätigkeit als Einzelhandelskaufmann liegen. Legen Sie sich ein paar Argmuente zurecht (die Schwierigkeit, in ihrem erlernten Beruf eine Anstellung zu erhalten und evtl. Erfahrungen im sozialen Bereich, vielleicht sogar Praktika) und machen Sie einen Termin mit Ihrem Fallmanager aus – Sie können nichts dabei verlieren, viel Erfolg!

  4. Hallo, ich , 34, gelernte Einzelhandelskauffrau mit mittlerweile 17 Jahren Berufserfahrung im Textilhandel würde mich gerne umschulen lassen zur Kauffrau für Büromanagement .
    Ich war 12 Jahre im Management tätig, hatte hohe Budget- und Personalverantwortung, plus dem Online Handel sei Dank immer mehr Druck ” von oben”. Dies führte letztendlich dazu , dass ich Anfang 2015 ein sehr starkes Burnout bekam, eine stationäre Behandlung von 10 Wochen machen musste und anschließend fast ein Jahr lang in ambulanter Therapie war. Meine damalige Therapeutin riet mir, mich mit dem Gedanken einer Umschulung mal zu befassen, empfahl auch erst wieder mit Teilzeit zu starten und nicht Vollzeit. Zeitgleich kam der Bescheid des Versorgungsamtes, ich habe einen GdB von 70 ( psychische Erkrankung).
    Ich war also mehr als ein Jahr lang krank geschrieben , habe es dennoch geschafft mich wieder hoch zu kriegen und wollte einen Neuversuch, auch im Fashion Bereich, starten. Ich bekam eine Stelle als stellvertretende Filialleitung in Teilzeit / 4 Tage.Ich gab den GdB bei der neuen Firma natürlich nicht an, da man in der heutigen Zeit( jeder weiss das ) damit keinen Job im Einzelhandel bekommt, da man als nicht belastbar gilt. Nach nur 3 Monaten musste ich leider feststellen, dass ich psychisch und physisch wieder komplett am Ende war und bat um Runterstufung auf 3 Tage. Der permanente Zahlendruck und ständig zu funktionieren machten mich wieder fertig. Die Runterstufung klappte glücklicherweise problemlos.
    Zu meinem Glück entwickelte sich meine Position in eine andere Richtung. ICh kam aus dem Verkauf rein ins Merchandising ( Warenaufbau, Organisation, Planung). Leider werde ich nun diese Stelle betriebsbedingt verlieren zu Ende des Monats.
    Nun stelle ich mir die Frage, ob genau jetzt eine Umschulung nicht sinnvoll wäre bzw. ob ich gute Chancen hätte einen Bildunsgutschein zu bekommen ? Was denkt Ihr?
    Ich habe mich ausgiebig mit der Thematik auseinander gesetzt. Ich sehe in der Umschulung die Möglichkeit , meine Situation letztendlich zu verbessern. Ein Job im Büromanagement würde ideal zu meinen Fähigkeiten passen ( ich liebe es zu Organisieren und zu Planen ) , ich habe bereits eine gute kaufmännische Lehre abgeschlossen und , was mir jedoch am wichtigsten erscheint, ist die Tatsache, dass der Einzelhandel keine positiven Zukunftsprognosen bietet, im Gegenteil, und ich das Hauptziel verfolge im Zuge einer Umschulung nicht nur in ein neues Berufsfeld zu gelangen sondern auch wieder ( hoffentlich ) Vollzeit arbeiten zu können.
    Freue mich auf Eure Meinungen. Besten Dank.

    1. Hallo liebe Karina,

      Ich verstehe dich so gut!
      Bin auch lange im Einzelhandel gewesen und zuletzt als Stellvertreter Filialleitung, was mich fast kaputt gemacht hat.. Ich denke du hast sehr gute Chancen auf eine Umschulung. Ich hatte damals erstmal den Weg zu schule gemacht die es anbietet und dann zum Arbeitsamt mit Info von der Schule . Es wurde sofort genehmigt! Da es Umschulung für Einzelhandel war, hab ich jetzt niks davon, weil ich sehr glücklich bin , das ich aus DER Hölle raus bin !!!!
      Ich arbeite jetzt an die Rezeption in Praxis für Physiotherapie und bin sehr glücklich darüber! Man kommt da auch ohne entsprechende Ausbildung rein. Es gibt halt nur weniger Geld, weil man quasi als ungelernte da arbeitet. Das kann ich dir nur empfehlen! Die stellen gerne Leute ein mit kaufmännischen Hintergrund.
      Liebe grüße und viel Erfolg
      Elena.

  5. Hallo, ich bin auch ein mittleres Semester mit über 30 Lenzen, komme aus einem Bereich, der hart umkämpft ist, d.h. wenige Stellen mit viel zu vielen Bewerbern. Bis vor ca. 2 Jahren gab es noch ab und zu ein paar Einladungen zum Bewerbungsgespräch, aber das hat jetzt komplett abgenommen, d.h. es macht keinen Sinn mehr, sich im alten Bereich zu bewerben. Der Witz ist, dass selbst nach einer abgeschlossenen Fortbildung (vom Arbeitsamt) ebenfalls kein Job zustande kam. Nach dem Studium hatte ich ein paar Monate Arbeitslosengeld II und dann hier und da immer mal wieder nur Praktikas, teils ohne Bezahlung – Generation Praktika. Dazwischen immer Hiwi-Jobs, um wenigstens etwas Geld zu haben. Selbstständigkeit funktioniert als Ausweg nicht wirklich, da zu wenige Kunden und viel zu wenig Geld, keine Sicherheiten, reicht nicht für eine Existenz, vielleicht gerade einmal um einen kleinen Teil der Pflichtversicherungen zu bezahlen. Geld für Vollzeit Präsenzunterricht habe ich demnach aus eigener Tasche nicht wirklich, so wie es vielen Älteren ergeht. Arbeitslosengeld I kriegt man nicht mehr, da nicht durchgängig in letzter Zeit 1 Jahr durchgearbeitet und selbst wenn, 60 Prozent vom letzten Minilohn von einer Hiwi-Stelle (TZ oder VZ Niedriglohn, ungelernt) sind ein Witz und reichen für nichts aus. Wieder an Hartz IV anmelden, wo man jahrelang keine Fortbildung genehmigt bekommt, da chronisch kein Geld in den Kassen + “überqualifiziert”, um dann eventuell an ein Jobcenter geschickt zu werden, wo man tolle Berufsvorschläge erhält, die zum oben genannten bereits selbst gefundenen Niedriglohn Job führen + Schikanen der Bürokratie/Rückzahlungen und schwachsinnigen Pflichtveranstaltungen, die nie zum bezahlten Job führen? Noch einmal studieren? Ehrlich gesagt, ist es das Letzte, auf was man im Moment Lust hätte, da wieder jahrelang Geldflaute und vor allem – kann man das nur nebenbei machen, da man irgendwo am Tag ja das Geld verdienen muss, was aber für ein Studium zu wenig ist. Man wird bei privat finanzierten Fortbildungen und Studiengängen natürlich mit Kusshand genommen, da ja jeder nur scharf aufs Geld ist, d.h. das macht sich beim nächsten Arbeitgeber nicht gut, da ja jeder weiß, dass das jeder lernen kann, der genügend Geld hat und vor allem – Fortbildungen und Studiengänge, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zum bezahlten Job führen, sollten im Interesse der Wirtschaft sein und demnach von der Industrie unterstützt werden. Kurz – man dreht sich im Kreis. Duales Studium – braucht man Partnerfirma, zu alt, keine Antworten auf Bewerbungen. Noch einmal Ausbildung machen? Versucht, aber nach Dutzenden Bewerbungen ebenfalls keine Antwort.

    Soll man jetzt aus dem Niedriglohn Job raus, um sich wieder für Praktikas für die angestrebten Umschulungsjobs zu bewerben oder um beim Arbeitsamt als Nicht Empfänger von Leistungen wenigstens gelistet zu sein, so dass man vielleicht noch eine Chance auf eine Umschulung bekommt, die man bei Arbeitslosengeld II überhaupt nicht erhält? Oder soll man bis auf Ewigkeiten im B- oder C-Markt der Niedriglohn Parallelgesellschaft Jobs ausharren, um sich dann jahrelang kleinste Nebeneinkünfte und später eventuell eine erfolgreiche Selbstständigkeit aufzubauen, die man aber wegen fehlender SIcherheiten (pünktlich ausreichende Menge Geld auf dem Konto für Miete und Versicherungen, Essen etc. etc.) nicht anstrebt?

    Ich sehe hier auf der Website z.B. bei den TOP 5 Umschulungsjobs u.a. auch den Steuerfachangestellten. Das wäre so ein Job, den ich mir gut vorstellen könnte. Man erhält zwar kein TOP Gehalt, aber man kommt mit 1800-2300 Euro Brutto im Monat brauchbar über die Runden und wenn man sparsam ist, kann man sich ein wenig etwas im Monat zusammensparen. Im Vergleich zu 1400 bis max. 1600 Euro Brutto Niedriglohn Schicht- und Callcenterjobs ohne Verbesserungsoptionen in Arbeitsplatzsicherheit, im Gehalt und der Arbeitszeit natürlich schon wesentlich besser + natürlich die Arbeitsatmosphäre mit Entwicklungsoptionen. Weitere Jobs wären Archivar oder Buchhalter, der ja nahe beim Steuerfachangestellten liegt, was natürlich sehr praktisch ist, wenn man in Zukunft noch nebenbei was dazuverdienen will und muss, da man sich dann im Steuerrecht bestens auskennt. Bei handwerklicher Ausrichtung würde mich der Feinwerkmechaniker interessieren. Marktanalyse, Statistik mit Kundenverhalten wäre auch ein sehr interessanter Bereich. Das sind jetzt alles Jobs, die Genauigkeit und viel Geduld verlangen, Eigenschaften, die zu mir am nächsten und denke ich, am besten passen, da ich jetzt nicht der geborene Verkäufer oder Vertriebler oder Physiker bzw. Chemiker bin. Wellness/Sport Jobs wären auch noch sehr interessant, da ich wie viele andere auch immer daran interessiert bin, die Gesundheit zu halten und Bewegung im Allgemeinen entspannt und abwechslungsreich ist.

    Würde ich jetzt aus dem aktuellen Job rausgehen, hätte ich beim Arbeitsamt keinen Leistungsanspruch. Aber wenn ich in den ungelernten Jobs weitermache, kommt man da irgendwann nie wieder raus, da man immer am Existenzminimum schaufeln wird?!? Kann man einen Steuerfachangestellten z.B. ohne kaufmännischer Fortbildung überhaupt als Umschulung absolvieren?

    Was wäre in meiner Situation die beste Option oder wie komme ich wieder in den “niedrigen” Standard A-Markt (1700-2200 Brutto/Monat, mittlerer A-Markt 2300-2900 Brutto/Monat, hoher A-Markt 3000 Brutto+/Monat)?

    1. Hallo Thomas,

      danke für die ausführliche Darstellung des Dillemas – ich befinde mich in einer ähnlichen Lage. Und viele andere wahrscheinlich auch. Direkt nach dem Studium winkte HartzIV, später dann eine Art Zusatzausbildung, die in diesem Bereich gerne absolviert wird (aber eigentlich nur ein Vollzeitjob zum Azubi–Tarif ist). Zum Glück dann noch ein paar Befristungen, bis auch die zu Ende gingen. Jedenfalls stehe ich jetzt wieder bei Null und weiß nicht wirklich weiter. Sogar der Wohnraum in der Großstadt fiel wegen WG–Auflösung weg. Mit Ü30 also wieder zurück ins Elternhaus, denn im ALG–Bezug ist Wohnraum dort utopisch.

      Ich weiß auch nicht wirklich, ob ich noch (elternunabhängiges) Bafög für ein Zweitstudium bekommen würde. Ich schätze nicht, man kennt das in den neoliberalen Verhältnissen. Im Grunde ist heute “friss oder stirb” und das ist auch so gewollt. Einmal die falsche Entscheidung getroffen, schon die A–Karte gezogen. Denn akademische Unschulungsprogramme der Argen etwa für Mangelberufe gibt es natürlich nicht. Dabei wäre das ja absolut sinnvoll…

      Ich bin momentan stark an einer Umschulung Richtung IT interessiert. Da gäbe es etwa den IT–Systemkaufmann. Da ich auch schon eine Erstausbildung im kfm. Bereich habe, wäre es interessant zu wissen, ob auch eine Umschulung verkürzt werden kann. Ansonsten gibt es in dem Bereich auch viele, viele Kompaktkurse und sogar eine Art “Bootcamps”, die wenige Monate dauern – aber richtig teuer sind. Dafür bräuchte ich also einen Bildungsgutschein, denn ich könnte das ansonsten nicht finanzieren. Und da stellt sich dann wieder die Frage, ob mein Sachbearbeiter so etwas genehmigen würde. Mir kommt es so vor, als kenne man dort nur seine örtlichen Standardanbieter, was dann eben volle zwei Jahre Unschulung bedeuten würde.

  6. Hallo, ich bin 29 Jahre und habe eine Tochter von 20 Monaten. Ich möchte gerne eine Umschulung zur Fußpflegerin machen. Ich bin gelernte Gebäudereinigerin und habe bisher zweimal schlimme Erfahrungen machen müssen,2 mal fristlose Kündigung da ixh 2013 eine Fehlgeburt hatte und 5 Wochen krank geschrieben wurde. So war es auch in der neuen Firma mir wurde das Leben zur Hölle gemacht als ich mit meiner Tochter Schwanger war. Denkt ihr ich habe eine Chance die Umschulung bezahlt zu bekommen?
    Liebste Grüße

    1. Hallo Frau Schröder,
      eine klassische Umschulung zur Podologin wird aufgrund ihrer fachfremden Vorausbildung wahrscheinlich nicht hinhauen – aber es gibt wesentlich kürzere Kurse z.B. in medizinischer Fußpflege, die auch durch einen Bildungsgutschein gefördert werden. Vielleicht ist ja das etwas für Sie?

  7. Hallo 😊 ich bin 30j alt und gelernte Zahntechnikerin.. Ich habe bei der Berufswahl leider sehr daneben gelegen denn der permanente Druck bei so hoher Genauigkeit und dem schlechten Gehalt lässt mich von einem zum nächsten Burn put rutschen.. Ich hab den keine Ahnung wie vielten Job aber ich bin einfach nicht gut genug um bei so hoher Geschwindigkeit mithalten zu können.
    Da meine große Leidenschaft aber im Handwerk und am liebsten mit Holz liegt, würde ich unglaublich gerne zur Zimmerin umschulen. Es ist ein so toller abwechslungsreiche Job und ich kann draußen sein bei Wind und wetter und verkomme nicht in irgendeinem Labor ..
    Mein Vater war schon Forstwirt, der Holzbau liegt uns quasi in der Familie. Meinen Sie ich hätte eine Chance? Ich habe gerade eine neue Stelle und würde am liebsten wieder davon laufen.. herzliche Grüße

  8. Hallo 🙂
    Ich habe eine Frage zum Leistungsbezug während der Umschulung.
    Mein Mann hat seine alte Stelle aufgrund gesundheitlicher Probleme aufgegeben und bereits vom Arbeitsamt die Genehmigung einer Umschulung erhalten.
    Nun ist es so, dass er generell Anspruch auf ALG1 bis zum 31.01.19 hat.
    Die Umschulung dauert 22 Monate, startet im April 2018 und endet zum 31.01.2020. D.h. er hat ein volles Jahr während der Umschulung gar keinen Leistungsanspruch, oder? Anspruch auf ALG2 wird er nicht haben.
    Wie ist der Satz “Während der Umschulung wird nur die Hälfte der tatsächlichen Zeit vom Bezugszeitraum für das Arbeitslosengeld abgezogen” zu verstehen?
    Bedeutet es, dass sich sein Anspruch sogar um weitere 5 Monate verkürzt (Start der Umschulung April – Ende ALG Anspruch Januar = 10 Monate durch 2) und er dadurch nur bis August 2018 Leistungen erhält?
    Ich habe mir diesen Passus auf verschiedenen Seiten und im SGB durchgelesen, dennoch verstehe ich es nicht. Auf der AA Seite ist leider ein unpassendes Beispiel mit einer 4-monatigen Weiterbildung, das hilft mir leider auch nicht weiter.
    Ganz liebe Grüße

    1. Hallo Sonja, wir dürfen leider keine Rechtsberatung im Einzelfall leisten. Bitte wenden Sie sich an einen Anwalt für Sozialrecht, diese bieten ihre Leistungen oft auch kostenlos oder sehr günstig z.B. bei Sozialvereinen an.
      Bitte googeln Sie mal nach Übergangsgeld/Überbrückungsgeld, darauf dürfte Ihr Mann Anspruch haben.

  9. Hallo zusammen, ich habe zu dem Thema auch eine frage…
    Ich habe bereits ein Antrag auf eine Umschulung gestellt da ich aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf nicht ausüben kann.

    Meine Frage ist, was ist wenn mir mein Arbeitslosengeld das ich während der Laufzeit (23 Monate) nicht ausreicht um all meine ausgaben zu decken( Miete ,Strom, Versicherung, Kredit) ??

    Die zweite Sache die mich interessiert ist, ich habe eine Berufsunfähigkeitsversicherung, zahlt die mir was wenn ich die Umschulung beginne?

    Vielen dank euch und liebe grüße.

  10. Habe mal eine Frage möchte gerne eine Umschulung zum Trockenbauer machen bin bis vor kurzem noch als staplerfahrer angestellt gewesen da ich keine fahrerlaubnis habe finde ich keine neue Stelle in den Beruf wegen in Schichten arbeiten und wenn mal eine Schicht getauscht wird immer die gleiche Antwort bekomme ich darum wollte ich gerne Umschulen zum Trockenbauer da könnte ich auf Montage gehen oder meistens wird ja von der Firma abgefahren und da liegt meine frage wäre das ein Grund zur einer Umschulung oder eher nicht

  11. Frage mich ständig welche voraussetzen man braucht um ne Umschulung zu bekommen. Es gibt manche machen eine Umschulung nach der anderen. Und wenn ich frage heißt es immer nein geht nicht

  12. Ich bin seid Dez. 2016 arbeitslos und seid März 2018 im Harz IV gefallen.
    Habe eine Lehre als Tischler gemacht, kann aber aus gesundheitlichen Gründen diesen Beruf nicht mehr ausüben.

    Seid nun 3/4 Jahr KÄMPFE ich bei beiden Ämtern, das ich eine Umschulung zum Berufskraftfahrer bekomme. Beim Arbeitsamt wurde mir gesagt, das die Aussicht, eine Stelle als Kraftfahrer zu bekommen sehr gering sei. Im Internet jedoch wurden allein in meinen Wohnkreis über 100 Fahrer gesucht.

    Bei der AHA sagt man mir, das solange ich keinen ärztlichen Befund vorlege, das ich als Tischler nicht mehr arbeiten kann, würde ich auch keine Umschulung bewilligt bekommen. Dabei habe ich allein im letzten Jahr, 4 Wochen Krankenhausaufenthalte, diverse CT´s und viele PDA´s bekommen. Auch schriftlich von meinen Hausarzt wurde nicht mal eingesehen.

    Von welchen Kriterien gehen die da bitte schön jetzt aus? Oder läuft das alles über “Gesichtsmerkmale”?? Siehtst du schei*** aus, bekommst du nichts.

  13. Hallo zusammen,
    ich bin gelernte Kauffrau im Einzelhandel, arbeite aber seit 9 Jahren als Assistentin in einem Management Büro. Gerne würde ich eine Umschulung/ Fortbildung zur Personaldienstleistungskauffrau machen. Ich interessiere mich sehr für den Bereich HR und möchte mich gerne in diesem Bereich weiterentwickeln. Durch meinen jetzigen Job habe ich viel Einblick in diese Richtung. Die ibb in Karlsruhe bietet das als Umschulung an, dauert 2 Jahre und gilt als Vollzeit, wäre dies möglich?
    Für eine Rückmeldung möchte ich mich vorab bedanken.
    LG, M.

    1. Hallo Mara,

      das wäre eigentlich eine ideale Ausgangslage für eine Umschulung zur Personaldienstleistungskauffrau durch Ihre vorhandenene Berufserfahrung, für eine exakte Aussage würde ich Ihnen raten, einfach beim ibb anzurufen. Viel Erfolg!

  14. Hallo, ich bin gelernte Bürokauffrau und mein Arbeitgeber steht kurz vor der Insolvenz. Seit meiner Lehre sind meine Arbeitgeber entweder Pleite gegangen oder mein Arbeitsplatz wurde zugunsten ältere Kollegen wegrationalisiert. Ich habe es nun endgültig satt. Psychisch stehe ich kurz vor einem Burnout… und der Arbeitsmarkt sieht auch eher schlecht aus… habe ich die Chance eine Umschulung in der Pflege bewilligt zu bekommen?

    1. Liebe Sandra,
      durch Ihre vorhandenen gesundheitlichen Probleme würde ich Ihnen raten, sich an die Rentenversicherung als möglichen Kostenträger einer Umschulung zu wenden. Mitarbeiter in der Pflege werden immer gesucht, allerdings ist das natürlich auch ein sehr stressiger Job, darüber müssen Sie sich bewusst sein.

  15. Hallo,
    Ich arbeite seit 4 Jahren im öffentlichen Dienst als Reinigungskraft, habe aber einen Lehrgang bei der IHK als geprüfte Fachkraft für Büromanagement erfolgreich abgeschlossen. Kann damit aber bei meinem Arbeitgeber nicht viel anfangen, weil ich leider keine abgeschlossene Ausbildung habe. Nun möchte ich gern eine Ausbildung oder Umschulung machen als Kauffrau für Büromanagement, um meine Chancen bei meinem Arbeitgeber zu verbessern. Nächste Woche habe ich einen Termin bei meinem zuständigen Arbeitsamt. Für mich würde vielleicht das Wegebau Projekt in Frage kommen aber ich weiß nicht ob mein Arbeitgeber mich unterstützen würde, da die Kosten vom Amt und dem Arbeitgeber geteilt werden müssen . Was könnte ich noch tun, um die Ausbildung finanzieren lassen zu können? Und wer würde mich finanziell unterstützen wenn ich mich für die Umschulung freistellen lassen würde von meinem Arbeitgeber?

    Danke

  16. Hallo. Ich bin Realschullehrerin (Kunst und textiles Werken) mit mittlerweile 7 Jahren Berufserfahrung. Mit meinen studierten Fächern ist es nicht möglich in einer staatlichen Schule fest angestellt zu werden. Ich habe mich 5 Jahre von Kurzzeitvertrag zu Kurzzeitvertrag geangelt. Im Moment bin ich in einer privaten Jugendhilfeeinrichtung angestellt. Mittlerweile habe ich für mich fest gestellt, dass ich im Elementarpädagogischen Bereich viel besser aufgehoben wäre. Ich muss anmerken, dass ich seit 20 Jahren immer wieder mit Depressionen zu kämpfen habe, auch lange Zeit deshalb in Behandlung war. Dies ist ein Teil, der zu meinem Leben gehört und immer da sein wird. Ich habe mich im Alltag damit arrangiert, beruflich ist dies aber gerade mit der Arbeit mit Jugendlichen ein Problem. Es bringt mich immer wieder an meine Grenzen, da mir hier leider das Durchsetzungsvermögen fehlt. Ich war vor längerer Zeit in einem Kindergarten tätig. Die Arbeit mit Kindern im Elementarbereich ist eine komplett andere als mit Jugendlichen. Dieses Arbeitsfeld liegt mir sehr, ich würde sehr gerne in einem Waldkindergarten arbeiten. Ich habe mich in mehreren Kindergärten beworben. Dort bekam ich immer wieder die gleiche Rückmeldung, dass es aufgrund meiner „Überqualifizierung“ nicht möglich ist, mich anzustellen. Jetzt überlege ich, eine Umschulung zur Erzieherin zu machen. Da ich aber zwei Kinder zu versorgen habe, bin ich unsicher, wie ich in diesem Zeitraum unseren Lebensunterhalt bestreiten soll.
    Gibt es Möglichkeiten, für die Umschulung Unterstützung zu bekommen?

  17. Hallo, ich bin bei der Arbeitsagentur gemeldet und möchte eine Umschulung machen, da ich in meinem bisherigen Beruf schlechte Chancen habe wieder zu arbeiten. Meine Beraterin würde mir generell einen Bildungsgutschein zugestehen. Allerdings sieht sie keine Möglich dies in dem von mir angestrebten Beruf der Heilpraktikerin zu tun, da dieser Beruf nicht im Bildungszielkatalog aufgeführt ist, und nicht in ein Angestelltenverhältnis, sondern in der Regel in Selbstständigkeit führt. Kann mir jemand mit Rat helfen? Gibt es eine Möglichkeit doch gefördert zu werden? 2 verschiede Heilpraktikerschulen sagen mir sie hätten Schüler, die mit Bildungsgutschein der BfA bei ihnen sind.

  18. Hallo 🙂

    ich bin mittlerweile 45 .. arbeite in einer Firma die Haustüren herstellt.. d.h. permanentes schweres Tragen,schleifen usw. Da ich mein ganzes Arbeitsleben ( seit14) schon körperlich schwere Arbeit verrichtet habe,stellen sich langsam die Konsequenzen ein, so daß ich mir langsam eingestehen muss, diesen Job nicht mehr lange ausüben zu können. Ich habe zwar eine abgeschlossene Berufsausbildung ( in de ehem. DDR gemacht ) den Beruf gibt es hier allerdings so nicht. Somit stellt sich die Frage ob eine Umschulung in diesem Sinne für mich in Frage kommt.

    1. Hallo Anke,

      danke für deinen Erfahrungsbericht. Gibt es denn einen verwandten Ausbildungsberuf? Vielleicht einer, der weniger körperlich fordernd ist, also z.B. im Verwaltungs- oder Bürobereich angesiedelt ist? Das wäre vielleicht eine Möglichkeit, wenn du in deinem alten Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kannst.

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