Umschulung zum/ zur Kleinkinderzieher/in

kleinkinderzieher weiterbildungDer Beruf Kleinkindererzieher/in wird heute oftmals alternativ als Fachmann / Fachfrau Betreuung EFZ, Fachrichtung Kinderbetreuung bezeichnet und wird hauptsächlich in der Schweiz angeboten. Es handelt sich dabei um eine spezielle Fachrichtung aus dem Bereich Betreuung, der sich vornehmlich mit Kindern im Vorschul- und Kindergartenalter befasst.

Kleinkindererzieher/innen können aber auch mit Babys oder mit Schulkindern bis zu einem Alter von 7 bis 8 Jahren zu tun haben. Sie kümmern sich um die Betreuung der Kinder, während die Eltern auf der Arbeit sind, und stellen deren Wohlbefinden sicher. Dazu gehört das Beschäftigen der Kinder sowie das Zubereiten von Mahlzeiten und bei Schulkindern die Betreuung der Hausaufgaben und das Vorbereiten auf Klassenarbeiten. Kleinkindererzieher/innen sind in erster Linie in Kinderkrippen, Tagesstätten, Horts und Kinderheimen tätig, können aber auch in Großfamilien eingesetzt werden, wenn die Eltern keine Zeit für die Kinderbetreuung haben. Die Arbeitszeiten können unregelmäßig ausfallen und sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag stattfinden. Oftmals werden Teilzeitstellen angeboten; es ist aber auch möglich, in Vollzeit als Kleinkindererzieher/in tätig zu sein.

 

Zukunftsaussichten

Kleinkindererzieher/innen haben auf dem Arbeitsmarkt vergleichsweise gute Zukunftsaussichten, da es immer mehr berufstätige Mütter und Väter von kleinen Kindern gibt, die eine kompetente und fachkundige Betreuung benötigen. Es ist zu erwarten, dass diese Tendenz in den kommenden Jahren noch ansteigen wird, sodass Fachmänner/Fachfrauen für die Betreuung von Kleinkindern weiterhin sehr gefragt sein werden. Da die Anstellung eines Kleinkindererziehers/einer Kleinkindererzieherin in Kinderkrippen, Heimen und Horts oftmals auf Teilzeitbasis erfolgt, kann sie auch für Mütter von Kindergarten- und Schulkindern infrage kommen. So lassen sich Familie und Beruf sowie die eigenen Interessen miteinander vereinbaren. Auf Wunsch kann nach der Umschulung und Tätigkeit als Kleinkindererzieher/in auch ein Studium anschließen, das für weitere Einsatzbereiche qualifiziert, so zum Beispiel zum/zur Dipl. Sozialpädagogen/Dipl. Sozialpädagogin.

Die Zulassungsbedingungen für ein weiterführendes Studium variieren je nach Hochschule und Standort; oftmals ist aber eine mehrjährige Tätigkeit als Kleinkindererzieher/in Voraussetzung für ein entsprechendes Studium.

 



Inhalt und Dauer der Umschulung

Eine Umschulung zum/zur Kleinkindererzieher/in orientiert sich bezüglich der Dauer an der regulären Ausbildung in diesem Berufsbereich. Diese dauert drei Jahre; eine Umschulung kann in zwei Jahren erfolgen und bei entsprechenden Vorkenntnissen des Umschülers unter Umständen auf 18 Monate verkürzt werden. Die Fortbildung kann schulisch erfolgen oder auch direkt in einer dafür geeigneten Einrichtung absolviert werden. Zu den Lehrinhalten gehören Grundkenntnisse in Pädagogik, Psychologie, Ernährungslehre, Gesundheitslehre sowie in gestalterischen und musischen Fächern. Diese werden besonders in den theoretischen Unterrichtseinheiten vermittelt. Auch das Planen gemeinsamer Unternehmungen und das sinnvolle Gestalten der Betreuungszeit fällt den theoretischen Bereich.

In der Praxis geht es in der Umschulung zum/zur Kleinkindererzieher/in hauptsächlich um den sachgemäßen Umgang mit den Kindern. Sowohl die alltägliche Kommunikation als auch das Schlichten von Streitigkeiten und die altersgerechte Beschäftigung mit den kleinen Schützlingen stehen hier unter anderem auf dem Lehrplan.

 

Zielgruppe der Umschulung

Für die Umschulung zum/zur Kleinkindererzieher/in kommen grundsätzlich alle Personen infrage, die sich gern mit kleinen Kindern umgeben und diese betreuen. Auch wenn sich vornehmlich weibliche Interessenten in diesen Bereich umschulen lassen, ist er durchaus auch für männliche Betreuer geeignet. Voraussetzung für die Tätigkeit als Kleinkindererzieher/in sind kommunikative Fähigkeiten, Ausgeglichenheit und Gelassenheit, ebenso wie Offenheit und eine körperliche sowie seelische Belastbarkeit.

Kreativität ist ebenso gefragt, weshalb Umschüler zum/zur Kleinkindererzieher/in ein gewisses musisches und gestalterisches Talent mitbringen sollten. Hilfsbereitschaft und Einfühlungsvermögen sowie eine schnelle Auffassungsgabe sind unverzichtbar für eine Tätigkeit als Kleinkindererzieher/in.

 

Fördermaßnahmen

Eine Umschulung zum/zur Kleinkindererzieher/in kann bei entsprechender Eignung vom zuständigen Jobcenter oder von der Agentur für Arbeit finanziell gefördert werden. Dabei kann es sich um eine anteilige oder auch vollständige Kostenübernahme handeln. Voraussetzung für eine Förderung vonseiten der Behörde ist der Nachweis, dass die Chancen im bisherigen Berufsbereich tätig zu werden, sehr gering ausfallen. Gleichzeitig muss die Weiterbildung zum/zur Kleinkindererzieher/in in einem realistischen Maße bessere Berufsaussichten versprechen.

 

Anbieter der Umschulung

Eine Ausbildung oder Umschulung zum/zur Kleinkindererzieher/in wird von unterschiedlichen Einrichtungen angeboten. In der Schweiz, wo der Beruf Fachmann / Fachfrau Betreuung EFZ, Fachrichtung Kinderbetreuung recht populär ist, offerieren folgende Anbieter eine Weiterbildung in diesem Bereich:

 

Alternative Umschulungen im Fernstudium

Alternativ zu einer Umschulung zum/zur Kleinkindererzieher/in können Interessenten auch ein Fernstudium in einem verwandten Bereich absolvieren und sich so für ihre weitere berufliche Laufbahn qualifizieren. Zu den infrage kommenden Studiengängen, die von unterschiedlichen Fernuniversitäten angeboten werden, gehören Kindererziehung, Kinderpsychologie, Kindheitspädagogik, Kinderpflegerin und Kinderbetreuung.

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