ausbildung tanzpädagoge
Tanzen kann bei Kindern und auch Erwachsenen viel Positives bewirken.

In ihrem Beruf als Tanzpädagoge unterrichten diese Fachkräfte Kinder, Jugendliche und Erwachsene beim Erlernen von Übungen, welche die Beweglichkeit fördern sollen und das eigene Körpergefühl stärken sollen. Die Übungen erfolgen sowohl als Einzelübungen, als Paarübungen und auch als Gruppenübungen.

Oftmals werden auch Choreografien von der Gruppe einstudiert, die später einmal vor Publikum gezeigt werden. Solche Tätigkeiten verüben Tanzpädagogen beispielsweise in Tanz- und Ballettschulen, im schulischen Sportunterricht oder an Volkshochschulen. Neben der Anleitung zum Tanzen müssen Tanzpädagogen auch über weitreichende pädagogische Kompetenzen verfügen, um die dauerhafte Motivation zum Tanzen auch bei Kinderklassen und bei jugendlichen Tanzgruppen aufrecht zu erhalten. Die pädagogische Kompetenz ist auch notwendig zur individuellen Förderung einzelner Tänzer, welche aufgrund besonders guter oder besonders schlechter Leistungen jeweils individuell betreut werden müssen.

 

Zukunftsaussichten für das Berufsfeld Tanzpädagogik

Die Zukunftsaussichten für den Beruf des Tanzpädagogen ist tendenziell stabil. Während einerseits die Beteiligungen an Tanzvereinen und Ballettschulen eher rückläufig sind, so besteht doch grundsätzlich ein Bedarf an tänzerischer Bewegung, sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen. Insbesondere die Betreuung von Erwachsenen kann in den kommenden Jahren noch eher zunehmen, da viele Erwachsene auf der Suche nach einem Bewegungsausgleich sind, den sie für ihre sonst dauerhaft geistigen Anstrengungen im Beruf erwünschen. Auch hierbei wird aber das pädagogische Geschick der Tanzpädagogen benötigt, denn auch bei der Erwachsenenbildung geht es nicht ohne diese Kompetenzen.

Des Weiteren befähigt der Beruf auch zu Weiterbildungen in die verschiedensten Richtungen, sei es beispielsweise als Instruktorin bei besonderen Fitnesskursen oder aber die Aktivitäten als Schauspieler auf Bühnen oder im Fernsehen.

 

Inhalt und Länge der Umschulung

Wie lange eine Umschulungsmaßnahme/Weiterbildung zum Tanzpädagogen dauert und welche Inhalte dabei behandelt werden, hängt stark von der Vorbildung derjenigen Person ab. Eine komplette Ausbildung in diesem Beruf, welche außer Erfahrungen im Tanzen keine weiteren Erfahrungen benötigt, kann in zwei Jahren berufsbegleitend durchgeführt werden. Die sehr umfangreiche Ausbildung beinhaltet insgesamt fünf Abschnitte, in den ersten beiden Abschnitten erfolgt die Basisausbildung Tanz- und Bewegungstherapie sowie die Ausbildung zum Seminarleiter für Tanz- und Bewegungspädagogik. Die drei weiteren Abschnitte sind ebenfalls Ausbildungen zum Seminarleiter, nämlich für kreativen Kindertanz, für Progressive Muskelrelaxation sowie für Tanztheater.

Etwas weniger umfangreich ist die Weiterbildung zum Tanz- und Bewegungspädagogen, welche mit einer Berufsurkunde endet und in 6 Tagen im Blockunterricht abgehalten wird. In insgesamt 48 Unterrichtsstunden werden Anatomie und Physiologie sowie Physiologische Bewegungsabläufe behandelt, Yoga-Übungen, Funktionsgymnastik, Rhytmusschulungen, Aufwärmtraining, Abdehnen, Entspannungsübungen und Gleichgewichtsübungen sind nur einige der zahlreichen Inhalte in dieser ausgeprägten Fortbildungswoche.

 

Zielgruppe dieser Umschulung/Weiterbildung

Die Fortbildungen zum Tanzpädagogen richten sich in allererster Linie an Personen, welche entweder bereits im künstlerisch-gestalterischen Bereich und dabei insbesondere im Tanzen beschäftigt sind, sowie an Personen mit einer pädagogischen Grundausbildung und mit Erfahrungen im Tanzen, beispielsweise Lehrer. Je nach Vorqualifizierung sollte dann auch eine mehr oder weniger intensive beziehungsweise umfangreiche Fortbildung gewählt werden. Auch soziale Berufe, welche ihr Betätigungsfeld erweitern möchten und sportlich interessiert sind, sind eine typische Zielgruppe für diese Umschulung.

 

Förderung durch Jobcenter und anderweitige Förderungen

Viele der Weiterbildungsmaßnahmen zum Tanzpädagogen werden von verschiedenen staatlichen Stellen finanziell gefördert. Der Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit kann beispielsweise von Arbeitslosen genutzt werden, um eine solche Fortbildung zu bezahlen. Für Berufstätige ist der Bildungsscheck der Bundesländer eine weitere Möglichkeit der finanziellen Förderung.

Die Bezeichnung dafür lautet in Ländern außerhalb von Nordrhein-Westfalen anders, zielt aber auch auf die Förderung der Weiterbildungen von Arbeitnehmern ab. Des Weiteren haben Arbeitnehmer auch das Recht auf Bildungsurlaub, in der Regel bis zu 5 Tage im Kalenderjahr. Diese Regelung ist aber auch wieder länderspezifisch und muss daher individuell recherchiert werden.

 

Verwandte Bereiche der Umschulung als Fernstudium

Die Umschulung zur Tanzpädagogin ist für ein Fernstudium weniger gut geeignet, da viele praktische Inhalte im Rahmen der Fortbildung vermittelt werden. Anders sieht das aber beim reinen Fernstudium der Sozialpädagogik aus. Diese interdisziplinare Wissenschaft gibt eine fundierte Ausbildung für Menschen ab, welche in Erziehung und Bildung beschäftigt sind oder dort arbeiten möchten.

Die dabei erworbenen Kompetenzen können auch bei einer späteren Fortbildung zum Tanzpädagogen wertvoll sein und die Fortbildung dann vereinfachen. Ein Fernstudium hat dabei die Vorteile, dass die Studenten eigenständig ihr Studium planen können und dieses sowohl in Teilzeit als auch in Vollzeit absolvieren können.

Umschulung zum Tanzpädagogen/ zur Tanzpädagogin
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