Qualifizierung/ Umschulung zum Bauzeichner/ zur Bauzeichnerin

Ohne Zeichnung kein Bau.
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Der Beruf des Bauzeichners ist eine Tätigkeit, die ein gutes technisches Verständnis voraussetzt und außerdem auch etwas Kreativität. Für viele Menschen, die in ihrem bisherigen Beruf keine Perspektiven sehen, kann die Umschulung zum Bauzeichner oder zur Bauzeichnerin ein wichtiger Schritt sein, um wieder Erfolg im Berufsleben zu haben.

 

Die Aufgaben des Bauzeichners

Wie aus der Berufsbezeichnung bereits ersichtlich wird, besteht die Hauptaufgabe des Bauzeichners darin, Zeichnungen von Bauplänen zu erstellen. Während die Bauzeichner früher die Pläne von Hand erstellten, werden dafür heutzutage fast ausschließlich Computerprogramme verwendet. Die Bauzeichner müssen die Vorgaben des Architekten oder Bauingenieurs in ihren Zeichnungen umsetzen. Sie arbeiten in erster Linie in Architekturbüros oder in Baufirmen. Es bestehen jedoch auch Anstellungsmöglichkeiten in den Bauämtern.

Der größte Teil der Arbeit wird in einem Büro verrichtet, doch müssen die Bauzeichner auch immer wieder die Baustellen aufsuchen, wodurch sie etwas Bewegung bekommen und sich an der frischen Luft befinden.

 

Die Zukunftsaussichten für Bauzeichner

Die Perspektiven für Bauzeichner sind nur sehr schwer zu beschreiben. Dies liegt daran, dass die Baubranche recht unbeständig ist. Es kommt hier vor, dass plötzlich viele Aufträge eingehen und der Bedarf an Mitarbeitern hoch ist, auf der anderen Seite kann es auch vorkommen, dass über einen längeren Zeitraum hinweg die Auftragslage schlecht ist, sodass die Fachkräfte entlassen werden. Wenn Sie sich zum Bauzeichner umschulen lassen, müssen Sie daher sicherlich etwas Geduld mitbringen und dürfen nicht enttäuscht sein, wenn Sie nicht sofort eine Arbeitsstelle finden.

Es kommen auch immer wieder Zeiten, in denen die Auftragslage besser ist und wieder neue Bauzeichner eingestellt werden.

 

Die Ausbildung zum Bauzeichner

Bauzeichner ist ein anerkannter Ausbildungsberuf mit einer Ausbildungsdauer von drei Jahren. In der Regel erwerben Sie Ihre Kenntnisse dabei im Dualen System, sodass Sie die theoretischen Inhalte in einer Berufsschule vermittelt bekommen, während Sie in einem Betrieb hilfreiche praktische Fähigkeiten erlernen. Darüber hinaus gibt es jedoch auch schulische Lehrgänge, die insbesondere für Umschulungen sehr beliebt sind.

Während der Ausbildung steht selbstverständlich das Zeichnen im Mittelpunkt. Sie lernen, die Baupläne von Hand und mit dem Computer zu erstellen. Darüber hinaus erfahren Sie auch mehr über die Themen Sicherheit am Arbeitsplatz, Organisation von Projekten und auch die Werkstoffkunde spielt eine wichtige Rolle bei dieser Ausbildung.

 

Für wen ist die Umschulung zum Bauzeichner geeignet?

Es gibt keine vorgeschriebenen Voraussetzungen, um sich zum Bauzeichner umschulen zu lassen. Allerdings kann es ein großer Vorteil sein, wenn Sie bereits im Baugewerbe oder in einem handwerklichen Beruf eine Ausbildung absolviert haben. Dann können Sie auf diese praktische Erfahrungen zurückgreifen. Wenn Sie beispielsweise einen Beruf mit hoher körperlicher Belastung in der Baubranche nicht mehr ausüben können, kann die Umschulung zum Bauzeichner eine sehr gute Alternative sein. So erhalten Sie eine Arbeitsstelle, die keine schwere körperliche Arbeit erfordert, bei der Sie aber dennoch auf Kenntnisse aus Ihrem bisherigen Tätigkeitsbereich zurückgreifen können.

 

Die Förderung der Umschulung

Die Umschulung stellt nicht nur eine neue persönliche Herausforderung dar, sie ist auch eine hohe finanzielle Belastung. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Fördermöglichkeiten zu überprüfen. Viele Menschen, die bereits im Baugewerbe arbeiten, aber den Beruf nicht mehr ausüben können, leiden an einer Berufskrankheit oder an den Folgen eines Arbeitsunfalls. In diesen Fällen übernimmt die Berufsgenossenschaft die Kosten für den Lehrgang und den Lebensunterhalt während der Umschulung.

Sollten die körperlichen Beschwerden nicht als Berufskrankheit anerkannt werden, können Sie sich auch an die Rentenversicherung wenden. Allerdings müssen Sie in diesem Fall bereits seit 15 Jahren in die Rentenkasse einbezahlt haben. Eine weitere Alternative ist das Jobcenter. Hier können Sie eine Unterstützung erhalten, wenn Sie arbeitslos sind oder wenn Ihnen die Arbeitslosigkeit unmittelbar droht.

 

Berufe in der Baubranche in einem Fernstudium erlernen

Eine sehr gute Möglichkeit der Weiterbildung in diesem Bereich ist es auch, ein Fernstudium zu absolvieren. Dieses können Sie berufsbegleitend durchführen, sodass Sie finanziell unabhängig bleiben. Sie können hier direkt einen Kurs für Bauzeichnen belegen, oder auch einen Kurs für technisches Zeichnen. Es gibt auch Angebote für Fernlehrgänge im Bereich der Bautechnik oder der Baustatik. Wenn Sie nicht nur einen neuen Beruf erlernen möchten, sondern auch ein höheres Bildungsniveau erreichen wollen, können Sie auch ein Fernstudium im Bauingenieurwesen durchführen.

Selbst wenn Sie nicht über das Abitur verfügen, kann unter gewissen Voraussetzungen ein derartiges Studium durchgeführt werden. Ein Anbieter ist hier das ILS: ILS Fernkurs Bauzeichnen mit CAD*

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