Gestalten Sie die Energiewende mit! © Smileus - Fotolia.com
Gestalten Sie die Energiewende mit!
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Die Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik ist ein anerkannter Ausbildungsberuf, der durch die Handwerksordnung (HwO) reguliert wird. Fertigen Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik obliegt die Planung elektrotechnischer Großanlagen sowie der Energieversorgung und Infrastruktur von Gebäuden. Sie bauen die Anlagen ein, nehmen sie in Betrieb und übernehmen deren Wartung und Reparatur.

 

Der Beruf des Energieelektronikers

Elektroniker und Elektronikerinnen für Energie- und Gebäudetechnik erstellen Pläne für Energiewandlungssysteme, z. B. Fotovoltaik- und Solarthermieanlagen, Heizungen und Wärmepumpen und bauen diese auch an Ort und Stelle ein. Sie erstellen darüber hinaus auch Steuerungsprogramme für Lichtanlagen, Datennetze sowie Klima- und Heizungsanlagen. Ebenso gehört der Aufbau von Kommunikationsanlagen wie z. B. ISDN- und Breitbandkommunikationsanlagen sowie Satellitensysteme zu ihren Aufgabenbereichen.

Energieelektroniker führen eigenständig Diagnosen durch, um Fehler aufzuspüren und stellen den sicheren Betrieb der Anlagen wieder her. Der Blitzschutz sowie die Gebäudeautomatisierung sind weitere Systeme, welche von den Elektronikern geplant, analysiert, eingebaut und in Betrieb genommen werden. Bei allen Planungen und Arbeiten werden die Sicherheitstechnik, betriebswirtschaftliche Aspekte und die Ökologie beachtet. Nach dem Einbau und der Inbetriebnahme der Anlagen übernehmen die Energieelektroniker die Wartung und den Kundenservice. Und wo sind Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik zu finden?

 

Sie arbeiten vor allem in Elektronikbetrieben, z. B. bei Gebäudeausrüstern oder in Beleuchtungswerken und in Betrieben, die Signalanlagen für Straßen- und Eisenbahnen planen und bauen. Der Arbeitsort der Energieelektroniker ist häufig nicht auf eine Werkhalle oder Werkstatt beschränkt. Außerdem werden sie sowohl im Innenbereich von Gebäuden als auch im Freien eingesetzt. Der Beruf des Energieelektronikers setzt ebenso profunde Computerkenntnisse voraus. Mithilfe der Datenverarbeitung nehmen die Energieelektroniker Tests und Prüfungen vor und dokumentieren ihre Ergebnisse. Des Weiteren finden sie Anstellung bei Firmen der Immobilienwirtschaft, im Facility-Management oder als Hausmeister. Auch im Bereich der regenerativen Energien sind Energieelektroniker zu finden, ebenso auf Flughäfen, in Krankenhäusern und in der Instandhaltung öffentlicher Gebäude.

 

Zugangsvoraussetzungen

Die Mindestvoraussetzung für einen Ausbildungsplatz zum Energieelektroniker ist der Hauptschulabschluss. In der Regel wird jedoch von den Betrieben und Berufsschulen ein mittlerer Abschluss verlangt.
 

 
Darüber hinaus sollten Auszubildende zu ganzheitlichem Denken fähig sein, systematisch-planerisch handeln und ein großes Maß an technischem Vorstellungsvermögen mitbringen. Ebenso hilfreich sind Selbstständigkeit, logisches Denkvermögen, Interesse an Technik, handwerkliches Geschick, Gründlichkeit, Freude am Umgang mit Menschen, viel Geduld und keine Sehstörungen.

 

Inhalte und Dauer der Umschulung zum Energieelektroniker

Die Ausbildung zum Energieelektroniker dauert im Regelfall 3,5 Jahre und ist als eine duale handwerkliche Ausbildung in Betrieb und Berufsschule angelegt. Es gibt insgesamt drei Fachrichtungen des Berufs Elektroniker/in, die Energie- und Gebäudetechnik, die Automatisierungstechnik sowie die Informations- und Telekommunikationstechnik. Auszubildende aller drei Fachrichtungen lernen die ersten beiden Ausbildungsjahre gemeinsam.

 

Das erste Jahr widmet sich der Grundausbildung. Arbeitsplanung, Organisation und Bewertung stehen ebenso auf dem Plan wie Kundenbetreuung und die Installation von Netzwerken und Systemen einschließlich der damit zusammenhängenden Serviceleistungen. Das zweite Ausbildungsjahr dient der Festigung des Erlernten und es kommen weitere Lehrinhalte hinzu, wie z. B. Aufbau und Prüfung von Steuerungen, Analyse von Fehlern und die Wartung von Geräten und Systemen. Im dritten Ausbildungsjahr erfolgt dann die Spezialisierung in den einzelnen Fachrichtungen, z. B. zum Elektroniker mit Fachbereich Energie- und Gebäudetechnik. Am Ende der Ausbildungszeit schließt der Kandidat mit der Gesellenprüfung ab.

 

Anbieter der Ausbildung zum Energieelektroniker

Die Ausbildung zum Energieelektroniker wird in der Regel von den örtlichen Berufsschulen in Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben angeboten.

 

Alternativen zum Beruf des Energieelektronikers

Sollte es trotzdem nicht mit dem Ausbildungsplatz zum Energieelektroniker klappen, bieten sich Interessierten weitere Möglichkeiten an. Möglicherweise kommen dann auch Spezialisierungen im Bereich der Automatisierungstechnik oder der Informations- und Telekommunikationstechnik in Betracht. Daneben existieren auch weitere Alternativberufe mit vergleichbaren Ausbildungs- und

 

Tätigkeitsmerkmalen, wie z. B. Elektroniker/in ‑ Gebäude- und Infrastruktursysteme; Elektroniker/in ‑ Betriebstechnik, Elektroanlagenmonteur/in, Mechatroniker/in ‑ Kältetechnik oder etwa Technische/r Assistent/in ‑ Gebäudetechnik.

 

Zukunftsaussichten als Energieelektroniker/Energieelektronikerin

Die Zukunftsaussichten des Berufes des Energieelektronikers sind in der heutigen technisierten Welt noch immer gut. Nach Abschluss der Gesellenprüfung und einigen Jahren Berufserfahrungen sind weitere Karriereschritte möglich. Interessierte können ihren Meister/in ablegen, sich zum Techniker/in oder handwerklichen Betriebswirt weiterbilden und sogar ein Studium Bachelor/Master of Engineering anschließen.


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