Umschulung zum/ zur Fluggerätmechaniker/in

Sie lieben Flugzeuge? Dann ist das der perfekte Beruf für Sie.

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Fluggerätmechaniker/innen bilden durch ihre qualitativ hochwertigen Fachkenntnisse und Fertigkeiten die Grundlage für die moderne und sichere Luftfahrt. Denn zum Hauptaufgabengebiet von Fluggerätmechaniker/innen gehört das Überholen und Warten von Fluggeräten und Triebwerken in luftfahrttechnischer Herstellungsunternehmen.

Neben der Wartung von Fluggeräten gehört auch das Analysieren, Beheben und Dokumentieren von Beschädigungen sowie das Zusammenbauen und Montieren von Teilsystemen zum Berufsbild dazu. Zusätzlich sind Fluggerätmechaniker/innen für die Durchführung von Funktionsprüfungen, technischen Abfertigungen, Instandhaltungen und Wartungen der Triebwerke sowie für spezielle Aufgaben in allen Angelegenheiten rund um die Fluggerätestruktur zuständig.

 

Zukunftsaussichten

Diese spezifische technische Ausbildung im Bereich der Fluggerätemechanik erfordert ein enormes Fachwissen in Verbindung mit einem hohen Verantwortungsbewusstsein und setzt im Berufsalltag die Einhaltung strengster Sicherheitsvorkehrungen voraus. Durch die hohen Qualifikationsanforderungen für die Arbeit als Fluggerätmechaniker/in wird Absolventen einer entsprechenden Umschulung ein attraktives, sicheres und gut bezahltes Arbeitsumfeld geboten. Zudem werden zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen möglich, beispielsweise mit der Weiterbildung zum/ zur staatlich geprüfte/r Techniker/in in der Luftfahrt und Maschinentechnik, durch einen Fachrichtungswechsel zur Fertigungstechnik oder Triebwerkstechnik sowie ein Aufstieg zum/ zur Industriemeister/in oder zum/ zur Schichtleiter/in. Zusätzlich können weitere Zusatzausbildungen, beispielsweise im Bereich der Typenlehre verschiedener Flugzeugmuster absolviert werden. Fluggerätmechaniker/innen finden eine feste Anstellung in luftfahrttechnischen Herstellerbetrieben von Triebwerken sowie an jedem Flughafen weltweit.

 

Inhalte und Dauer der Umschulung

Es gibt mehrere Ausbildungsbetriebe, die eine Umschulung zum/ zur Fluggerätmechaniker/in anbieten, wobei die Dauer der Weiterbildung zumeist zwischen zwei und zweieinhalb Jahre dauert. Die Umschulung ist nur im Rahmen einer Vollzeitausbildung möglich, die zu einem Drittel aus theoretischem Unterricht, zu einem weiteren Drittel aus praktischen Unterrichtseinheiten und zu guter Letzt aus einem Betriebspraktikum besteht. Absolventen/innen erhalten nach der intensiven Ausbildungszeit entweder ein IHK-Zertifikat oder einen anerkannten Abschluss durch die Prüfung bei der zuständigen Kammer.

Die Ausbildung zum/ zur Fluggerätmechaniker/in beginnt mit einer theoretischen Einführung in die Luftfahrzeugtechnik, zu der die Themen Aufbau von Fluggeräten, Instandhaltungs- und Fertigungstechnik sowie technische Kommunikation und Qualitätssicherung gehören. Des weiteren wird theoretisches und praktisches Wissen zu den Bereichen Abfertigen von Fluggeräten, Aerodynamik, Ver- und Bearbeiten von Luftfahrtwerkstoffen sowie Instandhalten von Bauteilen und Baugruppen vermittelt. Zusätzlich wird ein fundiertes Wissen über Nieten, Fügen und Kunststoffverarbeitung, Warten und Handhaben von Bodengeräten sowie technisches Englisch unterrichtet. Weitere Fertigkeiten und Kenntnisse während einer Umschulung zum/ zur Fluggerätmechaniker/in werden auf den Gebieten Mathematik, Physik, Elektrik sowie elektronische und digitale Instrumentensysteme vermittelt. Abgerundet wird das Wissen eines/r Fluggerätmechaniker/in durch Lehrinhalte wie Wirtschafts- und Sozialkunde, menschliche Faktoren und der Luftfahrtgesetzgebung.

 

Zielgruppe der Umschulung

Je nach Ausbildungsanbieter variieren die Zugangsvoraussetzungen und Zielgruppenvorstellungen. Manche Bildungsinstitute sehen als Zugangsvoraussetzung zur Umschulungsmaßnahme einen Haupt- oder Realabschluss sowie eine abgeschlossene Berufsausbildung vor. Dabei bieten Berufsvorbildungen, wie die von Mechaniker/innen oder Mechatroniker/innen, eine ideale Voraussetzung für eine Umschulung zum/ zur Fluggerätmechaniker/in. Zumeist kommt noch ein internes Auswahlverfahren hinzu, ein Eignungstest, der erfolgreich absolviert werden muss. Teilnehmer/innen einer Umschulung zum/zur Fluggerätmechaniker/in sollten zudem über eine arbeitsmedizinische Tauglichkeit verfügen und eine Zuverlässigkeitsüberprüfung nach § 7 LuftSiG bestehen. Interessenten/innen eines Ausbildungslehrgangs sollten auch die Bereitschaft zur Schichtarbeit sowie zur regionalen und überregionalen Einsatzbereitschaft mitbringen und diese per Mobilitätserklärung bestätigen.

Benachteiligte Personen oder Menschen mit Behinderung können ebenfalls an einer Umschulung zum/zur Fluggerätmechaniker/in teilnehmen. Diese wird vom Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerk angeboten. Eine individuelle Abklärung der Eignung wird direkt mit dem Institut besprochen.

 

Fördermaßnahmen

Finanziell gefördert wird diese mehrjährige Ausbildung von der Agentur für Arbeit, der Deutschen Rentenversicherung und dem Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD). Über das Jobcenter können Arbeitnehmer, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind sowie Arbeitssuchende die hundertprozentige Kostenübernahme über die Agentur für Arbeit beantragen. Zusätzlich werden teilweise auch Fahrtkosten zum Ausbildungsort und Kosten für Literatur, arbeitsmedizinische Untersuchungen, der Zuverlässigkeitsüberprüfung und notwendigen Ausweisen sowie für Prüfungsgebühren finanziert. Grundwehrdienstleistende und Soldaten richten ihre Anfrage bezüglich einer Ausbildungsförderung der Umschulung zum/ zur Fluggerätmechaniker/in an den BFD, den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr. Der BFD übernimmt die Kosten für die Umschulung zum/ zur Fluggerätmechaniker/in als Weiterbildungen sowie als Erst- oder Zweitausbildung bis zu hundert Prozent.

 

Anbieter der Umschulung

Es gibt in Deutschland einige Anbieter, die eine umfassende Umschulung zum/ zur Fluggerätmechaniker/in anbieten. Das Bildungsinstitut Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerk Husum hat sich auf die Umschulung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen spezialisiert, sodass auch für Menschen mit einer Beeinträchtigung eine Umschulung zum/ zur Fluggerätmechaniker/in möglich ist.

Folgende Anbieter offerieren eine Umschulung zum/ zur Fluggerätmechaniker/in in Deutschland:

Alternative Umschulungen im Fernstudium

Da für die Ausbildung zum/ zur Fluggerätmechaniker/in ein starker Praxisbezug notwendig ist, wird dieser Weiterbildungszweig nicht im Rahmen eines Fernstudiums angeboten. Es gibt jedoch die Möglichkeit, einige verwandte technische Umschulungen per Fernstudium zu absolvieren. Dazu zählt beispielsweise eine Weiterbildung im Bereich der technischen Mechanik. Ein Fernlehrgang dieses Weiterbildungszweiges richtet sein Augenmerk speziell auf Entwicklungen innovativer Technologien, sowie auf die Bewertung von Bauteilen und Konstruktionen, die hinsichtlich Lebensdauer, Festigkeit und Zuverlässigkeit eine wichtige Rolle spielt. Dieser theoretische Fernlehrgang vermittelt ein fundiertes Wissen in Bezug auf die Anwendung mechanischer Gesetze auf technische Konstruktionen, sowie auf die Vorgehensweise bei der Bewertung und Modellierung von Bauteilen.

Angeboten wird der Fernlehrgang zur „Technischen Mechanik“ bei der Hamburger Fernhochschule.