Umschulung zum IT-Systemelektroniker / zur IT-Systemelektronikerin

Als IT-Experte sollten Sie Mikrochips nicht für einen leckeren Snack halten...© Edelweiss - Fotolia.com

Als IT-Experte sollten Sie Mikrochips nicht für einen leckeren Snack halten…
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Berufsbild

IT-Systemelektroniker und IT-Systemelektronikerinnen installieren und konfigurieren Systeme und Netzwerke. Dabei planen sie speziell auf den Kunden zugeschnittene IT-Systeme sowie Kommunikationsnetzwerke. Sie wählen die Systemkomponenten aus und bauen sie zusammen, stellen die Geräte auf und installieren die Leitungen sowie die Stromversorgung. Dabei prüfen sie elektrische Schutzmaßnahmen. Nachdem die Hardware aufgestellt und eingerichtet wurde, installieren sie die entsprechende Software und richten diese nach den Kundenwünschen entsprechend ein.

Zusätzlich überprüfen sie die Funktionstüchtigkeit der IT-Systeme und weisen die Kunden in die Funktionsweise ein. Bei Störungsmeldungen begeben sie sich zum Kunden und leiten Lösungsmaßnahmen ein. Auch gehört es zu ihrer Aufgabe, IT-Systeme und Netzwerke zu pflegen und zu warten. Tauchen dabei Fehler oder Störungen auf, beheben sie diese. Ferner bewerten sie die Energieeffizienz bei bestehenden Systemen und unterstützen die Kunden bei der Umrüstung auf umweltfreundlichere Möglichkeiten. Zudem beraten, informieren, unterstützen und betreuen sie Kunden hinsichtlich der Nutzungsmöglichkeiten von IT-Systemen und neuer Produkte.

 

Zukunftsaussichten

Besonders in der heutigen Zeit sind die Technisierung sowie der Einsatz von IT-Systemen sehr stark vertreten. Aufgrund der ständigen Modernisierung des technischen Fortschrittes und die damit verbundene regelmäßige Aufrüstung von IT-Systemen steigt die Zahl der Neuinstallierungen dieser Systeme. Viele Menschen haben in diesem Bereich kaum noch einen Überblick. Damit wächst die ohnehin schon hohe Nachfrage nach IT-Systemelektronikern, womit zugleich gute Zukunftsaussichten prognostiziert werden können. Nach der Umschulung besteht mit den entsprechenden Qualifikationen die Möglichkeit, sich selbstständig zu machen.

 

Inhalte und Länge der Umschulung

In der Umschulung lernen angehende IT-Systemelektroniker und IT-Systemelektronikerinnen, welche Unterschiede die marktüblichen Systeme der Informations- und Telekommunikationstechnik, z. B. in Bezug auf Einsatzbereich, Leistungsfähigkeit oder Wirtschaftlichkeit aufweisen, und worin sich verschiedene Speichermedien sowie Ein- und Ausgabegeräte unterscheiden und in welchen Bereichen sie jeweils eingesetzt werden. Ihnen wird zudem übermittelt, wie Hardware und Software installiert und konfiguriert werden, ebenso wie die Geräte und Leitungen zusammengeschlossen werden. Ferner lernen sie die Grundlagen über die Pflege und Wartung von IT-Systemen. Des Weiteren gehört die Vermittlung von Grundlagen über die Entgegennahme von Störungsmeldungen und die Beseitigung von Störungen zum Lehrplan.

Da der Beruf auch eine beratende Funktion enthält, werden Kundenberatungsgespräche eingeübt sowie die Beschaffung von Informationen über die neuesten Systeme geübt. IT-Systemelektroniker und IT-Systemelektronikerinnen müssen ständig auf dem neuesten Stand der Technik sein. Von daher lernen sie, wie sie die erforderliche Marktbeobachtung mit der Einbeziehung von Preis- und Leistungsvergleichen durchführen. Die Hauptsprache im IT-Bereich ist Englisch. Aus diesem Grunde lernen sie im zusätzlichen Berufsschulunterricht fachliche Englischkenntnisse. Ferner stehen Grundlagen über Geschäftsprozesse und betriebliche Organisation sowie Rechnungswesen und Controlling auf dem Lehrplan.
Die Umschulungsdauer beträgt in der Regel 3 Jahre und kann bei besonderen Gründen (z. B. wegen der Ausübung eines ähnlichen Berufes) verkürzt werden.

 

Zielgruppe der Umschulung

Als schulische Voraussetzung ist mindestens der mittlere Bildungsabschluss vorzuweisen. Die angehenden Bewerber sollten eine Affinität zu technischen Geräten und IT-Systemen mitbringen. Daher ist darüber hinaus ein technisches Verständnis sowie handwerkliches Geschick erforderlich. Ebenso sollten eine gute Merkfähigkeit, gute Englischkenntnisse und ein mathematisches Verständnis vorliegen. Aufgrund der Tatsache, dass die Tätigkeit eine Beschäftigung mit Kunden beinhaltet, sollte die Bereitschaft zu einem kommunikativ aufgeschlossenen Auftreten vorhanden sein.

 

Förderungen

In der Regel wird vom Lehrbetrieb eine Ausbildungsvergütung gezahlt, die je nach Betrieb variiert. Im Schnitt handelt es sich dabei zwischen 800 € und 1000 € (bei jedem folgenden Umschulungsjahr steigend).
Darüber hinaus kann Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) beantragt werden. Sie ist ein finanzieller Zuschuss für Auszubildende und Umschüler, die in einer betrieblichen Ausbildung sind, nicht bei ihren Eltern oder in deren Nähe wohnen und das 18. Lebensjahr vollendet haben. Ferner dürfen die Eltern sie nicht unterstützen können, ebenso wenig der Partner, wenn sie in einer eheähnlichen Gemeinschaft wohnen oder verheiratet sind.

 

Anbieter der Umschulung

Bei der Umschulung zum IT-Systemelektroniker bzw. zur IT-Systemelektronikerin handelt es sich um ein duales Ausbildungssystem. Die praktischen Kenntnisse werden in den Betrieben, die Produkte und Dienstleistungen der Informations- und Telekommunikationstechnik anbieten, und die theoretischen Kenntnisse in der Berufsschule vermittelt.

 

Verwandte Bereiche der Umschulung als Fernstudium

Alternativen für Umschulungen zum IT-Systemelektroniker bzw. zur IT-Systemelektronikerin sind z. B. Umschulungen in den Bereichen Elektroniker/-in für Informationstechnik, Elektroniker/-in für Geräte und Systeme, Informationselektroniker/-in und Systemelektroniker/-in.