Umschulung zum Kontruktionsmechaniker/ zur Konstruktionsmechanikerin

Konstruktutionsmechaniker bei der Arbeit. © Bogdan Vasilescu - Fotolia.com

Konstruktionsmechaniker bei der Arbeit.
© Bogdan Vasilescu – Fotolia.com

Berufsbild

Konstruktionsmechaniker/-innen fertigen Metallbaukonstruktionen an, wobei es sich um Aufzüge, Kräne und ähnliche Förderanlagen handeln kann sowie um Brücken, Fahrzeugaufbauten, Schiffe oder auch Hallen und Bohrinseln. Zunächst studieren sie die vom Betrieb eingereichten Zeichnungen und stellen die erforderlichen Einzelteile her. Sie schneiden Stahlträger und Bleche zu, kanten sie ab oder biegen sie und bringen Bohrungen an, damit die Teile später verschraubt werden können. Zur Bewerkstelligung dieser Tätigkeiten arbeiten sie mit Brennschneidern oder Sägen.

Es kommen bei höheren Stückzahlen aber auch CNC-Maschinen zum Einsatz. Konstruktionsmechaniker/-innen können auch auf der Baustelle tätig sein. Dort montieren sie gefertigte Einzelteile zusammen und verschweißen sie. Im fertigen Zustand übergeben sie die Konstruktionen den Kunden, beraten diese hinsichtlich der Benutzung und Bedienung und weisen auf Sicherheitsvorschriften hin. Zudem übernehmen sie die Prüfung, Wartung und Instandsetzung der schon übergebenen Konstruktionen.

 

Zukunftsaussichten

Die Industrie bedarf ständig neuer Konstruktionen, sei es, um alte, verschlissene durch neue zu ersetzen oder um neue Projekte starten zu können – der Bedarf ist vorhanden. In den Industrienationen ist dieser Bedarf sogar sehr hoch, so dass die Konstruktionsmechaniker/-innen eine ständige Beschäftigung haben. Zudem ist die Fertigstellung großer Konstruktionen (z. B. Hallen) mit langen Arbeitsprozessen verbunden, die dementsprechend entlohnt werden. Die Zukunftsaussichten für Konstruktionsmechaniker/-innen stehen deshalb in einem guten Licht. Zudem gibt es nach der Umschulung bei entsprechender Qualifikation bzw. durch Weiterbildungen die Möglichkeit, den handwerklichen Meistertitel erwerben zu können, um im Betrieb eine leitende Position einnehmen zu können.

 

Inhalte und Länge der Umschulung

Bei der Umschulung handelt es sich um ein duales Ausbildungssystem, d. h. ein Teil der Kenntnisse wird praktisch im Ausbildungsbetrieb und ein Teil theoretisch in der Berufsschule übermittelt.
Im praktischen Teil der Umschulung lernen angehende Konstruktionsmechaniker/-innen zunächst die Werkstoffeigenschaften und deren Veränderung kennen und wie die Werkstoffe nach ihrer Verwendung handzuhaben sind. Darüber hinaus lernen sie die Betriebsbereitschaft von Werkzeugmaschinen kennen und wie Werkstücke und Bauteile hergestellt werden. Sie lernen dann, wie Betriebsmittel inspiziert, gepflegt und gewartet werden, wie steuerungstechnische Unterlagen ausgewertet werden, wie Transportgut abgesetzt, gelagert und gesichert wird und wie Arbeitsabläufe und Teilaufgaben geplant werden. Weichen die tatsächlichen Abläufe vom Plan ab, dann müssen sie Prioritäten setzen können, d. h. sie benötigen in dem Fall ein gutes Improvisationsvermögen. Ferner lernen sie, wie Gesamt- und Teilzeichnungen beschafft und angewendet werden, wie Bleche, Rohre oder Profile von Hand oder per Maschine umgeformt und getrennt werden, wie Bearbeitungsmaschinen eingerichtet werden, wie Schablonen hergestellt und angewendet werden und wie Bauteile mit unterschiedlichen Mitteln (z. B. durch Schrauben oder durch Schweißen) zusammengefügt werden. Zudem lernen sie, wie Konstruktionen überprüft, gewartet und instand gehalten werden.

Der Umschulungsbetrieb legt je nach seiner eigenen Spezialisierung eines der möglichen Einsatzgebiete fest, in dem die Umschüler/-innen tätig sein und geschult werden. Zu ihnen gehören die folgenden:

  • Ausrüstungstechnik
  • Feinblechbau
  • Schiffbau
  • Schweißtechnik
  • Stahl- und Metallbau

 

Die folgenden Lernfelder werden im theoretischen Berufsschulunterricht vermittelt:

  • Fertigen von Bauelementen mit handgeführten Werkzeugen
  • Fertigen von Bauelementen mit Maschinen
  • Herstellen von Baugruppen aller Art
  • Montieren und Demontieren von Baugruppen
  • Umformen von Profilen
  • Herstellen von Konstruktionen aller Art
  • Montieren und Demontieren von Konstruktionen
  • Instandhalten von Konstruktionen
  • Ändern und Anpassen von Konstruktionen

Die Umschulungsdauer beträgt 3 1/2 Jahre und kann bei besonderen Gründen (z. B. wegen der Ausübung eines ähnlichen Berufes) verkürzt werden.

 

Zielgruppe der Umschulung

Als schulische Zugangsvoraussetzungen wird ein guter Hauptschulabschluss oder die mittlere Reife gefordert. Die Umschüler/-innen sollten ein handwerkliches Geschick und ein gutes technisches Verständnis aufweisen. Ferner sollten sie eine gute Auge-Hand-Koordination sowie ein räumliches Vorstellungvermögen haben. Da es in diesem Beruf häufig um Zahlen im Hinblick auf Messungen und Passgenauigkeit geht, sind gute rechnerische Fähigkeiten von Vorteil. Auch eine akribische Arbeitseinstellung sollte vorhanden sein, wie auch eine zeichnerische Befähigung für das Anfertigen von Skizzen.
 

 

Förderungen

Die Umschüler/-innen können im Betrieb während ihrer Umschulung zwischen 800 € bis 1.010 € verdienen.
Sie können zudem Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) als staatliche Förderung in Anspruch nehmen. Diese kann beim Amt beantragt werden. Sind die Umschüler/-innen volljährig und nicht bei den Eltern wohnhaft oder leben sie nicht in einer Ehe oder in einer eheähnlichen Gemeinschaft, dann kann der Antrag bewilligt werden.

 

Anbieter der Umschulung

Bei der Umschulung zum Konstruktionsmechaniker bzw. zur Konstruktionsmechanikerin handelt es sich um ein duales Ausbildungssystem. Sie wird von den Betrieben der Metallindustrie angeboten. Dort lernen die Umschüler/-innen die praktischen Inhalte, während sie die theoretischen Kenntnisse an einer Berufsschule vermittelt bekommen.

 

Verwandte Bereiche der Umschulung als Fernstudium

Die SGD bietet Fernlehrgänge zum Konstrukteuer bzw. zur Konstrukteurin an. Zudem finden sich dort und bei der ILS Lehrgänge zum Industriemeister bzw. zur Industriemeisterin im Metallbereich vor.