Bringen Sie Oberflächen zum glänzen!
Bringen Sie Oberflächen zum glänzen!

Wenn es gilt, ein Bauteil besonders widerstandsfähig gegenüber Wind und Wetter zu machen, wenn ein Produkt besonders edel und hochwertig wirken soll oder wenn eine Oberfläche von einer bisherigen Beschichtung befreit und neu bearbeitet werden soll, kommen Oberflächenbeschichter und zum Einsatz. Die Profis kennen sich damit aus, aus einer Oberfläche das Beste herauszuholen und diese perfekt auf die individuellen Anforderungen anzupassen.

Wer eine Ausbildung oder eine Umschulung zum Oberflächenbeschichter oder zur Oberflächenbeschichterin abgeschlossen hat, arbeitet zum Beispiel in einem Galvanisierungsbetrieb oder in einem Unternehmen, das sich auf das Feuerverzinken von Bauteilen aus Metall spezialisiert hat. Auch das Eloxieren und das Entfernen von Lackbeschichtungen sind Aufgaben, mit denen Oberflächenbeschichter  häufig zu tun haben. Ihren Arbeitsalltag verbringen die Profis seltener an einem Schriebtisch und wesentlich häufiger in der Werkstatt, denn sie sind oft die Experten, die für alle ausführenden Arbeiten eingesetzt werden.

Selbstverständlich kann eine Karriere im Produktionsbereich auch weitergeführt werden, sodass ein einstiger Umschüler auch eine leitende Position erreichen kann. Viele Informationen zum Berufsbild und zur Ausbildung erhalten Interessierte auch über den ZVO, den Zentralverband Oberflächentechnik. Darüber hinaus finden sich auf den Seiten der Arbeitsagentur weiterführende Informationen zum Berufsbild.

 

Zukunftsaussichten

Eine hochwertige Oberfläche ist für viele Produkte ein entscheidender Erfolgsfaktor. Ganz gleich, ob es sich um ein Bauteil für den Maschinenbau, um ein Halbzeug für die Weiterverarbeitung oder um das Werkzeug selbst handelt – in der Regel legen Kunden heute einen gesteigerten werden auf höchste Präzision. Wer sich im Laufe der Zeit zum echten Experten im Bereich Oberflächenbeschichtung entwickelt, hat also durchaus gut Zukunftsaussichten.

Es ist allerdings wichtig, dass die potenziellen Umschüler bereit dazu sind, sich stetig weiterzubilden. Wie in fast allen Bereichen in Industrie und Handwerk ist auch die Oberflächenbeschichtung Veränderungen entworfen. Neue Materialien und innovative Verfahren prägen die Entwicklungen der Branche. Wer sich hier findig, interessiert und offen zeigt, kann sicherlich auch in Zukunft einen guten Arbeitsplatz als Oberflächenbeschichter beziehungsweise Oberflächenbeschichterinnen finden. Viele Handwerksbetriebe freuen sich sehr über interessierten „Nachwuchs“ und geben ihr Fachwissen gerne an die nächste Generation weiter.

 

Inhalte und Länge der Umschulung zum / zur Oberflächenbeschichter / Oberflächenbeschichterin

Umschulungen zum / zur Oberflächenbeschichter / Oberflächenbeschichterin dauern im Regelfall drei Jahre – ebenso wie die regulären Ausbildungen in diesem Bereich. Es handelt sich um eine duale Ausbildung. Dies bedeutet, dass sich Berufsschulzeit und Ausbildungszeit im Betrieb abwechseln. Der Wechsel kann in jeder Woche stattfinden oder phasenweise vollzogen werden.

Die Zeit im Betrieb dient vor allem dazu, viel über die unterschiedlichen Oberflächentechniken zu lernen: Wie reagieren die unterschiedlichen Materialien auf bestimmte Substanzen und auf die Behandlung mit unterschiedlichen Werkzeugen? Was kann ein Fachmann tun, um die galvanischen Prozesse optimal zu beeinflussen? Welche Wannen und Behälter sind für die elektrolytischen Lösungen geeignet und wie hält man die Maschinenteile instand, um lange mit ihnen arbeiten zu können? Diese und viele weitere Fachfragen beschäftigen die Umschüler zum / zur Oberflächenbeschichter/in.

 

Für wen ist diese Umschulung geeignet?

Wer ein Fachmann für die Oberflächenbeschichtung werden möchten, indem er eine Umschulung zum / zur Oberflächenbeschichter / Oberflächenbeschichterin absolviert, sollte mindestens einen mittleren Bildungsabschluss vorweisen können. Es ist zu beobachten, dass sich Industriebetriebe häufig diejenigen Bewerber heraussuchen, die die Mittlere Reife erlangt haben, während man in Handwerksbetrieben ab und zu auch mit einem guten Hauptschulabschluss punkten kann.

Engagement ist auf jeden Fall gefragt. Während der Ausbildungszeit sollten die Umschüler vor allem in den naturwissenschaftlichen Ehrgeiz zeigen. Dazu gehören Chemie, Physik und Mathematik, die allesamt unterrichtet werden. Darüber hinaus ist ein Faible für Technik eine wichtige Voraussetzung.

 

Förderung und Finanzierung der Umschulung zum / zur Oberflächenbeschichter / Oberflächenbeschichterin

Die Ausbildung oder Umschulung zum / zur Oberflächenbeschichter/in ist spannend und abwechslungsreich. Doch oft genug muss auch der finanzielle Aspekt eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für oder gegen eine Umschulung spielen. Wer daran zweifelt, die Ausbildungszeit selbst finanzieren zu können, darf sich zumindest über eine regelmäßig gezahlte Ausbildungsvergütung freuen. Diese ist sicherlich nicht die höchste, die Azubis und Lehrlinge während ihrer Ausbildungszeit erhalten können. Das Geld reicht aber im Regelfall, um den Lebensunterhalt zu finanzieren.

Muss eine Person sich umschulen lassen, die bereits einen anderen Beruf erlernt hatte und größere finanzielle Verpflichtungen hat, kann es eng werden. Falls ein Härtefall – zum Beispiel aufgrund einer Pflegschaft oder aufgrund einer Krankheit – vorliegt, können gegebenenfalls zusätzlich Fördermittel beantragt werden. Sowohl Hartz IV als auch das Wohngeld oder andere Fördermittel können im Einzelfall die Lösung darstellen, die die Umschulung finanziell ermöglicht. Darüber hinaus ist es auch eine gute Idee, sich nach privaten Krediten zu erkundigen. Einige Banken bieten Ausbildungskredite an. Da die Angebote sehr unterschiedlich ausfallen, ist auch hier eine intensive Beschäftigung und eine möglichst unabhängige Beratung gefragt.

 

Wer bietet die Umschulung an?

Wer Oberflächenbeschichter oder Oberflächenbeschichterin werden möchte, sollte sich beizeiten nach einem Ausbildungsbetrieb umsehen. Es kommen sowohl Industriebetriebe als auch Handwerksbetriebe infrage, die über eine entsprechende Abteilung verfügen oder die sich sogar ausschließlich mit der Galvanik oder anderen Beschichtungs- oder Entlackungstechniken befassen.

Die Ausbildungsjahrgänge beginnen ihre Lehre meistens im Herbst eines Jahres, sodass sich angehende Umschüler im Frühjahr erkundigen und in der Regel im Sommer bewerben sollten. In Ausnahmefällen sind sicherlich auch kurzfristige Bewerbungen möglich – eine Nachfrage bei infrage kommenden Arbeitgeberbetrieben lohnt sich also.

 

Fernstudium als Alternative: Was bietet sich an?

Wer eine Umschulung anstrebt, möchte nicht immer eine dreijährige Ausbildung zum Oberflächenbeschichter in einem Handwerks- oder Industriebetrieb absolvieren. Wer seine Allgemeine oder fachbezogene Hochschulreife bereits in der Tasche hat oder sich anderweitig qualifizieren konnte, kann auch ein Fernstudium in Betracht ziehen.

Für technisch interessierte Menschen kommen beispielsweise Maschinenbau- und andere Technikstudiengänge infrage. Vorteile dieser Studienvariante sind die flexible Zeiteinteilung und die Möglichkeit, sehr individuell und ortsungebunden zu lernen. Einen Fernstudiengang Maschinenbau mit dem Abschluss Diplom bietet zum Beispiel die TU Dresden an.


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