Das Berufsbild

Technische Zeichnungen sind für die Konstruktion von Maschinen unerlässlich. © DeStagge – Fotolia.com

Technische Zeichner / Technische Zeichnerinnen fertigen in erster Linie Konstruktionspläne und technische Unterlagen an. Nach ihren Vorlagen werden Maschinen, Fahrzeuge und Anlagen gebaut oder erneuert. Es gibt insgesamt fünf Spezialisierungsrichtungen: die Maschinen- und Anlagentechnik, Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik, Metallbautechnik sowie Elektrotechnik und Holztechnik. Seit 2011 ist die Berufsbezeichnung in Technischer Systemplaner / Technische Systemplanerin geändert worden.

In der Mehrzahl der Fälle erstellen Technische Zeichner detaillierte Pläne auf Anweisung der Konstrukteure. In der Maschinen- und Anlagetechnik verwenden sie fast ausschließlich den Computer und sogenannte CAD-Systeme. Die fertigen Pläne enthalten verschiedene Ansichten der zu bauenden Maschine sowie alle für den Bau notwendigen Maße. Aus den ebenfalls erstellten Montageplänen leiten Technische Zeichner letztlich Stücklisten für die Produktion ab. Eine weitere wichtige Aufgabe ist das Aufbewahren der einzelnen Fertigungspläne und die Sicherung aller Daten.

Technische Zeichner / Technische Zeichnerinnen arbeiten überwiegend in Architektur- und Ingenieurbüros. Doch sind sie ebenso in Konstruktionsbüros von Betrieben, in kommunalen Bauämtern sowie bei Energieversorgern anzutreffen. Eine wichtige Rolle spielen sie darüber hinaus in der Auto-, Flugzeug- und Raumfahrtindustrie.

 

Zukunftsaussichten

Im Allgemeinen gilt weiterhin, dass die Metallindustrie mit der Umschulung zum Technischen Zeichner krisensichere und zukunftsfähige Arbeitsplätze bietet. Mit seiner breiten Ausrichtung auf Dokumentation, Entwicklung und Konstruktion bieten sich dem Technischen Zeichner / der Technischen Zeichnerin vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten. Darüber hinaus können in diesem Beruf weitere Spezialisierungen erworben werden, und auch der Gang in die Selbstständigkeit ist denkbar. Weiterbildungen oder Auslandsaufenthalte stärken deutlich den eigenen Lebenslauf und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

 

Inhalte und Dauer der Umschulung

Die Umschulung zum Technischen Zeichner / zur Technischen Zeichnerin dauert zumeist 24 – 27 Monate und wird in der Regel mit einer IHK-Facharbeiterprüfung abgeschlossen. Während dieser Zeit werden wichtige theoretische Kenntnisse vermittelt. Diese umfassen beispielsweise das Kennenlernen der geeigneten Fertigungsverfahren, die Fertigung von Bauteilen und deren Montage und das Anfertigen von normgerechten Zeichnungen. Besonders wichtig ist, den Umgang mit der Software CAD zu verinnerlichen. Abgerundet wird die Umschulung anschließend von einem Betriebspraktikum, welches bereits auf die Berufszeit vorbereitet.

 

Zielgruppe

Diese Umschulung ist insbesondere geeignet für Arbeitssuchende, die mit ihrem bisherigen Beruf nur sehr geringe Chancen haben, wieder in den ersten Arbeitsmarkt zurückzukehren. Mindestens der Hauptschulabschluss muss vorhanden sein. Zudem wird von vielen Berufsschulen und Betrieben ein gesonderter Einstellungstest durchgeführt. Sorgfalt, präzises Arbeiten sowie die Bereitschaft zu längeren Arbeitszeiten sind Grundvoraussetzungen, um als Technischer Zeichner zu bestehen. Ein Interesse an Technik, Bauen und Konstruktion ist in jedem Fall erforderlich.

 

Fördermöglichkeiten

In Einzelfällen kann die Umschulung zum Technischen Zeichner / zur Technischen Zeichnerin von der Agentur für Arbeit bezuschusst werden. Dies ist jedoch eine Kannbestimmung und stellt keinen Rechtsanspruch dar. Sofern zu erwarten ist, dass sich durch die Umschulung die Vermittlungschancen auf dem ersten Arbeitsmarkt für den Betroffenen / die Betroffene erhöhen, erfolgt in den meisten Fällen auch eine Förderung.

 

Anbieter der Umschulung

Die Umschulung zum Technischen Zeichner wird in allen Bundesländern bei Berufsschulen und in Fachbetrieben angeboten. Im Falle einer Berufsschulausbildung steht den Auszubildenden meist ein angeschlossener Betrieb für die praktische Ausbildung zur Verfügung. Vielfach folgt der Umschulungsunterricht den Anforderungen der ortsansässigen Industrie- und Handelskammer (IHK), welche die Prüfung zum Technischen Zeichner / zur Technischen Zeichnerin am Ende der Umschulung abnimmt.

 

Umschulung als Fernstudium

Mittlerweile etablieren sich auch Schulungsformen, die den theoretischen Anteil in Form eines Fernstudiums anbieten. Vorteil hierbei ist, dass das Lerntempo individuell an die Bedürfnisse des Einzelnen angepasst werden kann. Allerdings fordert diese Form der Weiterbildung oder Umschulung ein sehr hohes Maß an Selbstmotivation und Lernbereitschaft. An den theoretischen Teil schließen sich dann Präsenzphasen mit Betriebspraktika an, um das Gelernte zu festigen, auszuprobieren und weiter zu vertiefen.

Umschulung zum technischen Zeichner/ zur technischen Zeichnerin
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