Allergien sind oft im Kindesalter erworben.
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Allergien können eine große Belastung darstellen. In manchen Fällen macht sich diese Überreaktion des Immunsystems nur durch einige lästige Erscheinungen wie ein leichtes Jucken oder gelegentliches Niesen bemerkbar. In anderen Fällen sind die Beschwerden jedoch so schwer, dass ein normales Leben nicht mehr möglich ist.
Allergien können ganz plötzlich und ohne Vorankündigung auftreten. Ein großes Problem besteht immer dann, wenn eine Person eine Allergie gegen einen Stoff entwickelt, mit dem sie täglich an ihrer Arbeitsstelle in Kontakt gerät. In diesem Fall kann diese Krankheit die weitere Ausübung des Berufs unmöglich machen. Um die Arbeitslosigkeit zu vermeiden, hilft in diesen Fällen lediglich eine Umschulung.

 

Allergien und Asthma können die Ausübung des Berufs unmöglich machen

Es gibt viele Möglichkeiten, bei denen eine Allergie zu einem großen Problem werden kann. Wenn beispielsweise ein Bäcker eine Mehlstauballergie entwickelt, leidet er stark unter diesem Problem und bei starken Allergien besteht sogar eine ernsthafte Gesundheitsgefährdung. Das Gleiche gilt für einen Landwirt mit einer Tierallergie oder einen Krankenpfleger, der eine Latex-Allergie entwickelt und somit keine Gummihandschuhe mehr verwenden kann. In manchen Fällen gibt es Möglichkeiten, alternative Produkte zu verwenden, die die entsprechenden Allergene nicht enthalten, bei vielen Allergien ist der Kontakt im entsprechenden Beruf jedoch nicht zu vermeiden. In diesem Fall kann nur ein Wechsel des Berufs die Beschwerden lindern.

 

Welche Berufe kommen für Menschen mit Allergien in Frage?

Bei der Berufswahl ist es immer wichtig, darauf zu achten, dass Sie im neuen Beruf nicht mit Stoffen in Berührung kommen, gegen die Sie eine Allergie entwickelt haben. Sie sollten einen Allergietest durchführen und auch im Rahmen eines Praktikums können Sie feststellen, ob beim gewählten Beruf eine Belastung besteht. Jedoch sollten Sie beachten, dass sich Allergien im Laufe der Zeit häufig ausweiten können. Selbst wenn Sie im Moment keine Allergie gegen einen bestimmten Stoff haben, bedeutet dies nicht, dass dies dauerhaft so bleiben wird. Daher sind für Allergiker stets Berufe empfehlenswert, bei denen der Kontakt mit Allergenen so gering wie möglich ist. Sehr gut geeignet sind beispielsweise Tätigkeiten in einem Büro oder in der Datenverarbeitung, aber auch Mechaniker, Sozialarbeiter oder Angestellte im Bereich der Bildung haben kaum Kontakt zu Allergenen. Da hier eine große Auswahl an möglichen Tätigkeiten besteht, ist es sehr zu empfehlen, einen Beruf mit einer geringen Belastung durch Allergene zu wählen.

 

Die Finanzierung der Umschulung

Eine Umschulung kann erhebliche Kosten verursachen. Zum einen sind die Lehrgänge oft kostenpflichtig, zum anderen können die Teilnehmer während der Umschulung in der Regel keinem anderen Beruf nachgehen, sodass sie nicht in der Lage dazu sind, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Daher können Sie bei derartigen Problemen eine Finanzierung beantragen. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre Allergie in einem Zusammenhang zu Ihrer beruflichen Tätigkeit steht, sollten Sie stets Ihren Betriebsarzt aufsuchen. Kündigen Sie niemals selbstständig, da sonst eventuell ein Anspruch auf Förderungsmaßnahmen erlöschen könnte. Wenn Ihre Allergie als Berufskrankheit eingestuft wird, ist die Berufsgenossenschaft zur Finanzierung der Maßnahmen verpflichtet. Sollte es sich nicht um eine Berufskrankheit handeln, ist eine Finanzierung durch die Berufsgenossenschaft zwar nicht möglich, jedoch kann eventuell auch die Rentenversicherung oder die Arbeitsagentur die Kosten für die Umschulung übernehmen.

 

Wo können Sie die Umschulung durchführen?

Wenn Sie bei einer der genannten Institutionen eine Umschulung bewilligt bekommen, müssen Sie zusammen mit Ihrem Sachbearbeiter eine geeignete Bildungseinrichtung finden. Zwar müssen Sie eine Ausbildungsstelle wählen, die von der jeweiligen Institution anerkannt wird, dennoch haben Sie in der Regel eine recht große Auswahl. In vielen Fällen bietet sich auch ein Fernstudium an. Dies ist insbesondere dann eine sehr gute Alternative, wenn für den gewählten Beruf an Ihrem Wohnort keine Angebote bestehen und wenn Sie aufgrund Ihrer persönlichen Lebenssituation Ihren Wohnort nicht wechseln können.


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