Auch mit Behinderung stehen viele Berufe offen. © Rudie – Fotolia.com

Es gibt viele unterschiedliche Formen der Behinderung, die die Betroffenen sehr schwer belasten können. Viele Behinderungen bestehen bereits seit der Geburt der betroffenen Personen. In manchen Fällen treten die Behinderungen jedoch erst deutlich später auf. Sie können durch einen Unfall oder eine Krankheit hervorgerufen werden. Wenn eine Behinderung bei einer erwerbstätigen Person auftritt, kann dies sehr häufig dazu führen, dass diese ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben kann.
Doch kommt es häufig vor, dass die Behinderung zwar die Ausübung des bisherigen Berufs unmöglich macht, dass es jedoch in anderen Tätigkeitsbereichen möglich wäre, weiterhin zu arbeiten. Sollte dieser Fall zutreffen, kann eine Umschulungsmaßnahme nicht nur die Einkommenssituation der Betroffenen verbessern, sondern sie mildert auch die sozialen Folgen der Behinderung, da es so möglich ist, weiterhin am Arbeitsleben teilzuhaben.

 

Eine neue Arbeit trotz Behinderung finden

So vielfältig, wie die verschiedenen Behinderungen sind, so umfangreich sind auch die verschiedenen Möglichkeiten, weiterhin berufstätig zu sein. Welche Berufe noch infrage kommen, hängt ganz von der Art und von der Schwere der Behinderung ab. Wenn Sie beispielsweise durch einen Unfall an den Rollstuhl gefesselt sind, gibt es viele Möglichkeiten, weiterhin in einem Büro tätig zu sein. Auch wenn Sie durch eine Krankheit Ihr Augenlicht verloren haben, kann beispielsweise eine behindertengerechte Computerausrüstung die Tätigkeit im Bereich der Datenverarbeitung ermöglichen. Wenn Sie selbst keine eigene Idee haben, welche Berufe für Sie noch infrage kommen, kann auch ein Gespräch mit dem Berater bei der Arbeitsagentur hilfreich sein. In vielen Fällen können Sie so noch Tätigkeiten finden, in denen Sie Ihre Arbeitskraft noch nützlich einbringen können. Selbst wenn Sie aufgrund Ihrer Behinderung keinem normalen Beruf mehr nachgehen können, besteht die Möglichkeit, durch Sonderausbildungsberufe eine Tätigkeit zu erlernen, die dennoch eine Arbeitsaufnahme ermöglicht.

 

Ein Neuanfang durch eine Umschulung

Eine Behinderung ist immer ein schwerer Schlag. Viele Menschen leiden nicht nur körperlich unter den Folgen dieser Beeinträchtigung, auch psychisch geht es den Betroffenen oftmals sehr schlecht, wenn eine Behinderung auftritt. Eine Umschulung kann nicht nur dazu beitragen, wieder selbstständig für den Lebensunterhalt sorgen zu können, in vielen Fällen ist es für die Betroffenen auch eine große psychische Entlastung, wieder einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen. In diesen Fällen stellt die Umschulung eine große Chance dar, um sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren.

 

Die Finanzierung der Umschulung

Für die meisten Menschen, die von einer Behinderung betroffen sind, ist es nicht möglich, die Kosten für eine Umschulung selbst zu tragen. Doch besteht die Möglichkeit, eine Finanzierung für die Maßnahme zu beantragen. Wenn Sie aufgrund der Behinderung arbeitslos sind oder Ihnen die Arbeitslosigkeit unmittelbar droht, können Sie bei der Arbeitsagentur eine Förderung beantragen. Voraussetzung dafür ist, dass gute Chancen bestehen, durch die Umschulung wieder am Erwerbsleben teilzunehmen. Dazu ist es notwendig, dass Sie zum einen trotz der Behinderung den entsprechenden Beruf ausüben können und dass zum anderen auch die aktuelle Arbeitsmarktsituation in diesem Bereich positiv ist. Sollte ein Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit für die Behinderung verantwortlich sein, ist auch eine Finanzierung durch die Berufsgenossenschaft möglich. Wenn Sie bereits seit mindestens 15 Jahren in die Rentenversicherung einzahlen oder wenn Sie aufgrund Ihrer Behinderung eine Erwerbsminderungsrente beziehen, kann auch ein Antrag bei der Rentenversicherung gestellt werden.

 

Umschulung durch ein Fernstudium

Für behinderte Menschen kann ein Fernstudium eine gute Alternative sein. Oftmals fällt es in diesen Fällen besonders schwer, täglich den Ausbildungsort aufzusuchen, weshalb das Fernstudium eine sehr verlockende Alternative ist. Außerdem müssen die Betroffenen ihr familiäres Umfeld nicht verlassen. Häufig übernehmen die Familienangehörigen die Pflege, sodass ein Wohnortwechsel für die Umschulung erhebliche Probleme mit sich bringen würde. Ein Fernstudium ist daher eine sehr gute Möglichkeit, um die Belastungen durch die Umschulung zu vermindern. Die Arbeitsämter und die Versicherungen, die für die Finanzierung der Umschulung aufkommen, arbeiten mit verschiedenen Bildungseinrichtungen zusammen, die auch Fernstudiengänge anbieten.

Umschulung wegen Behinderung
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