Rückenschmerzen können im Job zu einer dauerhaften Belastung werden.
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Rückenprobleme können sich zu einer starken Belastung im Arbeitsleben entwickeln. In vielen Fällen werden die Schmerzen im Rücken sogar direkt durch die berufliche Tätigkeit hervorgerufen.
In anderen Fällen ist die Arbeit zwar nicht direkt für die Rückenprobleme verantwortlich, doch kann die Tätigkeit, die am Arbeitsplatz verrichtet wird, die Schmerzen verstärken oder die Heilung behindern. Für viele Menschen, die unter Rückenproblemen leiden, ist es daher hilfreich, eine andere Tätigkeit zu verrichten, bei der der Rücken nicht mehr belastet wird. Aus diesem Grund kann eine Umschulung in diesen Fällen helfen.

 

Welche Berufe eignen sich bei Rückenproblemen?

Eine sehr schwierige Aufgabe für die Betroffenen ist die Suche nach einem Beruf, der den Rücken nicht belastet. An erster Stelle sollte dabei darauf geachtet werden, dass Sie bei Ihrer neuen Arbeit keine schweren Gegenstände heben müssen. Alle Berufsgruppen, bei denen dies nicht zu vermeiden ist – beispielsweise im Baugewerbe oder bei einem Beruf in einem Lager oder als Kellner – scheiden von Anfang an aus. Darüber hinaus sollten Sie darauf achten, dass Sie während der Arbeit keine unnatürliche Körperhaltung einnehmen müssen. Bei vielen Handwerksberufen ist es beispielsweise notwendig, mit gebeugtem Rücken über dem Werkstück zu stehen. Auch diese Position schädigt den Rücken. Eigentlich ist es auch schlecht für den Rücken, im Stehen oder im Sitzen zu arbeiten. Jedoch gibt es nur sehr wenige Arbeitsstellen, bei denen dies zu vermeiden ist. Daher werden Bürotätigkeiten oft als das kleinste Übel betrachtet.

Wichtig ist es in diesem Fall, darauf zu achten, dass Sie Ihren Arbeitsplatz so einrichten, dass auf eine ergonomische Arbeitsposition geachtet wird. Abwechslungsreiche Tätigkeiten, bei denen Sie öfters aufstehen und sich bewegen müssen, sind ebenfalls besser als Arbeiten, bei denen Sie den ganzen Tag ausschließlich sitzen. Regelmäßige Pausen, bei denen Sie aufstehen und sich bewegen können, sind ebenfalls gut für den Rücken.

Wenn Sie einen Beruf gefunden haben, der Ihnen geeignet erscheint, sollten Sie sich in jedem Fall mit Ihrem behandelnden Arzt oder Therapeuten über die Belastungen in diesem Beruf unterhalten, bevor Sie eine endgültige Entscheidung treffen.

 

Die Finanzierung der Umschulung

Wo Sie eine Finanzierung der Umschulung beantragen können, hängt stark davon ab, worauf Ihre Rückenprobleme zurückzuführen sind. Sollten diese durch einen Unfall hervorgerufen worden sein, können Sie sich an Ihre Unfallversicherung wenden. Wenn es sich um einen Arbeitsunfall handeln sollte oder wenn die Erkrankung nachweislich auf die berufliche Tätigkeit zurückzuführen sein sollte, ist auch eine Finanzierung durch die Berufsgenossenschaft möglich. In diesen Fällen ist es sehr wichtig, darauf zu achten, dass Sie eindeutig belegen können müssen, dass die Rückenprobleme durch Ihre berufliche Tätigkeit entstanden. Eine weitere Möglichkeit für die Finanzierung ist ein Antrag bei der Rentenversicherung. Damit diese eine Umschulungsmaßnahme genehmigt, müssen Sie entweder bereits seit 15 Jahren in die Rentenkasse einzahlen oder eine Rente aufgrund einer eingeschränkten Berufstätigkeit erhalten.

Eine weitere Alternative ist die Umschulung durch die Arbeitsagentur. In diesem Fall kann die Umschulung gefördert werden, wenn Sie entweder bereits arbeitslos sind oder wenn Sie aufgrund Ihrer Rückenprobleme akut durch eine Arbeitslosigkeit bedroht sind. Auch hier sind in der Regel die ärztlichen Atteste ausschlaggebend. Außerdem ist es wichtig, dass die Berufsaussichten in dem Beruf, den sie erlernen wollen, sehr gut sind und dass die Gutachten der Arbeitsagentur zu dem Ergebnis kommen, dass die Erkrankung Sie bei der neuen Tätigkeit nicht einschränken wird.

 

Wo können Sie sich umschulen lassen?

Die Wahl des Instituts, bei dem Sie die Umschulung durchführen können, hängt in erster Linie davon ab, durch welche Einrichtung Ihre Umschulung finanziert wird. Jede dieser Behörden arbeitet mit verschiedenen Bildungseinrichtungen zusammen, die ein umfangreiches Programm an Umschulungskursen anbieten. Besonders sinnvoll kann in diesem Fall auch eine Umschulung durch ein Fernstudium sein. Da die Auswahl der Berufsfelder bei Rückenproblemen stark eingeschränkt wird, ist es nicht immer möglich, vor Ort ein geeignetes Angebot zu finden. Außerdem sind lange Reisen bei Rückenproblemen ebenfalls oft unangenehm. Wenn Sie hingegen ein Fernstudium durchführen, können Sie bequem zu Hause Ihren neuen Beruf erlernen und sind außerdem zeitlich unabhängig, sodass Sie die Umschulung problemlos neben den Reha-Maßnahmen durchführen können.


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