Polizei Zweitausbildung
Die Polizei sucht immer nach fähigem Nachwuchs.

Polizisten sind für die innere Sicherheit in Deutschland verantwortlich. Als Polizeibeamter können Sie von einem abwechslungsreichen Arbeitsalltag ausgehen. Beim Außendienst haben Sie viel Kontakt zu Menschen und müssen dementsprechend offen auf diese zugehen.

Beispielsweise arbeiten Bundespolizisten meist an Flughäfen oder den Bundesgrenzen beim Zoll. Zum Beruf des Polizisten bzw. der Polizistin gehört auch die Tätigkeit am Schreibtisch. In diesen Aufgabenbereich fällt zum Beispiel das Schreiben von Berichten.

Grundsätzlich gibt es bei der Polizei drei Tätigkeitsfelder: den Polizeivollzugsdienst, den Kriminaldienst und den Dienst bei der Bundespolizei. Polizisten sind dabei im mittleren, höheren und gehobenen Dienst tätig. So ist auch die Arbeit bei der Kriminalpolizei und dem Landeskriminalamt denkbar.

 

Zukunftsaussichten und Gehalt bei der Polizei

Um für die Sicherheit der deutschen Bevölkerung zu sorgen, werden immer Nachwuchskräfte bei der Polizei gebraucht. Schon mit Beginn der Zweitausbildung können Sie von einem sicheren Arbeitsplatz sprechen. Damit hängen auch finanzielle Vorteile als Beamter bzw. Beamte zusammen. Neben der ansprechenden und zuverlässigen Besoldung profitieren Sie nach Ihrer 2. Ausbildung auch von einer geregelten Altersvorsorge.

Während der Ausbildung erhalten angehende Polizisten und Polizistinnen zwischen 1050 € und 1200 € im Monat. Das monatliche Einstiegsgehalt für einen Polizeibeamten bzw. eine Polizeibeamtin liegt bei 1600 € bis 1800 €. Mit Zulagen für Nachtschicht sowie für Sonn- und Feiertage kann der Verdienst erhöht werden.

 

Inhalte und Dauer der Zweitausbildung bei der Polizei

Die Inhalte der zweiten Ausbildung bei der Polizei sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Die polizeiliche Grundausbildung dauert zwei bis drei Jahre. Wählen Sie die Ausbildung im mittleren Dienst, werden Sie Polizeimeister. Der gehobene Dienst befähigt Sie zum Polizeikommissar. Eine Verkürzung der regulären Ausbildungsdauer ist bei der Polizei nicht vorgesehen.

Bei der Bundespolizei ist die Struktur der Ausbildung klar geregelt, da die Verantwortung dafür beim Bund liegt. Zu den Ausbildungsinhalten gehören Einsatztraining, Verhaltenstraining, Einsatzrecht sowie Staats- und Verfassungsrecht. Die Dauer der Ausbildung zum Bundespolizisten beträgt 2,5 Jahre.

 

Förderung und Finanzierung der Zweitausbildung

Für Auszubildende bei der Polizei werden sogenannte Anwärterbezüge gezahlt. Der Anwärtergrundbetrag von 1044 € steht jedem zu, der sich in einer polizeilichen Ausbildung befindet. Hinzu kommen Zulagen, Vergütungen und Sonderzuschläge.

Zudem haben Sie bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres Anspruch auf Kindergeld. Allerdings dürfen Sie einen Nebenjob nur als geringfügige Beschäftigung ausüben und nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten.

Haben Sie eine eigene Wohnung am Ausbildungsort, können Sie bei Aufnahme einer 2. Ausbildung Wohngeld beantragen. Unterhalt können Ihre Eltern nur zahlen, wenn Sie eine Weiterbildung machen. Bei einer zweiten Ausbildung ist das nicht der Fall.

 

Zweitausbildung oder Umschulung?

Um zum Polizeibeamten bzw. zur Polizeibeamtin ausgebildet zu werden, eignet sich am besten eine 2. Ausbildung. Das liegt in erster Linie darin begründet, dass der Beruf des Polizeibeamten ziemlich einmalig ist. Es gibt kein ähnliches Tätigkeitsfeld, in dem alle Aufgaben eines Polizisten vereint sind. Daher ist es auch mit einer Umschulung schwierig. Selbst als ausgebildete Sicherheitsfachkraft müssen Sie die vollständige Ausbildung absolvieren.

Umschulungen sind nur innerhalb der einzelnen Dienste möglich, wenn die polizeiliche Grundausbildung bereits erfolgreich absolviert wurde. Möchten Sie zum Beispiel vom mittleren in den gehobenen Dienst wechseln, ist eine Umschulung unter bestimmten Voraussetzungen durchaus möglich.