Beruf mit Zukunft: Erzieher/in

Betreuen und fördern, pflegen und versorgen, anleiten und organisieren, das alles und noch mehr gehört zu den Aufgaben einer Erzieherin/ eines Erziehers. Wer denkt, Erzieher verbringen den ganzen Tag mit Basteln, Singen und Spielen, sieht nur einen kleinen Teil der Tätigkeiten.

Erzieher arbeiten nicht nur mit kleinen Kindern in der Kindertagesstätte. Sie können auch in der Hortbetreuung, in Kinder- oder Jugendeinrichtungen sowie in Heimen eingesetzt werden. Einsatzbereiche sind ebenso Familienberatungsstätten, Betreuungseinrichtungen für Menschen mit Behinderung sowie Erholungs- oder Kureinrichtungen.

Die Aufgaben eines Erziehers/ einer Erzieherin:

  • Betreuung und Förderung von Kindern und Jugendlichen
  • Beobachtung, Beurteilung und Analyse des Verhaltens nach pädagogischen Grundlagen
  • Bewertung des Entwicklungsstandes und des Sozialverhaltens der Betreuten
  • Planung pädagogischer Maßnahmen zur Förderung des Kindes/ des Jugendlichen
  • Erstellung von Erziehungs- und Lehrplänen zur Förderung der geistigen und körperlichen Entwicklung
  • Organisation und Durchführung von Aktivitäten
  • Dokumentation der Ergebnisse
  • Zubereitung von Speisen
  • Anleitung und Unterstützung bei der Körperpflege
  • Kontakt zu den Eltern bzw. Erziehungsberechtigen halten
  • Kontinuierliche Information der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten zur Entwicklung der betreuten Person
  • Durchführung von Elterngesprächen; Beratung der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten zu privaten, gesundheitlichen, schulischen Problemen
  • Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Ärzten, Lehrern und Psychologen.

 

Berufs- und Zukunftschancen der Erzieherin/ des Erziehers

Die Chance, nach abgeschlossener Ausbildung eine Anstellung zu bekommen, ist sehr hoch. Die Berufsgruppe der Erzieher steht auf der Skala der gesuchtesten Berufe ganz oben. Grund dafür sind geänderte gesetzliche Rahmenbedingungen, insbesondere der gesetzliche Anspruch auf einen Betreuungsplatz in einer Kindertagesstätte. Aktuell sind steigende Geburtenzahlen zu verzeichnen, so dass sich der Bedarf an Erziehern in den nächsten Jahren voraussichtlich nicht verringern wird.
Ebenso hat der Zuzug von Migranten zu einem erhöhten Bedarf an Erziehungspersonal geführt.
Händeringend gesucht werden männliche Erzieher. Diese machen derzeit nur einen Anteil von 4% des Betreuungspersonals aus.

 

Werde ich als Erzieher/in reich? Gehaltschancen

Der Verdienst eines Erziehers ist abhängig davon, wer der Träger der Einrichtung ist und welcher Tarifvertrag gilt.
Erzieher in staatlichen Einrichtungen werden nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes vergütet. Ihr Bruttogehalt beträgt etwa 2500 EUR. Dieses Gehalt erhöht sich in Abhängigkeit von den Arbeitsjahren.
Der Verdienst in kirchlichen Einrichtungen richtet sich nach dem jeweils geltenden Tarifvertrag (Diakonie, Caritas, Lebenshilfe). Die kirchlichen Tarifverträge ähneln denen des öffentlichen Dienstes. Das durchschnittliche Gehalt beträgt etwa 2800 EUR. Private Betreuungseinrichtungen sind in vielen Fällen nicht an einen speziellen Tarifvertrag gebunden, sie entscheiden eigenständig über das Gehalt.
Zu beachten ist, dass die Ausbildung zum Erzieher eine schulische Ausbildung ist und somit keine Ausbildungsvergütung gezahlt wird. In einigen Fällen muss Schulgeld gezahlt werden.
Die Ausbildung zum Erzieher erfordert ein einjähriges Berufspraktikum. Wenn dieses beispielsweise in einer staatlichen Einrichtung absolviert wird, wird eine Praktikumsvergütung in Höhe von etwa 1500 EUR monatlich gezahlt.
Die Ausbildung als staatlich anerkannter Erzieher eröffnet zahlreiche Möglichkeiten der Qualifikation, womit auch höhere Verdienstchancen erreichbar sind.

 

Werde ich als Erzieher/in glücklich?

Der Erzieher-Beruf bietet alle Voraussetzungen für ein glückliches Berufsleben. Wer gern mit Menschen arbeitet und seine Erfüllung darin sieht, für andere Menschen zu sorgen, wird als Erzieher seine berufliche Erfüllung finden.
Erzieher gehören neben den Eltern zu den wichtigsten Ansprechpartnern von Kindern und Jugendlichen. Insbesondere Kleinkinder haben zu ihrem Erzieher eine sehr enge Bindung. Dieses große Vertrauen, welches Kinder und Jugendliche dem Erzieher entgegenbringen, darf keinesfalls enttäuscht werden. Wenn du den Beruf ergreifen willst, solltest du dir dessen bewusst sein. Erzieher ist ein sehr anspruchsvoller und verantwortungsvoller Beruf.

Die Arbeitszeiten eines Erziehers richten sich nach den Betreuungszeiten in der jeweiligen Einrichtung. In Kindertagesstätten findet meist eine Betreuung zwischen 6:00 und 18:00 Uhr statt. Das bedeutet, dass die Einsatzzeiten der Erzieher in Früh- und Spätschichten geregelt werden müssen. Kindertagesstätten bieten nur in Ausnahmefällen, zum Beispiel in Großstädten, eine Betreuung am Wochenende an.

In Horten findet die Betreuung von der Schule bzw. nach Ende des Unterrichts bis ca. 18:00 Uhr statt. Diese Betreuungszeiten werden häufig mit Teilzeitverträgen abgesichert. In Betreuungseinrichtungen für behinderte Menschen sowie in Kinder- und Jugendheimen wird eine Betreuung rund um die Uhr angeboten. In diesen Fällen ist der Einsatz im Drei- oder Vier-Schicht-System erforderlich. In diesen Einrichtungen muss auch am Wochenende die Betreuung abgesichert werden.

Im Gegensatz zu Lehrern können sich die Erzieher nicht auf lange Ferien freuen. Beschäftigte in Horten werden verstärkt in den Ferien zur Kinderbetreuung eingesetzt. Kindertagesstätten vereinbaren meist mit den Eltern eine Schließzeit, in der die Beschäftigten ihren Jahresurlaub nehmen müssen.

Der Beruf des Erziehers kann sehr glücklich machen. Pensionierte Erzieher blicken meist auf ein erfülltes, interessantes Berufsleben mit vielen Kontakten zurück.

 

Zugangsvoraussetzungen

Zielgruppe der Ausbildung zum Erzieher sind Schulabgänger mit einem mittleren Bildungsabschluss. Die Zugangsvoraussetzungen sind je nach Bundesland unterschiedlich geregelt. In den meisten Fällen gelten folgende Zugangsvoraussetzungen:

  • Realschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem sozialpädagogischen oder familienpflegerischen Ausbildungsberuf
    oder
  • Hochschulreife oder Fachhochschulreife in Verbindung mit einem mehrmonatigen Praktikum in einer Betreuungseinrichtung

 

Wichtig sind gute Noten in den Fächern Deutsch, Musik und Kunst.Für die Ausbildung wird ein Nachweis der gesundheitlichen Eignung gefordert.

Inhalte der Ausbildung zum Erzieher/ zur Erzieherin

In der Ausbildung zum Erzieher erlernst du die Grundlagen der Pädagogik und Psychologie. Dazu gehört das Verständnis der Lebenswelt von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Du erlernst, wie man eine Beziehung zu dem Betreuten aufbauen kann und wie es gelingt, Kinder, Jugendliche und Erwachsene individuell zu fördern und zu motivieren. Innerhalb der Ausbildung erwirbst du Fähigkeiten im Umgang mit Eltern und Angehörigen und erlernst die rechtlichen Grundlagen.

Die Ausbildung zum Erzieher setzt neben dem theoretischen Grundwissen auch praktische Fähigkeiten voraus. In den Praktika erwirbst du Kenntnisse über pädagogische Arbeitsmethoden und gewinnst einen Überblick über die Organisation des Betreuungsalltages in der Einrichtung.

 

Tipps zur Bewerbung für die Ausbildung zum Erzieher/ zur Erzieherin

Wenn du dich für eine Ausbildung zum Erzieher bewerben willst, sind Erfahrungen im Umgang mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen mit Betreuungsbedarf hilfreich. Wenn deine Hobbys im musikalischen, künstlerischen Bereich liegen, lohnt es sich, bei der Bewerbung darauf hinzuweisen. Auch dein Engagement im Sportverein, in der freiwilligen Feuerwehr oder im Chor solltest du im Bewerbungsschreiben angeben.

 

Welche Firmen bieten diese Ausbildung an?

Die Ausbildung zum Erzieher/ zur Erzieherin ist eine schulische Ausbildung. Sie wird an Fachschulen angeboten.

Auf der Seite Erzieher Ausbildung findest du Informationen zu Fachschulen, die eine Ausbildung zum Erzieher/ zur Erzieherin anbieten sortiert nach Bundesländern.

Wer eine Ausbildung bzw. ein Studium in einem artverwandten Beruf (z. B. Sozialpädagoge, Altenpfleger) absolviert hat, kann die Ausbildung zum Erzieher in kürzerer Zeit absolvieren.

Hier findest du alle Informationen zur Umschulung zum Erzieher. 

5 Berufe, die wirklich Zukunft haben

Es gibt Branchen, in denen ist Arbeitsplatzmangel ein Fremdwort und gut ausgebildete Fachkräfte sind gefragter denn je. Wir haben eine Liste mit 5 Berufen für dich zusammengestellt, in denen du nicht nur hervorragende Jobaussichten hat, auch die Verdienstmöglichkeiten können sich absolut sehen lassen.

1. Softwareentwickler – das frühere Latein ist das heutige Programmieren

Wie du dir wahrscheinlich denken kannst, sind es vor allem Jobs in der Computerbranche, die immer mehr an Bedeutung gewinnen. Die Zukunft ist digital und sogar Branchen, bei denen man es zunächst nicht vermutet, kommen nicht mehr ohne funktionierende Technologien und exakt zugeschnittene Algorithmen aus. Während in der Medizin immer mehr Roboterwerkzeuge zum Einsatz kommen, ist es bei den Juristen die Aktenablage und die Verhandlungsvorbereitung, die nahezu ausschließlich digital stattfindet. Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren immer weiter verstärken und daher gehören sogenannte Software Developer zu den gefragtesten Fachkräften der Weg Gegenwart sowie der Zukunft.

    • Das Berufsbild: Software Developer sind dafür verantwortlich, bestehende Applikationen weiterzuentwickeln, bzw. neue zu entwickeln, um Abläufe in Unternehmen effektiver zu gestalten. Der Umgang mit Datenbanken, das Beherrschen mehrerer Programmiersprachen sowie Web-Technologien und ausgeprägtes Interesse an Problemlösungen zählen zu den wichtigsten Anforderungen an dieses Berufsbildes.
    • Der Ausbildungsweg: Informatikstudium, Berufsschule oder eine höhere technische Schule,
    • das Gehalt: Berufseinsteiger erhalten ca. 33.000 Euro im Jahr

 

2. IT Security – Daten-Detektive sorgen für Sicherheit im Netz

Besonders in den letzten Jahren wurde Datenschutz aufgrund mehrerer Vergehen großer Konzerne ein immer wichtigeres Thema und daher werden zunehmend Spezialisten gesucht, die es schaffen solche Vergehen nicht nur aufzudecken sondern bereits im Vorhinein zu verhindern.

  • Das Berufsbild: ein gutes technisches Verständnis sowie Kenntnisse über sämtliche Rechtsvorschriften, die das Internet und die Speicherung von Daten betreffen stellen die Grundlage dieses Berufsbildes dar. Zudem muss ein großes Interesse und eine Neugier da sein, um aus einer Fülle von Informationen Anomalien herausfiltern zu können. Dieser Job bringt sehr viel Verantwortung mit sich, und daher sind auch starke Nerven besonders wichtig.
  • Der Ausbildungsweg: Abschluss des Studiums IT Security
  • Das Gehalt: aufgrund der großen Verantwortung, die dieser Job mit sich bringt erhältst du bereits als Einsteiger ein Bruttogehalt von bis zu € 70.000 im Jahr.

 

 

3. Mechatroniker: ein Job mit Zukunft

Bist du technisch interessiert und auf der Suche nach einer Ausbildung, die deine Berufschancen in die Höhe steigen lässt, so ist die Ausbildung zum Mechatroniker wahrscheinlich die perfekte Wahl. Hier erhältst du Kenntnisse darüber, wie elektronische Komponenten und mechanische Objekte perfekt miteinander in Einklang gebracht und somit funktionell gebaut werden. Die Installation solcher Maschinen sowie die regelmäßige Wartung und Reparatur der Anlagen stellen einen weiteren wichtigen Bereich dieses Berufes dar.

  • Das Berufsbild: Gute bzw. hervorragende naturwissenschaftliche Kenntnisse in den Bereichen Chemie, Mathematik und Physik stellen die Grundlagen dieses Berufsbildes dar sowie Informatik. Zudem solltest du über handwerkliches Geschick verfügen, wenn du dich zum Mechatroniker ausbilden lassen möchtest.
  • Der Ausbildungsweg: Studium zum Mechatroniker, Berufsfachschule oder höhere technische Schule
  • Das Gehalt: als Mechatroniker liegt dein Einstiegsgehalt bei ca. € 44.000 brutto pro Jahr

 

 

4. Marketing in der Zeit moderner Technologien

Galt es früher noch als absolut erfolgsversprechend, ein Wirtschaftsstudium abzuschließen und dabei den Schwerpunkt Marketing zu wählen, so hat der technologische Fortschritt dazugeführt, dass sich auch die Marketingsbranche stark verändert hat. Heute geht es darum, Produkte und Dienstleistungen online zu vertreiben und daher ist die Beherrschung von Datenprognosen und Marketingstrategien für das Internet unumgänglich, um im Marketingbereich erfolgreich sein zu können. Der Beruf des Big Data Marketingexperten gewinnt daher zunehmend an Bedeutung.

  • Das Berufsbild: Als Big Data Marketingexperte geht es darum, Daten richtig zu interpretieren und kreative Maßnahmen zu setzen, um ein Produkt online zu vermarkten. Dabei sind sowohl technische Fähigkeiten als auch perfekte IT Kenntnisse eine wichtige Voraussetzung, um diesen Beruf erfolgreich ausüben zu können.
  • Der Ausbildungsweg: das Studium Digital Marketing
  • Das Gehalt: als Berufseinsteiger erhältst du ein Bruttogehalt von ca. € 20.000 im Jahr

 

 

5. DAS Berufsbild der Zukunft: Data Scientist

Bereits in der Harvard Business Review wurde der Beruf Data Scientist als „wichtigster Job des 21. Jahrhunderts“ genannt und das völlig zu Recht. Sowohl große als auch kleine Unternehmen müssen immer größere Datenmengen verarbeiten bzw. speichern und hier kommt der Beruf des Data Scientist ins Spiel, denn dieser ist dafür verantwortlich, die Fülle an Informationen auszuwerten, richtig zu analysieren und zu speichern.

  • Das Berufsfeld: als Data Scientist bist du dafür verantwortlich, Informationen zu managen und diese zu visualisieren bzw. richtig zu analysieren. Ein ausgeprägter Wissensdrang, viel Eigeninitiative und Interesse an technischen Vorgängen sowie ein großes Interesse daran, problemorientiert zu arbeiten gelten als Grundvoraussetzung, um in diesem Fachgebiet tätig sein zu können.
  • Der Ausbildungsweg: ein erfolgreich abgeschlossenes Mathematik-, Statistik und/oder Informatikstudium sowie große Eigeninitiative ebenen den Weg zu diesem Beruf
  • Als Einstiegsgehalt im Bereich Data Science kann mit einer Summe ab € 44.000 brutto im Jahr gerechnet werden 

Zukunftsberuf Social Media Redakteur

Was ist ein Social Media Redakteur? 

Social Media Redakteure arbeiten vornehmlich mit dem Internet und sind in den sozialen Medien für gewerbliche Profile von Unternehmen, Künstlern und anderen öffentlichen Personen und Einrichtungen zuständig. Diese befüllen sie mit entsprechenden Inhalten und verwalten diese.

Im Gegensatz zum bloßen Social Media Manager, der vornehmlich das Verwalten und Pflegen der Inhalte übernimmt, hat der Social Media Redakteur auch die Aufgabe, diesen zu recherchieren, zu posten und die Kommunikation mit Fans und Followern zu übernehmen. Dennoch werden die beiden Bezeichnungen nicht selten für dieselbe Tätigkeit verwendet, ebenso wie das Synonym Community Manager. Kunden des Social Media Redakteurs sind seltener Privatpersonen, sondern häufig Unternehmen, öffentliche Personen und Einrichtungen sowie Behörden. Social Media Redakteure können sowohl in den Räumlichkeiten des Auftraggebers als auch aus dem Home Office tätig sein. Ebenso ist ein Angestelltenverhältnis genauso möglich wie eine freiberufliche Tätigkeit in diesem Bereich. 

 

Aufgaben und Kompetenzbereiche 

Das Beantworten, Entfernen und Moderieren von Kommentaren und Unterhaltungen auf dem entsprechenden Profil fällt in den Zuständigkeitsbereich des Social Media Redakteurs ebenso wie das Erstellen von Inhalten anhand der jeweiligen Zielgruppe.

Abhängig vom Einsatzbereich ist es hierzu auch erforderlich, in einer anderen Sprache zu posten und zu kommunizieren. Die Erstellung von Texten ist eine essenzielle Tätigkeit für den Social Media Redakteur, der sprachlich an den Auftraggeber sowie die Zielgruppe angepasst werden muss: Umgangssprache, Fachsprache und mehr sollten daher in jedem Fall beherrscht werden. Nicht nur Text, sondern auch Multimedia-Inhalte werden in diesem Zusammenhang gepostet oder teilweise auch selbst erstellt. Ziel der Tätigkeit des Social Media Redakteurs ist die Akquise von Neukunden, die Bindung bereits bestehender Kunden und das Vermitteln von relevanten Inhalten, um die Angebote des Auftraggebers publik zu machen. 

Gehaltsaussichten für Social Media Redakteure 

Abhängig vom Auftraggeber, dem Einsatzbereich und den individuellen Fertigkeiten des Social Media Redakteurs kann das Gehalt teils deutlich variieren.

Grob geschätzt bewegt es sich etwa zwischen 35.000 und 50.000 Euro pro Jahr. Du kannst in diesem Berufsbereich also mit einem durchschnittlichen bis guten Einkommen rechnen, sofern Du über die entsprechenden Fähigkeiten und Kenntnisse verfügst. Wie die meisten Berufe im Bereich Social Media und Content-Erstellung ist auch der des Social Media Redakteurs oder Managers noch vergleichsweise neu auf dem Markt. Da besonders für gewerbliche Kunden und öffentliche Personen sowie Einrichtungen der Auftritt in den sozialen Medien von immer größerer Bedeutung wird und auch der Kontakt mit Kunden, Fans und Interessenten eine immer wichtigere Rolle für die Popularität und somit nicht zuletzt auch für den Erfolg spielt, ist zu erwarten, dass auch in der Zukunft kompetente Social Media Redakteure gebraucht werden. 

 

Diese Voraussetzungen brauchst Du 

Um als Social Media Redakteur oder Manager tätig zu sein, ist es von Vorteil, wenn Du ein abgeschlossenes Studium etwa im Bereich Journalismus, Redaktion oder Kommunikation vorweisen kannst.

Auch einschlägige Berufserfahrung in einem der genannten Bereiche kann dabei helfen, einen Einstieg in dieses Tätigkeitsfeld zu unternehmen. Darüber hinaus solltest Du Dich selbstverständlich mit dem Internet und den sozialen Medien auskennen. Dazu gehört nicht nur das bloße technische Bedienen derselben, sondern auch die Kenntnis der üblichen Umgangsformen, Abkürzungen und Redewendungen, die in diesen Portalen gängig sind. Es ist außerdem wichtig, dass Du die Zielgruppe Deines Auftraggebers richtig einschätzen kannst. Dazu gehören deren Onlineverhalten, der jeweilige Tonfall und auch ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Seriosität und Humor.

Du musst ein gewisses Fingerspitzengefühl beweisen und Deinen Auftraggeber angemessen repräsentieren können. Da die Online-Welt nie schläft, sind flexible und auch ungewöhnliche Arbeitszeiten Standard für Social Media Redakteure. Ohne ein gewisses Maß an Kreativität kommst Du dabei nicht aus. 

 

Alle Voraussetzungen auf einen Blick: 

  • Kenntnisse der Sozialen Medien
  • Gute Internetkenntnisse
  • Kreativität
  • Gespür für Zielgruppen und Tonalität 

 

Wie werde ich Social Media Redakteur? 

Social Media Manager oder Redakteur sind noch sehr junge Berufe auf dem Arbeitsmarkt und daher keine regulären Ausbildungsberufe.

Du kannst aber an einer Fortbildung in diesem Bereich teilnehmen und Dir so die erforderlichen Kenntnisse aneignen. Dir stehen dabei unterschiedliche Möglichkeiten zur Auswahl. Grundsätzlich darf sich jeder in Deutschland Social Media Redakteur nennen, da diese Berufsbezeichnung nicht geschützt ist; absolvierst Du aber eine Weiterbildung mit Erfolg, kannst Du ein entsprechendes Diplom oder Zertifikat vorweisen, das Auskunft über Deine Fähigkeiten gibt. Die Dauer der Fortbildungen variiert stark je nach Anbieter, ebenso wie die Zugangsvoraussetzungen. Mindestens 1 bis 4 Monate beträgt die Dauer einer Fortbildung; meist sind es aber 12 bis 24 Monate, abhängig davon, ob Du daran in Vollzeit oder in Teilzeit teilnimmst. Ein komplettes Studium zum Social Media Manager dauert insgesamt 3 Jahre. Du kannst ebenfalls die Möglichkeit, an einem Wochenendseminar teilzunehmen, um herauszufinden, ob dieser Beruf sich für Dich eignet. Manche Anbieter für die Ausbildung zum Social Media Redakteur setzen ein abgeschlossenes Hochschulstudium voraus. Die genauen Zulassungsbestimmungen kannst Du dem Internetauftritt des Instituts entnehmen, ebenso wie die Dauer und die Inhalte der Weiterbildung. 

 

Hier kannst Du Social Media Redakteur werden 

In Deutschland werden Ausbildungen im Bereich Social Media Management von unterschiedlichen Institutionen und Einrichtungen angeboten.

Die Lehrgänge vermitteln dabei aber grundsätzlich sehr ähnliche Inhalte. Diese können entweder in den Räumlichkeiten des Anbieters unterrichtet werden oder auch direkt bei dem Unternehmen stattfinden, für das Du tätig bist. Oftmals handelt es sich auch um eine Kombination aus rein theoretischem Unterricht und Einsätzen vor Ort. Du lernst in diesem Zusammenhang erst einmal die verschiedenen sozialen Netzwerke kennen und machst Dich mit diesen vertraut. Kenntnisse im Bereich Kommunikation in den sozialen Medien sind der nächste Schritt, ebenso wie Grundlagen in Social Media Strategien und dem Ermitteln von Zielgruppen.

Fremdsprachenkenntnisse solltest Du zwar bereits mitbringen, aber auch diese werden teilweise im Rahmen der Weiterbildung behandelt. Auch das Erstellen von Content und besonders visueller Inhalte ist Bestandteil Deiner Fortbildung zum Social Media Redakteur. Anbieter der Ausbildung sind in der Bundesrepublik unter anderem die Folgenden: 

 

Fernstudium als Alternative 

Wenn Du neben dem Beruf oder einfach von Zuhause aus in Eigenregie zum Social Media Redakteur ausgebildet werden möchtest, kannst Du ein Fernstudium absolvieren. Dieses wird unter anderem von den folgenden Einrichtungen angeboten: 

Alternativ kannst Du auf verwandte Berufe wie Online Redakteur, Online Marketing Manager oder Medienwissenschaftler zurückgreifen, in die Du auf unterschiedlichen Wegen einsteigen kannst.  

 

Umschulung an einer Fachschule: Das müssen Sie wissen!

Auch Fachschulen bieten oft eine gute Auswahl an Umschulungen.

Auch an Fachschulen haben Sie die Möglichkeit, sich umschulen zu lassen. Es sind insbesondere spezielle Berufe, die an solchen Schulen gelehrt werden. Hier erfahren Sie alles, was Sie vorab über diesen Ausbildungsweg wissen müssen!

 

Fachschulen sind keine Berufsschulen!

Achtung! Es handelt sich hierbei um Fachschulen, die eine spezielle Ausbildung anbieten und nicht um sogenannte Berufsschulen. Berufsschulen sind im deutschsprachigen Raum nämlich ein Teil des dualen Ausbildungswegs: An Berufsschulen werden theoretische Hintergründe zum praktischen Handwerk gelegt, die für den erlernten Beruf von besonderem Interesse sind. Wenn Sie sich beispielsweise in einer betrieblichen Umschulung befinden, haben Sie die Möglichkeit (meist aber nicht die Pflicht), solche Berufsschulen zu besuchen – meist wird im Umschulungsvertrag festgehalten, was vom Umschüler verlangt wird. Anders sieht es aber bei Fachschulen aus!

Betriebliche oder überbetriebliche Umschulung?

Betriebliche oder überbetriebliche Umschulung – und was ist eigentlich der Unterschied?

Anders als bei den meisten Weiterbildungen geht es bei einer Umschulung nicht darum, die eigene Expertise in einem Fachbereich zu vertiefen. Sinn einer Umschulung ist es, einen bislang nicht ausgeübten Bereich zu erlernen, um anschließend in diesem Bereich tätig zu werden. Für diese Maßnahme gibt es verschiedene Arten – hier erfahren Sie den Unterschied zwischen einer betrieblichen und überbetrieblichen Umschulung.

Habe ich während einer schulischen Umschulung Urlaub? 

Auch während einer Umschulung haben Personen natürlich Anspruch auf Urlaub. Wer Zeit in eine Umschulung investiert, wird genauso wie jeder andere manchmal an seine Grenzen gelangen und sich früher oder später nach freien Tagen sehnen. Bei betrieblichen Umschulungen besteht sogar ein gesetzlicher Schutz über das Bundesurlaubsgesetz.

 

Wieviel Urlaubsanspruch steht mir zu?

Wie viele Tage an Urlaubsanspruch Sie haben, hängt auch von der Art der Umschulung ab. Nicht jede Umschulungsart bringt dieselbe Anzahl an Tagen. Grundsätzlich sollten Sie sich aber darauf einstellen, dass der Anspruch selten ein Ausmaß von 24 Tagen überschreitet. In der Regel können Sie nämlich von zwei Urlaubstagen pro Kalendermonat ausgehen. Hauptsächlich entscheidet aber die Art der Umschulung über die Anzahl an verfügbaren Urlaubstagen.