Redaktion

Das sind die zukunftsstärksten Berufe im Bereich Klimaschutz

Sieht man sich die Ergebnisse des aktuellen Weltklimarats an, so wird sehr schnell klar: Der Klimawandel wird uns nicht in Zukunft treffen, sondern ist bereits jetzt Realität geworden und wir müssen unbedingt beginnen zu handeln.


Vor allem folgende Entwicklungen in der Natur lassen keine weitere Diskussionen zu, ob menschliche Einflüsse für die Entwicklung des Klimas verantwortlich sind oder es sich doch um eine natürliche Erderwärmung handelt, wie von vielen Klimawandelleugnern seit Jahrzehnten behauptet wird:

  • die Erdatmosphäre heizt sich aufgrund der Zunahme von CO2 immer weiter au
  • die Temperatur der Ozeane steigt kontinuierlich an
  • Gletscher und Permafrostböden tauen, wodurch der Meeresspiegel weiter steigt

 

Hierfür ist vor allem die Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Gas, Öl oder auch Kohle sowie die großflächige Entwaldung verantwortlich.

Es gibt jedoch auch eine gute Nachricht, denn immer mehr Menschen werden sich ihrer Verantwortung gegenüber der Natur und somit auch ihren Kindern sowie Enkelkindern bewusst. Das hat zur Folge, dass sich immer mehr Menschen gezielt für eine Fortbildung bzw. Weiterbildung im Bereich des Klimaschutzes interessieren und auch die Berufe, die hier angestrebt werden können, immer vielfältiger und gefragter werden.

Das ist jedoch noch nicht alles, denn auch viele Firmen entschließen sich dazu ihren Beitrag dazu zu leisten, um etwas für den Umweltschutz zu tun und sind dazu bereit, sowohl an der Energiebilanz zu arbeiten als auch ihren CO2 Ausstoß gezielt zu verringern. Welche Berufe es im Bereich Klimaschutz gibt, wie Sie es schaffen, in einem solchen Fuß zu fassen und mit welchen Verdienst Sie dabei rechnen können, erfahren Sie hier.

 

► Fachkraft in der Wasserwirtschaft – ein Lehrberuf, in dem Sie lernen Wasser zu schützen

Wir alle benötigen sauberes Wasser, um überleben zu können und Fachkräfte in der Wasserwirtschaft sorgen mit der Planung, dem Bau sowie der Instandhaltung von Wasserversorgungsanlagen dafür, dass wir diesen wichtigen Lebensbaustoff zur Verfügung haben. Vor allem in den letzten Jahren wurde die Ausbildung, die sowohl in der Berufsschule als auch direkt beim Arbeitgeber stattfindet, um den Bereich des Wasser- und somit Klimaschutzes erweitert. So müssen regelmäßige Wasserproben entnommen werden, mit deren Hilfe dafür gesorgt wird, dass das Wasser weiterhin ausgezeichnete Trinkwasserqualität besitzt und es zu keiner Verunreinigung kommt. Während Sie im 1. Lehrjahr nur ca. € 850 erhalten, sind die Jobchancen im Anschluss an die Ausbildung in den meisten Fällen sehr gut und mit einem Monatsgehalt zwischen € 2200 und € 3000 auch sehr gut bezahlt.

 

► Handelsfachwirt/in für den Bereich Recovery – ein traditioneller Lehrberuf neu entdeckt

Das Bewusstsein für den Klimawandel und die damit einhergehenden Prozesse führt nicht nur zu der Entstehung völlig neuer Berufe, sondern sorgt zudem dafür, dass klassische Berufe um einen wichtigsten Aspekt erweitert werden bzw. einen neuen Schwerpunkt bekommen, wie das auch bei den Handelsfachwirt/in der Fall ist. Entscheiden Sie sich für eine Ausbildung im Bereich Recovery, erlernen Sie wie an ein Geschäft zurückgegebene Kleidungsstücke, Möbel oder andere Produkte verändert bzw. aufbereitet werden können, um anschließend wieder in den Verkauf zurückkommen. Vor allem in unserer heutigen Wegwerfgesellschaft handelt es sich hierbei um eine besonders sinnvolle Tätigkeit, wenn Sie dafür sorgen möchten, dass weniger Müll entsteht. Zwar erhalten Sie im 1. Ausbildungsjahr nur um die € 800, nach Abschluss der Ausbildung dürfen Sie jedoch mit einem Einstiegsgehalt zwischen € 1800 und € 3000 rechnen.

 

► Fachkraft in der Kreislauf- und Abfallwirtschaft

Sieht man sich an, wie viel Müll eine durchschnittliche Familie jede Woche produziert, so kann einem schon Angst und Bange werden, vor allem wenn man Bilder vom Meer sieht, dass bereits über und über voll mit Plastik zu sein scheint. Fachkräfte in der Kreislauf-sowie Abfallwirtschaft sind daher gefragter denn je, denn hier wird nicht nur hart daran gearbeitet, Rohstoffe auszusortieren, um diese aufzuarbeiten und wiederverwerten zu können, auch die Entwicklung neuer Verpackungsalternativen, um umweltfreundlicher zu arbeiten stellt einen wichtigen Bereich in der Kreislauf-und Abfallwirtschaft dar. Als Einstiegsgehalt in diesem Bereich erhalten Sie im Durchschnitt € 2300.

 

► Als Mechatroniker/in zum Klimaschützer – so funktioniert´s

Zwar handelt sich hierbei um den klassischen Ausbildungsweg des Mechatronikers, allerdings haben Sue im Anschluss an diese Ausbildung, die Möglichkeit, als Windanlagenmechaniker tätig zu sein und somit einen wichtigen Beitrag zur umweltfreundlichen Energiegewinnung zu leisten. Alles was Sie dafür tun müssen, ist einen zusätzlichen Industriekletterschein abzulegen und schon können Sie in dieser spannenden Arbeitsumgebung tätig sein. Im Anschluss an die Ausbildung geht es in den meisten Fällen mit einem Gehalt zwischen € 2000 und € 2500 los und Ihre Jobchancen nach der erfolgreich absolvierten Ausbildung sind ebenfalls sehr gut.

 

► Pflanzentechnologe/in – Pflanzenforscher im Auftrag des Klimaschutzes

Als pflanzentechnologische/in Fachkraft ist es Ihr Ziel Pflanzen zu züchten, die nicht nur mehr Ertrag bringen, sondern zum Beispiel auch gegen neue Schädlinge, die aufgrund des Klimawandels plötzlich bei uns vorkommen resistent sind und so dafür zu sorgen, dass viel weniger Spritzmittel verwendet werden muss. Dieses sickert nämlich ansonsten in die Erde und verschlechtert aufgrund dessen die Qualität des Trinkwassers meist sehr stark. Es handelt sich hierbei ebenfalls um einen dualen Lehrberuf, der im Durchschnitt 3 Jahre dauert und in dessen Anschluss Sie im öffentlichen Dienst ein Einstiegsgehalt zwischen € 2550 und € 2850 monatlich erhalten werden.

 

► Umweltschutztechniker/in – eine Fortbildung mit Zukunft

Haben Sie vielleicht bereits eine Ausbildung abgeschlossen und arbeiten Sie gerne aus Ihrem Fachgebiet, möchten Sie diesen jedoch umweltfreundlicher gestalten, um aktiv etwas zum Klimaschutz beizutragen, stellt der Berufszweig des Umwelttechnikers vielleicht die ideale Lösung dar. Es handelt sich hierbei um eine 2-jährige Ausbildung, die zwar nicht extra vergütet wird, allerdings in den meisten Fällen nebenberuflich zu absolvieren ist und ihre Chancen am Arbeitsmarkt stark verbessern kann bzw. vielleicht sogar eine Neuverhandlung Ihres aktuellen Gehalts bei Ihrem jetzigen Arbeitgeber möglich macht. In der Fortbildung lernen Sie einfache Wege und Möglichkeiten kennen, um Arbeitsabläufe im Sinne des Klimaschutzes um zu strukturieren, Mitarbeiter sensibler für dieses Thema werden zu lassen und gleichzeitig auch noch den wirtschaftlichen Erfolg für die Firma, bei der sie tätig sind, zu erhöhen.

 

Fazit

Klimaschutz gilt als wichtiges Thema unserer Zeit und aus diesem Grund gibt es auch immer mehr Berufe, in denen Sie sich dafür einsetzen können, unserem Planeten noch für viele Jahre lebenswert zu erhalten. Oft reicht bereits ein kleiner Blick über den Tellerrand um zu erkennen, wie viele Möglichkeiten es gibt, um aktiv etwas für unsere Umwelt zu tun und somit dafür zu sorgen, dass die Erderwärmung auf ein Mindestmaß reduziert werden kann.

Neue Umschulung nach einem Umschulungsabbruch? So geht´s

Eine Umschulung stellt für viele Menschen die einzige Möglichkeit dar, um wieder erfolgreich ins Berufsleben einsteigen zu können und einer neuen, bereichernden Tätigkeit nachzugehen. Dennoch kann es immer wieder vorkommen, dass man im Laufe einer solchen bemerkt, dass die gewählte Umschulung bzw. der Beruf, den man gerade erlernt doch nicht ganz der richtige ist und man stattdessen lieber einen anderen Ausbildungsweg einschlagen möchte. Ist das bei Ihnen der Fall, so sollten Sie sich zunächst darüber im Klaren sein, dass die Teilnahme an einer Umschulung zwar in vielen Fällen freiwillig ist, der Abbruch dieser jedoch einige Schwierigkeiten mit sich bringen kann, vor allem dann, wenn man danach eine weitere Umschulung beginnen möchte und auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist.

Wenn Sie bereits mit dem Gedanken spielen, dass die von Ihnen gewählte Umschulung vielleicht doch nicht ganz das richtige ist und Sie sich über andere Ausbildungswege informieren möchten, erfahren Sie hier, worauf es beim Abbruch Ihrer aktuellen Umschulung zu achten gilt. Auf diese Weise wird es Ihnen leichter gelingen, nicht nur die richtige Wahl zu treffen, sondern die negativen Konsequenzen für Ihr zukünftiges Berufsleben möglichst gering zu halten und vielleicht sogar eine Finanzierung der neuen Umschulung zu erreichen.

 

Warum kann es zu Problemen kommen, wenn ich meine Umschulung abbrechen möchte?

Generell handelt es sich bei einer Umschulung um eine Bildungsmöglichkeit, die in den meisten Fällen auf freiwilliger Basis geschieht und daher können Sie diese auch jederzeit beenden, wenn Sie das Gefühl haben, dass der eingeschlagene Berufsweg doch nicht der richtige für Sie ist oder Sie sich aus einem anderen Grund mit diesem nicht wohlfühlen.

Wurde in der ihnen die Umschulung allerdings vom Jobcenter finanziert bzw. haben Sie finanzielle Förderungen erhalten, um diese machen zu können, kann der Abbruch der Umschulung mit erheblichen finanziellen Konsequenzen einhergehen, die Sie unbedingt vor Abbruch der Umschulung genau abklären sollten. Falls Sie sich hierbei nicht sofort an Ihren Betreuer im Jobcenter wenden möchten bzw. vielleicht erst darüber nachdenken, ob die aktuell durchgeführte Umschulung für Sie passend ist, sehen Sie sich am besten Ihren Umschulungsvertrag genauer an. Wurde Ihre Umschulung nämlich von der Arbeitsagentur finanziert, so werden Sie verschiedene Klauseln in dem Vertrag finden, in denen genau festgehalten wurde, ob und wieviel Sie im Falle eines Umschulungsabbruchs selbst bezahlen müssen.

Natürlich kann es aber auch sein, dass Sie einen triftigen Grund dafür haben, die begonnene Umschulung abzubrechen. Die Gründe, die durchaus dazu führen können, dass Sie Ihre aktuelle Umschulung abbrechen und stattdessen eine neue beginnen können, die Ihnen ebenfalls vollständig oder zumindest zum Teil finanziert wird, möchten wir Ihnen nun genauer vorstellen.

 

Welche Gründe sprechen für den Beginn einer neuen Umschulung nach Abbruch der alten?

Hat Ihnen die Arbeitsagentur den Beginn einer Umschulung ermöglicht und kommt vielleicht sogar vollständig für die entstehenden Kosten auf, so reicht es keinesfalls aus, wenn Sie einfach feststellen sollten, dass Ihnen der angestrebte Beruf nun doch keinen Spaß macht, um nicht zumindest einen Teil der bereits absolvierten Umschulungseinheiten selbst finanzieren zu müssen. Ohne triftigen Grund für den Abbruch der Umschulung werden Sie nämlich auf alle Fälle zumindest eine Entschädigungsleistung bezahlen. Daher ist es auch absolut empfehlenswert, sich bereits vor dem Beginn einer neuen Ausbildung intensiv mit dem Berufsbild zu beschäftigen sowie dem Arbeitsalltag, der nach Absolvierung der Umschulung auf Sie zukommen wird.

Bevor Sie sich für eine Umschulung entscheiden ist es zum Beispiel eine gute Idee, ein Praktikum in dem jeweiligen Berufsfeld zu absolvieren. Zudem sollten Sie sich genau überlegen, ob die Absolvierung der Lerninhalte in Ihrem Alltag Platz findet und Sie ausreichend Zeit haben, um sich gewissenhaft auf anstehende Prüfungen vorzubereiten.

Es gibt jedoch auch 2 Gründe, bei denen die Arbeitsagentur dem Abbruch einer Umschulung meist zustimmt und Ihnen wahrscheinlich sogar dabei helfen wird, einen besser geeigneten Ausbildungsweg zu finden:

 

Abbruch der Umschulung aus gesundheitlichen Gründen

Sollten Sie während der Umschulung draufkommen, dass Sie zum Beispiel auf Substanzen, mit denen Sie in der neuen Arbeitsumgebung häufig in Kontakt treten allergisch reagieren oder die körperliche Anstrengung in dem neuen Berufsfeld einfach zu viel für Sie ist, so handelt es sich bei dem Abbruch einer Umschulung aus gesundheitlichen Gründen durchaus um eine nachvollziehbare Begründung dafür, warum Sie eine Ausbildung nicht erfolgreich abschließen können. Der Weg zu einer neuen Umschulung ist in diesen Fällen in den meisten wegen frei und wird nicht mit zusätzlichen Kosten für Sie verbunden sein.

 

Abbruch der Umschulung aufgrund psychischer Überforderung

Ein weiterer triftiger Grund, warum viele Menschen eine Umschulung doch nicht bis zum Ende durchhalten können und diese schließlich abbrechen, kann eine seelische, psychische oder auch emotionale Überforderung darstellen. Vor allem viele Frauen entscheiden sich nach der Elternzeit dazu, in ein anderes Berufsfeld einzusteigen, um auf diese Weise ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu erhöhen und dennoch genug Zeit für die Kinder zu haben. Lässt sich die Kinderbetreuung jedoch nicht mit dem Lehrplan vereinbaren und sind die Ansprüche an die Lehrgangsteilnehmer einfach zu hoch, so kann dies ebenfalls dazu führen, dass ein Wechsel der Umschulung möglich ist, ohne dass dafür finanzielle Kosten auf Sie zukommen. Dabei ist es jedoch wichtig, zunächst ein offenes Gespräch mit der jeweiligen Bildungseinrichtung zu suchen, um mögliche Lösungen zu finden.

Zudem kann auch eine psychische Überbelastung einer auszubildenden Person im neuen Berufsfeld ein Grund dafür sein, warum einer Umschulung nicht erfolgreich zum Abschluss gebracht werden kann.

 

Was muss ich tun, wenn ich eine Umschulung abbrechen und eine neue beginnen will?

Sollten Sie Ihre aktuelle Umschulung abbrechen möchten, in naher Zukunft jedoch eine neue beginnen wollen, ohne dabei finanzielle Einbußen in Kauf nehmen zu müssen, so ist es zunächst wichtig sich von einem Arzt oder dem jeweiligen Bildungsträger bescheinigen zu lassen, dass es Ihnen nicht möglich ist, den aktuellen Umschulungsweg weiterhin zu bestreiten. Anschließend ist es empfehlenswert sofort das direkte Gespräch mit Ihrem Betreuer bei der Arbeitsagentur zu suchen und diesem zu vermitteln, dass Sie absolut gewillt sind, eine Umschulung erfolgreich abzuschließen und somit wieder ins Berufsleben einzusteigen.

Entscheiden Sie sich dann noch für eine neue Umschulung in einem Bereich, in dem Sie sehr gute Berufsaussichten haben, erhöhen Sie Ihre Chancen weiter, auch die neue Umschulung zumindest zum Teil finanziert zu bekommen und dem Start in eine erfolgreichere sowie glücklicheren beruflichen Zukunft steht (fast) nichts mehr im Wege.

Muss ich trotz Arbeitslosigkeit weiterhin Unterhalt zahlen? 

Eine Scheidung ist in den meisten Fällen ein alles andere als leichter Trennungsprozess und das vor allem dann, wenn es sich um ein Ehepaar handelt, das gemeinsame Kinder hat. Die Klärung der Unterhaltspflicht stellt dabei häufig einen besonders wichtigen Punkt bei den Scheidungsmodalitäten dar und konnte dieser zur Zufriedenheit aller beteiligten Personen geklärt werden, fällt diesen meist ein großer Stein vom Herzen. Was passiert jedoch, wenn die unterhaltspflichtige Person plötzlich arbeitslos wird?

Sollten auch Sie sich aktuell in dieser Situation befinden oder sich einfach bereits im Vorhinein darüber informieren wollen was passiert, wenn Sie arbeitslos werden, Sie jedoch Unterhalt für ein oder auch mehrere Kinder bezahlen müssen, erhalten Sie in diesem Ratgeber alle benötigten Informationen.

 

Besteht weiterhin Unterhaltspflicht trotz Jobverlust und wie sieht diese aus?

Generell kann an dieser Stelle festgehalten werden, dass ein Jobverlust keinesfalls als ausreichender Grund dafür verwendet werden kann, rechtlich geregelte Unterhaltszahlungen einfach auszusetzen oder auch nur zu kürzen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn es sich um den Unterhalt für ein minderjähriges Kind handelt. Sollten Sie also als unterhaltspflichtige Person einen Jobverlust hinnehmen müssen, so liegt es in Ihrer an Verantwortung trotzdem weiterhin für den Unterhalt des Kindes bzw. der Kinder aufkommen zu können.
In vielen Fällen ist es jedoch möglich, aufgrund der Jobsituation eine Verringerung des Unterhalts zu beantragen, zu diesem Zweck müssen jedoch einige Bedingungen erfüllt werden, die folgendermaßen aussehen:

  • es handelt sich um eine betriebsbedingte Kündigung und die unterhaltspflichtige Person hatte keinen Einfluss darauf, dass es zum Jobverlust gekommen ist
  • die Aussicht innerhalb kürzester Zeit eine ähnlich gut bezahlte Stelle zu erhalten ist aufgrund der aktuellen Arbeitsmarktbedingungen sehr gering
  • die unterhaltspflichtige Person ist aufgrund einer Krankheit nicht imstande, diese oder eine ähnliche Arbeit auszuführen und muss aus diesem Grund Gehaltseinbußen in Kauf nehmen

 

Sollte keiner dieser Grunde zutreffen und Sie sind vielleicht selbst an der Arbeitslosigkeit schuld, da Sie sich einfach nicht mehr wohl in Ihrem Job gefühlt haben und sich nun auf der Suche nach einer neuen Arbeit befinden, die Ihnen einfach mehr Freude bereitet, so müssen Sie damit rechnen, dass bei der Berechnung Ihrer Unterhaltszahlungen weiterhin Ihr letztes Gehalt als Berechnungsbasis herangezogen wird.

 

Welche Verpflichtungen habe ich, wenn ich Unterhalt zahle und arbeitslos bin?

Sollten Sie Kinder haben, die noch minderjährig sind und für sie Unterhalts bezahlen, so liegt eine sogenannte verschärfte Unterhaltspflicht vor. Das bedeutet, Sie haben nur 2 bis 3 Monate nach der Kündigung Zeit, einen Job zu suchen und somit Ihrer Unterhaltspflicht wieder im geregelten Maße nachkommen zu können. Sollten Sie es nicht schaffen, in dieser Zeit eine neue Anstellung zu finden, gelten für Sie von nun an die gleichen strengen Kriterien bei der Jobsuche, die auch Hartz IV-Empfänger zu erfüllen haben.

Wichtig ist hierbei zu bedenken, dass Kinder in diesem Fall bis zum 21. Lebensjahr als minderjährig gelten, wenn diese noch bei einem der beiden Elternteile wohnhaft und schulpflichtig sind bzw. ihre Ausbildung noch nicht abgeschlossen haben.
Sind Sie unterhaltspflichtig und finden Sie seit mehreren Monaten keine neue Arbeit, müssen Sie sich von nun an besonders intensiv um einen neuen Arbeitsplatz bemühen und dabei reicht es nicht aus, sich einfach nur als arbeitssuchend zu melden.

Vielmehr wird von Ihnen erwartet, dass Sie sich täglich nach neuen Stellenangeboten umschauen, sämtliche Bewerbungen sowie Bewerbungsgespräche, zu denen Sie eingeladen werden genauestens dokumentieren und jedem Monat mindestens zwischen 20 und 30 Bewerbungen vorlegen können.

Zudem sollten Sie in diesem Fall jeden Tag zumindest 8 Stunden dafür aufwenden, um sich eine neue Arbeit zu suchen, um auf diese Weise Ihre Chancen stark zu erhöhen, schnellstmöglich wieder ein Arbeitsverhältnis antreten zu können. Auch eigenständige Stellengesuche sowie das Informieren über mögliche Umschulungsangebote werden gerne vom Jobcenter gesehen.

Ist eine unterhaltspflichtige Person nicht dazu bereit, diesen Verpflichtungen nachzukommen, so muss ein Gerichtsverfahren darüber entscheiden, ob wirklich eine Nichtvermittelbarkeit vorliegt oder die unterhaltspflichtige Person einfach nur unwillig ist. Ist das der Fall, wird der Unterhalt auf Basis eines fiktiven Einkommens berechnet und in den meisten Fällen stark erhöht.

 

Selbstständig und unterhaltspflichtig – was ist, wenn mein Einkommen nicht ausreicht?

Sollten Sie selbstständig tätig sein und aus diesem Grund über ein stark schwankendes Einkommen verfügen, ist es zunächst möglich die Höhe der Unterhaltspflicht aufgrund der durchschnittlichen Verdiensthöhe pro Monat zu berechnen. Sollten die Einkünfte aus der jeweiligen selbstständigen Tätigkeit nicht ausreichen, um Unterhalt zu bezahlen, kann die unterhaltspflichtige Person sogar gesetzlich dazu verpflichtet werden, die selbstständige Tätigkeit aufzugeben und sich stattdessen ein anderes Einkommen, meist in Form eines abhängigen Arbeitsverhältnisses zu suchen.

Vor allem, wenn noch nicht abzusehen ist, ab wann sich die Einkommenssituation der unterhaltspflichtigen Person bzw. der Firma verbessert, kann es sich hierbei um die einzige Lösung handeln, dafür zu sorgen, dass das unterhaltsberechtigte Kind bzw. die Kinder das Geld erhalten, das ihnen zusteht.

Besteht hingegen der Wunsch, von nun an selbstständig tätig zu sein und aus einem abhängigen Arbeitsverhältnis herauszutreten, müssen zu diesem Zweck Kapitalrücklagen gebildet werden, denn der Wechsel in die Selbstständigkeit ist keinesfalls eine Rechtfertigung dafür, weniger Kindesunterhalt zu bezahlen bzw. diesen vielleicht sogar eigenmächtig zu reduzieren.

 

Was passiert, wenn ich unterhaltspflichtig bin, jedoch aufgrund einer Krankheit nicht mehr arbeiten gehen kann?

Sollte der Unterhaltsschuldner aufgrund einer Krankheit nicht mehr dazu in der Lage sein, einer regelmäßigen Arbeit nachzugehen, ist er zunächst dazu verpflichtet alles in seiner Macht stehende zu tun, um möglichst schnell wieder die volle Erwerbsfähigkeit zu erreichen. Hierzu zählen sämtliche Therapien bzw. Behandlungen, die bei der Heilung der Krankheit bzw. der Behebung der Einschränkung helfen können. Zudem muss die Arbeitsunfähigkeit durch ein ärztliches Attest bestätigt werden und eine Abklärung erfolgen, inwieweit die Erkrankung bzw. die Einschränkung die Arbeitsfähigkeit der unterhaltspflichtigen Person einschränkt. Wurde bestätigt, dass der Unterhaltszahler aktuell nicht dazu in der Lage ist, die bisherige oder eine andere Arbeit auszuführen, kommt es zu einer Neuberechnung der Unterhaltszahlung und diese wird geringer ausfallen.

Eine Ausbildung zum Altenpfleger als Weg aus der Arbeitslosigkeit? So funktioniert´s

Wie wir alle wissen, steigt die Lebenserwartung von uns Menschen immer weiter an und das ist auch der Grund, warum die meisten früher oder später Hilfe benötigen werden, um auch im hohen Alter Aufgaben des täglichen Lebens meistern zu können. Der Beruf des Altenpflegers erfreut sich daher immer größer werdender Beliebtheit und eine Ausbildung in diesem Bereich kann der perfekte Weg sein, um eine lange Zeit der Arbeitslosigkeit endlich erfolgreich hinter sich zu lassen. Vielleicht sind auch Sie bereits seit einiger Zeit erfolglos auf Jobsuche und beschäftigen sich mit der Möglichkeit einer Umschulung, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zum Erfolg führt?

Dann sollten Sie sich den Ausbildungsweg im BereichAltenpflege genauer ansehen. In unserem umfassenden Ratgeber zum Thema Ausbildung zum Altenpfleger erfahren Sie, welche genauen Arbeitsbereiche dieses Berufsfeld umfasst, worauf es bei der Ausbildung zu achten gilt und mit welchem Gehalt Sie als Altenpfleger rechnen können bzw. dürfen.

 

Wie sieht der Beruf des Altenpflegers wirklich aus? Ein Überblick

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, einem Ausbildung zum Altenpfleger zu machen, um wieder erfolgreich ins Berufsleben einzusteigen, so sollten Sie sich zunächst darüber im Klaren sein, dass dieser Beruf keinesfalls für jeden das richtige ist. Als wichtigste Grundvoraussetzung gilt die Freude an der Arbeit mit alten Menschen und auch regelmäßiger Körperkontakt darf für Sie kein Problem darstellen, denn in diesem Beruf kümmern Sie sich nicht nur um die Betreuung von alten Menschen, bzw. geben ihnen Hilfestellung zur Bewältigung des Alltags, auch die Pflege dieser gehört zu Ihrem Aufgabenbereich. Zudem müssen Sie in der Lage dazu sein, ältere Menschen dazu zu motivieren, am Freizeitaktivitäten teilzunehmen, viel an der frischen Luft zu sein und dem ein oder anderen Hobby aktiv nachzugehen, wenn dies noch möglich sein sollte. Auf diese Weise bleiben Ihre Klienten nämlich nicht nur um einiges mobiler, sondern auch geistig fit.

Sollten Sie sich für eine Ausbildung in der Altenpflege entscheiden, so können Sie in folgenden Arbeitsumfeldern tätig sein bzw. eine feste Anstellung bekommen:

  • Krankenhäuser
  • Rehabilitationskliniken
  • stationäre sowie ambulante Pflegeeinrichtungen
  • Hauskrankenpflegedienste
  • Altenwohnanlagen, in denen Betreutes Wohnen angeboten wird

 

Vor allem in den letzten Jahren erfreuen sich Altenwohnanlagen immer größer werdender Beliebtheit, da ältere Menschen in diesem ihr alltägliches Leben weiterhin möglichst selbstständig gestalten, im Falle des Falles oder auch bei bestimmten Aufgaben jedoch jederzeit auf benötigte Hilfe zurückgreifen zu können.

Wie sehen meine Berufschancen aus, wenn ich mich für eine Ausbildung im Altenpflegebereich entscheide?

Wie bereits erwähnt, handelt es sich hierbei um einen Beruf, der sich ständig wachsender Nachfrage erfreut und mit einer guten Ausbildung im Rücken werden Sie keinesfalls Problem bei der Jobsuche haben. In vielen Fällen ist es sogar möglich, sich während der Umschulung auf einen bestimmten Bereich zu spezialisieren, der Ihnen besonders am Herzen liegt bzw. Ihre eigenen Interessen am nächsten kommt. Auch das Angebot von Teilzeitstellen sowie Schichtdiensten ist im Pflegebereich Gang und Gebe, weshalb es auch für alleinerziehende Eltern möglich ist, auf diesem Arbeitsgebiet sehr gutes Geld zu verdienen, ohne dass das eigene Familienleben dabei zu kurz kommt.

 

Wie lange dauert die Umschulung zum Altenpfleger und welche Inhalte werden in der Ausbildung behandelt?

Generell kann festgehalten werden, dass eine umfassende Ausbildung bzw. Umschulung im Altenpflegebereich im Durchschnitt 3 Jahre dauert, wenn diese Vollzeit durchgeführt wird.

Haben Sie aufgrund beruflicher Verpflichtungen nur die Möglichkeit, diese in der Teilzeitvariante zu absolvieren, so sollten Sie mit einer Lehrzeit von bis zu 5 Jahren rechnen. In manchen Fällen ist es jedoch auch möglich, auf bereits vorhandene Vorkenntnisse zurückzugreifen oder aufgrund bereits abgeschlossener Ausbildungen die Umschulung in nur zweieinhalb Jahren abzuschließen. Folgende Inhalte sind Teil einer qualitativ hochwertigen Umschulung im Altenpflegebereich und das umfassende Wissen über dieser wird mithilfe von Tests überprüft:

  • Sie lernen, den Gesundheitszustand von Pflegepersonen einzuschätzen und somit die richtigen Hilfsmaßnahmen zu treffen. Des Weiteren werden typische Krankheitsbilder alter Menschen gelehrt sowie der Umgang bzw. die richtige Behandlung dieser mithilfe von Medikamenten erklärt.
  • Verschiedene Pflegeprozesse wie zum Beispiel das Lagern oder das Waschen sowie die richtige Ernährung älterer Menschen werden im umfassenden Maße kennengelernt und vermittelt.
  • Die Planung, Beurteilung und Dokumentation der durchgeführten Pflegeprozesse sind ebenfalls Teil dieser Ausbildung und sorgen dafür, dass ein hohes Maß an Qualität in der Pflege von alten Menschen erreicht werden kann
  • Schlussendlich stellt ebenfalls das Eingehen auf und das Erfüllen von sozialen Bedürfnisse der Pflegepatienten einen wichtigen Punkt in der Ausbildung dar

 

Neben diesem theoretischen Teil der Ausbildung sind ebenfalls verschiedene Praktika erfolgreichen zu absolvieren, damit Sie lernen, wie das theoretisch erworbene Wissen auch richtig anwenden wird, um auf diese Weise zu einer wichtigen Bezugsperson pflegebedürftiger Menschen zu werden und auch selbst besser abschätzen zu können, ob dieser Beruf wirklich der richtige ist.

 

Welche Fördermaßnahmen gibt es, wenn ich mich für eine Umschulung zum Altenpfleger entscheide?

Da es sich bei dem Beruf des Altenpflegers um einen sehr gefragten Job handelt, in dem außerdem immer mehr Fachkräfte benötigt werden, wird die Umschuldung mittlerweile vom Jobcenter aktiv finanziell gefördert. Das ist vor allem dann der Fall, wenn es Ihnen bis jetzt unmöglich war, einen passenden Job zu finden und Sie aus diesem Grund bereits länger arbeitslos sind. Um diese Förderung jedoch dauerhaft zu erhalten ist es notwendig, dem Jobcenter immer wieder Erfolgsnachweise während der Ausbildungszeit zu erbringen.

Zudem verdient man im Bereich der Altenpflege bereits während der Ausbildung überdurchschnittlich gut und so können Sie bereits im 1. Ausbildungsjahr mit einem Gehalt von € €1.050 rechnen, während dieses im 2. Jahr bei € 1.100 liegt und sich im 3. Ausbildungsjahr auf € 1.200 beläuft. Bei diesen Zahlen handelt es sich allerdings um Durchschnittswerte, die je nach Ausbildungsweg und Arbeitgeber, bei denen die Praktika absolviert werden etwas variieren können.
Konnten Sie die Ausbildung erfolgreich abschließen so werden Sie bereits am Anfang Ihrer Karriere als Altenpfleger monatlich rund € 2400 brutto verdienen.

 

Zahlt sich eine Umschulung zum Altenpfleger aus?

Stellen Sie sich die Frage, ob sich eine Umschulung im Altenpflegebereich wirklich auszahlt, weil Sie vielleicht sogar bereits länger arbeitslos ist und endlich wieder in das Berufsleben zurückfinden möchte, so kann diese Frage in den meisten Fällen nur mit einem eindeutigen Ja beantwortet werden. Zum einen wird die Ausbildung gefördert, man kann sich bereits über ein sehr gutes Einstiegsgehalt erfreuen und es handelt sich um eine sehr sinnvolle Tätigkeit, die zahlreichen Menschen sehr viel Freude bereitet. Dennoch ist die Pflege von alten und hilfsbedürftigen Menschen nicht für jeden das richtige und auch dessen sollte man sich bewusst sein, bevor man sich zu einer Umschulung in diesem Bereich entscheidet und vielleicht zunächst ein Praktikum absolvieren.

Umschulung mit ALG1: Ratgeber

Sie beziehen Arbeitslosengeld 1 und starten bald in eine Umschulungsmaßnahme? Herzlichen Glückwunsch, Sie haben einen großen Schritt in Richtung einer neuen beruflichen Zukunft genommen!

Im Zusammenhang mit der Beziehung von ALG1 und Umschulungen kommen immer wieder einige Fragen auf, die wir im folgenden Artikel beantworten möchten.

Nach den Grundlagen zum ALG1 und Umschulungen kommen wir zu den Fragen, ob während einer Umschulung ein Zuverdienst erworben werden kann, ob Nebenjobs erlaubt sind und wie Sie sich verhalten sollten, wenn das ALG1 ausläuft, während Sie sich in der Umschulungsmaßnahme befinden.

 

Grundlagen des ALG und der Umschulungsmaßnahmen

Wir haben Ihnen die wichtigsten Informationen zusammengestellt, um das Thema möglichst umfänglich zu behandeln:

 

ALG1 Grundlagen

Das Arbeitslosengeld 1 ist eine Leistung, die aus der Arbeitslosenversicherung finanziert wird. Im Prinzip erhalten also Arbeitnehmer, die ihre Anstellung auf Grund von schlechter Wirtschaftslage oder anderen Gründen verlieren, Beiträge aus der Versicherung, in die sie selbst eingezahlt haben – wenn auch indirekt im Rahmen der Abgaben des Arbeitgebers.

Das ALG1 ist als Übergangszahlung ausgelegt und soll die Zeit zwischen zwei Anstellungen überbrücken. Die Voraussetzungen zum Erhalt und weitere Informationen zum Thema ALG 1 erhalten Sie auch auf der zugehörigen Homepage der Bundesagentur für Arbeit.

 

Umschulung Grundlagen

Umschulungen sind Maßnahmen, welche von der Bundesagentur für Arbeit angeboten werden, um Arbeitnehmern einen Neuanfang in einem für sie bisher fremden Berufsfeld zu ermöglichen. Dies ist immer dann sinnvoll, wenn im bisherigen Beruf nicht mehr gearbeitet werden kann, etwa auf Grund von Erkrankungen oder weil die Wirtschaftslage in einem bestimmten Sektor auf längere Zeit derart schlecht ist, dass nicht davon ausgegangen werden kann, dass der jeweilige Arbeitnehmer wieder Aufträge oder Anstellung bekommen wird.

Im Rahmen der Unterstützung durch die Bundesagentur für Arbeit erhalten Arbeitnehmer, die sich für eine Umschulung interessieren und dem Antrag stattgegeben wurde, einen so genannten Bildungsgutschein.
Diese Unterstützungsleistung soll die finanzielle Belastung, die durch eine Umschulung eintreten kann (etwa Fahrtkosten, Ausbildungskosten, Unterrichtsmaterial, etc.) auffangen.
Weitere Informationen zum Thema Umschulung finden Sie auf der offiziellen Seite der Bundesagentur für Arbeit.

 

ALG 1 während einer Umschulung erhalten

Wie bereits dargestellt handelt es sich sowohl beim ALG1 als auch bei den angebotenen Umschulungsmaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit um Unterstützungsleistungen für Arbeitnehmer, deren Anstellung beendet wurde und die finanzielle Unterstützung und Neuorientierung am Arbeitsmarkt benötigen. Unter bestimmten Voraussetzungen können ALG1 und Umschulungen parallel in Anspruch genommen werden.

Die formellen Voraussetzungen, um als ALG1-Empfänger eine Umschulung finanziert zu bekommen lauten:

  • Abgeschlossene erste Berufsausbildung
  • Mindestens 18 Jahre alt
  • Der alte Beruf ist nicht mehr ausführbar
  • Gute Chancen, im neuen Beruf eine Stelle zu finden

 

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können ALG1-Empfänger eine Umschulung von der Bundesagentur für Arbeit finanziert bekommen. Die übernommen Kosten umfassen unter anderem:

  • Fahrkosten
  • Lehrgangskosten
  • Arbeitskleidung
  • Unterrichtsmaterial
  • Evtl. Kinderbetreuungskosten
  • Kosten für auswärtige Unterbringung

 

Besteht der Anspruch auf diese Leistungen, wurde also die Umschulungsmaßnahme durch die Bundesagentur für Arbeit zugesagt, wird während der Umschulung das ALG1 weiter gezahlt.

Übrigens: Auch wenn statt einer Umschulung eine Weiterbildungsmaßnahme besucht wird, besteht der Anspruch auf ALG1 bei den entsprechend vorliegenden Voraussetzungen ebenfalls fort!

Sie erfüllen die Voraussetzungen und können in die Umschulung starten? Sehr gut, wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Maßnahme! Im folgenden können Sie nun erfahren, wie Sie im Rahmen einer Umschulung mit ALG1 Unterstützung durch Nebenjobs einen Zuverdienst erwirtschaften können.

 

Umschulung mit ALG1 – Zuverdienst durch Nebenjobs?

Wer nach einer längeren Zeit der Erwerbstätigkeit auf ALG1 angewiesen ist, muss sich finanziell mitunter recht stark einschränken. Das gilt natürlich auch dann, wenn im Rahmen des Bezuges des Arbeitslosengeldes eine Umschulung begonnen und durchgeführt wird.
Um den finanziellen Engpass etwas zu verringern, überlegen viele ALG1 Empfänger, sich einen Zuverdienst durch einen Nebenjob zu sichern.
Hier gibt es die unterschiedlichsten Modelle, je nach persönlicher Eignung und Befähigung können im Rahmen von Nebenjobs recht ordentliche Zuverdienste erwirtschaftet werden.

 

Beispiele für Nebenjobs im Rahmen des ALG1

Beispiele für typische Nebenjobs sind etwa:

  • als Onlinetexter Geld verdienen
  • Haushaltsnahe Dienstleistungen
  • Nachhilfeunterricht
  • Musikunterricht
  • etc.

 

Natürlich gibt es unzählig viele Nebenjobs, die an dieser Stelle jedoch nicht abschließend aufgelistet werden können.
Wer eine Idee für einen geeigneten Nebenjob sucht, der wird unter Umständen hier fündig.

 

ALG1 und Nebenjobs – Zuerwerbsgrenzen

Da es sich beim ALG1 um eine Leistung des Staates handelt, welche sich als kurzfristige Überbrückung für Bedürftige versteht, ist für Nebenjobs eine Erwerbsobergrenze festgelegt.
Diese Zuerwerbsgrenze liegt bei einem Freibetrag von 165 Euro im Monat und einer Arbeitszeit von maximal 15 Stunden pro Kalenderwoche.

Die Schranke der maximalen Arbeitszeit pro Kalenderwoche wurde durch den Gesetzgeber eingezogen, um zu verhindern, dass der Erfolg der angedachten Umschulungsmaßnahme gefährdet wird.
Ganz wichtig in diesem Zusammenhang ist es, die Tätigkeit, die Sie im Rahmen des Minijobs angenommen haben und durchführen, der Bundesagentur für Arbeit mitzuteilen.

Wer im Rahmen seines Nebenjobs mehr als die zugelassenen 165 Euro dazuverdient, muss dies der Bundesagentur für Arbeit mitteilen. Und natürlich ist auch auf die steuerrechtlichen Bestimmungen zu achten.

Für die meisten Minijobs und Nebenerwerbe ist die Steuererklärung nicht viel komplizierter, als für jeden anderen. Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

 

Umschulung mit ALG1 – Fazit

Um im Rahmen einer Umschulung berechtigt zu sein, ALG1 zu beziehen, müssen einige Faktoren stimmen und Voraussetzungen erfüllt sein.
Selbst wenn alle Haken gemacht werden können, gibt es mit ALG1 eine finanzielle Lücke, welche im Rahmen einer Umschulung auftreten kann.
Hier können Nebenjobs helfen, mit einem geringen Zuverdienst die Not zu lindern – doch hier ist auf die gültigen Erwerbsgrenzen zu achten.

Insbesondere müssen Sie sich stets vor Augen halten, dass die Aufnahme eines Nebenerwerbs oder eines Minijobs lediglich eine Zuverdienstmöglichkeit bieten sollte und Sie nicht dabei behindern darf, das Ziel Ihrer Maßnahme zur Umschulung zu erreichen.
Sollte dies der Fall sein, sei aus aus Zeitgründen oder anderen Gründen der Belastung, wird Ihnen die Bundesagentur für Arbeit stets raten, die Umschulung vorrangig zu behandeln. Denn: Ein Abbruch einer Umschulung kann eine schwerwiegende Entscheidung sein, welche unter Umständen auch enorme finanzielle Folgen nach sich ziehen kann.

Wir hoffen, Ihnen mit diesem Artikel einige Fragen zum Thema ALG1 und Umschulung beantwortet zu haben und wünschen Ihnen alles Gute und viel Erfolg mit Ihrer Maßnahme! 

Meine Umschulungsmaßnahme und ALG2

Eine Umschulungsmaßnahme der Bundesagentur für Arbeit soll es Ihnen ermöglichen, sich mit einer Neuorientierung auf dem Arbeitsmarkt wieder in den Fokus der Arbeitgeber zu befördern.
Wer im Rahmen einer Umschulung einen neuen Berufszweig entdeckt und für sich erschließt, der verbessert seine Chancen auf eine neue berufliche Karriere ganz enorm.
Auch im Rahmen eines Bezuges von Arbeitslosengeld 2 oder Hartz 4 ist die Teilnahme an einer Umschulung möglich und kann, unter bestimmten Voraussetzungen, auch zusätzlich durch einen Minijob finanziell unterstütz werden.

Welche Besonderheiten es im Zusammenhang zwischen Hartz 4, Umschulungen und weiteren Fördergeldern gibt, wird Ihnen in diesem Artikel zusammengestellt.

Zunächst soll erläutert werden, in welchen Fällen Bezieher von Hartz 4 bzw. ALG2 zu einer Umschulung mit Unterstützung durch die Bundesagentur für Arbeit zugelassen werden können.

Achtung: Zur besseren Lesbarkeit und Übersicht wird in diesem Artikel lediglich vom ALG2 gesprochen und nicht von der zugrundeliegenden Hartz-Reform in der vierten Fertigung / Hartz 4.

 

Umschulung als ALG2-Empfänger – Grundlagen

Der Empfang von ALG2 wird von einer ganzen Reihe von Formalvorschriften begleitet, unter anderem auch von einer sogenannten Eingliederungsvereinbarung.
Hierin verpflichtet sich der Empfänger, aktiv auf die Suche nach einer neuen Anstellung zu gehen.

In vielen Tätigkeitsbereichen ist dies auch ohne weiteres möglich, teilweise sprechen jedoch persönliche Situationen, wie Krankheiten oder Stressbelastungen, oder die schlechte Konjunktur und schlechte Arbeitsmarktsituationen für bestimmte Berufe, gegen eine solche Neuanstellungen.

Um hier eine Lösung zu bieten, wurde das Mittel der Umschulung erschaffen. Hierdurch soll erreicht werden, dass Personen in einem neuen Berufsumfeld in die Lage versetzt werden, eine neue Arbeitsstelle anzutreten und somit in einer fremden Arbeitsumgebung Fuß zu fassen.

Da Umschulungsmaßnahmen in der Regel sehr teuer sind, gibt es Vereinbarungen zur Kostenübernahme für diese Maßnahmen. Diese Übernahme der entstehenden Kosten ist auf zwei verschiedenen Weisen realisierbar:

 

Kostenübernahme durch einen Bildungsgutschein

Im Rahmen eines sogenannten Bildungsgutscheins werden die tatsächlich durch die Umschulungsmaßnahme entstehenden Kosten, sowie einige Begleitkosten, durch die Bundesagentur für Arbeit übernommen.

Es handelt sich hierbei um einen direkte Kostenübernahme, welche den Leistungsempfängern jeweils am Monatsanfang übertragen wird.
Die Art der Leistungen, welche für die jeweilige Maßnahme erbracht werden, ist abhängig von Art und Umfang der Maßnahme, sowie von persönlichen Lebensumständen und andere Faktoren.

Die folgenden Kosten sind in einem Bildungsgutschein grundsätzlich enthalten:

  • Weiterbildungskosten (also Lehrgangskosten, Prüfungskosten, Einstellungs- und Testkosten etc.)
  • Fahrtkosten (Pendlerfahrten, Unterbringungskosten, An- und Abreise, etc.)
  • Auswärtige Unterbringung (im Rahmen von Ausbildungsinhalten notwendige Reisen, etc.)
  • Kinderbetreuungskosten
  • Weiterbildungsprämien (bei bestandenen Zwischen- und Abschlussprüfungen)

 

Um zu einer Umschulung und der Finanzierung durch die Bundesagentur für Arbeit mittels Bildungsgutschein zugelassen zu werden, müssen noch weitere Voraussetzungen erfüllt werden. Diese können Sie der Homepage der Bundesagentur für Arbeit entnehmen.

Neben der Umschulung mittels Bildungsgutschein gibt es auch die Möglichkeit, an einer Auftragsmaßnahme teilzunehmen.

 

Auftragsmaßnahmen

Unter Auftragsmaßnahmen versteht man eine Umschulung, welche durch das Arbeitsamt beauftragt und durch freie Träger durchgeführt werden. Nachdem Sie sich für diese Maßnahmen beworben haben, erhalten Sie ein konkretes Weiterbildungsangebot, welches zum Beispiel den Erwerb von Grundkompetenzen oder ein Erlangen eines Schulabschlusses beinhalten kann.

 

Regelsatz, Einkommen, Minijobs und co. – die finanzielle Seite von Umschulungen

Häufig kommt es zu Unklarheiten, wenn es darum geht, die finanzielle Seite der Umschulungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem ALG2 zu betrachten. Wir haben Ihnen in diesem Teil die wichtigsten Fragen hierzu beantwortet:

 

Fortzahlung des Regelsatzes

Häufig wird von Leistungsempfängern befürchtet, dass mit Aufnahme einer Umschulung und der Unterstützung durch einen Bildungsgutschein die Zahlung des ALG2 Regelsatzes verringert wird oder gar ganz ausgesetzt werden kann.
Dem ist in aller Regel jedoch nicht so: auch wenn eine Umschulung bezahlt wird, erhalten Sie grundsätzlich Ihren normalen Regelsatz als Unterstützungszahlung zum Lebensunterhalt gezahlt.

 

Verrechnung von Einkommen

Grundsätzlich ist es, abhängig von der Tätigkeit und der jeweiligen Branche, möglich im Rahmen einer Weiterbildung oder Umschulung ein Ausbildungsentgeld zu verdienen. Gängige Formulierung für diese Zahlungen sind zum Beispiel Ausbildungssatz oder Arbeiterentgeld.
Dieses Zahlungen werden zwar mit dem Regelsatz des ALG2 verrechnet, werden jedoch zunächst nach Abzug von Sozialversicherungsanteil und Steuer mit einem Freibetrag von 400 Euro belesen.
Wer also weniger als 400 Euro im Monat für sich verdient, kann diese behalten ohne eine Kürzung oder gar Streichung des Regelsatzes befürchten zu müssen.

 

Minijobs während einer Umschulung

Das die durch die Hartzkommission festgelegten Regelsätze alles andere als üppig ausfallen, dürfte für alle Betroffenen klar sein.
Um die finanzielle Situation zu verbessern, greifen viele ALG2 Empfänger auf die Möglichkeit zurück, sich mittels eines Minijobs einen Zusatzverdienst zu erwirtschaften.
Die Einnahme aus Minijobs werden durch das Sozialgesetzbuch II geregelt und demnach auch auf den Regelsatz angerechnet.

Hier sind jedoch einige Schranken eingebaut:

  • Einnahmen von bis zu 100 Euro sind anrechnungsfrei
  • Einnahmen von 100-1000 Euro werden nur zu 80 % angerechnet
  • Einnahmen von 1200-1500 Euro werden zu 90% angerechnet.

 

Grundsätzlich ist also auch eine Tätigkeit im Minijob während einer Umschulung möglich. Die Anrechnung von Einnahmen auf den Regelsatz machen es jedoch zuweilen unrentabel, zu viel dazu zu verdienen.

 

Übergangsgeld

Eine besondere Leistung ist das sogenannte Übergangsgeld. Hierbei handelt es sich um eine Leistung, die bei der Finanzierung einer Umschulung helfen soll und dabei auf Personen anzuwenden ist, die aufgrund einer Erkrankung nicht mehr in ihrem ursprünglichen Beruf arbeiten können.
Übergangsgeld wird immer nur dann bezahlt, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Nähere Informationen finden Sie hier.

Da es sich bei dem Übergangsgeld um eine anrechenbare Leistung handelt, wird der zu zahlenden ALG2-Satz um den ausgezahlten Betrag verringert.
Da es sich hierbei jedoch um eine sehr individuelle Rechnung handelt, welche im Rahmen dieses Artikels nicht umfassend behandelt werden kann, wenden Sie sich bei diesbezüglichen Fragen bitte an die Bundesagentur für Arbeit bzw. an die Rentenversicherung.

Nachdem nun dargestellt wurde, welche finanziellen Rahmen vorausgesetzt werden, wird noch ein weiterer wichtiger Punkt behandelt, bevor dieser Text mit einem Fazit schließt – den Konsequenzen beim Abbruch einer Umschulung.

 

Abbruch einer Umschulungsmaßnahme mit ALG2 – Die Konsequenzen

Wird eine Umschulungsmaßnahme zwar durch die Bundesagentur für Arbeit zugesagt, jedoch nicht angetreten bzw. Maßnahmen abgebrochen, können finanzielle Einbußen folgen.

Während der Abbruch einer Maßnahme ohne triftigen Grund regelmäßig eine (Teil-)Rückzahlung des Bildungsgutscheines nach sich zieht, werden im Zusammenhang mit ALG2-Zahlungen vor allem Kürzungen vorgenommen werden.

Eine angeordnete Umschulungsmaßnahme etwa, die nicht angetreten wird, kann mit einer Leistungskürzung von 30% geahndet – hierbei handelt es sich um einen Vertragsbruch, welcher gemäß Sozialgesetzbuch geahndet wird.
Bei wiederholten Vergehen werden sogar bis zu 60% der Leistungen einbehalten.

Neben den besseren Erfolgschancen am Arbeitsmarkt ist die Durchführung einer Umschulung also auch direkt finanziell von Vorteil.

 

Umschulung und ALG2 – Fazit

Umschulungen bieten die Möglichkeit, durch eine Neuorientierung einen Neueinstieg in das Berufsleben zu finden. Daher werden Maßnahmen durch die Bundesagentur für Arbeit gefördert und mittels Bildungsgutscheinen unterstützt.

Auch als Empfänger von ALG2 ist man berechtigt, an eine solchen Maßnahme teilzunehmen und kann zudem von weiteren Zulagen profitieren. Mit einer Kürzung des ALG2-Regelsatzes ist nur dann zu rechnen, wenn vermittelte Maßnahmen nicht wahrgenommen werden können.
Selbst Nebenverdienste durch Minijobs können weiterhin erwirtschaftet werden.

Wir hoffen, Ihnen mit unserem Artikel zum Thema Umschulung und ALG2 ausreichende Informationen geliefert zu haben und wünschen Ihnen alles Gute und viel Erfolg für Ihren beruflichen Werdegang!

 
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