Dieses Thema enthält 1 Antwort und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Ulli vor 4 Jahre, 3 Monate.

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    fischerin
    Teilnehmer

    Hallo,
    mein Freund (55) wurde im März 2013 wegen seines Tremors (Zittern) auf M. Parkinson diagnostiziert und erhielt Medikamente, die es ihm unmöglich machten, zu arbeiten (Halluzinationen, starker Schwindel, Blutdruck von bis zu 255/130 etc.). Er arbeitete im medizinischen Bereich, wo eine gute Fingerfertigkeit erforderlich war. Er vertrug die Medikamente (s. Blutdruckwerte) nicht und sie halfen auch nicht gegen den starken Tremor in den HÄnden. Daher entschloss sich mit seinem Facharzt im Februar dieses Jahres, die Medikamente langsam auf Null zu reduzieren. Seine Blutwerte u.a. normalisierten sich. Der Tremor blieb. Im vergangenen Juli suchte er eine Tremorklinik auf und dort hieß es: definitiv kein Parkinson! “Nur” einen sog. essentiellen Tremor.

    Seit März 2013 ist er krank geschrieben. Jetzt als arbeitssuchend beim Arbeitsamt gemeldet und fühlt sich zwischen Arbeitsamt und Rentenversicherung hin und her geschoben (sagt er).

    Als er Ende April alle Medikamente auf Null gefahren hatte, konnte er (Zitat) “auch wieder klar denken”. Unter Medikamenteneinfluss war er z.B. nicht in der Lage einen Aktenordner chronologisch zu sortieren. Er kann wieder Rad fahren (kein Schwindel mehr) und hat keine Halluzinationen mehr. Der Tremor ist jedoch geblieben.

    In ihm reifte die Idee, eine Umschulung zum Heilpraktiker zu machen, da er sich wieder im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte fühlte und begann diese im Mai. Hoch motiviert ist er nach wie vor und trotz seines Tremors – der stundenweise deutlich weniger ist – saugt er das Wissen auf wie ein Schwamm. Dass der Tremor stundenweise reduziert ist, ist ihm z.B. möglich, weil er sich selbst die Akupunktur-Nadeln setzen kann, um den Tremor zu reduzieren oder auch homöopathische Wirkstoffe zu sich nimmt, die nach TCM, Ayurveda etc. gegen das Zittern helfen sollen (und wahrscheinlich auch tun).

    Wir waren der felsenfesten Überzeugung, das wir es schaffen würden, die erforderlichen Kosten für die Ausbildung und Fachliteratur etc aufzubringen. Nun fühlt er “zwischen Arbeitsamt und Rentenversicherung hin- und hergeschoben und stellt fest, dass er über kurz oder lang die Kosten nicht mehr alleine (bzw wir zu zweit) tragen kann/können.

    Besteht die Möglichkeit, diese – obwohl schon begonnene – Umschulung vom Rententräger bezuschusst zu bekommen bzw. als Fortsetzung der Umschulung bezahlt zu bekommen?

    In seinem früheren Beruf wird er definitiv nicht mehr arbeiten können, da der Tremor zwar geringer, aber nicht verschwunden ist.

    Vielen Dank, dass Sie/ihr bis hierher gelesen habt. Wir erhoffen uns Hilfe von Ihnen/euch, da mein Freund sich Sorgen macht, dass, wenn er seinen Rentenberater anspricht, alles noch falscher wird.

    Wir wissen nur eins: Dieser neue Beruf ist jetzt schon sein Lebensinhalt und wir suchen händeringend nach einer Möglichkeit, diese Zeit der Ausbildung zu überstehen.

    Vielen Dank für eure Antworten.

    Die Fischerin


    #3382 Antwort

    Ulli
    Teilnehmer

    Hallo “Fischerin”,

    was für eine Art der Umschulung ist es denn? Eine schulische oder ein Fernstudium?
    Ich möchte euch nicht die Hoffnung nehmen, aber ich halte es für unwahrscheinlich, dass der Rententräger die Kosten für die Ausbildung trägt, da die Chancen danach ja nicht wirklich rosig sind. Coach- und Heilpraktiker-Ausbildungen sind meist nur für die Schulen, die das anbieten, lukrativ.

    Die Frage ist ja auch, wie gehts dann weiter? Will dein Freund eine Praxis eröffnen? Das kostet ja auch wieder und zumindest am Anfang heißt es Durststrecken zu überstehen, weil man noch keinen Patientenkreis hat.

    Aber wenn es jetzt wirklich nur um die Schulungskostn geht, würde ich empfehlen, das Vorbereitungsmaterial auf die Heilpraktikerprüfung im Internet gebraucht zu kaufen und mich dann extern zur Heilpraktikerprüfung anzumelden, d.h. Vorbereitung darauf im Selbststudium. Eine Ausbildung davor ist ja keinesfalls verpflichtend und oft leider auch Geldschneiderei.

    Viele Grüße und alles Gute, dass es deinem Freund auch bald gesundheitlich besser geht,
    Ulli


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Antwort auf: Alles falsch gemacht???
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