Dieses Thema enthält 4 Antworten und 4 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Dörte vor 4 Jahre, 7 Monate.

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  • #2696 Antwort

    Dani71184
    Teilnehmer

    Hallo !

    Ich bin neu hier in dem Forum und wollte euch um euren Rat bitten. Dazu erst einmal ein paar Worte über mich und meine Situation:
    Ich bin 29 Jahre alt und seit einem halben Jahr examinierte Ergotherapeutin. Ich hatte einige Zeit nach einer Ausbildung gesucht aber nichts gefunden. 2010 eröffnete sich mir dann die Chance diese Ausbildung zu machen und ich war wirklich happy. Nicht wegen speziell dieser Ausbildung sondern aufgrund der Tatsache, dass ich überhaupt mal eine Ausbildung machen konnte. Ich wäre lieber Erzieherin geworden, konnte aber keine der Zugangsvorraussetzungen erfüllen 🙁 Während der Ausbildung zur Ergotherapeutin ist mir dann zunehmend aufgefallen, dass ich mich mit dem Klientel wie Suchtpatienten sehr schwer tat. Und so zählte ich die Tage rückwärts bis zum Examen… Ich habe in meiner Ausbildung in den praktischen Teilen viele Fehler gemacht wie zB zu viel Nähe zu Patienten um ihnen zu “helfen”. Man sagte mir kürzlich, dass bei mir sicher eine Art Co-Abhängigkeit vorhanden wäre, da ich Jahre lang den Alkoholkonsum meines Vaters miterleben musste. Ich habe mich durch mein Verhalten in der Ausbildung letztendlich selbst in Gefahr gebracht was mir aber erst viel später bewusst wurde. Ich habe unter anderem gesehen wie sich ein Patient wegen mir in den Arm geschnitten und geblutet hat. Das und noch einige weitere Ereignisse haben dazu beigetragen, dass ich nicht als Ergotherapeutin arbeiten kann. Ich hatte vor 2 Wochen mein letztes Vorstellungsgespräch und habe kurz vorher zitternd im Auto gesessen und am Abend vorher kaum geschlafen. Als die Absage kam war ich froh und happy. Ich fange an zu zittern und bekomme panische Angst alleine durch den Gedanken als ET zu arbeiten. Ich glaube alleine dadurch, dass mein Vater selbst Alkoholiker war war es keine so gute Idee diesen Beruf zu erlernen. Zudem hatte ich fast die ganze Ausbildung über nur Ärger. Nun weiß ich nicht wie es weiter geht. Ich möchte gerne eine Umschulung beantragen und möchte nun wissen wie groß die Wahrscheinlichkeit ist diese finanziert zu bekommen. Ich habe mit meiner Beraterin noch nicht gesprochen, habe aber am 9.04. Meinen Termin. Was erhöht meine Chancen eine Umschulung zu bekommen? Ich habe schon ein Attest von meinem Hausarzt, dass ich bei ihm von April bis November wegen Depression in Behandlung war. Und Ende April habe ich einen Termin beim Psychiater. Die Zeugnisse von meinen schlechten Praktika in der Ausbildung habe ich auch. Was kann ich noch tun? Welche Argumente sind gut? Welche Bescheinigungen brauche ich noch?
    Ich bedanke mich schon einmal für die Hilfe und hoffe auf gute Ratschläge 🙂


    #2703 Antwort

    Redaktion
    Keymaster

    Hi Dani,

    das hört sich ja derzeit alles etwas schwierig an bei dir…bist du in psychologischer Behandlung? Nicht nur, weil das die Chancen auf eine Umschulungsfinanzierung erhöhen würde, sondern auch, weil ich denke, dass du erst mal einiges in deinem Leben ordnen solltest um gestärkt dich wieder Herausforderungen stellen zu können….


    #2744 Antwort

    Dani71184
    Teilnehmer

    Ich habe heute erfahren, dass die Ausbildung zur Logopädin so gut wie nie durch die Arge finanziert wird sondern durch andere Gelder 🙁 Und Termin bei meiner Beraterin hatte ich immernoch nicht, weil Madamme krank ist 🙁 Ich habe einen Termin bei einem Psychiater Ende April um die Sache sicherer zu machen ^^


    #2773 Antwort

    Hi Dani,

    wie ist denn der aktuelle Stand bei dir? Bei der Umschulung zur Logopädin ist es wahrscheinlich so, dass wie so oft nur betriebliche Umschulungen gefördert werden und die Logopädie-Ausbildung meist nur von Schulen angeboten wird….


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    #2794 Antwort

    Dörte
    Teilnehmer

    Hallo Dani!
    Ich habe gerade das gleiche problem.vor 1 1/2 jahren wurde bei meiner tochter eine nicht heilbare krankheit festgestellt und daraufhin war ich selber wegen 1 jahr krank geschrieben weil ich das alles nicht verkraftet habe.in dieser zeit wurde ich von meiner therapeutin für berufsunfähig erklärt und musste von der krankenkasse aus auch zum MDK gutachten,welches mir die berufsunfähigkeit auch bestätigte.danach habe ich bei der rentenkasse einen antrag auf teilhabe am arbeitsleben gestellt ( ich bin altenpflegerin )weil ich nicht mehr in derlage war mit tod kranken menschen zu arbeiten.dieser antrag wurde abgelehnt weil ich ja laut aussage der rentenkasse noch als PDL arbeiten könne.ich habe widerspruch eingelegt und bekam erneut eine absage mit der gleichen begründung.nun habe ich ein termin beim anwalt und werde klage einreichen.du musst mindestens ein halbes jahr in behandlung sein um diesen antrag stellen zu können.ich wollte auch erzieherin umschulen,aber das amt sagt das sie keine drei jahre finaziert,was so nicht ganz richtig ist,es gibt härtefallentscheidungen.


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Antwort auf: Umschulung wegen psychischer Einschränkungen
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