Hausverwalter spielen eine wichtige Rolle bei der Kommunikation zwischen Eigentümer und Mieter.

Der Hausverwalter oder die Hausverwalterin ist das Herzstück eines Miethauses, einer Eigentümergemeinschaft oder einer gewerblichen Immobilie. Er ist Ansprechpartner für alle beteiligten Parteien. Er koordiniert die Gewerke, falls Reparaturen fällig sind, kann als Mediator bei Streitigkeiten auftreten und setzt die Hausordnung in Abstimmung mit den Eigentümern und unter Berücksichtigung der gesetzlichen Anforderungen auf. Des Weiteren überwacht er deren Einhaltung.

Die Zuständigkeit des Hausverwalters erstreckt sich auch auf die Erstellung der Nebenkostenabrechnung der gesamten Immobilie. Diese schlüsselt er dann auf die einzelnen Wohneinheiten auf.

Er hat Kontakte zu verschiedenen Dienstleistern, kann den Eigentümern passende vorschlagen, tritt mit den einzelnen Anbietern in Verhandlung und kümmert sich um die buchhalterische Abwicklung.

 

Welche Zukunftsperspektiven bietet der Beruf des Hausverwalters?

Der Immobilienmarkt ist im Wachstum. Durch den aktuell niedrigen Bankzins sind Immobilien als Wertanlage attraktiv wie nie. Wird ein Gebäude als Geldanlage genutzt, wird es in der Regel vermietet. Möchte sich der Eigentümer nicht selbst um die Verwaltung kümmern, wird ein Hausverwalter oder eine Hausverwalterin beauftragt. Dieser kann sich um eines oder auch mehrere Gebäude kümmern. Auch bei Wohngebäuden, die eine Eigentümergemeinschaft haben, wird in der Regel ein Hausverwalter eingesetzt um den Verwaltungsaufwand und das Konfliktpotential zu reduzieren.

Vor diesem Hintergrund, ist der Beruf des Hausverwalters auch in Zukunft gefragt. Der Verdienst beträgt aktuell im Bundesdurchschnitt etwa 2.500,00 Euro. Abweichungen in beide Richtungen sind möglich und sind unter anderem abhängig vom Ort, der Anzahl der verwalteten Objekte und dem Umfang der übernommenen Aufgaben.

 

Zu welchen Berufen passt diese Weiterbildung?

Die Umschulung bietet sich für all diejenigen an, die sich für die Verwaltung von Immobilien interessieren. Besonders prädestiniert für die Fortbildung sind Eigentümer, Beiräte und Menschen, die bereits im Bereich Hausverwaltung tätig sind.

 

Zugangsvoraussetzungen

Es gibt keine gesonderten Hürden zur Aufnahme der Umschulung. Ein gewisses Interesse an dem Themengebiet und kommunikative Stärke sind jedoch hilfreich. Besonders geeignet sich all jene, die bereits eine abgeschlossene Ausbildung in der Immobilienwirtschaft haben oder in der Hausverwaltung tätig sind. Genauere Informationen können bei den jeweiligen Anbietern eingeholt werden.

 

Inhalte und Aufbau der Weiterbildung

Die Umschulung zum Hausverwalter / zur Hausverwalterin ist in erster Linie theoretischer Natur. Sie erstreckt sich über etwa 120 Unterrichtseinheiten und wird in der Regel mit einem IHK-Zertifikat beendet. Die fachliche Ausbildung beruht auf drei Hauptbereichen: Erstens, die Verwaltung nach dem Wohnungseigentumsgesetz, zweitens, die praktische Umsetzung der Wohnungseigentumsverwaltung und drittens, die Verwaltung von Mietwohnungen.

Der erste Themenbereich wird in den Aspekten des Wohnungseigentumsrechts, den Pflichten und Rechten des Verwalters, dem Auftrag zur Verwaltung und der daraus resultierenden Vergütung, sowie bezüglich des WEG-Verfahrens vertieft.

Der zweite theoretische Block befasst sich mit dem Wirtschaftsplan und der Erstellung der Jahresabrechnung, den Organisationsstrukturen und -hilfen, sowie der Anberaumung und Durchführung einer erfolgreichen Eigentümerversammlung.

Im letzten Bereich fokussiert sich die Ausbildung auf die Besonderheiten und Eigenarten der Mietverwaltung und des Mietverwaltungsvertrages. Es werden mögliche Leistungsstörungen, Mietminderungen, die Nebenkosten und ihre korrekte Abrechnung behandelt. Des Weiteren geht es um die Betreuung des Mietobjekts, genauer um die normale Abnutzung und den Mieterauszug. Gesetzliche Vorgaben im Mietprozess bis hin zur Zwangsvollstreckung sind ebenfalls ein Thema.

 

Welche Förderungen gibt es bei der Fortbildung zum Hausverwalters?

Die Umschulung kann maximal zur Hälfe mit EU-Fördermitteln bezuschusst werden. Genaueres erfahren Interessenten bei der Agentur für Arbeit oder den jeweiligen Anbietern der Fortbildung.

 

Anbieter der Umschulung

Es gibt deutschlandweit sehr viele Anbieter für die Umschulung zum Hausverwalter. Informationen und Kontakte können über die Bundesagentur für Arbeit oder die zuständige IHK erfragt werde. Es folgt ein kleiner Auszug der möglichen Partner:

  • IHK Bildungshaus in Stuttgart: Immobilienverwalter (IHK) – zur Webseite
  • IHK Wirtschaftsakademie in Schleswig-Holstein: Professionelle Hausverwaltung (IHK) – zur Webseite
  • TA Bildungszentrum: Immobilienverwalter (IHK) – zur Webseite

 

Verwandte Fernstudiengänge

Immobilienverwaltung kann auch im Zuge eines Studiums an einer Fernuniversität belegt werden. Dieses vertieft die Umschulungsinhalte und ist akademischer aufgebaut. Anbieter sind unter anderen:

  • EBZ: Geprüfte/r Immobilienverwalter/in (EBZ) – zur Webseite
  • ILS: Immobilienverwaltung – zur Webseite
  • SGD – Studiengemeinschaft Darmstadt: Geprüfte/r Haus- und Grundstücksverwalter/in (SGD) – zur Webseite

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