Häufige Fragen zur Umschulung

Wer zum ersten Mal vor die Entscheidung, eine Umschulung zu beginnen, gestellt wird, stellt sich viele Fragen: Unter welchen Voraussetzungen fördert die Agentur für Arbeit, das Jobcenter oder die Rentenversicherung eine Umschulung? Was für rechtliche Möglichkeiten habe ich, wenn der Antrag auf eine Umschulung abgelehnt wird? Was ist, wenn die Umschulung mir dann doch nicht zusagt oder es Probleme im Umschulungsbetrieb gibt? Kann ich eine Umschulung notfalls auch abbrechen und nach einem Abbruch eine zweite Umschulung machen?  Wieviel verdient man während einer Umschulung? 

Diese und noch viele andere Fragen rund um verkürzte Umschulungen und zweite Ausbildungen möchten wir Ihnen hier beantworten. Wer sich vorab gut informiert, steigert seine Aussichten auf eine finanzierte Umschulung (“Ist das Beratungsgespräch wirklich eine Beratung?”) und kann besser für sich abschätzen, ob eine verkürzte Ausbildung der richtige Weg in einen neuen Beruf darstellt.

Falls Sie eine Frage zum Thema Umschulung haben, deren Antwort hier eine sinnvolle Ergänzung darstellen könnte, dann zögern Sie bitte nicht und schreiben Sie uns eine Nachricht in der Kommentarleiste.

Eine Übersicht zu allen möglichen Umschulungsberufen finden Sie hier: Welche Umschulungen gibt es? 

Grundsätzliche Überlegungen vor Beginn einer Umschulung:

Für die Umschulung bekommen Sie im Idealfall einen Bildungsgutschein von der Agentur für Arbeit oder vom Jobcenter bewilligt. So werden nicht nur die Kosten der verkürzten Umschulung, sondern auch Ihr Lebensunterhalt und etwaige Mehrkosten gedeckt. Gleiches gilt für Umschulungen, die durch die Rentenversicherung finanziert werden sollen. Bevor Sie in das verpflichtende Beratungsgespräch gehen, sollten Sie unbedingt sich mit folgenden Themen auseinandersetzen:

 

Wer bekommt eine Umschulung finanziert?

Umschulungen sollen Arbeitslosen, Arbeitssuchenden und Arbeitnehmern eine staatlich finanzierte Chance auf rasche Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt geben. Dabei steht nicht das Erlernen des Wunschberufs im Vordergrund, sondern die Notwendigkeit der Förderung um Ihnen dazu zu verhelfen, sich eigenständig und dauerhaft den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. Bei der Bewilligung des Bildungsgutscheins zeigen sich dennoch einige Unterschiede, je nachdem ob Sie einer dieser Personengruppen zugeordnet werden können:

 

Umschulung wurde nicht bewilligt:

Sie haben im Beratungsgespräch den Antrag auf einen Bildungsgutschein für die Umschulung gestellt, doch das Arbeitsamt oder die Rentenversicherung lehnen ihn ab. Wichtig ist, dass Sie analysieren, auf welchen Gründen die Ablehnung beruht. Nicht selten führt ein gut begründeter Widerspruch doch noch zum gewünschten Erfolg. Zögern Sie bitte nicht Hilfe zu suchen: Für den Widerspruch sollten Sie sich mit einem Sozialberater in einer Sozialberatungsstelle besprechen. Sollten Sie klagen wollen, reden Sie zuvor unbedingt mit einem Fachanwalt für Sozialrecht (mit einem Rechtsberatungsschein des Amtsgerichts!) Die wichtigsten Informationen zum Umgang mit einem abgelehnten Bildungsgutschein finden Sie hier.

 

Alle Fragen rund ums Geld:

Wer eine Umschulung macht, hat häufig schon Familie und andere Verbindlichkeiten. Die Frage, welche und in welcher Höhe Kosten durch das Arbeitsamt und die Rentenversicherung gedeckt werden, ist absolut legitim. Lassen Sie sich grundsätzliche alle Zusagen und Absagen von Kostenübernahmen schriftlich geben, damit Sie auf der sicheren Seite sind. Möchte die Rentenversicherung, Arbeitsagentur oder das Jobcenter bestimme Kosten nicht decken, dann ist auch hier ein Widerspruch möglich.

 

Fragestellungen, die während einer Umschulung auftauchen können:

Eine Umschulung dauert im Durchschnitt zwei Jahre. Ein Zeitraum in dem sich unerwartete Probleme entwickeln können. Im Grundsatz gilt: Machen Sie keine Alleingänge, sondern sprechen Sie mit dem Umschulungsbetrieb und der Kostenstelle (Jobcenter, Arbeitsagentur, Rentenversicherung, Berufsgenossenschaft – je nachdem wer die Umschulung finanziert), wenn es Schwierigkeiten gibt. Meistens gibt es nach einem Gespräch doch eine Lösung, auch wenn es anfangs nicht danach aussieht:

 

Ratgeber Kündigung:

Der Wunsch nach einer Umschulung wird häufig durch Probleme im bisherigen Arbeitsverhältnis geweckt. Eine Kündigung seitens des Arbeitgebers ist sicherlich einer der unangenehmsten Erlebnisse im Arbeitsleben. Kündigungen sind nicht immer rechtmäßig. Wir haben Ihnen einige Konstellationen hier aufgeschlüsselt:

 

Ratgeber Arbeitslosigkeit:

Sie sind arbeitslos und möchten eine Umschulung machen? Bis es mit der Maßnahme zum Berufswechsel losgeht, stellen sich womöglich folgende Fragen:

 

6 Gedanken zu „Häufige Fragen zur Umschulung“

  1. Hallo liebes Team!

    Ich konnte auf Ihrer Seite das Impressum nicht finden. Wie komme ich an diese Informationen?

    Herzlichen Dank!

    Antworten
    • Hallo Birgit,

      das Impressum ist auf jeder Seite in der rechten Leiste in der Kategorie Kontakt zu finden.
      Bitte stellen Sie Anfragen zu Umschulungen nur über die Kommentarfunktion am Ende eines Artikel.
      Alles Gute für Sie!

      Antworten
  2. Habe Rückenschmerzen wegen Arthrose in 2 Lendenwirbeln und 1 eingeklemmten Bandscheibe. Kann mich nicht weit verdrehen und schwerere Sachen heben. Welcher Beruf wäre angebracht, wo ich wechselnde Bewegungen ausübe?

    Antworten
    • Hallo Andy, ich kenne nun Ihre Vorbildung nicht und Ihre beruflichen Wünsche. Ich könnte mir eine Tätigkeit im Außendienst, z.B. im Vertrieb vorstellen oder aber im sozialen Bereich? Das ist natürlich jetzt völlig ins Blaue hinein. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Suche nach Ihrem neuen Tätigkeitsfeld!

      Antworten
  3. Hallo,
    ich bin 26 jahre und schon einige Zeit im Vertrieb tätig.
    Früher oder später sollte ich die Branche wechseln (Druckerei – Etikettendruck..etc.)
    Besteht die Möglichkeit eine Umschulung zu machen? Möchte ehrlich gesagt keine Ausbildung von Anfang an starten…
    Würde mich freuen wenn man mir weiterhelfen kann.
    Liebe Grüße Lumix123

    Antworten
    • Hallo Lumix,

      für eine Förderung müsste ein fassbarer Grund wie Erkrankung oder eine schlechte Arbeitsmarktsituation vorliegen. Einfach den Beruf wechseln, weil man das möchte, ist leider im System nicht vorgesehen…

      Antworten

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