Eine qualifizierte Qualitätskontrolle ist in allen Fertigungsbetrieben essentiell.

In der industriellen Fertigung ist es stets wichtig, dass die Produkte einen bestimmten Qualitätsstandard aufweisen. Dies bezieht sich zum einen auf deren Formen. Hier kommt es immer wieder zu Abweichungen vom eigentlich vorgegebenen Wert. Dies können die Unternehmen zwar nicht gänzlich ausschließen, doch ist es wichtig, dass sich diese innerhalb der vorgegebenen Grenzwerte bewegen.

Die Qualitätskontrolleure vermessen die fertigen Produkte, um festzustellen, ob sie innerhalb der Toleranzen liegen. Darüber hinaus ist es im Rahmen der Qualitätsprüfung auch erforderlich, die Materialien genau zu überprüfen. Auch in diesem Bereich kann es immer wieder zu Schäden kommen. Daher ist es wichtig, stets zu kontrollieren, ob die Materialien den gestellten Anforderungen an die Festigkeit genügen. Darüber hinaus ist es erforderlich, weitere Aspekte wie beispielsweise Oberflächengüte und die allgemeine Funktionstüchtigkeit zu testen.

Der Qualitätskontrolleur stellt sicher, dass die Produkte eines Unternehmens stets den Anforderungen entsprechen. In besonders sensiblen Bereichen testet er jedes einzelne Produkt, das hergestellt wird. In anderen Unternehmen sind hingegen Stichproben ausreichend. Wie die genaue Tätigkeit der Qualitätskontrolleure aussieht, hängt stets stark von der Art der hergestellten Produkte ab.

 

Die Zukunftsaussichten für Qualitätskontrolleure

Für ein Unternehmen ist es wichtig, dass die hergestellten Produkte stets den jeweiligen Qualitätsstandards entsprechen. Halten die Erzeugnisse nicht, was sie versprechen, führt dies zu Unzufriedenheit bei den Kunden, was in vielen Fällen die wirtschaftliche Existenz des Herstellers gefährden kann. Daher ist eine sorgfältige Qualitätskontrolle stets sehr wichtig.

Zwar gibt es immer mehr automatisierte Messverfahren, doch gibt es in diesem Bereich nach wie vor Tätigkeiten, die nur ein ausgebildeter Qualitätskontrolleur übernehmen kann. Aus diesem Grund sind die Zukunftsaussichten in diesem Beruf positiv.

 

Inhalte und Länge der Umschulung

Wenn Sie eine Umschulung zum Qualitätskontrolleur durchführen, erlernen Sie viele verschiedene Tätigkeiten, die notwendig sind, um die Qualität eines Produkts zu erkennen. Dabei beschäftigen Sie sich zunächst mit einigen theoretischen Überlegungen zur Qualität, um zu erfahren, wie sich dieser Begriff definiert und worauf bei der Kontrolle der Qualität zu achten ist.

Die Kurse beinhalten die rechtlichen Grundlagen der Qualitätskontrolle und befassen sich mit Normen, die Sie in diesem Bereich beachten müssen. Darüber hinaus lernen Sie bestimmte Methoden kennen, um die Qualität eines Produkts, eines Verfahrens oder einer Dienstleistung zu ermitteln.

Dabei gibt es viele spezielle Themen, die für die Prüfung eines Produkts wichtig sind. Sie befassen sich beispielsweise mit technischen Bauplänen, sodass Sie nach der Weiterbildung überprüfen können, ob die fertigen Produkte diesen Vorgaben entsprechen. Um auch im Bereich der Stichproben zuverlässige Ergebnisse liefern zu können, befassen Sie sich auch mit der Statistik.

Da es sich hierbei nicht um einen anerkannten Ausbildungsberuf handelt, gibt es auch keine einheitlichen Regeln für die Länge der Lehrgänge. In der Regel ist die Dauer jedoch relativ kurz. Es gibt einige Kurse, für die nur ein bis zwei Wochen notwendig sind. Bei anderen Lehrgängen beträgt die Ausbildungszeit mehrere Monate.

Interessantes Video über Qualitätskontrolle in einem eher exotischen Bereich:

Für wen eignet sich die Umschulung?

Bei den Kursen zum Qualitätskontrolleur handelt es sich nicht um eine eigenständige Berufsausbildung, sondern lediglich um eine Zusatzqualifikation. Aus diesem Grund ist es sehr empfehlenswert, dass Sie bereits über eine Berufsausbildung in der Branche, in der Sie als Qualitätskontrolleur tätig sein möchten, verfügen. So verfügen Sie bereits über eine hohe Sachkenntnis im Bereich der Herstellung der entsprechenden Produkte. Durch die Teilnahme an einem Lehrgang im Bereich der Qualitätskontrolle lernen Sie dann alle notwendigen Fähigkeiten, die Sie für eine genaue Überprüfung der Erzeugnisse benötigen.

Grundsätzlich eignet sich die Umschulung zum Qualitätskontrolleur daher in erster Linie für Personen, die über eine handwerkliche oder technische Ausbildung verfügen. Darüber hinaus ist es erforderlich, dass Sie Ihre Tätigkeit in Eigenverantwortung und mit viel Präzision und Sorgfalt durchführen können.

 

Die Förderungsmöglichkeiten

Wenn Sie sich für eine Umschulung zum Qualitätskontrolleur interessieren, ist es wichtig, sich über die Finanzierung zu informieren. In einigen Fällen können Sie hierfür eine Förderung durch das Jobcenter in Anspruch nehmen. Da es sich hierbei um eine Weiterbildungsmaßnahme handelt, können Sie hierfür oftmals Bildungsgutscheine verwenden.

Voraussetzung dafür ist stets, dass Sie den entsprechenden Kurs bei einer anerkannten Bildungseinrichtung belegen und dass er sich als Weiterbildungsmaßnahme bei Ihrer bisherigen Tätigkeit anbietet.

 

Bei welchem Anbieter können Sie die Umschulung durchführen?

Der erste Ansprechpartner für eine Umschulung zum Qualitätskontrolleur ist in der Regel die IHK. Verschiedene regionale Vertretungen der Industrie- und Handelskammer bieten Kurse an, mit denen Sie sich in diesem Bereich weiterbilden können. Durch die Ausbildung bei dieser Einrichtung ist sichergestellt, dass die Lehrgänge inhaltlich hochwertig sind und Sie gut auf die Anforderungen in der Arbeitswelt vorbereiten. Außerdem sind IHK-Schulungen auch beim Arbeitgeber sehr angesehen.

 

Alternative Berufe durch ein Fernstudium erlernen

Wenn Sie sich für dieses Berufsfeld interessieren, aber kein passendes Angebot für die Fortbildung in der Nähe Ihres Wohnorts finden, besteht auch die Möglichkeit, ein Fernstudium zu absolvieren. Einige Institute bieten beispielsweise die Ausbildung zum Qualitätsbeauftragten mit einer Zertifizierung durch den TÜV an. Das Aufgabenfeld ist hierbei sehr ähnlich wie beim Qualitätskontrolleur.

Weitere Alternativen stellen alle technischen Berufsfelder dar. Hierbei steht jedoch die Fertigung und nicht die Kontrolle der Qualität im Vordergrund. Viele Verfahrensweisen sind jedoch auch hier sehr ähnlich. Eine Möglichkeit für einen Ausbildungsberuf ist beispielsweise der Maschinenbautechniker, Sie können jedoch auch Maschinenbau an einer Hochschule per Fernstudium studieren.


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