Restaurants und gastronomische Einrichtungen wird es immer geben. © Picture-Factory – Fotolia.com

Das Berufsbild

Restaurantfachleute sind für das Decken und Dekorieren von Tischen und für die Begrüßung von Gästen zuständig. Sie sprechen Empfehlungen für die Getränke- und Speiseauswahl aus und nehmen die Bestellungen der Gäste entgegen.

Sie servieren Getränke und Speisen und führen Rechnungserstellung sowie das Kassieren durch. Oft werden sie auch mit der Gestaltung und der Zusammenstellung der Speisekarte betraut. Wenn sie in Hotels tätig sind, werden Restaurantfachleute auch als Etagenservice eingesetzt. Nicht zuletzt bereiten Restaurantfachleute beondere Veranstaltungen wie Bankette und Hochzeiten vor und gewährleisten den reibungslosen Ablauf dieser Events.
Restaurantfachleute arbeiten zumeist in Bars und Restaurants, Gasthöfen, Pensionen und Hotels. Ihre Tätigkeitsbereiche sind Gasträume, Weinkeller und Hotelzimmer oder auch im freien befindliche Restaurantanlagen. Vom Empfangsbereich aus sorgen sie für Getränkebereitstellungen. Ihre Bürotätigkeiten beziehen sich z. B. auf die Tagesabrechnungen.

 

Zukunftsaussichten

Fachlich und persönlich geeignete Restaurantfachleute werden in der Gastronomie dringend gesucht. In Restaurants, Bars oder Cafés bestehen Aufstiegsmöglichkeiten bis zum Oberkellner, Chef de Rang oder Restaurantleiter. Zudem berechtigt bereits die abgeschlossene Umschulung/Ausbildung zur selbständigen Führung eines Restaurants oder sonstiger gastronomischer Betriebe.
Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen in Form des Besuchs der Meisterschule, einer Hotelfachschule oder eines Studiums zum „Staatlich geprüften Hotelbetriebswirt“.

 

Inhalte und Dauer der Umschulung

Umschulungen werden ab einer Ausbildungsdauer von 21 bis 24 Monaten (oft in Abhängigkeit von bestehenden Vorkenntnissen) angeboten. Die klassische duale Ausbildung in Ausbildungsbetrieb und Berufsschule dauert 3 Jahre.
Im ersten Ausbildungsdrittel erlernen die Umschüler/innen das Verhalten gegenüber Gästen (Empfang, Betreuung und angemessene Information über Produkte und Dienstleistungen), den Einsatz, die Reinigung und Prüfung von Gebrauchsgütern, Maschinen und Geräten, den Einsatz von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln, die Beschaffenheitsprüfung von Produkten des Küchenbereiches, die wirtschaftliche Zubereitung einfacher Speisen, die Zubereitung und das Ausschenken von Heiß- und Aufgussgetränken, das Servieren von Getränken und Speisen, die Durchführung anfallender Büroarbeiten, die Entgegennahme und Prüfung von Warenlieferungen sowie die Regeln bei der Warenlagerung und Warenkontrolle.
Im mittleren Ausbildungsdrittel werden Kenntnisse über die an den Kundenwünschen orientierte Beratung, die fachkundige Führung von Beratungs- und Verkaufsgesprächen, die lösungsorientierte Bearbeitung von Reklamationen, die Einleitung von Bestellungen und Bearbeitung von Zahlungsvorgängen, die Unterscheidung von Werbeträgern und Werbemittel und die Reinigung, Pflege und Herrichtung der Gasträume vermittelt.
Der letzte Ausbildungsabschnitt vertieft das Wissen über das Anbieten von Getränken und Speisen, die Führung von Beratungs- und Verkaufsgesprächen, die Zubereitung, die Präsentation und das Servieren von Getränken und Speisen am Tisch der Gäste, die Arbeitsorganisation und die Entgegennahme von Bestellungen.

 

Zielgruppe der Umschulung

Restaurantfachleute müssen körperlich belastbar und zu einer flexiblen Arbeitszeit bereit sein und eine sorgfältige Arbeit bei der Aufnahme von Bestellungen und bei der Einhaltung hygienischer Bestimmungen im Gastraum, im Warenlager und in der Küche sicherstellen. Auch Flexibilität hinsichtlich des Einsatzortes wird oft vorausgesetzt. Die Aufnahme, Vertiefung und Aufrechterhaltung des Kontaktes zu Restaurantgästen oder anderen Kunden setzt Kontaktfähigkeit voraus. Individuelles Eingehen auf Kundenwünsche erfordert Service- und Kundenorientierung. Die Zusammenarbeit innerhalb eines Restaurant- oder Hotelbetriebes erfordert Teamfähigkeit. Für Schriftverkehr und Kundengespräche ist eine gute deutsche Ausdrucksfähigkeit unabdingbar. Da Restaurantfachleute auch ausländische Gäste betreuen oder sogar im Ausland tätig sind, sind fundierte Englisch- und idealerweise sogar Französischkenntnisse hilfreich.
Zwar wird rechtlich keine spezielle Schulbildung vorausgesetzt, doch werden in der Praxis vorwiegend Personen mit zumindest Mittlerer Reife eingestellt.

Fördermaßnahmen

Bei einer Umschulung zum Restaurantfachmann/zur Restaurantfachfrau besteht eine Fördermöglichkeit durch das Jobcenter der Arbeitsagentur. Der Arbeitsvermittler des Jobcenters kann einen sogenannten „Bildungsgutschein“ ausstellen, wenn er zu der Einschätzung gelangt, dass eine bestehende oder drohende Arbeitslosigkeit nur durch die Umschulungsmaßnahme beendet bzw. abgewendet werden kann und keine anderen Arbeitsmarktinstrumente hierfür geeignet sind. Vorausgesetzt wird allerdings in der Regel, dass der Antragsteller bereits über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt oder drei Jahre berufstätig war. Der Bildungsgutschein bestätigt die Übernahme aller unmittelbar mit der Umschulung bei einem anerkannten Bildungsträger in Zusammenhang stehenden Kosten.

 

Anbieter der Umschulung

Umschulungen zum Restaurantfachmann/zur Restaurantfachfrau werden von vielen Bildungseinrichtungen wie z. B. der E. D. B., Bildungsgesellschaft für erfolgreiche Berufe GmbH, Velbert, der „ASG – Anerkannte Schulgesellschaft mbH, Nünchritz (Landkreis Meißen), der „Internationale Bund – Freier Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit e. V.“, Frankfurt am Main oder der Akademie Berlin-Schmöckwitz GmbH angeboten.

 

Zu einigen konkreten Anbieter der Umschulung zum Restaurantfachmann/ zur Restaurantfachfrau:

 

Alternative Umschulungen im Fernstudium

Alternativ zu einer Umschulung zum Restaurantfachmann können Umschulungen zum Betriebswirt für Systemgastronomie, Fachberater für Biogastronomie, Fachkraft im Gastgewerbe, Küchenmeister, Hotelkaufmann/Hotelkauffrau, Koch/Köchin und Diätkoch/Diätköchin belegt werden.


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