Servicekräfte in der Gastronomie haben gegenüber unausgebildeten Kräften oft bessere Berufschancen.

Übersicht über das Berufsbild

Servicekräfte sind in der Gastronomie dafür zuständig, den Kunden Speisen und Getränke zu servieren, sie zu betreuen, Bestellungen aufzunehmen und schließlich auch zu kassieren. Teils sind sie für besondere Gästebetreuungsangebote zuständig, wie beispielsweise den Büfettdienst, die Getränkebar oder auch im Hotel den Zimmerervice.

Servicekräfte findet man nicht nur in der klassischen Restaurantgastronomie, sondern auch in der Hotelgastronomie, im Lebensmitteleinzelhandel oder in Gesundheitseinrichtungen wie Pflegeheime und Krankenhäuser. Bei hohem Kundenaufkommen helfen sie auch manchmal bei der Zubereitung kleinerer Speisen in der Küche. Die Ordnung und die Sauberkeit der Gaststube fallen in die Zuständigkeit einer Servicekraft. Beispielsweise gehört dazu, dass die Tische stets aufgeräumt und frisch aufgedeckt sind und die Dekoration ordentlich aussieht.

Oftmals sind Servicekräfte auch im Catering für Events tätig, bedienen bei besonderen Anlässen wie Hochzeiten oder großen Banketten und sorgen dafür, dass der logistische Prozess reibungslos verläuft. Manchmal sind sie auch beim Einkauf der Lebensmittel mit tätig, helfen bei deren Lagerung oder Auslieferung von Bestellungen.

Das durchschnittliche Gehalt liegt zwischen 1800 und 1900 Euro brutto monatlich.

 

Zukunftsaussichten für den Beruf der Servicekraft in der Gastronomie

Die digitale Revolution hat bereits auch schon die Gastronomie erreicht: Bestellungen werden nun digital aufgenommen und verarbeitet. In manchen Ländern ist es bereits möglich, mit dem Smartphone zu zahlen. Die Anforderungen an die Servicekräfte wachsen mit. Es ist jedoch nicht zu befürchten, dass besonders in Deutschland die Tätigkeit der Servicekraft durch die ansteigende Digitalisierung mit wegrationalisiert werden wird, da die Gäste beim Essen das Gesamterlebnis, zu dem insbesondere der Service gehört, weiterhin zu schätzen werden wissen. Das Berufsbild Servicekraft wird also auch in Zukunft gefragt sein. Potentielle Umschüler sollten sich jedoch darüber bewusst sein, dass in diesem Beruf eine hohe Personalfluktuation herrscht und die Bezahlung oft als nicht zufriedenstellend betrachtet wird.

 

Eine Umschulung zur Servicekraft in der Gastronomie: Überblick

Die Angebote für Umschulungen als Servicekraft sind vielfältig. Zunächst einmal geht es darum, in welchem Bereich Sie einsteigen möchten: Wollen Sie klassisch als Bedienung tätig sein oder doch eher hinter der Bar stehen? Es gibt aber auch die Möglichkeit im Catering zu arbeiten, für Hotels im Zimmerservice und so weiter. Es gibt also verschiedene Möglichkeiten für Weiterbildungen in diesem Bereich.

Möchten Sie in den klassischen Serviceberuf der Bedienung einsteigen, so sind die möglichen Weiterbildungen oft recht kurz und variieren in der Länge zwischen einem und zwei Monaten. Sie lernen Hygienemaßnahmen und Hygienestandards in den Bereichen Produkthygiene, Personalhygiene und auch Betriebshygiene kennen. Des Weiteren erlangen sie Hauswirtschaftliche Grundkenntnisse über Lebensmittelkunde sowie über die Pflege und Reinigung von verwendeten Materialien und Stoffen. Sehr wichtig ist die Serviceorientierung, weswegen ein wichtiger Bereich der Fortbildung der Umgang mit den Kunden ist, sei es in der Ansprache oder im Konfliktmanagement. Zur Gestaltung des Gastraumes gibt es ebenfalls eine Schulung, die Ihnen sowohl Allgemeinwissen wie Tischformen, anlassbedingte Dekoration sowie die Art und Weise, Tische ordentlich aufzudecken als auch praktische Fertigkeiten wie den Buffetaufbau vermittelt. Auch über Kassensysteme werden Sie im Zuge der Weiterbildung gründlich informiert.

Da im Bereich des Services in der Gastronomie oft auch kurzfristig saisonal bedingt Mitarbeiter gesucht werden, ist es immer auch möglich im Zuge eines kurzen, mehrtägigen Crashkurses in einen Betrieb einzusteigen.

 

Zielgruppe der Umschulung zur Servicekraft in der Gastronomie

Um an einer Umschulung in diesem Bereich teilzunehmen, sollten Sie kundenorientiert arbeiten können und auch sehr belastbar sein. Die Tätigkeit erfordert oft viel körperliche Arbeit und die Arbeitszeiten sind oftmals sehr lang. Gleichwohl brauchen Sie für dieses Berufsbild viel Fingerspitzengefühl, da Sie auch in der Lage sein müssen, mit schwierigen Gästen umzugehen. Als Servicekraft sind Sie der Gastgeber und vertreten den Betrieb vor den Gästen.

 

Förderungsmöglichkeiten für die Umschulung zur Servicekraft in der Gastronomie

In vielen Bundesländern gibt es die Möglichkeit, Bildungsschecks in Anspruch zu nehmen. Dabei werden Ihnen bis zu 50% der Kosten ersetzt. Mehr Informationen dazu erhalten Sie über die offizielle Homepage Ihres Bundeslandes. Viele Weiterbildungen
sind auch steuerlich absetzbar. Von den einzelnen Bundesländern gibt es auch noch weitere Förderungsmöglichkeiten. Genaueres finden Sie hier. Darüber hinaus bietet auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA)Förderungsmöglichkeiten für viele Arten der Weiterbildung innerhalb der Gastronomie an. Näheres dazu finden Sie hier.

 

Anbieter der Umschulung

Viele Hotels, Restaurants aber auch Gastronomiefachverbände bieten Möglichkeiten für die Umschulung zur Servicekraft in der Gastronomie an. Wenn es eine Spezialumschulung wie beispielsweise eine Weiterbildung zum Barkeeper sein soll, so gibt es teils sehr renommierte Barkeeperschulen wie beispielsweise die European Bartender School, die spezielle Weiterbildungen in diesem Bereich anbieten.

 

Verwandte Bereiche der Umschulung als Fernstudium

Es ist möglich, eine Weiterbildung im Bereich der Gastronomie als Fernstudium durchzuführen. Eine Möglichkeit dafür wäre beispielsweise das Fernstudium zum Gastronomiebetriebswirt oder ein Fernstudium im Bereich Tourismusmarketing. Die Angebote in diesem Bereich sind sehr vielfältig.