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Ein/e Weinfachberater/in ist ein Experte rund um den Wein und berät sowohl gewerbliche als auch privaten Kunden vor und während eines Kaufs. Die einzelnen Sorten sowie deren Geschmäcker und Aromen stehen ebenso im Vordergrund wie Einzelheiten zur optimalen Lagerung, wobei sowohl die Dauer der Lagerung als auch die Lichtverhältnisse und natürlich die Temperatur eine entscheidende Rolle spielen.

Weinfachberater/innen werden in Weinfachgeschäften, im Getränkehandel und auf entsprechenden Messen eingesetzt. Auch in gastronomischen Betrieben wie Restaurants und Hotels sind sie zu finden und stehen ihrem Arbeitgeber als auch den Gästen mit Rat und Tat zur Seite. Im Großhandel kommen Weinfachberater/innen ebenso zum Einsatz wie direkt auf dem Weingut, wo sie die Weinproduzenten bei der Lagerung und beim Verkauf beraten. Auch für die ansprechende Präsentation und das Auffüllen des Bestands fallen in den Aufgabenbereich des/der Weinfachberaters/in.

Alternativ zur Bezeichnung Weinfachberater/in wird auch der Begriff Sommelier verwendet. Ursprünglich handelte es sich dabei um zwei verschiedene Berufsfelder, die seit 2009 aber zusammengelegt wurden. Bei den Sommeliers wird zwischen den Fachrichtungen Handel und Gastronomie unterschieden.

 

Zukunftsaussichten

Geprüfte Weinfachberater/innen, die über das entsprechende Know-how verfügen, sind in der Gastronomie, im Einzel- und Großhandel sowie bei den Weinproduzenten selbst sehr gefragt. Da diese Stellen aber kurz nach der Ausschreibung schnell wieder besetzt werden, ist Schnelligkeit gefragt. Grundsätzlich hat derjenige Bewerber die besten Voraussetzungen, der auch über die umfassendsten Kenntnisse und meisten Erfahrungen in seinem Beruf verfügt.

Findet ein/e Weinfachberater/in eine Anstellung in einem Fachgeschäft oder einem gastronomischen Betrieb und überzeugt er dort durch seinen Professionalität, hat er sehr gute Zukunftsaussichten, denn ein/e kompetente/r Weinfachberater/in wird in diesem Bereich heute zwingend benötigt.

 

Inhalte und Dauer der Umschulung

Bei der Ausbildung zum/zur Weinfachberater/in handelt es sich im Grunde genommen um eine Prüfung, die vor der IHK abgelegt wird. Bei dieser muss der Prüfling anhand gezielter Fragen unter Beweis stellen, dass er ein umfassendes Wissen über Weine (Sorten, Lagerung, Temperatur) besitzt.

Auch der angemessene professionelle Umgang mit Kunden (gewerblich und privat) und Kenntnisse des Marktes und der Wirtschaft sind Voraussetzungen für eine erfolgreiche Prüfung zum/zur Weinfachberater/in. Die vorherige Teilnahme an einem Lehrgang ist nicht zwangsläufig vorgeschrieben. So können auch Interessenten, die aufgrund ihrer beruflichen Praxis bereits die entsprechenden Kenntnisse erworben haben, die Prüfung ablegen.

Entscheidet sich ein Interessent für die Teilnahme an einem Lehrgang oder Seminar, fallen dafür meist nur zwischen drei und fünf Tagen an (sofern der Unterricht in Vollzeit durchgeführt wird). Zu den Inhaltsschwerpunkten zählt in erster Linie die Weinkunde, in deren Rahmen Wissenswertes über einzelne Sorten, Herstellungsverfahren und Aromen sowie Kenntnisse über Lagerung und das Servieren der einzelnen Weine vermittelt werden. Anschließend stehen Kommunikation, Rhetorik und Präsentationstechniken auf dem Stundenplan. Für die erfolgreiche Teilnahme an einer Weiterbildung zum/zur Weinfachberater/in wird ein Zertifikat ausgestellt, das auch bei der IHK vorgelegt werden kann.


 

Zielgruppe für die Umschulung

Eine Umschulung zum/zur Weinfachberater/in ist eine zusätzliche Qualifikation für alle, die bereits in der Gastronomie oder im Getränkehandel bzw. Fachhandel tätig sind und sich weiterentwickeln möchten. Auch branchenfremde Personen, die eine bestimmte Affinität zum Wein besitzen, eignen sich grundsätzlich für die Tätigkeit als Weinfachberater/in. Wer die Prüfung ablegen möchte, benötigt eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung und ein Jahr Berufspraxis oder eine vierjährige Berufspraxis in einem verwandten Bereich.

Voraussetzungen sind neben den erforderlichen Fachkenntnissen eine gute Ausdrucksfähigkeit und Rhetorik, Spaß am Umgang mit Kunden und eine gewisse Stressresistenz. Das Alter des Bewerbers spielt bei der Weiterbildung und Tätigkeit als Weinfachberater/in eine untergeordnete Rolle.

 

Förderungsoptionen

Für die Weiterbildung zum/zur Weinfachberater/in kommt grundsätzlich dann eine Förderung infrage, wenn die Aussicht auf eine erfolgreiche Vermittlung und Tätigkeit in Handel oder Gastronomie besteht. Ansprechpartner ist für Arbeitssuchende die Agentur für Arbeit oder das jeweilige Jobcenter. Da die Kosten für einen Lehrgang in diesem Bereich oftmals vergleichsweise gering ausfallen, werden sie meist vollständig übernommen. Wer die Umschulung berufsbegleitend absolvieren möchte, kann einen Bildungskredit aufnehmen. Hierfür ist die KfW oder das Bundesverwaltungsamt der richtige Ansprechpartner.

Anbieter der Umschulung

Die Umschulung zum/zur Weinfachberater/in wird bundesweit von mehreren Stellen angeboten. Die Termine sowie die Dauer der Lehrgänge variieren abhängig vom Anbieter und der Art der Seminare. Es sind sowohl Veranstaltungen in Vollzeit als auch in Teilzeit verfügbar.

Alternative Berufe im Fernstudium

Wer aus beruflichen oder familiären Gründen lieber auf ein Fernstudium zurückgreift, kann neben dem eigentlichen Lehrgang zum/zur Weinfachberater/in auch verwandte Berufe in Handel und Gastronomie erlernen. Weinkunde (Önologie), Weinbau, Weinwirtschaft, Getränketechnologie, Gastronomiegewerbe und Weintechnologie sind nur einige Möglichkeiten, sich auf dem Fernweg weiterzubilden.