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Die Bereiche Wellness, Gesundheitspflege und Entspannung zählen bei vielen Menschen zu einem erfüllte und schönem Leben. Hier entstanden in den letzten Jahren große Märkte sowohl im Bereich der Vorsorge als auch in der Gesundheitspflege. Immer mehr Menschen legen einen großen Wert auf eine ausgewogene Ernährung und Entspanung. Sie erwarten das Gefühl, wieder seelisch in einem Gleichgewicht zu sein. Hier treten Masseure und medizinische Bademeister ein. Diese betreuen SPA-Bereiche und machen Behandlungen zum Wohlergehen der Patienten. Dabei berücksichtigen Sie die aktuellen Aspekte einer gesunden Ernährung, wie auch die heilende Wirkung des Wassers und verbinden diese mit individueller Entspannung und Bewegung. Masseure und medizinische Bademeister wenden Massagetechniken und Methoden der Krankengymnastik an.

Hinzu kommen unterschiedliche Therapien, wie zum Beispiel Hydro-, Balneo-, Inhalations- und Thermotherapien. Diese werden durch Heilbehandlungen ergänzt, um Störungen des Bewegungsapparates zu beheben. Eine Massagetherapie trägt dazu bei, den gesamten Organismus zu stabilisieren. Sie wirkt durch ihre Behandlung auf den gesamten Menschen, seiner Muskulatur und seine Haut ein. Masseure und medizinische Bademeister führen zudem im Bereich des Leistungssports individuell abgestimmte Trainings- und Wettkampftherapien durch.

Durch das “Gesetz über die Berufe in der Physiotherapie – das Masseur- und Physiotherpeutengesetz – MPhG” vom 26.05.1994 wurde die gesetzliche Grundlage für eine Ausbildung oder Umschulung zum Masseur und medizinischen Bademeister geschaffen. Seitdem hat sich die Ausbildung deutlich verbessert. Durch den Erlass der “Ausbildungs- und Prüfungsverordnung – MB-APrV” wurden zudem die Unterrichtsinhalte und ihr Umfang festgelegt. Dadurch begann die Grundlage der heutigen Ausbildung zum Masseur und medizinischen Bademeister.

Zukunftsaussichten für medizinische Bademeister und Masseure

Alleine im Wellnessbereich werden jährlich etwa 35 Milliarden Euro ausgegeben. Das Interesse an Wellness wird zudem immer größer, während immer mehr Reiseveranstalter und Hotelbetriebe entsprechende Wellnessprogramme anbieten.

Der Beruf des medizinischen Bademeisters und Masseurs ist viel umfangreicher, als allgemein angenommen. Wer eine Ausbildung absolviert hat, führt hauptsächlich physikalische Therapien durch. Sie unterstützen ärztliche Behandlungen durch spezielle Massagetechniken oder Bewegungstherapien. Zunehmender Stress und Leistungsdruck führen dazu, dass sich immer mehr Patienten behandeln lassen. Masseure und medizinische Bademeister tragen dazu bei, Stress zu lindern, indem sie durch verschiedene Therapien und andere physikalische Behandlungsmethoden die Beschwerden ihrer Patienten vermindern und Erkrankungen heilen. Je nach ärztlicher Verordnung wird das Krankheitsbild des Patienten erarbeitet.

Masseure und Bademeister entwickeln daraus individuelle Methoden zur Behandlung der Krankheitsbilder. Hierzu zählen verschiedene Massageformen für die jeweiligen Körperregionen, aber auch Lymphdrainagen beziehungsweise Akupunkturmassagen. Hinzu kommen medizinische Bäder, Packungen und Inhalationen. Der Einsatz erfolgt in Krankenhäusern, Massagepraxen, Bädern, Pflegeheimen oder Saunen. Anwendungen werden in speziellen Behandlungsräumen, Baderäumen oder Krankenzimmern durchgeführt.

Inhalt und Länge einer Umschulung

Damit eine Umschulung zum Masseur und medizinischen Bademeister durchgeführt werden kann, müssen sich alle Umschüler um einen Ausbildungsplatz bemühen. Es handelt sich in der Regel um eine schulische Ausbildung, die durch Praxisanteile ergänzt wird. Die Ausbildung erfolgt an einer Berufsfachschule und wird durch Praktika, wie zum Beispiel in Kliniken ergänzt. In der Fachschule wird das theoretische Hintergrundwissen vermittelt, während in den Praxisphasen das erlernte Wissen unmittelbar bei der Behandlung von Patienten angewendet wird. Am Ende der Umschulung steht die Abschlussprüfung, welche aus einem schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil besteht.

Eine Ausbildung dauert je nach Schule im Normalfall zweieinhalb Jahre. Allerdings haben die Schulen unterschiedliche Anforderungen an ihre Umschüler. Teilweise müssen biologische Themen betrachtet werden, damit sich alle Teilnehmer später mit dem menschlichen Bewegungsapparat auskennen. Andere Schulen vermitteln Kenntnisse in den Fächern Chemie und Physik.

Zielgruppe

Umschüler müssen als schulische Voraussetzung für eine Umschulung zum Masseur und medizinischen Bademeister den Hauptschulabschluss oder eine andere abgeschlossene Schulbildung mitbringen. In der Regel gibt es für Umschüler zum Masseur und medizinischen Bademeister kein Mindestalter. Bewerber müssen jedoch eine gesundheitliche Eignung mitbringen und auch eine persönliche Reife mitbringen. Diese ist insbesondere für eine therapeutische Arbeit an Menschen unerlässlich. Weitere Voraussetzung ist ein hohes Maß an Verantwortung. Hinzu kommen Selbstständigkeit, sicheres Auftreten sowie Anwendung des Erlernten. Dies wird durch Einfühlsamkeit und soziales Verständnis ergänzt.

Förderungsmöglichkeiten

Wer sich für eine Umschulung zum Masseur und medizinischen Bademeister interessiert und dazu eine Förderung benötigt, sollte sich mit der Agentur für Arbeit in Verbindung setzen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Bildungsgutschein ausgestellt werden, um eine drohende Arbeitslosigkeit zu vermeiden.

Anbieter von Umschulungen

In der Regel beginnt die Umschulung zum Masseur und medizinischen Bademeister mit einem Praktikum. Die Ausbildung selbst findet jedoch an speziellen Schulen statt, an denen Umschüler sich bewerben müssen. Alle Schulen haben in der Regel Internetseiten, in denen die Aufnahmevoraussetzungen oder gegebenenfalls auch spezifische Anforderungen dargestellt werden. Weitere Informationen erteilen die Landesgruppen des “Verbandes Physikalische Therapie – Vereinigung für die physiotherapeutischen Berufe (VPT) e.V.”, die Arbeitsagenturen oder das Internetportal “BERUFSNET“. Die Arbeitsagenturen verfügen zudem über Adressenlisten aller Bildungseinrichtungen.

Möglichkeiten eines Fernstudiums

Nach Abschluss der Ausbildung gibt es zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, wozu eine Weiterbildung zum Fachwirt für Fitness oder Betriebswirt für Sozialwesen zählt. Möglich ist auch das anschließende Studium der Sportwissenschaften, Therapiewissenschaften oder Physiotherapie.

Allerdings sind Fernstudiengänge oder Fernkurse im Gesundheitsbereich eher selten. Dies liegt daran, dass bei den jeweiligen Ausbildungsgängen in der Regel viele Praxisphasen erfolgen. Eine mögliche Alternative ist ein Lehrgang zum geprüften Fachpraktiker für Massage, Wellness und Prävention, welcher von der SGD angeboten wird. Daneben bieten verschiedene Fachhochschulen gesundheitsbezogene Studiengänge im Gesundheitsmanagement oder Health Care Management an. Informationen finden sich auf den Webseiten der jeweiligen Anbieter.