Umschulung zum Wirtschaftsfachwirt / zur Wirtschaftsfachwirtin

Viele Tätigkeiten der Wirtschaftsfachwirte überschneiden sich mit denen der Betriebswirtschaftler. © SP-PIC - Fotolia.com
Viele Tätigkeiten der Wirtschaftsfachwirte überschneiden sich mit denen der Betriebswirtschaftler.
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Das Berufsfeld von Wirtschaftsfachwirten und Wirtschaftsfachwirtinnen erstreckt sich über eine Vielzahl an Arbeitsgebieten, z. B. im Handel, im Metallbau, im Maschinenbau, in der Lebensmittelbranche, in der Elektrobranche, in der Baubranche, in der Pharmazie, im Fahrzeugbau, in der Finanzdienstleistungsbranche, in der Medienbranche und in vielen weiteren Gebieten. Je nach Arbeitsgebiet variiert die Berufsbezeichnung, so wird ein/-e Wirtschaftsfachwirt/-in beispielsweise im Handel als Handelsfachwirt/-in bezeichnet. Je nach Arbeitsgebiet variieren auch die Tätigkeitsfelder. Im Folgenden soll daher eine allumfassende Berufsbeschreibung gegeben werden.

Wirtschaftsfachwirte und Wirtschaftsfachwirtinnen planen, steuern und betreuen unterschiedliche Geschäftsprozesse in Unternehmen. In der Beschaffung und Lagerhaltung stellen sie sicher, dass die für die Leistungserstellung benötigten Güter in der erforderlichen Menge und Qualität zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung stehen. Sie holen z.B. Angebote von Lieferanten ein und vergleichen diese. Sie führen Verhandlungen und wählen Lieferanten aus, gleichen Bestellungen mit dem Wareneingang ab und kontrollieren diesen auf Qualität. Gleichzeitig behalten sie die Einkaufskosten im Blick und ergreifen ggf. Maßnahmen, diese zu reduzieren. Im Rechnungswesen und Controlling wenden sie z.B. die Kosten- und Leistungsrechnung an, erstellen Bilanzen und betriebswirtschaftliche Kennzahlen sowie Ergebnisanalysen. Im Personalwesen betreuen sie Mitarbeiter/-innen und Führungskräfte in allen Personalfragen.

 

Zukunftsaussichten

Die Zukunftsaussichten sehen für Wirtschaftsfachwirte und Wirtschaftsfachwirtinnen im Allgemeinen sehr gut aus. Das breite Beschäftigungsfeld bietet eine Vielzahl an Arbeitsmöglichkeiten. In einigen Fällen überschneiden sich bestimmte Bereiche innerhalb einer Kategorie. Beispielsweise kann ein Handelsfachwirt sowohl im Lebensmittel- als auch im Textilbereich tätig sein, da die Grundlagen der Handelskategorie gleich eingerichtet sind. Ein Wirtschaftsfachwirt bzw. eine Wirtschaftsfachwirtin ist im Vergleich zu den Angestellten in einer höheren Position, nämlich in leitender Position im mittleren Bereich (Middle level commercial clerk). In der freien Wirtschaft bedeutet dies gute Beschäftigungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen.

 

Inhalte und Länge der Umschulung

Bei der Umschulung handelt es sich um eine Weiterbildung, die nach dem Abschluss einer kaufmännischen bzw. verwaltenden Berufsausbildung vorgenommen werden kann.
Hauptlerninhalte sind Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, unterschiedliche Rechtsgebiete (z. B. Arbeitsrecht, Gesellschaftsreicht, Steuerrecht und Vertragsrecht), Unternehmensführung, betriebliches Management, Marketing, Kalkulation, Kostenrechnung, Organisation, Personalwesen, Rechnungswesen und Statistik. Über diese Hauptinhalte hinaus sollten die Bewerber/-innen gute PC-Kenntnisse haben, z. B. in Word, Excel, Access, Power Point und Outlook.
Die Weiterbildungsdauer beträgt 4-24 Monate und endet mit einer schriftlichen und mündlichen Prüfung.

 

Zielgruppe der Umschulung

Da es sich um eine Weiterbildung handelt, sollte zuvor eine kaufmännische oder verwaltende Ausbildung abgeschlossen werden. Diese ist die Hauptvoraussetzung, die für die Aufnahme dieser Weiterbildung gegeben sein muss. Ferner müssen ein gutes Denkvermögen und eine hohe Flexibilität vorhanden sein, denn unternehmerische Entscheidungen belaufen sich häufig auf die Bereitstellung von alternativen Lösungsvorschlägen. Auch ist eine gewisse Führungsfähigkeit notwendig, denn als Wirtschaftsfachwirt/-in hat man eine mittlere Leitungsposition und muss die Angestellten anleiten können. Ein hohes Maß an Kontaktfähigkeit ist wichtig für die Pflege von Geschäftsbeziehungen. Aufgrund der ständig wechselnden wirtschaftlichen Konditionen muss sich ein Wirtschaftsfachwirt bzw. eine Wirtschaftsfachwirtin auch ständig über diese informieren und sich so auf den neuesten Stand halten.

Aufgrund dieser Tatsache ist eine hohe Lernbereitschaft erforderlich. Die Unternehmensorganisation gehört zur sinnbildlichen Maschinerie eines Betriebes. Als mittlere Leitungspersonen sind Wirtschaftsfachwirte und Wirtschaftsfachwirtinnen für sie verantwortlich, weswegen sie eine Organisationsfähigkeit besitzen sollten. Auch sollten sie teamfähig sein, denn die Zusammenarbeit mit den Angestellten ist eine wichtige Angelegenheit. Sie sollten auch ein unternehmerisches Denken und ein hohes Verantwortungsbewusstsein mitbringen, denn eine mittlere Leitungsposition trägt eine große Verantwortung mit sich.

 

Förderungen

Als finanzielle Förderung kann eine Bildungsprämie erworben werden, die eingeführt wurde, um die Bereitschaft der Arbeitnehmer zu erhöhen, an einer Weiterbildung teilzunehmen. Sie wird in Form von Gutscheinen gewährt. Die Höhe der Förderung beträgt maximal 500 € oder 50% der Weiterbildungskosten, wenn diese geringer als 500 € sind.

 

Anbieter der Umschulung

Die Anbieter der Weiterbildung sind in der Regel die Unternehmen, in denen die Berufsausbildung absolviert wurde. Sie bieten Seminare und Workshops an. Zudem gibt es aber auch eine außerbetriebliche Weiterbildung, bei der die Lerninhalte an speziellen Instituten (z. B. Akademien) vermittelt werden. Auch ist ein E-Learning (z. B. über eine virtuelle Akademie) möglich, bei dem die Lerninhalte entweder im Betrieb oder zu Hause über Module vermittelt werden können.

 

Verwandte Bereiche der Umschulung als Fernstudium

Alternativen zum Bereich der Wirtschaftsfachwirte und Wirtschaftsfachwirtinnen sind die Beschäftigungsbereiche von Industriefachwirten und Industriefachwirtinnen sowie von Betriebswirten und Betriebswirtinnen. Es kann ein Fernstudium zum Diplom-Betriebswirt bzw. zur Diplom-Betriebswirtin aufgenommen werden.

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