Controlling ist für effiziente Betriebsabläufe unerlässlich.
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Controller haben eine wichtige Aufgabe innerhalb eines Betriebs inne. Sie kontrollieren verschiedene betriebsinterne Abläufe und haben daher einen erheblichen Anteil am Erfolg des Unternehmens. Wenn Sie Interesse an dieser Aufgabe haben und Ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben können, kann daher eine Umschulung zum Controller oder zur Controllerin eine sehr interessante Möglichkeit darstellen. Auf diese Weise können Sie sich nicht nur ein neues Berufsfeld auftun. Darüber hinaus bringt dieser Beruf auch gute Karrierechancen mit sich.

 

Das Berufsbild des Controllers

Controller erstellen zunächst verschiedene Ziele, die ein Unternehmen erreichen soll. Dabei muss stets die spezifische Branche des Betriebs sowie die aktuelle Marktsituation berücksichtigt werden. Anhand dieser Variablen werden daher die Ziele entwickelt, die ein bestimmtes Unternehmen realistischerweise erreichen kann. Im nächsten Schritt müssen die Controller Pläne entwickeln, wie diese Ziele umgesetzt werden können und daraufhin auch die Ausführung derselben überwachen.

Eine weitere Aufgabe besteht darin, die Prozesse und die Ziele des Betriebs regelmäßig zu überprüfen. Aus diesem Aufgabenbereich wird schnell deutlich, dass die Controller eine sehr wichtige und verantwortliche Stellung in einem Unternehmen innehaben. Dies bedeutet, dass Ihre Entscheidungen und Vorgaben stets gut ausgearbeitet werden müssen und gut überlegt sein sollten.

 

Die Zukunftsaussichten für Controller

Moderne Betriebe gehen immer stärker dazu über, alle Unternehmensbereiche auf den Prüfstand zu stellen. Dabei werden alle Details auf ihre Effizienz hin untersucht. Dies ermöglicht höhere Gewinne für die Unternehmer. Um diese Überprüfung durchzuführen, werden in der Regel Controller beauftragt. Aus diesem Grund herrscht bereits jetzt eine recht hohe Nachfrage und es ist zu erwarten, dass diese in absehbarer Zukunft noch weiter ansteigen wird.

Da sich die Wirtschaft in schwierigen Zeiten befindet, müssen alle Unternehmensbereiche auf ihre Effizienz hin überprüft werden. Daher bietet die Arbeit als Controller gute Zukunftsaussichten und Karrierechancen.

 

Der Ablauf der Umschulung

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um sich zum Controller ausbilden zu lassen. Zum einen ist es möglich, ein betriebswirtschaftliches Studium mit Schwerpunkt Controlling zu belegen. Dabei erhalten Sie einen anerkannten Hochschulabschluss, der Ihre Karrierechancen sicherlich erheblich verbessert. Allerdings benötigt ein solches Studium viel Zeit und eine erhebliche Leistungsbereitschaft. Darüber hinaus besteht jedoch auch die Möglichkeit, den IHK-Abschluss für Controller zu erwerben. Dabei belegen Sie einen Lehrgang, der Sie auf die Prüfung für den IHK-Abschluss vorbereitet, der als Berufsausbildung anerkannt wird.

Die dritte Möglichkeit besteht darin, einen einfachen Kurs ohne IHK-Ausbildung zu belegen. Allerdings ist es fraglich, ob dieser Kurs alleine als Ausbildung ausreichend ist. Ein derartiger Lehrgang ist beispielsweise für Menschen als Zusatzqualifikation empfehlenswert, die im kaufmännischen Rechnungswesen tätig sind oder einen Betrieb selbst führen. Je nach Art des Lehrgangs, für den Sie sich entscheiden, können sich sowohl die Ausbildungszeit als auch die Ausbildungsinhalte stark unterscheiden.

 

Für welche Berufsgruppen ist die Umschulung zum Controller empfehlenswert?

In diesem Bereich ist es sehr wichtig, dass Sie selbst bereits einige praktische Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt haben, um die entsprechenden Abläufe gut verstehen zu können. Daher eignet sich diese Umschulung insbesondere für kaufmännische Angestellte, beratende Berufe im wirtschaftlichen Bereich (beispielsweise Steuerberater) oder Führungspersonal in einem Betrieb. Doch ist dies keine zwingende Voraussetzung. Auch wenn Sie aus einem anderen Berufsfeld stammen, können Sie sich in diesen Tätigkeitsbereich einarbeiten.

 

Förderungsmöglichkeiten für die Umschulung zum Controller

Eine Umschulung zum Controller kann eine hohe finanzielle Belastung darstellen. Zum einen müssen Sie in der Regel die Kursgebühren entrichten, die bereits erheblich sein können. Außerdem kommt hinzu, dass Sie während dieser Zeit auch Ihren eigenen Lebensunterhalt bewältigen müssen. Wenn Sie die Ausbildung zum Controller als Vollzeit-Lehrgang absolvieren, haben Sie während dieser Zeit keine Möglichkeit dazu, neben der Ausbildung zu arbeiten.

Eine Förderung der Umschulung ist in diesem Bereich jedoch nicht immer ganz einfach zu erhalten. Dennoch können Sie bei der Rentenversicherung einen Antrag stellen, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen Ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben können. Auch beim Jobcenter können Sie einen Antrag stellen. Doch auch hier handelt es sich um eine Kannleistung und nicht immer wird einem derartigen Antrag stattgegeben.

 

Diese Anbieter offerieren eine Umschulung/Ausbildung zum Controller/ zur Controllerin:

 

Das Fernstudium als Alternative

Da eine Finanzierung der Umschulung nicht immer bewilligt wird, ist es sehr praktisch, dass es viele Angebote für Fernstudiengänge in diesem Bereich gibt. Durch ein Fernstudium können Sie in Ihrem bisherigen Beruf weiterarbeiten und so die Kosten für den Lehrgang und die Lebenshaltung selbst tragen. Sowohl für betriebswirtschaftliche Hochschulstudiengänge als auch für den IHK-Lehrgang finden Sie zahlreiche Angebote für Fernlehrgänge. Hier finden Sie auch weitere ähnliche Angebote, wie beispielsweise Bilanzbuchhaltung oder Management. 

Das ILS – Institut für Lernsysteme bietet einen weiterbildenden Fernkurs in Controlling an, für den Sie hier kostenloses Infomaterial anfordern könnenILS Fernkurs Controlling*

 

Andere Alternativen, um Controller/-in zu werden

Berufsbegleitende Ausbildung

Eine berufsbegleitende Ausbildung zum Controller/in ist möglich. Es handelt sich bei diesem Beruf um einen typischen Weiterbildungsberuf – und diese ist auch berufsbegleitend mit Abend- oder Wochenendseminaren zu absolvieren. Ein Beispiel für solche Angebote liefert uns die IHK Dresden, die Weiterbildung dauert hier 5 Monate und kostet € 1.255. Aber auch in anderen deutschen Städten wie Frankfurt am Main bietet die IHK diese Weiterbildung an. Ein Vorteil einer solchen Ausbildung bei der IHK ist die Möglichkeit, als Controller/in mit IHK Prüfung abzuschließen – dieser Abschluss ist fachlich sehr anerkannt.

Der Begriff Weiterbildung setzt aber auch eine vorhandene Ausbildung voraus, bei der IHK bedeutet das entweder eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem dreijährigen kaufmännischen- oder Verwaltungsberuf inklusive drei Jahre Berufserfahrung, oder auch Absolventen eines wirtschaftswissenschaftlichen Studiums, ebenso wie Personen mit Abschluss eines Ausbildungsberufs inklusive vierjähriger Berufspraxis. Weitere Ausnahmen und die genauen Anforderungen finden Sie hier.

 

Studium

Um eine Anstellung im Bereich des Controllings zu erhalten, ist es nicht zwingend erforderlich, ein Studium zu absolvieren, das die Berufsbezeichnung beinhaltet. Auch Absolventen von Studienrichtungen wie BWL, Rechnungswesen, Statistik oder Mathematik haben beispielsweise in ihrer Ausbildung gewisse Grundlagen gelernt, die in der Arbeit als Controller/in notwendig sind (siehe auch Quereinstieg). Doch auch Studiengänge, die gezielt in diese Richtung zielen, werden angeboten. Das Problem ist hierbei oft die Balance zwischen theoretischer und praktischer Erfahrung – vor allem dann im Masterabschnitt.

Ein Studiengang, der es den Lernenden erlaubt, Theorie und Praxis in Einklang zu bringen, ist für die Studenten also vorteilhaft. Solch einen Studiengang bietet zum Beispiel die School of International Business and Entrepreneurship in Berlin an.

 

Quereinstieg

Auch ein Quereinstieg ins Controlling kann eine Möglichkeit darstellen. Zumeist verlangen die Bildungseinrichtungen aber mehrjährige einschlägige Berufserfahrung, bevor man zur Weiterbildung zugelassen wird. Wer bereits im Rechnungswesen oder einem angrenzenden Berufsfeld tätig ist, kann einen solchen Quereinstieg aber wagen. In solchen Fällen ist die beste Adresse wohl die bereits genannte IHK, deren Abschluss für Quereinsteiger/innen vor allem deswegen attraktiv ist, weil die Ausbildung allgemein anerkannt ist.

Für alle anderen, die aus einem gänzlich anderen Berufsfeld kommen, kann ein zielgerichtetes Studium inklusive erster Berufserfahrung die beste Option sein. Personen, die über einen Hochschulabschluss in Mathematik, Rechnungswesen, VWL oder BWL verfügen, können über eine der beiden Weiterbildungsmaßnahme nachdenken.


Ein Kommentar zu “Umschulung zum Controller/ zur Controllerin”

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