Arbeiten, wo andere Urlaub machen! © Gerhard Seybert – Fotolia.com

Das Berufsbild

Reiseleiter und Reiseleiterinnen sind weltweit im Einsatz. Oft gepriesen als der beste Job unter der Sonne, ist der Beruf des Reiseleiters doch weitaus mehr. Er erfordert neben der Betreuung der Reisegäste vor Ort auch einiges organisatorisches Geschick, Verhandlungs- und Kompromiss-bereitschaft, Einfühlungsvermögen sowie eine Begeisterungsfähigkeit, die sich auf die Gruppe überträgt.
Wer sich zudem für fremde Kulturen und Sprachen interessiert, wird in diesem Beruf seine Berufung finden. In erster Linie sind Reiseleiter Ansprechpartner vor Ort, die über lokale Sehenswürdigkeiten und Gepflogenheiten informieren, aber auch Kritik und Beschwerden aufnehmen und dafür selbstständig nach Lösungen suchen müssen. Das Aufgabenspektrum des Reiseleiters / der Reiseleiterin reicht von Stadtführungen, über Themen- , Studien- und Abenteuerreisen bis hin zu Seniorenangeboten.

Reiseleiter und Reiseleiterinnen arbeiten hauptsächlich als Selbstständige auf Honorarbasis für Reiseveranstalter, Eventagenturen, Fremdenverkehrsämter oder Reiseunternehmen. Darüber hinaus finden sie durchaus auch Anstellung bei lokalen Tourismusverbänden. Besonders wichtig ist anzumerken, dass der Beruf des Reiseleiters in der überwiegenden Zahl der Fälle saisonabhängig ist. So spielen Ferienzeiten in Deutschland ebenso eine Rolle wie die Klimabedingungen vor Ort im jeweiligen Reiseland. Darüber hinaus gibt es selten feste Arbeitszeiten, sodass der Reiseleiter / die Reiseleiterin häufig auch abends und an den Wochenenden präsent sein muss.

 

Zukunftsaussichten

Die Reisebranche ist in vielen Teilen der Welt ein wachsender, häufig auch der einzige Wirtschaftszweig. Nichtsdestotrotz ist anzumerken, dass der Bedarf an Reiseleitern und Reiseleiterinnen längst nicht mehr so groß ist. Dennoch können eine ausgefallene Idee sowie Spezialisierungen auf bestimmte Themen durchaus einen Weg in dieses Berufsfeld eröffnen. Eine Kombination aus regionaler Küche, Traditionen sowie ortstypischer Unterbringung gepaart mit einem kleinen Sprach- oder Dialektikkurs werden den Teilnehmern auch zukünftig ein besonderes Reiseerlebnis bieten. Mit den geeigneten Vorkenntnissen lassen sich ferner Angebote als Fachkraft für Gesundheitstourismus entwickeln. Kreativität und Spontanität sollten bei einem Reiseleiter / einer Reiseleiterin ohnehin stets Hand in Hand gehen.

 

Inhalte und Dauer der Umschulung

Die Dauer der Umschulung bzw. der Ausbildung zum Reiseleiter ist nicht geregelt und bewegt sich je nach Anbieter zwischen 6 und 9 Monaten. Die Inhalte hingegen sind häufig identisch. Ein wichtiges Themengebiet ist die Tourismusfachkunde für Reiseleiter und Reiseleiterinnen. Hinzu kommen Kenntnisse über Geografie und Kulturgeschichte der wichtigsten Reisegebiete. Abgerundet wird die Ausbildung durch Einblicke in die Reise- und Freizeitpsychologie, das Reiserecht sowie die Grundlagen der Arbeit in der Reiseleitung. In jedem Falle sollten auch einige Ausführungen zum Englisch in der Tourismusbranche, aber ebenso zur Existenzgründung nicht fehlen.

 

Zielgruppe

Das Umschulungsangebot zum Reiseleiter / zur Reiseleiterin richtet sich in erster Linie an Menschen, die bereits eine Ausbildung zum Tourismuskaufmann / zur Tourismuskauffrau absolviert haben. Deren Vorkenntnisse im Bereich der Tourismusindustrie sind hilfreich, um sich als Reiseleiter zu etablieren. Darüber hinaus sollte das 18. Lebensjahr erreicht sein und eine außerordentliche soziale Kompetenz vorliegen. Kommunikationsfreude und Begeisterung, neue Kulturen zu erleben sowie Sprachen zu erlernen, mindestens jedoch Englischkenntnisse runden die Persönlichkeit des zukünftigen Reiseleiters / der Reiseleiterin ab.

 

Fördermöglichkeiten

Grundsätzlich besteht im Einzelfall die Möglichkeit zur Förderung mittels Bildungsgutschein durch die Agentur für Arbeit. Ferner stellen Rentenversicherung, Berufsgenossenschaften und der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr Fördermittel zur beruflichen Qualifizierung bereit.

 

Anbieter der Umschulung – Das Fernstudium

Am häufigsten wird die Umschulung zum Reiseleiter von diversen Umschulungsinstituten angeboten:

Eine Alternative wäre ein Fernstudium bzw. ein Onlinestudium. Hinzu kommen praktische Arbeiten und Seminare, die jedoch nicht bei allen Fernschulen zum Ausbildungsprogramm gehören. Die Abschlüsse variieren sehr stark und reichen vom Zertifikat bis zum Diplom als Reiseleiter/-in. Generell gilt jedoch: Da die Berufsbezeichnung und die Ausbildung des Reiseleiters nicht gesetzlich geregelt sind, darf sich ein jeder so benennen, der Kenntnisse im Berufsfeld vorweisen kann.

Umschulung zum Reiseleiter/ zur Reiseleiterin
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