Umschulung zum Straßenwärter / zur Straßenwärterin

Berufsbild

Schneeräumen gehört auch zu den Aufgaben eines Straßenwärters.  © B. Wylezich - Fotolia.com

Schneeräumen gehört auch zu den Aufgaben eines Straßenwärters.
© B. Wylezich – Fotolia.com

Die Aufgabe eines Straßenwärters bzw. einer Straßenwärterin besteht darin, die Sicherheit für den Verkehr auf öffentlichen Straßen und Wegen zu gewährleisten, indem Unfallstellen und Baustellen abgesichert, zur Winterzeit die mit Schnee bedeckten Straßen und Wege geräumt und gestreut, Straßenschilder und Umleitungskennzeichnung aufgestellt und gewartet sowie Bauwerke und Straßen instand gesetzt werden.

Zusätzlich kontrollieren Straßenwärter und Straßenwärterinnen das Straßennetz.

 

Zukunftsaussichten

Insbesondere in Städten gibt es immer wieder Baustellen sowie Instandsetzungen, für die Straßenwärter und Straßenwärterinnen eingesetzt werden. Aus diesem Grunde kann man hierbei von einem Beruf mit Zukunft sprechen. Diese Tätigkeit ist zudem mit mehreren Aufstiegschancen verbunden, u. a. zum Oberstraßenwärter bzw. zur Oberstraßenwärterin oder auch zum Kolonnenführer bzw. zur Kolonnenführerin.

 

Inhalte und Länge der Umschulung

Die Umschulung gleicht von der Durchführung als auch von der Länge her einer betrieblichen Ausbildung. Einige der praktischen Lerninhalte werden nachfolgend aufgeführt.

  • Erkennen und Absichern von Gefahrenstellen
  • Verarbeitung von Bauteilen
  • Schutz von Maschinen und Geräten vor Beschädigungen und Diebstahl
  • Anlegen und Pflegen von Grünflächen
  • Erhebung von Bestandsdaten
  • Beurteilung der bautechnischen Eignung von Böden
  • Instandsetzung von Fahrbahnen, Geräten und Maschinen
  • Anfertigung von Skizzen und Zeichnungen sowie Anwendung für den praktischen Gebrauch
  • Verlegen und Verbinden von Rohren und Profilen
  • Durchführung von Schaltungen an Verkehrsbeeinflussungsanlagen
  • Durchführung der Streckenwartung
  • Ausübung des Winterdienstes
  • Planung der Arbeit im Team

 

Ferner gibt es zahlreiche in Berufsschulen zu vermittelnde theoretische Inhalte, die im Folgenden aufgelistet werden:

  • Möglichkeiten der Instandhaltung von Pflasterflächen, Entwässerungseinrichtungen, Holzbauteilen, Metallbauteilen, Erdbauwerken, Asphaltflächen und Betonflächen
  • Verhalten bei der Ausübung des Winterdienstes
  • Straßenplanung
  • Beschilderungs- und Markierungslehre
  • Erfassen der verkehrsrechtlichen Bestimmungen
  • Anlegen und Pflegen von Grünflächen

Die Umschulungsdauer beträgt 3 Jahre im öffentlichen Dienst und kann bei besonderen Gründen (z. B. wegen der Ausübung eines ähnlichen Berufes) verkürzt werden.

Zielgruppe der Umschulung

Für das Ausüben des Berufes als Straßenwärter/-in wird ein praktisches sowie organisatorisches Interesse verlangt. Ebenso sind eine genaue Beobachtungsgabe, eine hohe Geschicklichkeit, eine schnelle Reaktionsfähigkeit sowie überdurchschnittliche mathematische Kenntnisse erforderlich. Die Umschulung richtet sich an sorgfältige, umsichtige, flexible und teamfähige Personen. Eine Zugangsvoraussetzung ist die körperliche Fähigkeit und Bereitschaft zur Erlangung eines CE-Führerscheins, der während der Umschulung erworben werden kann.

 

Förderungen

Die Umschulung zum Straßenwärter bzw. zur Straßenwärterin wird in der Regel von der Bundesagentur für Arbeit gefördert, insofern besondere Gründe vorliegen (z. B. Unzufriedenheit mit dem alten Beruf, körperliche oder psychische Beschwerden bei der Ausübung des vorigen Berufes).

 

Anbieter der Umschulung

Die Umschulung findet in der Regel in den Betrieben des öffentlichen Dienstes statt. Als Arbeitgeber sind sie auch die Anbieter von Ausbildungs- und Umschulungsmaßnahmen.
Der Besuch der Berufsschule gibt den Umschülern und Umschülerinnen die erforderlichen theoretischen Kenntnisse.

 

Verwandte Bereiche der Umschulung

Es gibt einige Alternativberufe zum Straßenwärter bzw. zur Straßenwärterin, z. B. Straßenbauer/-innen, Berufskraftfahrer/-innen und Servicefahrer/-innen.

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