Der “Technische Systemplaner” war früher als “Technishcer Zeichner” bekannt.

Technische Systemplaner/innen haben einen kreativen und anspruchsvollen Job. In der Vergangenheit war dieser Beruf als technische/r Zeichner/in bekannt. Wer in dieser Branche arbeitet, ist vor allem in der Stahl- und Metallbautechnik, der Versorgungstechnik sowie der Gebäude- und Anlagentechnik tätig. Die Aufgaben technischer Systemplaner/innen umfassen insbesondere das Anfertigen von Bau- und Montageplänen von teils sehr komplexen Gebäuden, Einrichtungen und Anlagen.

Am Computer entwerfen sie anhand der zur Verfügung stehenden Grundrisse alle Details, die benötigt werden, so zum Beispiel die gesamte Strom- und Wasserzufuhr, den Verlauf der Lüftungsanlagen und die Positionen von Türen und Fenstern sowie Notausgängen. Auch die Auswahl der Werk- und Baustoffe liegt in den Händen der technischen Systemplaner/innen. Arbeitgeber in diesem Zusammenhang sind insbesondere Architekturbüros, die im Auftrag unterschiedlichster Kunden tätig sind.

 

Zukunftsaussichten

Für technische Systemplaner/innen stehen die Zukunftschancen für eine erfolgreiche berufliche Tätigkeit sehr gut. Auch für die Zukunft ist zu erwarten, dass weitere Gebäude, Einrichtungen und komplexe Projekte wie Flughäfen, Einkaufszentren und vergleichbarem geplant und gebaut werden sollen, und das im internationalen Bereich. Daher wird auch immer ein Bedarf an kompetenten und gut ausgebildeten technischen Systemplaner/innen bestehen. Diese tragen bei der Entwicklung eine große Verantwortung auch bezüglich der Sicherheit der späteren Nutzer der Gebäude und müssen sich daher durch entsprechend gute Fähigkeiten in ihrem Beruf auszeichnen.

Da ein Großteil der Arbeit und Planung am Computer stattfindet und technische Systemplaner/innen mit spezieller Software zu tun haben, die stetig weiterentwickelt wird, ist eine regelmäßige Fortbildung in diesem Bereich anzuraten.

 

Inhalt und Länge der Ausbildung

Eine Ausbildung/ Umschulung zum/zur technischen Systemplaner/in dauert im Schnitt 24 Monate. Für die reguläre Ausbildung werden dagegen 3,5 beziehungsweise 3 Jahre veranschlagt. Die Qualifikation fällt recht komplex aus, da es drei Fachbereiche gibt, auf die Interessenten sich spezialisieren können: Die Versorgungs- und Ausrüstungstechnik (VAT), die Stahlbau- und Metallbautechnik (SMT) und die Elektronischen Systeme (ETS). Da die Fachrichtung entscheidend für die Inhalte der Umschulung ist, sollte die Spezialisierung im Idealfall bereits vor Beginn erfolgen. Vermittelt werden aber in allen Bereichen unter anderem Kenntnisse in CAD, Qualitätsmanagement, Projektmanagement, das Erstellen von Skizzen und Modellen sowie das Erstellen von Fertigungszeichnungen für Bauteile und Baugruppen. Auch die Kalkulation sowie das Auswerten von Zeichnungen und Skizzen stehen auf dem Lehrplan.

 

Zielgruppe für die Umschulung

Für eine Fortbildung zum/zur technischen Systemplaner/in kommen alle Personen infrage, die eine Affinität zu technischen und gestalterischen Tätigkeiten haben und gerne am Computer kreativ tätig sind. Voraussetzung für die Teilnahme an einer entsprechenden Umschulung ist ein Hauptschulabschluss und/oder eine abgeschlossenen Berufsausbildung in einem verwandten oder beliebigen Bereich. Wer als technische/r Systemplaner/in arbeiten möchte, sollte eine gute Konzentrationsfähigkeit und Auffassungsgabe mitbringen. Ein ebensolches technisches Verständnis und Freude am Umgang mit Computern und der entsprechenden Software sind eben erforderlich wie die Bereitschaft, sich mit komplexen und teils schwierigen Anforderungen auseinanderzusetzen. Auch die Fähigkeit, Kundenvorgaben exakt umzusetzen und in einen kreativen Dialog mit Kunden zu treten, ist für eine erfolgreiche Arbeit als technische/r Systemplaner/in von Vorteil.

 

Voraussetzungen im Überblick:

  • Gute Konzentrationsfähigkeit und Auffassungsgabe
  • Technisches Verständnis
  • Affinität zur Arbeit am Computer
  • Umsetzen von Kundenvorgaben
  • Gute Kommunikationsfähigkeiten
  • Kreatives und lösungsorientiertes Denken

 

Förderungsoptionen

Eine Umschulung zum/zur technischen Systemplaner/in kann grundsätzlich durch die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter gefördert werden. An erster Stelle steht in diesem Fall ein persönliches Gespräch mit dem Ansprechpartner bei der Behörde, denn zunächst muss ermittelt werden, ob sich eine finanzielle Förderung lohnt. Dies ist immer dann der Fall, wenn sich der Interessent sowohl persönlich als auch fachlich für die angestrebte Tätigkeit eignet und die Chancen auf eine Anstellung und eine erfolgreiche Zukunft vergleichsweise hoch ausfallen. Nur wenn diese Faktoren zutreffen, wird die Behörde eine Kostenübernahme in Erwägung ziehen. Ist dies der Fall, ist das Stellen des entsprechenden Antrags oftmals nur noch Formsache. Anschließend erhält der Interessent eine Bewilligung in Form eines Bildungsgutscheins, der aussagt, dass die Kosten für die gewählte Umschulung zum/zur Systemtechniker/in entweder anteilig oder komplett übernommen werden.

Der Bildungsgutschein gilt aber immer nur für diese spezifische Weiterbildung beim ausgewählten Bildungsträger. Ist eine Förderung durch das Jobcenter/die Agentur für Arbeit nicht möglich, kann unter Umständen die Deutsche Rentenversicherung für eine Kostenübernahme infrage kommen. Weitere Informationen bietet die Behörde selbst.

 

Anbieter für die Umschulung

Eine Weiterbildung zum/zur technischen Systemplaner/in wird in Deutschland von unterschiedlichen Stellen angeboten. Die Anforderungen fallen regional teils verschieden aus. Zu den Bildungsträgern in diesem Bereich zählen unter anderen die Folgenden:

 

Alternativen im Fernstudium

Auch als Fernlehrgang können sich Interessenten an einer Tätigkeit als technische/r Systemplaner/in fortbilden und für diesen Beruf qualifizieren. Zur Auswahl stehen in diesem Zusammenhang beispielsweise Studiengänge zum/zur technischen Zeichner/in, zum/zur technischen Redakteur/in oder zum/zur technischen Fachwirt/in. 

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