Umschulung durch das Arbeitsamt/ Arbeitsagentur (2019/2020)

Die erste Anlaufstelle für eine Umschulung sollte die Arbeitsagentur sein.
© bluedesign – Fotolia.com

Es gibt zahlreiche Lebenssituationen, in denen Menschen eine Umschulung anstreben. Häufig sind gesundheitliche Probleme im bisherigen Beruf dafür verantwortlich, dass die bisherige Arbeit nicht weiter ausgeübt werden kann. Außerdem ist es auch möglich, dass die Nachfrage in der entsprechenden Berufsgruppe durch die wirtschaftliche und technische Entwicklung stark zurückgegangen ist.

Bei vielen Menschen spielen auch persönliche Gründe eine wichtige Rolle. Wenn sich nach einiger Zeit herausstellt, dass die entsprechende Person sich in ihrem Beruf nicht wohlfühlt oder nicht zur Ausübung der entsprechenden Arbeit geeignet ist, kann dies ebenfalls eine Umschulung notwendig machen. Solche Maßnahmen sind jedoch recht teuer und in vielen Fällen ist es während der Ausbildungszeit nicht möglich, einer anderen Arbeit nachzugehen, sodass die betreffende Person ihren Lebensunterhalt in diesem Zeitraum nicht selbst bestreiten kann.

Doch gibt es staatliche Förderungsmaßnahmen, die sowohl die Gebühren für die Ausbildung als auch die Kosten für den Lebensunterhalt übernehmen können. Dieser Ratgeber stellt vor, in welchen Fällen eine Förderung möglich ist und welche Schritte Sie dafür einleiten müssen…

 

Wann werden die Kosten für die Umschulung vom Arbeitsamt übernommen?

Grundsätzlich stellt die Umschulung für das Arbeitsamt eine spezielle Form der Weiterbildung dar. Für die Förderungsmaßnahmen gelten daher weitgehend die gleichen gesetzlichen Regelungen wie für die Förderung der Weiterbildung durch das Arbeitsamt: §§ 81, 82 ff SGB III. Lediglich hinsichtlich der Bewilligung der Förderung gibt es einige Unterschiede gegenüber einer gewöhnlichen Weiterbildungsmaßnahme. Entscheidet sich die Agentur für Arbeit zur Übernahme der Kosten, dann bewilligt sie die Umschulung mittels eines Bildungsgutscheins.

Bei den Regelungen zur Förderung der Umschulung handelt es sich um eine sogenannte “Kannbestimmung”. Dies bedeutet, dass das Arbeitsamt die Maßnahmen fördern kann, nach der Gesetzeslage allerdings nicht dazu verpflichtet ist. Da somit kein allgemeiner Anspruch auf eine Förderung besteht, hängt die Entscheidung im Einzelfall stets vom entsprechenden Sachbearbeiter ab.

Der Sacharbeiter ist in seiner Entscheidung, die Umschulung zu bewilligen oder den Umschulungsantrag abzulehnen jedoch nicht frei. Die Rechtsprechung der Sozialgerichte aller Bundesländer hat in den vergangenen Jahren Kriterien festgelegt, an denen sich die Sachbearbeiter bei der Ermessensentscheidung orientieren müssen: Aktuelle und zukünftige Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt, Erhöhung der Chancen der Eingliederung auf dem Arbeitsmarkt und Eignung der Umschulung für den konkreten Antragsteller.

 

Des Weiteren müssen Interessenten einer Umschulung einige Bedingungen erfüllen, wenn eine Förderung erfolgen soll.

Zunächst ist es notwendig, dass der Antragsteller mindestens 18 Jahre alt ist und dass bereits eine Berufsausbildung stattgefunden hat – da es ja sonst keine Umschulung, sondern eine Erstausbildung wäre. Allerdings ist es nicht notwendig, dass diese Berufsausbildung abgeschlossen wurde. Auch wenn der Antragsteller diese abgebrochen hat oder nicht erfolgreich abschließen konnte, ist eine Förderung möglich.

Eine der wichtigsten Voraussetzung dafür, dass die Arbeitsagentur die Förderung der Umschulung übernimmt, besteht darin, dass die Möglichkeit für die Anstellung im erlernten Beruf nicht mehr möglich ist. Bei diesem Punkt werden zum einen gesundheitliche Beeinträchtigungen, auch psychischer Natur,  als Begründung akzeptiert.

Umschulung, Berufswechselzweite Ausbildung oder FernstudiumSollte beispielsweise eine Berufskrankheit bestehen, die es unmöglich macht, den bisherigen Beruf weiterhin auszuüben, wird die Umschulungsmaßnahme sehr häufig bewilligt. Zum anderen kann auch die aktuelle Arbeitsmarktsituation als Begründung angenommen werden. Wenn die Zukunftsaussichten im betreffenden Berufsfeld sehr schlecht sind, kann dies ebenfalls zur Bewilligung der Förderung führen. Entscheidend ist dabei immer, dass bereits die Situation der Arbeitslosigkeit besteht oder dass diese in absehbarer Zeit droht.

Eine weitere Bedingung besteht darin, dass in dem Beruf, der durch die Umschulungsmaßnahme erlernt werden soll, die Berufsaussichten gut sind, um so die drohende Arbeitslosigkeit tatsächlich abzuwenden. Wenn Sie einen neuen Beruf erlernen wollen, sollten Sie daher stets einen Beruf auswählen, in dem eine hohe Nachfrage herrscht.

 

Welche Leistungen werden durch das Arbeitsamt übernommen?

Die Förderungsmöglichkeiten für die Umschulung, die vom Arbeitsamt vergeben werden, sind recht umfangreich. Auf diese Weise können die Personen, die eine Umschulung durchführen, während der Ausbildungszeit alle anfallenden Kosten bestreiten. Im folgenden Abschnitt werden die einzelnen Leistungen vorgestellt.

 

Lehrgangskosten:

Für die Umschulung gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen gibt es die betriebliche Umschulung, die sehr ähnlich abläuft wie eine gewöhnliche Berufsausbildung. Dabei fallen keine Lehrgangsgebühren an und außerdem erhält der Umschüler auch eine Ausbildungsvergütung. Bei einer reinen schulischen Umschulung hingegen fallen fast immer Lehrgangskosten an und es erfolgt keine Vergütung. Wenn die Teilnahme an der Umschulungsmaßnahme genehmigt wird, übernimmt das Arbeitsamt in Form eines Bildungsgutscheins die gesamten Kosten für die Umschulung.

 

Fahrtkosten:

Die Teilnehmer haben Anrecht auf eine Erstattung der Fahrtkosten. Sollte es möglich sein, die Umschulung in der Nähe des bisherigen Wohnorts durchzuführen, erhält der Teilnehmer die Kosten für die tägliche Anfahrt zur Bildungseinrichtung erstattet. Sollte es notwendig sein, den Wohnort zu wechseln, übernimmt das Arbeitsamt einmalig die Kosten für die Anfahrt zur Bildungsstätte und bei der Beendigung die Kosten für die Heimfahrt. Darüber hinaus finanziert es einmal pro Monat die Fahrt zum bisherigen Wohnort.

 

Kosten für eine auswärtige Unterkunft:

Sollte die Ausbildung in einer so großen Entfernung vom Wohnort stattfinden, dass es nicht zumutbar ist, zu pendeln, kann auch eine auswärtige Unterbringung finanziert werden. Der Teilnehmer kann maximal 340 Euro pro Monat für die Mietkosten erhalten. Auch die Verpflegung wird bei einer auswärtigen Unterbringung gefördert. Die Teilnehmer erhalten in diesem Fall monatlich bis zu 136 Euro.

 

Kinderbetreuungskosten:

Wenn sich der Teilnehmer an der Umschulungsmaßnahme um seine Kinder kümmern muss, bleibt nur wenig Zeit für den Lehrgang. Aus diesem Grund bietet das Arbeitsamt auch einen Zuschuss für die Kinderbetreuung an, um Betreuungsmaßnahmen zu ermöglichen und um auf diese Weise eine regelmäßige Teilnahme am Lehrgang sicherzustellen. Das Arbeitsamt bezahlt aus diesem Zweck pro Kind 130 Euro monatlich – unabhängig von den tatsächlich entstehenden Kosten.

 

Lebensunterhalt:

Eines der größten Probleme bei einer Weiterbildungsmaßnahme besteht in den Kosten für den Lebensunterhalt. Zwar gibt es auch Umschulungslehrgänge, die in Abendkursen stattfinden und die somit eine weitere Erwerbstätigkeit ermöglichen, in vielen Fällen müssen die Teilnehmer jedoch ganztägig an der Ausbildung teilnehmen. Es kommt hinzu, dass viele von ihnen bereits arbeitslos sind, sodass kein regelmäßiges Einkommen anfällt. Das Arbeitsamt kommt daher auch für den normalen Lebensunterhalt auf.

Während der Umschulungsmaßnahme erhalten die Teilnehmer weiterhin das Arbeitslosengeld ausbezahlt, um die normalen Lebenshaltungskosten zu tragen. Da das Arbeitslosengeld nur zeitlich befristet ausbezahlt wird, wurden jedoch einige Sonderregelungen für den Fall der Umschulung eingeführt.

Während der Umschulung wird nur die Hälfte der tatsächlichen Zeit vom Bezugszeitraum für das Arbeitslosengeld abgezogen. Wenn sich dieser bereits seinem Ende zuneigen sollte, bleibt außerdem immer ein Restanspruch von 30 Tagen bestehen. So haben die Teilnehmer nach der Beendigung der Maßnahme immer noch einen Monat zur Verfügung, um eine Arbeit im neuen Beruf zu suchen. Sollte zu Beginn der Weiterbildung jedoch der Anspruch bereits unter 30 Tagen liegen, bleibt nur noch der am Anfang der Umschulung bestehende Restanspruch, der jedoch während dieser Zeit nicht weiter vermindert wird.

 

Die Beantragung der Förderung durch einen Bildungsgutschein

Der erste Schritt für die Beantragung der Umschulungsförderung ist immer der Gang zu einem Sachbearbeiter am örtlichen Arbeitsamt. Eine persönliche Beratung ist nicht nur sinnvoll, um alle Möglichkeiten abzuwägen, sie ist auch vorgeschrieben, wenn Sie eine Förderung durch die Arbeitsagentur beantragen wollen. Hierbei ist es immer sinnvoll, bereits vor dem Gespräch gründlich zu überlegen, welche Gründe Sie für die Umschulung vorbringen können. Da es hierfür keine eindeutigen Regelungen gibt, hat der Sachbearbeiter immer einen gewissen Entscheidungsfreiraum.

Wenn Sie bereits von Anfang an die Notwendigkeit der Umschulung deutlich machen können, kann dies in vielen Fällen hilfreich sein, um den Betreuer zur Bewilligung der Förderung zu bewegen. Nach diesem Gespräch ist es notwendig, einen formellen Antrag für die Förderung der Umschulung zu stellen. Bei dieser Aufgabe ist Ihnen der Betreuer der Arbeitsagentur gerne behilflich und dieser informiert Sie auch über alle Anforderungen, die Sie dabei berücksichtigen müssen.

 

Hilfreiche Tipps für die erfolgreiche Beantragung der Förderung

Die Genehmigung der Förderungsmaßnahmen für die Umschulung ist in vielen Fällen sehr schwer. Sie haben keinen Rechtsanspruch auf die Bewilligung der Bildungsgutscheine und es gibt keine einheitlichen Regelungen, wann diese genehmigt werden. Doch gibt es einige hilfreiche Tipps, die dazu beitragen können, die Förderung zu erhalten:

  • Es ist sehr sinnvoll, sorgfältig auszuwählen, welcher Beruf durch die Umschulungsmaßnahme erlernt werden soll. Bei der Bewertung Ihres Antrags ist es sehr wichtig, dass eine hohe Nachfrage in diesem Berufsfeld besteht. Anträge für eine Umschulung zum Krankenpfleger haben beispielsweise sehr gute Chancen auf eine Förderung, da hier die Nachfrage sehr hoch ist und aller Voraussicht nach auch hoch bleiben wird. Wenn Sie einen Beruf erlernen wollen, bei dem die Nachfrage nur gering ist, bestehen nur minimale Aussichten für eine Förderung.
  • Wenn Sie über eine Berufsausbildung in einem Beruf verfügen, in dem die Aussichten auf eine Anstellung gut sind, wird der Antrag in der Regel abgelehnt. In einem solchen Fall müssen Sie ausführlich begründen, weshalb diese allgemeine Situation auf ihren speziellen Fall nicht zutrifft. Wenn Sie beispielsweise nach der Ausbildung in einem anderen Beruf gearbeitet haben oder längere Zeit überhaupt nicht berufstätig waren, kann dies dazu führen, dass Sie trotz guter Arbeitsmarktsituation keine Chancen auf eine Anstellung haben. Sollten Sie dem Betreuer diese Situation glaubhaft darstellen können, besteht ebenfalls die Möglichkeit zur Förderung.
  • Vor der Antragsstellung sollten Sie sich ausführlich mit dem neuen Berufsfeld beschäftigen. Ein Praktikum kann beispielsweise sehr hilfreich sein, um praktische Erfahrungen zu sammeln und ist für einige Lehrgänge sogar auch vorgeschrieben. Außerdem können Sie eine Ausbildungsstätte besuchen und mit den Lehrkräften und den Schülern sprechen. So können Sie nicht nur selbst besser einschätzen, ob Ihnen der neue Beruf liegt. Fast immer erhalten auch die Betreuer einen besseren Eindruck, wenn sie merken, dass der Antragsteller genau weiß, was auf ihn zukommen wird.
  • Sollte Ihr Antrag abgelehnt werden, sollten Sie den Mut nicht verlieren. Zum einen ist es möglich, sich nochmals für eine Förderung zu bewerben. Wenn Sie beispielsweise Ihre Begründung überarbeiten oder ein anderes Berufsziel wählen, kann dies zur Genehmigung der Unterstützung führen. Außerdem gibt es noch andere Stellen, an denen Sie eine Förderung beantragen können. Wenn Sie beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund eines Unfalls die Umschulung durchführen müssen, können Sie auch einen Antrag bei der Rentenversicherung beziehungsweise bei der Unfallversicherung stellen.

 

Update 2019: Nutzen Sie den boomenden Arbeitsmarkt!

Die Arbeitslosigkeit ist auf einem Rekord-Tiefstand: Nur 4,9 Prozent waren im Mai 2019 ohne Beschäftigung. Hier sind allerdings diejenigen mit eingerechnet, die derzeit eine Umschulung oder Fortbildung machen. Unser Tipp: Beginnen Sie deshalb bald Ihre Umschulung, um die florierende Lage auf dem Arbeitsmarkt noch auszunutzen – unsere Empfehlung ist hier eine betriebliche Umschulung, die Sie schon fest in die Strukturen des 1.Arbeitsmarketes einbinden.

Bei dem Fachkräftemangel derzeit ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie nach der Umschulung vom Betrieb übernommen werden. Zögern Sie deshalb nicht, denn auf eine Boomphase folgt oft eine Phase der Stagnation und eines Rückgangs der verfügbaren Jobs. Dann ist es gut, wenn Sie schon einen Betrieb gefunden haben, der Ihnen auch nach 2019,2020 und 2021 hinaus eine langfristige Perspektive bietet.

 

Ein Fernstudium ist übrigens eine flexible, förderungsfähige und moderne Alternative zur “klassischen” Umschulung:

79 Kommentare zu „Umschulung durch das Arbeitsamt/ Arbeitsagentur (2019/2020)“

  1. Hallo, ich hätte da mal eine Frage. Ich habe eine 2 jährige Umschulung zur Kauffrau für Büromanagement gemacht. Den 1. Teil der gestreckten Prüfung habe ich bestanden. Leider habe ich den 2. Teil der gestreckten Prüfung nicht machen können, da ich erkrankt bin. Nun ist die Umschulungszeit um, und ich absolviere in Kürze die mündliche Prüfung.
    Die Prüfung besteht aus 2 Teilen plus mündliche Prüfung.
    Ich habe beim Arbeitsamt um eine Verlängerung der Umschulung gebeten um im November den 2. Teil der gestreckten Prüfung nachzuholen.
    Sie haben abgelehnt mit der Begründung, dass mein Arbeitslosengeld ausläuft und Sie in 3 Wochen nicht mehr für mich zuständig wären und ich deshalb, einen Antrag beim Jobcenter abgeben soll und das Jobcenter dann auch zuständig ist über eine Verlängerung zu entscheiden. Nun ist die Frage, ist das so oder hätte auch das Arbeitsamt einer Verlängerung zustimmen können.

  2. Hallo,
    ich habe auch ein Paar Fragen zur Umschulung.Ich bin 50 Jahre alt. Nachdem habe ich einen Antrag gestellt, hatte ich den Termin im Jobcenter. Der Berater sagte, dass mein B2 telc Zertifikat nicht ausreicht und ich in einem Monat eine spezielle Prüfung auf Deutschkenntnisse bestehen muss, um eine Umschulung als Zerspanungsmechaniker zu erhalten. Ich hoffe, Sie können klären, was diese Prüfung ist?
    Im Voraus danke für Ihre Teilnahme.

      1. Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich möchte noch zusätzlich sagen, dass “ der Deutschtest in Agentur für Arbeit “ (die Adresse) im Einladungsschreiben geschrieben wurde. Und ich verstehe nicht, was der Deutschtest bedeutet. Welche Niveau, gibt es Beispiele usw….

    1. Hallo, ich hätte da mal eine Frage. Ich habe eine 2 jährige Umschulung zur Kauffrau für Büromanagement gemacht. Den 1. Teil der gestreckten Prüfung habe ich bestanden. Leider habe ich den 2. Teil der gestreckten Prüfung nicht machen können, da ich erkrankt bin. Nun ist die Umschulungszeit um, und ich absolviere in Kürze die mündliche Prüfung.
      Die Prüfung besteht aus 2 Teilen plus mündliche Prüfung.
      Ich habe beim Arbeitsamt um eine Verlängerung der Umschulung gebeten um im November den 2. Teil der gestreckten Prüfung nachzuholen.
      Sie haben abgelehnt mit der Begründung, dass mein Arbeitslosengeld ausläuft und Sie in 3 Wochen nicht mehr für mich zuständig wären und ich deshalb, einen Antrag beim Jobcenter abgeben soll und das Jobcenter dann auch zuständig ist über eine Verlängerung zu entscheiden. Nun ist die Frage, ist das so oder hätte auch das Arbeitsamt einer Verlängerung zustimmen können.

  3. Hallo,
    gern würde ich eine Ausbildungug zur Sozialassistentin machen. In meinem derzeitigen Beruf im kfm. Bereich besteht leider auch eine große Nachfrage. In diesem Beruf fühle ich mich zunehmend überfordert und unglücklich.Leider bin ich scho 51 Jahre, aber möchte natürlich noch 14 Jahre in einem Beruf arbeiten, in dem ich einen Sinn sehe. Gibt es überhaupt eine Chance auf Umschulung.

    1. Es kommt natürlich immer auf das richtige Argument für die Beantragung Ihrer Umschulung an – für eine Umschulung reicht das Unglücklichsein in einem Beruf (leider!) nicht aus. Bei einer Depression wären wir dann eher in dem Bereich, in dem Sie theoretisch Anspruch auf eine Umschulung aus gesundheitlichen Gründen hätten.

  4. Hallo,
    Ich bin in einer Umschulung drin und habe nun festgestellt, das ich eine Bildschirmbrille brauche. Werden die Kosten hierfür, vom Arbeitsamt übernommen? Normalerweise, übernimmt ja ein Arbeitgeber einen Teil der Kosten, in diesem Falle wäre ja das Arbeitsamt in der Funktion des Arbeitgebers, oder?
    Vielen Dank

    1. Guten Tag Anja,

      vielen Dank für Ihre Anfrage.
      Das Arbeitsamt ist nicht Ihr Arbeitgeber, sondern der Umschulungsbetrieb. Allerdings kann die Agentur für Arbeit Zuschüsse leisten. Sie sollten für die Bildschirmarbeitsplatzbrille sich an Ihren zuständigen Sachbearbeiter wenden.
      Viele Erfolg

  5. Hallo, wie ich es verstanden habe, erhalte ich statt Harz 4 Umschulungsgeld. Heißt das, dass ich meine Miete etc. ( genau wie Harz 4 Leistungen) bezahlt bekomme – und NICHTS Angerechnet wird? Z. B. Wenn Personen meiner BG arbeiten würden? Es ist ja kein Harz 4 mehr sondern Umschulungsgeld….

    Hoffe sie verstehen, was ich meine. Vg

    1. Sie erhalten ja kein Hartz 4 mehr, sondern Umschulungsgeld. Für die Finanzierung der Wohnung hätten Sie höchstwahrscheinlich Anspruch auf Wohngeld.

  6. Hallo, ist es richtig, dass man während der Umschulung alle 4 Monate einen neuen Antrag ausfüllen muss um weiterhin Geld zu bekommen? Lg

    1. Hallo Jana,

      danke für Ihre Anfrage.
      Aus Ihren sehr knappen Schilderungen kann ich nicht entnehmen, auf was sich Ihre Frage genau bezieht. Die Umschulung wird immer für den gesamten Umschulungszeitraum genehmigt. Der Bildungsgutschein hat eine 3-Monatsfrist, die sich auf den Beginn der Umschulung bezieht: nach der Bewilligung des Bildungsgutscheins haben Sie drei Monate Zeit, die Umschulung zu beginnen, andernfalls verfällt der Gutschein und müsste nur beantragt werden.

      Uns ist bisher kein Fall bekannt, in dem ein Umschüler monatsweise oder quartalsweise Umschulungsgeld beantragen sollte.

      Ich hoffe, diese Auskunft ist Ihnen behilflich,
      viele Grüße

  7. Hallo…

    Man bekommt ja einmal im Monat Fahrtkosten zwecks Schule, wie sieht es in der Zeit aus während der Prüfungsvorbereitungszeit? Bin jetzt jeden Tag zur Schule gefahren ca 40 km hin/ Rückfahrt 10 Tage lang kann ich das extra beantragen?

    LG

    1. Hallo Kitty,

      vielen Dank für Ihre Anfrage.
      Wenn die Prüfungsvorbereitungszeit im Zeitraum der genehmigten Umschulung liegt, dann bezieht sich der Beihilfeanspruch für Fahrtkosten auch für diese Fahrten. Sie können hier einen Antrag stellen.
      Etwas anderes kann gelten, wenn es sich um eine Nachprüfung handelt, die zeitlich nicht mehr innerhalb der ursprünglich genehmigten Umschulung liegt.

      Viel Erfolg für Ihre Prüfung,
      viele Grüße

  8. Hallo
    Ich mochte auch umschulung machen aber Agentur ubernimt die kosten wenn ich bringe die zertifikat B2. das is normall oder machen sie mir die steine unter die beine. Bitte um antwort. Ich bin auslander.

    1. Danke für Ihre Frage. Sicher ist das normal, es geht ja darum dass Sie die Arbeitsanweisungen etc. verstehen. VG!

  9. Hallo
    ich bin seit 26 Jahren aus meinem Beruf draußen, da ich bei meinen 4 Kindern zuhause war und Hausfrau war. Ich mache eine Umschulung zur Erzieherin. Jetzt meine Frage die Umschulung ist genehmigt und wird auch übernommen ebenso wie die Fahrtkosten und die Betreuungskosten für meine jüngste Tochter. Habe ich auch Anspruch auf Arbeitslosengeld?

    1. Hallo Sandra,

      vielen Dank für Ihre Anfrage.

      Mit der Genehmigung der Umschulung haben Sie Anspruch auf das Umschulungsgeld. Das Umschulungsgeld tritt an die Stelle des Arbeitslosengeldes, es bestehen hier also keine zwei Ansprüche parallel. Sollten Sie nach Beendigung der Umschulung keine Anstellung finden, dann besteht wiederum der Anspruch auf Arbeitslosengeld, je nachdem wieviele Monate vor der Umschulung schon Arbeitslosengeld bezogen wurde.

      Ich hoffe, die Antwort war Ihnen hilfreich.
      Viele Grüße

  10. Hallo, ich bin 47 Jahre alt und habe eine kaufmännliche Ausbildung im KFZ Bereich gemacht.
    Ich bin durch meine stressbedingte Arbeit psychisch krank geworden.
    Momentan bin ich in einer Tagesklinik und erhalte Krankengeld.
    Meine Frage ist:
    Ich möchte eine Umschulung zum Heilerzierhungspfleger machen.
    Wie gehe ich am besten vor.
    Macht es Sinn, meinen Krankenstand zu beenden?
    Und welcher Träger ( Rentenversicherung, Argentur für Arbeit) käme für mich in Frage?
    Liebe Grüße Oliver

    1. Guten Tag Oliver,

      danke für Ihre Anfrage.
      Sie sollten Ihren Krankenstand nicht beenden, sondern bei der Rentenversicherung sich zu der gewünschten Umschulung beraten lassen.
      Viel Erfolg!

  11. ich würde gern eine Weiterbildung machen in Sachen Technische Zeichnerin Maschinenbau in Auto cat bin harz 4 Empfänger und würde gerne wissen ob das Amt die Weiterbildungskosten übernimmt und was ich für Voraussetzungen erfüllen muss um diesen Kurs anzuträten.

    1. Guten Tag Frau Bork,

      vielen Dank für Ihre Anfrage.
      Verbindlich beantworten kann nur das Jobcenter, ob die Kosten für die Umschulung übernommen werden. Suchen Sie das Jobcenter für ein Beratungsgespräch auf.
      Viel Erfolg

  12. Hallo,
    Ich möchte ein Umschulung durch Agentur machen. Frage ist, wie viel muss ich erst arbeiten, dass ich Arbeitlosengeld I durch ganze Ausbildung bekomme?
    Vielen Dank

  13. Ich habe an einer Umschulung von 24 Monaten teilgenommen, leider bin ich in 2 Fächern Durchgefallen und müsste zur Nachprüfung, diese findet allerdings erst in 3 Monaten statt und während dieser Zeit müsste ich weiter zur Schule gehen, die mit weiteren Kosten verbunden ist. wie sieht es hier mit dem Leistungsanspruch und weiterfinanzierung aus?

    1. Hallo Maria,

      diese Entscheidung ist im Einzelfall Ermessenssache. Sie sollten sich hier unbedingt mit der Schule und mit Ihrem Sachbearbeiter/Fallmanager unterhalten. Einfacher wird eine Weiterfinanzierung z.B. beim Durchfallen durch eine Prüfung und Wiederholungsprüfung aufgrund von Erkrankung, Pflegebedürftigkeit der Eltern etc. Aber da Ermessenssache, hängt es davon ab, wie das der Kostenträger sieht.

  14. Hallo ich bin gelernte Verkäuferin und arbeite zur Zeit in einer Teilzeitstelle, da es kaum noch Vollzeitstellen gibt. Leider muss ich mit Hartz4 aufstocken. Jetzt habe ich die Möglichkeit für eine Umschulung zum Lokführer/Triebfahrzeugführer mit Übernahme in ein festes Arbeitsverhältnis bekommen. War beim Amt (Jobcenter) und habe mach Förderung gefragt. Dieses wurde abgelehnt mit der Begründung, das ich einen erlernten Beruf habe und auch in diesem arbeite.
    Auf der anderen Seite sehe ich aber keine Zukunft in meinem Beruf eine Vollzeitstelle zu bekommen in meinem Alter (48Jahre).
    Gibt es denn nicht doch eine Möglichkeit Fördermittel zu bekommen??
    Möchte mich auch beruflich noch verändern.
    Liebe Grüße

    1. Liebe Frau Schulze, leider ist die Umschulung eine Kann- und keine Muss-Leistung des Jobcenters. Wenn zudem keine Umstände wie Krankheit oder schlechte berufliche Aussichten vorliegen, dann sieht es leider schlecht aus. Wie wäre es denn mit einer grundständigen Ausbildung? Lokführer werden gerade händeringend gesucht und die Ausbildung ist in der Regel auch gut bezahlt.

  15. Sahra Baumeistere

    Hallo ich habe mal eine frage bezüglich einer Umschulung beziehungsweise Weiterbildung.
    ich befinde mich momentan im 3ten Lehrjahr und bin in 4 Monaten durch deshalb liegt es in meinem Interesse was ich weiter machen könnte da ich nur verkaufen langweilig finde und mein Gehalt zu niedrig finde. gibt es da noch andere Möglichkeiten ohne eine neue Ausbildung zu machen?
    z.b als friseurin kann man eine Umschulung als Kosmetikerin machen sind ja beides verschiedene Richtungen

  16. Ich bin 48 Jahre alt und habe eine abgeschlossen Ausbildung zum Werkzeugmacher, Fachrichtung Stanz- und Umformtechnik. In diesem Beruf habe ich nach meiner Ausbildung 6 Monate gearbeitet. Danach habe ich in einem anderen Unternehmen 10 Jahre als Industriemechaniker gearbeitet. nach dem die Firma insolvenz gegangen war, habe bei einer anderen Firma ich ca. 6 Monate als Maschineneinrichter im Kunstoffbereich (Automotive) gearbeitet.
    Jetzt arbeite ich nun schon seid 15 Jahren bei einem Kautschuk verarbeitendem Unternehmen. Ich bin dort als technischer Angestellter beschäftigt und zuständig für Prototypen und später für die Produktqualifizierung (Erstbemusterung) beim Kunden (Automotive) zuständig, außerdem bin ich für Produktions-/ Qualitätsbelangen verantwortlich. Allerdings wird der Standort, an dem ich beschäfftigt bin, im nächsten Jahr geschlossen.

    Jetzt meine Frage: Als was kann ich mich denn bewerben und unter was läuft dann meine aktuelle Berufsbezeichnung beim Arbeitsamt? Ingenieur oder Techniker….

    Gerne würde ich in meinem neuen Job mehr Verantwortung übernehmen und eventuell eine Abteilung leiten, oder ähnliches. Müsste ich dafür eine Weiterbildung zum Meister machen? oder etwas anderem? Oder käme ehr eine Umschulung in Frage…

    Was meint Ihr?

  17. Ich habe mal eine Frage,ich bin 46Jahre alt,gesundheitlich etwas angeschlagen von meiner harten Arbeit.Ich habe eine abgebrochene Ausbildung zur Hotelfachfrau,da ich es gesundheitlich nicht hinbekommen habe.Danach habe ich Kinder bekommen und 17 Jahre in einer Elektonikfirma in der Produktion gearbeitet,zwischendurch im Verkauf.
    Jetzt arbeite ich durch einen Wohnortwechsel in einer Klinik als Putzfrau,allerdings kommen jetzt gesundheitliche Probleme.Zusätzlich jobbe ich im Einzelhandel und würde dazu eine Umschulung machen,wie sind die Chancen?wenn man eventuell auch einen Betrieb finden würde der daa begleitet?
    Der Beruf ist für mich und meine Gesundheit ganz passend,nicht zu körperlich.

  18. Hallo,
    Mein Mann, 37 Jahre ist Diplom sozialpädagoge! Wir sind umgezogen und haben zwei Kinder! Er war nun in Elternzeit und dann 2 Monate auf arbeitssuche! Nun ist er beim. Jugendamt gestartet und leider gleich wieder an seine Grenzen erinnert! Wir gehen parallel den Weg der diagnostik zum autismus und es gab in der Vergangenheit mehrere therapien!

    Wir würden uns wünschen, daß die Sachbearbeiterin erkennt, daß mein Mann aus gesundheitlichen Gründen nixzbkn nicht in der Lage ist den erlernten Beruf auszuüben, wir haben bereits Bescheinigungen vom Hausarzt bzw Facharzt! Allerdings ist der berufswunsch forstwirt.

    Können sie uns Mut machen diesen Weg der Umschulung zu versuchen?

    Liebe Grüße

  19. Hallo alle zusammen!!! ich habe so eine Umschulung gemacht und ehrlich zu sagen, bin ich voll zufrieden. Aber hab ein Problem jetzt mit dem Arbeitsamt, weil die mir jetzt geänderte Bescheide schicken und verlange, dass ich ein Teil der Kosten erstatten muss. Das hieß damals, dass ich während der Praktikum ein klein Betrag verdienen darf (bis 450 Euro wurde mir gesagt), was ich auch gemacht habe, da mein Praktikumsbetrieb so toll war, waren die bereit mir auch mehr zu bezahlen, was ich eigentlich abgelehnt habe, weil ich ja nicht mehr als 450 Euro (lt. Arbeitsagentur) nicht verdienen dürfte… es kam jetzt ein andere Berater und meinte, dass alles was damals mir gesagt wurde, falsch ist und ich dürfte nicht über 165 Euro verdienen…. bin ehrlich gesagt so enttäuscht und sauer und fühle mich richtig verarscht… ich arbeite seit dem ich 18 Jahre alt bin… das war wirklich ein Unfall und ein NOT, dass ich mich an Arbeitsamt gewandte… und ich habe direkt nach der Umschulung zu arbeiten… und als ich da angerufen habe, um eine Ratenzahlung zu vereinbaren, war die Damen am Telefon so frech, und hat gesagt, dass ich “genug Geld verdiene, um das auf ein mal alles zu bezahlen”!!!! ich habe gefragt dann, wo von ich leben soll… kam der Antwort: “Von Ihrem Nettoeinkommen”…

  20. Hallo, ich bin 23 Jahre jung und habe bereits eine Ausbildung als Fachkraft für lagerlogistik gemacht. In Moment arbeite ich als Produktionsmitarbeiterin und würde aber gerne eine zweit Ausbildung zur Erzieherin machen. Wäre es möglich?

  21. Hallo ich bin gelernter Bäcker habe jedoch seit 2014 nicht mehr als Bäcker gearbeitet des weiteren hätte ich keine andere Wahl als Bäcker zu erlernen oder auf der Straße mit einem förderschulabschluss zu landen durch den Notendurchschnitt von 2,d 57 bekam ich den mittleren Abschluss und wollte da ich mich seit meiner Kindheit mit Informatik beschäftige fachinformatiker werden aufgrund von diesen Umständen landete ich bei einer Reinigungsfirma mit nicht regelmäßigen Arbeitszeiten zwischen 2 und 8 Stunden da die Firma das Objekt nun verliert und ich nicht einsehe 30 km für 4 Stunden oder weniger zu arbeiten bleibt mir nur die Kündigung oder ein auflösungsvertrag . Jetzt zur Frage wie kann ich meinen Sachbearbeiter überzeugen eine Umschulung als Informatiker zu bekommen?

  22. Hallo, ich bin 30 Jahre alt und habe drei Kinder. Ich bin staatl. anerkannte Grafik-Desgnerin, bin aber zurzeit tätig als technishce Zeichnerin in Schaltanlagenbaufirma. Würde aber gerne eine Umschulung zur Hebamme mache. Könnte das funktionieren? Als Grafik-Designerin habe ich keinen Job gehabt und werde es wahrscheinlich in unserer Gegend auch nicht fnden. Technishce Zeichnerin ist auch nicht mein Ding. Diese PC-Arbeit geht langsam auf meine Augen, so, dass meine Augen übermüdet sind. Und der Gehalt ist sehr niedrig. Deswegen würde ich gerne wechseln.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.